IHK-Campus Zukunft Fachplanung AV-Technik (Los 5)
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie IHK Mittlerer Niederrhein vergibt die Fachplanung der Audio-, Video- und Medientechnik für den geplanten IHK-Campus Zukunft am Wendersplatz in Neuss.
Das Verfahren ist ein europaweites Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb. Zuerst wird der Teilnahmeantrag bis zum 23.11.2026 eingereicht. Danach werden maximal drei Bewerber zur Angebotsabgabe aufgefordert.
Der Auftrag umfasst die Planung und Bauüberwachung in den Leistungsphasen 3 bis 9. Zunächst verbindlich beauftragt wird LPH 3; die späteren Leistungsphasen werden stufenweise und optional vergeben. Gefordert sind unter anderem BIM-Planung, ein Betriebskonzept, planungsbegleitende Kostenverfolgung und kurze Reaktionszeiten.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Honorarangebot
- Lösung Planungsaufgabe
Gewertet werden die Herangehensweise und die konzeptionellen Lösungsansätze für die medientechnische Ausstattung eines Beispielraums.
- Betriebskonzept
Gewertet wird das Betriebskonzept mit Beschreibungen zum Inbetriebnahmemanagement, Bedienkonzepten, Schulung, Betrieb, Wartung und Support, Nachhaltigkeit, Innovation und Zukunftssicherheit
- Durchschnittliche Anwesenheitszeit Bauleiter und Reaktionszeiten
Durchschnittliche wöchentliche Anwesenheitszeiten auf der Baustelle durch den Bauleiter in der LPH 8; Kurze Reaktionszeiten
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenLeistungsumfang und Beauftragung
Das Los umfasst Planung und Bauüberwachung der AV- und Medientechnik nach LPH 3 bis LPH 9 entsprechend der HOAI 2021 für Technische Ausrüstung. Die Beauftragung erfolgt stufenweise: Zunächst wird LPH 3 mit Zuschlag beauftragt. LPH 4, LPH 5, LPH 6 und 7, LPH 8 sowie LPH 9 sind optionale spätere Stufen. Ein Anspruch auf die Beauftragung der weiteren Stufen besteht nicht.
Planungsanforderungen
Die Planung ist nutzerzentriert und berücksichtigt Arbeitsweisen, Nutzergruppen, Use Cases und User Journeys. Vergleichbare Raumtypen sollen einheitlich und intuitiv nutzbar sein. Raum, Möblierung, AV, IT, Sensorik und Gebäudesysteme werden ganzheitlich betrachtet. Die Lösung ist herstellerneutral, funktional und systemoffen zu planen; unbegründete Produkt- oder Herstellerbindung sowie nicht offene Schnittstellen sind zu vermeiden.
Sicherheit, Datenschutz, Barrierefreiheit und Ergonomie sind zu berücksichtigen. Monitoring, Support, Wartung, Ersatzteilstrategie, Softwarepflege und Wiederherstellbarkeit gehören ebenso zur Planung wie Investitionskosten, Betriebskosten, Skalierbarkeit, Energiebedarf, Lebensdauer und Erneuerungszyklen. Anforderungen, Varianten, Entscheidungen, Planstände, Freigaben, Risiken und offene Punkte sind lückenlos zu dokumentieren.
BIM, Daten und Projektabstimmung
Die Planung erfolgt als BIM-Planung im open-BIM-Verfahren nach AIA und BAP. Der Plan- und Datenserver poolarPROJECT von Polarserver ist zwingend zu nutzen. Die Medientechnik ist objektorientiert im eigenen Fachmodell zu modellieren. Fachmodelle sind als IFC-Modelle in kurzzyklischen Iterationen bereitzustellen. Je planendem ist eine BIM-Fachkoordination sicherzustellen.
Der Objektplaner prüft Fach- und Teilmodelle sowie das Koordinationsmodell auf die Einhaltung der AIA, erstellt den BAP und koordiniert die BIM-Umsetzung. Die Auftraggeber-Informationsanforderungen sind verbindlicher Bestandteil des Auftrags. Projektabstimmungen erfolgen kontinuierlich mit Auftraggeber, Nutzervertretern, Softwareentwicklern, Architekten und weiteren Fachplanern. Der Fachplaner bereitet Abstimmungen vor, moderiert und protokolliert sie sowie erarbeitet Entscheidungsgrundlagen.
Kostenverfolgung und Projektorganisation
Die Kosten sind planungsbegleitend zu verfolgen. Kostenangaben sind nach Kostenstufen nach Menge und zugehörigen Kosten zu untergliedern und getrennt nach Gewerken darzustellen. Kostenberechnung, Kostenanschlag und Kostenfeststellung sind mit den finanziellen Rahmenbedingungen abzugleichen. Die vorläufige Kostenobergrenze für KG 450 und 470 ist stets zu beachten. Bei drohender Überschreitung sind Alternativen und Varianten zu entwickeln.
