Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Nordwest, baut im Zuge des Autobahnprojekts A29 am Standort Sande eine neue Kabelanlage, die eine bestehende Querung der Bahnstrecke Oldenburg – Wilhelmshaven einbindet.
Konkret wird eine durchgehende Kabelschutzrohranlage mit 5 Rohren (für LWL-, Energie- und Fernmeldekabel) in zwei Bauabschnitten hergestellt, ein Streckenfernmeldekabel eingezogen und ein neuer Kabelschacht errichtet. Zum Umfang gehören Tiefbau, Kabeltransport vom FIT Oyten, Vermessung/Dokumentation sowie Rückbau alter Provisorien und Altkabel.
Es handelt sich um einen Teilnahmewettbewerb (Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb nach VOB/A) – zunächst ist ein Teilnahmeantrag mit Eigenerklärungen und Referenzen einzureichen. Angebotsabgabe: 28.08.2026
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut VergabeunterlagenLeistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenKabelschutzrohranlage und Kabelverlegung
Herstellung einer durchgehenden Kabelschutzrohranlage mit 5 Kabelschutzrohren (3 × KSR 50×4,6 in gelb/rot/lila für LWL, 2 × KSR DN 110×6,3 in grün/schwarz für Energie- bzw. Fernmeldekabel). Verlegung in offener Bauweise, 80 cm Überdeckung.
Einziehen eines Streckenfernmeldekabels Typ AJ-PLEb2Y 8x2x1,2 TF 14x2x1,4 F 20x2x0,9 F, ca. 380 m (davon ~35 m im offenen Kabelgraben, Rest in der Rohranlage).
Druckprüfung und Kalibrierung aller Rohre (DN 110: 380 m; DN 50: 380 m).
Tiefbau und Schächte
Baugrubenaushub (Tiefe bis 2,5 m, teils Handschachtung), Oberboden abtragen und lagern (bis 10 cm Dicke), Sandlieferung (~77 m³ / ~120 t) für Kabelgraben, Kabelgraben Maschinenaushub (Tiefe 1,1 m, Sohlenbreite 0,6 m).
Wasserhaltung Baugrube in der Wiese (Filtergalerie, Pumpen schalltechnisch gekapselt, Förderdurchfluss 25–50 m³/h).
Errichtung eines neuen Kabelschachts aus Kunststoff (L 1,4 m, B 0,80 m, T ca. 1,0 m, Belastungsklasse D400) nahe Km 83,159 mit 30 cm Rohrüberstand.
Wiederherstellung Pflaster-/Betonpflasterdecken, Geotextil GRK 3, Baggermatratzen.
Rückbau und Entsorgung
Rückbau des bestehenden Baustellenprovisoriums.
Aufnehmen und ordnungsgemäßes Entsorgen alter Muffen, Altbestandskabel (24" und 42", soweit erreichbar) und alter Rohre.
Entsorgung nicht gefährlicher Abfälle (Asphalt, Beton/Schotter).
Fachgerechte Entsorgung von Kabelresten und Kabeltrommeln nach Verlegung.
Kabeltransport
Transport der Kabeltrommeln vom FIT Oyten zur Baustelle (~130 km). Trommeldurchmesser ca. 2,00–2,50 m, Gewicht ca. 2,5–3,0 t. Be- und Entladen am Bestimmungsort.
Muffen und Kabelmontage
Herstellen von Verbindungsmuffen, Verbindungs-Abzweigmuffen und Kondensatormuffen.
Kabeleinbringung in Rohr (295 m) und Kabelverlegung in Graben (35 m) für Telekommunikations-Kupferkabel (Ø bis 42 mm).
Begleitende Schutz- und Baumaßnahmen
Bereitstellen und Betreiben eines rund 190 m langen Elektro-Weidezauns (viehkehrend) für die Dauer der Bauarbeiten.
Herstellung einer rund 40 m langen Baustraße (Geotextil + Überfahrplatten, ca. 360 m²) im südlichen Abschnitt.
Handschachtung mit Mindestabstand 40 cm bei Kreuzung des 20-kV-EWE-Kabels; Foto der Kreuzung dokumentieren.
Querung der Mulde mit 80 cm Überdeckung in der Muldensohle; Drainage ggf. mit 10 cm Abstand; Drainage-Sondierung auf der Wiese, schichtweise Verdichtung; kontaminierter Aushub → Entsorgung.
Vermessung, Dokumentation und Datenlieferung
Aufmessung aller Kabelanlagen/Kabelschutzrohranlagen bei offenem Kabelgraben inkl. Schächten, Muffen, Kugelmarkern, Kreuzungspunkten; Messpunktabstand max. 25 m, bei Bohrungen < 3,00 m (Lage und Tiefe).
