Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung (VOB/A) für die elektrotechnische Erneuerung der Schlammentwässerung auf der Kläranlage Schönermark.
Kurz erklärt: Der Auftraggeber (Trink- und Abwasserverband Lindow-Gransee) lässt die alte Niederspannungs-Unterverteilung (NSUV) der Schlammentwässerung komplett demontieren und durch eine neue Anlage mit 20 % Ausbaureserve ersetzen. Dazu kommen eine neue SPS-Automatisierung, Anbindung an das Prozessleitsystem (PLS), Messtechnik (Druck, Füllstand, Durchfluss, Trockensubstanz), Kameraüberwachung, Verkabelung, Blitzschutz und Potentialausgleich.
Es ist Los 4 einer mehrlosigen Vergabe – die hier beschriebene Leistung betrifft ausschließlich die EMSR-Technik.
Wichtig zu wissen:
Angebotsfrist: 15.10.2026, 10:00 Uhr (elektronisch über den Vergabemarktplatz Brandenburg)Bauzeitraum: ca. November 2026 bis Juli 2027Anlage bleibt während der Bauarbeiten in Betrieb – der Kläranlagenbetrieb darf nicht unterbrochen werdenEs gelten VOB/B und die Regeln der VOB/A (§6a Abs. 3)
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertNoch 36 Tage bis zur Angebotsfrist — 15. Oktober 2026
HEUTE
Termin / FristSEP2026OKTNOVDEZJAN2027FEBMÄRAPRMAIJUNJUL
Veröffentlichung
Angebotsfrist
Angebotsöffnung
Bindefrist
Ausführungsbeginn
Ausführungsfrist
Probebetrieb
Abnahme
Fertigstellung
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenDemontage und Vorbereitung
Komplette Demontage und fachgerechte Entsorgung der bestehenden Niederspannungsunterverteilung (NSUV, 4 Felder Standschränke aus dem Jahr 2003/2004), inkl. Installation und Verkabelung.Rückbau der bestehenden Kabeltrassen und nicht mehr benötigter Leistungs- und Steuerkabel.Handschachtung (ca. 4 m, Tiefe 0,8 m) und Kabelrückzug.Vor der Demontage: Klärung mit Auftraggeber, Elektriker und Bauüberwachung, welche Komponenten als Ersatzteile eingelagert werden.Entsorgungsnachweise sind Teil der Dokumentation.
Neubau Niederspannungsverteilung (NSUV SEW)
Neue NSUV mit 20 % Ausbaureserve nach VDE 0100, Ausführung nach DIN EN 61439.Aufteilung: Feld 1 Einspeisung (2.000 × 600 × 600 mm), Feld 2 Abgänge/Antriebe/Installation (2.000 × 800 × 600 mm), Feld 3 Magnetventile/Messtechnik (2.000 × 800 × 600 mm); Feld 4 ist Lieferumfang Los 3.200 mm Metallsockel unter der Schaltanlage.Schaltschränke Rittal VX25, Hauptschalter 200 A, NH-Trenner 25–160 A, Drehstromüberwachungsrelais, Multifunktionsmessgerät Siemens PAC3220 (Energiebilanzierung), Frequenzumrichter ABB ACS880 (1,1 kW und 4 kW), Motorschutzschalter ABB MS116, Luftschütze ABB AF, Wendeschützkombinationen, Hilfsrelais, FI-Schalter Typ A (max. 5 Abgänge, Steckdosen und Beleuchtung getrennt), Drucktaster, Leuchtmelder, Resopalschilder, Schaltschrankleuchte, Türpositionsschalter.Blitzstromableiter Typ 1+2 (Kombi-Ableiter) für Energieeinspeisung und NSUV Zentratpumpwerk.USV 230 V / 24 V (Schneider Akkutec), Überbrückungszeit ca. 30 Minuten.
Automatisierung und Prozessleitsystem (SPS/PLS)
Vollautomatischer Anlagenbetrieb mittels SPS (Lieferumfang Los 3: Siemens S7-1500 inkl. SD-Karte).Programmierung in AWL mit Simatic Manager, alle Bausteine mit Überschrift und Kommentar.Abgesetzte Interfacebaugruppen ET200MP IM155-5 PN im EMSR-Lieferumfang.Pflichtenheft V1–V3 sowie Anpassung am PLS: Siemens WinCC V8.1, Videcs Acron V10.2, AIP für Alarmierung.Verriegelung der Antriebe, Notstrombetrieb, Anzeige Betriebs-/Störmeldungen, Analogwerte.Störmeldungen werden an das Bereitschaftshandy des TAV gesendet.Bedienebenen: VOSS-Hardware (an SPS vorbei), VOSS-Panel Siemens MTP1500 via SPS (Los 3), NSUV-Software SPS, PLS nur zum Beobachten.
Vor-Ort-Steuerstellen (VOSS)
4 VOSS in Edelstahlgehäuse Rittal AX, IP55, je mit Knebelschalter, Taster, Status-LED.Anbindung an Beschickungspumpe, Flockmitteldosierpumpe und 2 Transportschnecken.Bodenaufständerung über Säule.
