Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenPlanungs- und Beratungsleistungen für die Sanierung und/oder den Neubau der Kaimauer Baakenhöft Nord (ca. 330 m Länge, tidebeeinflusstes Gewässer) im Quartier Baakenhöft der HafenCity Hamburg.
Das Sondervermögen Stadt und Hafen (vertreten durch die HafenCity Hamburg GmbH) sucht ein Ingenieurbüro für:
Es handelt sich um ein EU-weites Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. Maximal 5 Bewerber werden zur Angebotsabgabe aufgefordert. Vertragslaufzeit: 21.12.2026 bis 31.12.2030.
Geschätzter Auftragswert: ca. 2,85 Mio. € brutto.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Angebotspreis40%
Der Angebotspreis wird mit 40% gewichtet.
- Bearbeitungskonzept30%
Inhaltliches Bearbeitungskonzept für die Planungsaufgabe (Objekt- und Tragwerksplanung Kaimauer Baakenhöft).
- Personalkonzept und Methodik30%
Bewertet werden Personalkonzept und Methodik, gegliedert in: Projektteam Planung, Projektteam Bauüberwachung, Projektteam BIM.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGegenstand und Hintergrund
Projekt: Ertüchtigung der Kaianlagen Baakenhöft Nord im Quartier Baakenhöft der HafenCity Hamburg.
Erfüllungsort: Hamburg 20457 (DE600).
Lage und Bestand: Westlicher Abschnitt der Halbinsel Baakenwerder, Kaimauerlänge ca. 330 m. Historische Kaimauer (Baujahr ca. 1886–1890) aus Schwergewichtsmauerwerk auf Holzpfählen mit erheblichen Schäden (Mauerwerksausbrüche, Trennrisse, Versackungen, Erosion).
Abschnitte (gem. Machbarkeitsstudie Sellhorn, Rev. 04, 01/2016):
Sanierungsvarianten:
1. Optische Sanierung (1.500–2.500 €/m)
2. Teilsanierung (6.000–15.500 €/m, Lebensdauer ca. 30 Jahre)
3. Bestand mit Neubau (15.750–24.100 €/m, Lebensdauer 60–80 Jahre)
4. Neubau (20.000–39.000 €/m inkl. Erdbau, Lebensdauer 60–80 Jahre)
Geschätzter Gesamtkostenrahmen brutto: ca. 8,0–12,4 Mio. € (ohne Kampfmittel und Preissteigerung).
Geschätzter Auftragswert Planung: 2.853.916,48 € brutto.
Leistungsstufe 1 – Hauptauftrag (Lph 1–4)
Inhalt der Leistungsstufe 1 (Pflicht):
Vergütung: Pauschalpreise für Besondere Leistungen und Stundenkontingent.
Leistungsstufe 2 – Optionale Beauftragung (Lph 5–9)
Inhalt der Leistungsstufe 2 (Option, stufenweise Beauftragung):
Pauschalpreis für die Örtliche Bauüberwachung gemäß Honorarformblatt.
BIM und Schnittstellen
Anrechenbare Baukosten (Basis Honorarformblatt)
Örtliche Bauüberwachung (öBÜ) – erweiterte Anforderungen
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Mindestumsatz: Durchschnittlicher Jahresumsatz 2023–2025 mind. 2,5 Mio. € netto gesamt; davon mind. 2 Mio. € netto für selbst erbrachte vergleichbare Planungsleistungen (Ingenieur- und Tragwerksplanung).
Berufshaftpflichtversicherung: Mindestdeckung 1,5 Mio. € Personenschäden und 2,5 Mio. € Sach-/Vermögensschäden je Schadensfall; mind. 2 Haftungsfälle pro Jahr; auch für Nachunternehmer; bei Bewerbergemeinschaft von jedem Mitglied nachzuweisen; Aufrechterhaltung während gesamter Auftragsdauer.
Hinweis: Bei Auftragswert ≥ 30.000 € netto wird vor Zuschlag die Abfrage beim bundesweiten Wettbewerbsregister durch den AG durchgeführt (bei Bietergemeinschaften für jedes Mitgliedsunternehmen).
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Personalstärke: Durchschnittlich mind. 15 Mitarbeiter (2023–2025), davon durchschnittlich mind. 15 Mitarbeiter mit Hochschulabschluss (Diplom, Bachelor, Master) in Bauingenieurwesen oder vergleichbar, tätig in Ingenieurbauwerken und/oder Tragwerksplanung.
Referenzen: Mindestens 2 Referenzprojekte (Planungsbeginn ab 01.01.2020) – siehe Abschnitt reference_projects. Details zu Pro Referenz: max. 2 DIN A4 Seiten mit Projektbeschreibung, Leistungsumfang, Leistungszeitraum, Baukosten (netto), maßgeblich beteiligten Mitarbeitern/Projektleiter, Bauherr mit Ansprechpartner und Telefonnummer, Referenzschreiben/Bestätigung.
BIM-Qualifikation: Empfohlen Nachweis einer eigenverantwortlich erbrachten BIM-Planung seit 01.01.2020 (wertungsrelevant, siehe Referenz Nr. 4).
Ausschlussgründe und Negativ-Eignung
Verfahrensspezifische Anforderungen
Referenz 1: Sanierung einer Kaimauer im tidebeeinflussten Gewässer
Objektplanung Ingenieurbauwerke Lph 1–8 gem. § 43 HOAI, örtliche Bauüberwachung sowie Tragwerksplanung Lph 1–6 gem. § 51 HOAI; Lph 8 muss erreicht sein
Referenz 2: Kaimauerneubau im tidebeeinflussten Gewässer
Objektplanung Ingenieurbauwerke Lph 1–8 gem. § 43 HOAI, örtliche Bauüberwachung sowie Tragwerksplanung Lph 1–6 gem. § 51 HOAI; Lph 8 muss erreicht sein
Referenz 3 (optional/wertungsrelevant): Kaimauerneubau im tidebeeinflussten Gewässer mit mindestens 50 m Kaimauerlänge
Objektplanung Ingenieurbauwerke Lph 1–8 gem. § 43 HOAI, örtliche Bauüberwachung sowie Tragwerksplanung Lph 1–6 gem. § 51 HOAI
Referenz 4 (optional/wertungsrelevant): BIM-Nachweis für vergleichbares Vorhaben
Modellbasierte Bearbeitung, Anwendung AIA/BAP, modellbasierte Koordination mit mind. einem weiteren Planungsbeteiligten, eigenverantwortliche BIM-Leistungserbringung
Bewertung bei mehr als 5 Bewerbern
1. und 2. Referenz je 2 Punkte, 3. Referenz je 1 Punkt; max. 20 Punkte; die 5 punktbesten Bewerber werden zur Angebotsabgabe aufgefordert