HWS Bad Aibling, BA03, Sanierung – Erdbau und Innendichtung
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenKurzbeschreibung:
Öffentliche Ausschreibung des Wasserwirtschaftsamts Rosenheim für Hochwasserschutz-Bauleistungen an der Mangfall in Bad Aibling (Bauabschnitt 3).
Was ist zu tun?
Wichtige Randbedingungen:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAllgemeine Ausführungsanforderungen (für alle Leistungsbereiche)
Bauweise: Vor-Kopf-Bauweise zwingend; täglicher Dammlinienabschluss erforderlich; Hochwassersicherheit wie im Bestand muss täglich gewährleistet sein.
Bodeneinbau: Verdichtungsgrad Dpr ≥ 98 %; Einbaudicke der unverdichteten Schüttung maximal 30 cm.
Materialnachweise: Amtliche Wiegescheine geeichter Waagen für alle Lieferungen (im Original unaufgefordert); Kontrollwägungen 10 % der Lieferungen; Mengenabzug bei > 1 % Unterschreitung.
Winterbauschutz: Witterungsgrenzwerte sind einzuhalten; Sicherungsmaßnahmen und Wiedereinrichtung sind einzuplanen.
Hochwasserschutz während Bauzeit: Benennung einer 24/7 erreichbaren Fachkraft mit 2-Stunden-Reaktionszeit; Havarieplan und Hochwasserschutzplan (Schadensvermeidung ab Mangfall Q ≥ 170 m³/s).
Ökologie: Umweltbaubegleitung; gebietseigenes Regiosaatgut U17; Schutzzaun für zu erhaltende Bäume; Stammschutz; ggf. Wasserschutzgebietsauflagen.
Abrechnung: IT-gestützt nach REB; Toleranz 0,2 ‰.
Baustelleneinrichtung und technische Bearbeitung
LV 01 – Baustelleneinrichtung: Herstellen, Vorhalten und Räumen der gesamten Baustelleneinrichtung inkl. BE-Flächen, Sanitärcontainer, Bauschild (ca. 3 × 4 m), Straßenreinigung; Vorhaltung für vom AN nicht zu vertretende Stillstandszeiten (10 Tage).
LV 02 – Technische Bearbeitung / Vermessung: Vermessung und Bestandsvermessung, Vorbegehung/Beweissicherung, Baustelleneinrichtungsplan, Bauzeitenplan (MS Project), Umleitungskonzept Rad/Fußverkehr, Havarieplan, Abrechnungspläne, Hochwasserschutzplan, Schüttplan, Bestandsunterlagen.
Sicherung und Baufeld
LV 03 – Sicherungsarbeiten: Baustellensicherung gesamt, Bauzaun 200 m (Höhe 2 m) inkl. Kontrolle über 6 Monate und Abbau; Stammschutz 20 Stück; Sicherung Grenzsteine.
LV 04 – Baufeld freimachen / Baustraßen: Herstellen, Vorhalten und Rückbau von Baustraßen und Zufahrten; Beschilderung Flusskilometrierung (4 Stück); Rückbau temporärer Verkehrswege.
Erdarbeiten
LV 05 – Erdarbeiten: Oberboden abtragen 3.500 m²; Oberboden auftragen 2.800 m²; Boden lösen 450 m³; Boden aufnehmen/wiedereinbauen 450 m³; Boden liefern (Kies-Sand-Gemisch GW/GI/GU) 250 m³; Flächenansaat gebietseigenes Regiosaatgut 2.800 m²; Erstmahd Rasenfläche 2.800 m²; Bodenproben, Proctorversuche, Verdichtungsprüfungen, Lastplattenversuche.
Wegebauarbeiten
LV 06 – Wegebau: Aufbrechen 3.000 m²; Planum herstellen 3.200 m²; Schottertragschicht 650 m³ (STS 0/32); Deckschicht 2.100 m² (0/8 gebrochen); Bankett 1.400 m; Weganschlüsse 2 Stück. Der neue Kronenweg wird 3,5 m breit (inkl. beidseitigem Bankett je 0,25 m) mit 25 cm Schotterschicht 0/32 und 4 cm Deckschicht 0/8 hergestellt.