Datenfernübertragung (DFÜ)
LWL-Verbindung zwischen SPS und übergeordnetem PLS (Kabeltyp UDQLZN BH12G50-125 OM4).Spleißen und SC-Stecker an Siemens Medienkonverter XB108-2.Switches 16P + 8+2P LWL-SC.Netzwerküberspannungsschutz (DEHNpatch u. ä.).
Messtechnik
Druckmessung 0–10 bar vor/nach Beschickungspumpe und nach Flockmitteldosierpumpe (Vega Vegabar81, 4–20 mA).Durchflussmessung Schlamm (Endress+Hauser Promag W400, 4–20 mA).TS-Messung (Hach Solitax highline SC, Profinet).Füllstandsmessung Zentratpumpwerk (Vega Vegapuls C21, 4–20 mA, Ex-Zone).Energiemessung APW (Siemens PAC3220, Profinet).Überspannungsschutz für EMSR-Signale (4–20 mA, 0/10 V) sowie 3-Wege-Trenner.
Zentratpumpwerk (eigenes NSUV ZP)
Außenschrank IP54 neben dem SEW-Gebäude, Kompaktsteuerung LESA FS-PS2.LCDK.Zwei Tauchmotorpumpen (Modell NP3085 SH, Fa. Xylem), Förderstrom 10,3 l/s, Förderhöhe 9,7 mWS.Füllstandsmessung Radar Ex, Ringraumdichtung DN100.Betriebs-/Störmeldung über potentialfreie Kontakte an NSUV SEW.Verkabelung über bauseitige Leerrohre.
Beschickung, Flockungshilfsmittel und Dekanterzentrifuge
Beschickungspumpe drehzahlgeregelt (4,00 kW, 15–80 Hz), wahlweise aus Faulbehälter oder Schlammsilo.Flockungshilfsmittelanlage: Polymer-Konzentratförderung über Exzenterschneckenpumpe (50 l/h), Hochleistungsmischsystem mit Trinkwasser, zwei Reifebehälter mit Rührwerken, Dosierpumpe (0,55 kW), Nachverdünnungseinheit.Dekanterzentrifuge: Trommelantrieb 22 kW, Schneckenantrieb 11 kW, Förder-/Transportschnecken, Spülventile, Profinet-Datenaustausch.Regel-/Absperrschieber, Durchfluss- und Druckmessungen, Schwingungs-, Drehmoment-, Drehzahl-, Feststoff- und Temperaturmessungen.
Verkabelung
Energetische Zuleitung NSHV → NSUV SEW: NYCWY 4×95/50 mm², Ø 46 mm, ca. 130 m.Absicherung NSHV 250 A → Selektivität NSUV 160 A → NSUV SEW 80 A.Leistungs- und Steuerkabel: NYM-J, NYY-J (3×1,5 bis 5×25 mm²).Fernmelde-/Signalkabel: J-Y(ST)Y, geschirmte Ausführungen, A2YF(L)2Y.Profinet: Ethernet CAT7.Steuer- und Leistungskabel getrennt verlegen.Kabelprüfprotokoll nach DGUV V3, DIN VDE 0100 T.600, IEC 61280-4-1.
Kabelführungssysteme
Kabelstege Edelstahl V4A, Kabeltrassen V4A (100 mm, 200 mm).Kabelkanäle B50 und B100, Steigtrassen.Kunststoffpanzerrohre M20–M50, UV-beständige Installationsrohre.Brandschottung S90.
Potentialausgleich, Erdung und Blitzschutz
Hauptpotentialausgleich nach DIN VDE 0100 Teil 410, Anschluss an Hauptschutzleiter, Haupterdungsleitung und Blitzschutzerder/Tiefenerder.Fundamenterder, Haupterdungsschiene (4×), Überbrückungsseile, Mantelleitungen NYY-J 10–35 mm², Stehbolzen, Erdungsrohrschellen DN50–DN150.Überspannungsschutzgeräte Typ EMSR für SPS, DFÜ und Messtechnik.Äußerer Blitzschutz: Anpassung der Bestandsanlage.Erdungs- und Potentialausgleichsmessung mit Prüfbuch und Fotodokumentation, Messungen eigenständig durch Los 4.
Installationstechnik
Not-Aus-Schlagtaster, Abzweigkasten, CEE-Kombination, Doppelsteckdosen Feuchtraum, E-Heizung mit Gelenkarm.Erneuerung Steckdosen und Elektroheizungen in der Maschinenhalle.Beleuchtung innen/außen wird aus dem Bestand wieder angeschlossen.Heizkörper Lieferung Los 4, Kranbahn/Lüfter Lieferung Los 3 (Los 4 schließt an).
Prozessüberwachung mit Kameras
2 Überwachungskameras (4K, IP65, IR-Strahler) unter der Zentrifuge und am Schlammlager.Aufzeichnung auf SD-Karte als Ringspeicher.Zugriff über Netzwerk und Hersteller-App.Überspannungsschutz für Außenkamera (1p 230 V + Profinet) in der NSHV.