Der Fachplaner muss kurze Reaktionszeiten einhalten, Rückrufe und E-Mail-Rückmeldungen grundsätzlich innerhalb von zwei Arbeitstagen leisten, reguläre Vor-Ort- oder Videokonferenztermine grundsätzlich innerhalb von drei Arbeitstagen anbieten und Notfalltermine vor Ort grundsentlich innerhalb von vier Stunden leisten. Die zugesagten Reaktionszeiten sind im Angebot verbindlich anzugeben.
Leistungsphase 3 – Entwurfsplanung
LPH 3 ist verbindlich zu erbringen. Die technischen Anlagen sind zeichnerisch in CAD beziehungsweise BIM darzustellen. Zu liefern sind Blockschaltbilder, Netzwerkplan, Beschallungsberechnungen, Wärmelasten, Leistungsaufnahmen, Kabelzuglisten, Lastangaben, Platzbedarfe für Technikzentralen, eine Kostenberechnung nach DIN 276 auf 3. Ebene, eine Schnittstellendefinition, ein gewerkespezifischer Terminplan, ein Erläuterungsbericht und eine Präsentation der Entwurfsplanung. Die Abstimmung mit Auftraggeber und Fachplanerteam ist zu organisieren.
Besondere Leistungen sind die Einarbeitung in die Planungsgrundlagen, die Prüfung des aktuellen Projekt- und Planungsstands, ein Kickoff-Workshop zur Bedarfsermittlung sowie die Detailierung des AV-Konzepts. Für Veranstaltungssaal und Learnlabs sind elektroakustische Simulationen zu erstellen. Die Planung erfolgt nach AIA und BAP; die Medientechnik-Fachmodelle sind im IFC-Format zu exportieren und auszutauschen.
Optionale Leistung: LPH 4 – Genehmigungsplanung
Bei entsprechender Beauftragung sind die Unterlagen und Nachweise für die öffentlich-rechtliche Genehmigung beziehungsweise Zustimmung der LED-Fassadenanlagen zu erarbeiten und zusammenzustellen. Dazu gehört eine technische Beschreibung mit Abmessungen, Position, Pixel-Pitch, Tag- und Nachtleuchtdichte, Betriebszeiten sowie Inhaltsarten wie Standbild und Bewegtbild.
Optionale Leistung: LPH 5 – Ausführungsplanung
Bei entsprechender Beauftragung sind Ausführungspläne in CAD beziehungsweise BIM auf Grundlage der freigegebenen Entwurfsplanung zu erstellen und die LPH-3-Inhalte bis zur Ausführungsreife fortzuführen. Die BIM-Planung erfolgt nach AIA und BAP. Ein Betriebskonzept für die medientechnischen Anlagen ist zu entwickeln und abzustimmen; es umfasst Rollen, Support, Wartung sowie Schnittstellen zu IT und Facility Management.
Detaillierte Lastenhefte sind für Abnahme, Audio, Dokumentation, Montage, Netzwerk, Programmierung von Monitoring und Support, Programmierung der Steuerung, Touchpanel-Design, Videoeinmessung sowie Werk- und Montageplanung zu erstellen.
Optionale Leistung: LPH 6 und 7 – Vergabevorbereitung und Mitwirkung
Bei entsprechender Beauftragung sind in LPH 6 Leistungsbeschreibungen mit Leistungsverzeichnissen, technische Ausschreibungsdokumente sowie Bewertungsmatrizen mit Eignungs- und Zuschlagskriterien zu erstellen. In LPH 7 sind technische Fragen zu Angeboten fachlich zu beantworten, Angebote fachtechnisch zu prüfen und auszuwerten, ein Vergabevorschlag zu erstellen und Eignungs- sowie Zuschlagskriterien zu prüfen und auszuwerten.
Optionale Leistung: LPH 8 – Objektüberwachung
Bei entsprechender Beauftragung sind die Leistungsausführung zu überwachen, Werk- und Montageplanung zu prüfen und anzuerkennen sowie die Projektbeteiligten zu koordinieren. Ein Terminplan ist aufzustellen und zu überwachen. Die Qualitätssicherung und Funktionsprüfung sind durchzuführen. Dokumentations- und Revisionsunterlagen sind zu prüfen und anzuerkennen und die fachtechnische Abnahme ist durchzuführen.
Die Fachmodelle sind nach AIA und BAP bis zum Ausführungsstand fortzuschreiben. Die Inbetriebnahme ist zu steuern, zu prüfen und zu dokumentieren. Nutzereinweisung und Schulung sind zu begleiten. In LPH 8 ist eine arbeitstägliche Anwesenheit auf der Baustelle Mindestanforderung; die durchschnittliche wöchentliche Anwesenheitszeit der Bauleitung ist anzugeben.