Genauigkeit Lage und Höhe ±5 cm.
Koordinatensysteme: ETRS89/UTM (EPSG:25832) und WGS 1984 (dezimal); Höhe DHHN2016/NHN.
Lieferung als Lageplan 1:1000 (2-fach Papier + digital), Shape/File-Geodatabase, DXF/DWG, CSV-Datei für Leitungskataster, Fotodokumentation (Bilder in Standordnern fortlaufend), Druck- und Kalibrierungsprotokolle, Kabellängen-/Pupinisierungspläne (DWG-Überarbeitung gem. Dlk 1.01.622), Schachtkarte, NF-Zustandsmessung (20–30 NF-Leitungskreise), Bohrprotokolle an Randflächen der Straßenbestandspläne.
Sicherheits- und Verhaltenspflichten
Einhaltung der VOB/C, VOB/B, DIN 1961, der einschlägigen ZTV-Regelwerke (u.a. ZTV E-StB, ZTV A-StB, ZTV-SA, ZTV-TK) sowie der TR-Kiss (Technische Richtlinien passive Kommunikationsinfrastrukturen BAB).
Einhaltung der IT-Grundschutzstandards des BSI (KRITIS-Bezug) gemäß der Kritisverordnung-Hinweise der NL Nordwest.
Verpflichtung zur Vertraulichkeit aller internen Informationen der Autobahn GmbH, auch nach Projektende.
Durchverbinden von Kabelmantel und Bewehrung vor Montagebeginn bei Fernmeldekabelarbeiten im Bereich von Stromtrassen.
Beachtung der Kabelschutzanweisung der Autobahn GmbH (u.a. Bauvorhaben mind. 2 Wochen vor Baubeginn anmelden, Kabelortung, Ortungsprotokoll max. 14 Kalendertage gültig, Unterweisung der Arbeitskräfte).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAusschlussgründe (zwingend)
Befähigung und Erlaubnis
Eintragung im Handelsregister oder in der Handwerksrolle oder bei der IHK (je nach Rechtsform) – Registernummer und Amtsgericht sind anzugeben. Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft. Auf Verlangen: Gewerbeanmeldung, Registerauszug, BG-Bescheinigung mit Lohnsummen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Angabe des Mindestjahresumsatzes gesamt sowie des Mindestjahresumsatzes im spezifischen Tätigkeitsbereich (Beträge sind in der Eigenerklärung von Bewerbern einzutragen).
Eigener Jahresumsatz der letzten 3 Jahre insgesamt und im spezifischen Tätigkeitsbereich.
Auf Verlangen: Bestätigung durch vereidigten Wirtschaftsprüfer/Steuerberater oder testierte Jahresabschlüsse.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Mindestens 3 Referenzen über vergleichbare Bauleistungen der letzten 5 Jahre (Auftraggeber akzeptiert ausdrücklich auch ältere Referenzen).
Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte.
Erklärung zur technischen Ausrüstung/Geräten für die Auftragsausführung (explizit angekreuzt).
Auf Verlangen: Zahl der jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen und technischem Leitungspersonal; Bescheinigungen über die ordnungsgemäße Ausführung.
Mögliche ergänzende Eignungsnachweise
Je nach Bedarf vom Auftraggeber gefordert (im vorliegenden Dokument nicht angekreuzt): Angabe technischer Fachkräfte, Beschreibung der technischen Ausrüstung, Qualitätssicherungsmaßnahmen, Lieferkettenmanagement, Studiennachweise/Befähigungsbescheinigungen, Umweltmanagementmaßnahmen.
Bewertungssystematik Auswahlkriterien
3 Punkte – Kriterium bestmöglich erfüllt
2 Punkte – überdurchschnittlich erfüllt
1 Punkt – Mindestanforderung erfüllt
Wird die Mindestanforderung bei einem Kriterium nicht erfüllt, erfolgt ein Ausschluss. Die konkreten Kriterien und ihre Gewichtung sind in der Anlage „HVA B-StB Gewichtung Auswahlkriterien" hinterlegt.
Sprache und Form
Teilnahmeantrag in deutscher Sprache. Fremdsprachige Bescheinigungen mit deutscher Übersetzung. Verwendung der von der Vergabestelle vorgegebenen Vordrucke. Einreichung elektronisch über die Vergabeplattform.
Vergleichbare Bauleistungen – bevorzugt Kabelverlegung/Tiefbau mit Kreuzung von Bahninfrastruktur und/oder Autobahninfrastruktur
Pro Referenz: Bezeichnung der Leistung, Auftragswert (Eigenanteil), Ausführungszeitraum, Auftraggeber; bei enger Wahl zusätzlich Bescheinigung über ordnungsgemäße Ausführung