Spezialtiefbau – statisch tragende Innendichtung
LV 07 – Spezialtiefbau: Baustelleneinrichtung Spezialtiefbau; Statik/Ausführungsplanung; BMV-Dichtwand 3.500 m² (Tiefe max. 6 m, Dicke ≥ 60 cm, fm,k ≥ 1,0 MN/m², Permittivität < 1×10⁻⁸ 1/s); Träger liefern 24 t (HEA 140, L = 4 m); Trägereinbau 230 Stück; Qualitätssicherung BMV-Dichtwand.
Verfahren: Bodenvermörtelungsverfahren (BMV) gemäß DWA-M 512-1; Eignungsprüfung und Eigenüberwachung gemäß DIN 4093.
Stundenlohnarbeiten
LV 08 – Stundenlohnarbeiten: Verrechnungssätze für Polier, Baufacharbeiter, Baumaschinenführer und Messtrupp; Bereitstellung folgender Geräte: Bagger, Minibagger, Schubraupe, Transporter, Frontlader, LKW (2-/3-/4-Achser), Walzen, Rüttelgerät, Grader, Tieflader.
Lieferleistung und örtliche Verhältnisse
Liefern aller Baustoffe, Bauhilfsstoffe, Einbauteile und Betriebsstoffe frei Baustelle.
Vor-Ort-Information über örtliche Anfahrts- und Zufahrtsmöglichkeiten; Bestätigung bei Angebotsabgabe, dass diese geprüft wurden.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenUnternehmensbezogene Eignung
Präqualifikation: Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (PQ-Nummer) – alternativ zulässig.
Eigenerklärung: Formblatt 124 „Eigenerklärung zur Eignung" (bei nicht präqualifizierten Unternehmen).
Registereintragung: Handelsregister und/oder Handwerksrolle und/oder IHK-Eintragung (soweit für die auszuführenden Leistungen einschlägig).
Kein Insolvenzverfahren: Weder beantragt noch eröffnet, kein Insolvenzplan (oder rechtskräftig bestätigt vorgelegt).
Keine Ausschlussgründe: Keine schweren Verfehlungen gemäß § 6e EU VOB/A; keine relevanten Eintragungen im Wettbewerbsregister.
Steuern / Abgaben / Sozialversicherung: Ordnungsgemäß erfüllt (Unbedenklichkeitsbescheinigungen bei engerer Wahl).
Berufsgenossenschaft: Mitgliedschaft und Unbedenklichkeit (Bescheinigung mit Lohnsummen bei engerer Wahl).
Fachkunde: Angaben gemäß § 6a Abs. 3 VOB/A.
Leistungsbezogene Eignung
Referenzen: Vergleichbare Leistungen in den letzten 5 Kalenderjahren (mindestens 3 Referenznachweise bei engerer Wahl) – Bauleistungen im Erdbau, Spezialtiefbau (Dichtwände), Deichbau oder Hochwasserschutz.
Technische Kapazität: Nachweis der Fähigkeit zur Dichtwandherstellung im BMV-Verfahren.
Qualifikationen Personal:
Arbeitskräfte: Ausreichende Kapazität; bei engerer Wahl Erklärung zur jahresdurchschnittlichen Arbeitskräftezahl der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen mit technischem Leitungspersonal.
Umsatz: Bestätigung durch Wirtschaftsprüfer/Steuerberater oder testierte Jahresabschlüsse bei engerer Wahl (kein konkreter Mindestwert spezifiziert).
Nachunternehmer und Eignungsleihe
Nachunternehmen: Falls eingesetzt, müssen diese präqualifiziert sein oder entsprechende Eigenerklärungen vorlegen.
Eignungsleihe (Kapazitäten anderer Unternehmen): Zulässig über Formblatt 235 und 236 mit Verpflichtungserklärung des Drittunternehmens; relevant ab einem Anteil von > 10 % des Auftragswerts (für die Russland-Erklärung).
Bietergemeinschaften und Präferenzregelung
Bietergemeinschaften: Gesamtschuldnerisch haftend, mit bevollmächtigtem Vertreter; Erklärung aller Mitglieder (Formblatt 234).
Präferenzregelung: Werkstätten für behinderte Menschen, Inklusionsbetriebe und Blindenwerkstätten erhalten einen Abschlag von 10 % auf den Preis.
Vergleichbare Leistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren (Bauleistungen im Erdbau, Spezialtiefbau/Dichtwände, Deichbau oder Hochwasserschutz)
Je Referenz: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengenangaben, Zahl durchschnittlich eingesetzter Arbeitnehmer, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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