Bauvorbereitung, Inbetriebnahme, Probebetrieb, Dokumentation
Baustellenräumung, Koordination mit Los 3 und anderen Gewerken, Datenpunkttests (Hardware-SPS und SPS-PLS).Funktionsprobe im Beisein des Auftraggebers, Protokoll 1 Woche vorher vorlegen.Probebetrieb einzelner Komponenten 14 Tage, je Bandeindicker mind. 4 Wochen störungsfrei.Bereitschaft Mo–Fr 7:00–16:00 Uhr, Störungsbeseitigung innerhalb 24 h.VOB-Abnahme nach 2-wöchigem störungsfreiem Probebetrieb je Komponente.Anlagenoptimierung nach mehrwöchigem Betrieb mit Feedback des Betreibers.Einweisung ca. 2 Stunden für 5 Personen.Ganzheitliche Dokumentation Papier + digital: Stromlaufpläne E-Plan 2026 und PDF, SPS-Programm (bearbeitbar), Pflichtenheft nach VDE 0810-24, Gerätelisten/Kabellagepläne nach DIN IEC 81346/DIN 2425-4, Verbindungstabellen VDE 0855-113, Prüfprotokolle nach DGUV V3, Errichterbestätigung § 5 DGUV V3, Konformitätsbescheinigungen, Kabelprüfprotokoll, Erdungs- und Potentialausgleichsprüfbuch (2-fach), Fotodokumentation, Funktionsproben-Protokoll, unterschriebene Datenpunktlisten, Einweisungsprotokoll Schaltanlage.Rotstiftrevisionen täglich in Schaltschränken hinterlegen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPräqualifikation und Eignungsnachweis
Präqualifizierte Unternehmen: Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. ist ausreichend (PQ-Nummer im Angebotsschreiben).Nicht präqualifizierte Unternehmen: Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) oder Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE).Auf Verlangen der Vergabestelle sind die Eigenerklärungen durch Bescheinigungen zuständiger Stellen zu bestätigen.Fachkunde nach § 6a Abs. 3 VOB/A.
Fachliche und rechtliche Anforderungen
Eintragung in der Handwerksrolle oder bei der Industrie- und Handelskammer.Einhaltung der gesetzlichen, behördlichen und berufsgenossenschaftlichen Vorschriften (u. a. DGUV V3, DIN VDE 0100, DIN EN 61439, VDE 0810-24, VDE 0855-113).Fachgerechte Ausführung nach VOB.Fremdsprachige Bescheinigungen nur mit deutscher Übersetzung.Keine unzulässigen Wettbewerbsbeschränkungen, keine Mischkalkulationen.
Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Unbedenklichkeitsbescheinigungen von Sozialkasse (falls beitragspflichtig), Finanzamt und Berufsgenossenschaft (mit Lohnsummen).Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG.Haftpflichtversicherung: mindestens 5 Mio. EUR für Personen- und Sachschäden sowie 1 Mio. EUR für Vermögensschäden.Keine Insolvenz, bzw. rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan.
Personelle Ausstattung
Erklärung zur durchschnittlichen Arbeitskräftezahl der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen, mit Leitungspersonal.Nach Auftragserteilung: schriftliche Benennung von Sachbearbeiter, Vertreter und Projektleiter; für den Projektleiter ist ein Nachweis vergleichbarer Anlagentypen zu erbringen.Für Erdungsarbeiten: Blitzschutzfachfirma oder Aufsicht durch eine solche.
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bietergemeinschaften: gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter, Erklärung aller Mitglieder (Formblatt 234).Nachunternehmer: Art und Umfang der Leistungen sind anzugeben, Namen bereits bei Angebotsabgabe (Formblatt 233).Auf Verlangen: Präqualifikation oder Eigenerklärung des Nachunternehmers.
Sprache und Angebotsgestaltung
Angebotssprache Deutsch.Preise in Euro ohne Umsatzsteuer, max. 3 Nachkommastellen.Alle Eintragungen dokumentenecht.Angebotsgültigkeit (Bindefrist): 4 Wochen ab Angebotsabgabe (bis 12.11.2026).
KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben4–10Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 6 Angebote
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 29%4–10 · 56%11+ · 15%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 27 erledigt
Pflichtunterlagen zum Angebot
Auf Verlangen der Vergabestelle nachzureichen
Hinweise zur Angebotserstellung
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Kostenlos · jederzeit abbestellbar
Auf einen Blick
Auftraggeber
Trink- und Abwasserverband Lindow Gransee | Ministerium für Wirtschaft Referat 12 | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)
Anschrift
16775 Gransee
Ort
16775 Schönermark
Kategorie
Brandenburg
Zuschlagskriterium
Preis
Veröffentlicht
Angebotsfrist
Auftraggeber-Website
www.tav-lindow-gransee.de ↗Weitere Ausschreibungen Brandenburg
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