Optionale Leistung: LPH 9 – Objektbetreuung
Bei entsprechender Beauftragung sind Mängel innerhalb der Verjährungsfristen für Gewährleistungsansprüche fachlich zu bewerten. Vor Ablauf der Verjährungsfristen sind Objektbegehungen zur Mängelfeststellung gegenüber den ausführenden Unternehmen durchzuführen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAusschlussgründe und Sanktionsvorgaben
Es dürfen keine Ausschlussgründe vorliegen. Auszuschließen sind insbesondere Insolvenz oder vergleichbare Verfahren sowie Liquidation, rechtskräftige Verurteilungen der verantwortlichen Personen wegen der im Formular aufgeführten Straftatbestände, unbezahlte Steuern und Abgaben, Verstöße gegen umwelt-, sozial- oder arbeitsrechtliche Pflichten bei öffentlichen Aufträgen, schwere Verfehlungen sowie wettbewerbsbeschränkende Absprachen. Zusätzlich ist die Sanktionsvorgabe für Russland mit Anlage 3 zu erfüllen.
Finanzielle und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Eine Haftpflichtverpflichtungserklärung ist abzugeben. Gefordert sind eine pauschale Mindestdeckung von 1 Mio. EUR pro Schadensereignis und Jahr für Sach- und Vermögensschäden einschließlich reiner Vermögensschäden sowie 3 Mio. EUR pro Schaden und Jahr für Personenschäden. Die Haftpflichtversicherung ist spätestens zu Beginn der Leistungserbringung abzuschließen und während der gesamten Vertragslaufzeit aufrechtzuerhalten.
Der Bruttogesamtumsatz der letzten drei Geschäftsjahre, wahlweise 2022 bis 2024 oder 2023 bis 2025, ist in TEUR anzugeben. Ein Mindestumsatz ist nicht genannt.
Referenzprojekte
Mindestens drei AV-Technik-Referenzprojekte müssen die A-Kriterien erfüllen; andernfalls erfolgt der Ausschluss. Jede Referenz muss im Leistungsbereich AV-Technik liegen, Honorarzone III oder höher erreicht haben, die Leistungsphasen 3 und 5 bis 8 erbringen und den Leistungszeitraum 2021 bis 2026 für LPH 8 abdecken. LPH 8 muss in mindestens einer Referenz abgeschlossen und LPH 4 in mindestens einer Referenz erbracht worden sein.
Zusätzlich werden die Referencesmerkmale Gebäudetyp, anrechenbare Kosten KG 450 und 470, digitale Wegeleitung und Raumbeschilderung, Outdoor-LED-Wände, Betriebskostenrechnung beziehungsweise Wirtschaftlichkeits- und Lebenszykluskostenbetrachtung, Wartungsplanung sowie BIM-Fachplanung und -koordination punktuell bewertet.
Qualifikation des Projektteams
Projektleiter, stellvertretender Projektleiter und Bauleiter müssen namentlich benannt sein. Die benannten Personen benötigen einen Studienabschluss als Dipl.-Ing., Bachelor Medientechnik oder einen vergleichbaren Abschluss. Sie müssen seit mindestens fünf Jahren nach Studienabschluss als Fachplaner in der Medientechnik tätig sein. Für Projektleiter und stellvertretenden Projektleiter wird eine Tätigkeit als Planer verlangt, für den Bauleiter eine Tätigkeit im Bereich Medientechnik.
Das Projektteam darf nur einmal benannt werden. Ein Wechsel ist nur nach Zustimmung und bei gleichwertiger Qualifikation möglich.
Bewerbergemeinschaften und Nachunternehmer
Bei einer Bewerbergemeinschaft gibt jedes Mitglied eigene Eigenerklärungen ab. Die Mitglieder haften gesamtschuldnerisch und weisen die Eignung für den jeweils übernommenen Leistungsteil nach. Eine Doppelbewerbung als Einzelbewerber und in einer Bewerbergemeinschaft ist unzulässig. Die Eignung kann über Nachunternehmer nachgewiesen werden, wenn die Verpflichtungserklärung nach Anlage 2 und die Eigenerklärungen der Nachunternehmer beigefügt werden.
Leistungsfähigkeit und Projektbereitschaft
Erwartet wird ein zuverlässiges und leistungsfähiges Planungsbüro sowie ein Team, das die Planungsaufgabe entwickelt und in der Verhandlung präsentiert. Das Büro muss die zugesagten Reaktionszeiten einhalten und die geforderte Anwesenheit der Bauleitung sicherstellen. Eine Sicherheitsleistung ist nicht erforderlich.
AV-Technik-Fachplanung mit Honorarzone III oder höher; erbrachte Leistungsphasen 3 und 5 bis 8; Leistungszeitraum für LPH 8 von 2021 bis 2026; LPH 8 in mindestens einer Referenz abgeschlossen und LPH 4 in mindestens einer Referenz erbracht.
Je Referenz ist das Formblatt im Bewerbungsformular auszufüllen. Bewertete Besonderheiten sind unter anderem digitale Wegeleitung, Outdoor-LED-Wände, Betriebskostenrechnung, Wartungsplanung sowie BIM-Fachplanung und -koordination.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
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