Kamerabefahrung des Regenrohrsystems
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenBeauftragt wird die optische Inspektion (TV-Befahrung) und koordinatengenaue Vermessung des Regen- und Schmutzwasserkanalnetzes im Botanischen Garten der Universität Potsdam. Das betrifft die Bereiche Institutsgebäude (Haus 2a), Palmenhaus, Hofgärtnerhaus und Begonienhaus.
Ziel ist eine verlässliche Bestandserfassung als Grundlage für die Planung eines neuen unterirdischen Regenwasserspeichers vor Haus 2a. Die Leistung umfasst bei Bedarf eine Vorreinigung der Leitungen, die zentimetergenaue Einmessung aller Schächte und Leitungstrassen, die Zustandserfassung nach DIN EN 13508-2 sowie die Neuerstellung digitaler Bestandspläne. Abzugeben sind Videos, ein Zustandsbericht, ein Bestandsplan sowie digitale Daten in den Formaten DWG, GIS und PDF.
Der Botanische Garten unterliegt denkmal- und betriebsspezifischen Einschränkungen (z. B. Gewichtsbeschränkungen, empfindliche Wegeflächen, laufender Gewächshaus- und Besucherverkehr), die im Angebot berücksichtigt werden müssen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Angebotspreis (niedrigster Preis)100%
Wertungsmethode ist der niedrigste Preis. Die rechnerische Wertung erfolgt auf Basis der in der Bieterfrage-Antwort genannten Vorgaben (4 Arbeitstage zu je 2 Personen), die im Preisblatt nicht hinterlegt sind.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGeltungsbereich und Erfüllungsort
Leistungsgegenstand ist die optische Inspektion (TV-Befahrung) und koordinatengenaue Vermessung des Regen- und Schmutzwasserkanalnetzes im Botanischen Garten der Universität Potsdam. Betroffen sind die Bereiche Institutsgebäude (Haus 2a), Palmenhaus, Hofgärtnerhaus und Begonienhaus. Erfüllungsort ist der Botanische Garten, Am Neuen Palais 10, 14469 Potsdam.
Hintergrund und Zweck der Leistung
Die vorhandenen Bestandsunterlagen widersprechen sich hinsichtlich Lage, Anzahl und Art mehrerer Schächte. Eine zweifelsfreie Erfassung des Leitungsbestands ist erforderlich als Grundlage für die Planung eines neuen unterirdischen Regenwasserspeichers vor dem Institutsgebäude (Haus 2a). Zusätzlich sollen die kleineren Speicher (2 × ca. 1,0 m³ am Palmenhaus sowie eine 12,0 m³ Zisterne im Begonienhaus) und deren Verbindungskanal erfasst werden.
Vorreinigung der Leitungen
Vor der Befahrung sind die Leitungen bei Bedarf zu reinigen bzw. zu spülen, um eine ausreichende Befahrbarkeit herzustellen. Zum Einsatz kommen Spül-/Reinigungsfahrzeuge inklusive Personal und Saug-/Entsorgungsfahrzeuge. Das anfallende Spülgut ist fachgerecht zu entsorgen.
Zugang und Freilegung
Zugangspunkte sind freizulegen, zu öffnen und fachgerecht zu schließen. Der tatsächliche Rohrverlauf ist zu klären und zu orten, damit die Kamerabefahrung und Vermessung vollständig durchgeführt werden können.
Technische Anforderungen an die Kamerabefahrung
Es ist eine hochauflösende Kamera einzusetzen, die für Grundleitungssysteme ab ca. DN 70 geeignet ist und auch abzweigende bzw. mehrfach verzweigte Leitungen befahren kann. Die Zustandserfassung erfolgt nach DIN EN 13508-2 (Zustandserfassung von Entwässerungssystemen außerhalb von Gebäuden). Gleichwertige, allgemein anerkannte Verfahren sind zulässig, müssen aber im Angebot benannt werden.
Vermessung
Alle angetroffenen Schächte, Einleitungs- und Endpunkte sowie die Leitungstrassen sind koordinatengenau einzumessen (GPS/Vermessung). Die Lage- und Höhendaten sind im Zentimeterbereich zu erfassen und im Leitungsplan zu dokumentieren. Pro Haltung sind Schachttiefen, Rohrdimensionen, Rohrmaterial und Zustand aufzunehmen.
Dokumentation und Liefergegenstände
Die Bestandspläne des Auftraggebers sind zu aktualisieren bzw. neu zu erstellen. Zu liefern sind: vollständige Videoaufzeichnungen der Kamerabefahrung, ein Zustandsbericht mit Schadensklassifizierung nach DIN EN 13508-2 (oder gleichwertig), ein aktualisierter Bestandsplan (Leitungsverlauf, Schachttiefen, Rohrdimensionen, Rohrmaterial, Abzweige, Revisionen) sowie eine fachliche Handlungsempfehlung für die weitere Objektplanung. Die Daten sind digital in den Formaten DWG, GIS-fähig sowie PDF zu übergeben (Datenträger oder Cloud-/Transferlösung sind als gleichwertig zulässig). Lieferbedingung: frei Verwendungsstelle.
Baustelleneinrichtung und Besonderheiten vor Ort
Die Baustelleneinrichtung umfasst An- und Abfahrten. Mehraufwand durch eingeschränkte Zufahrt ist als Bedarfsposition zu kalkulieren. Wegen Gewichtsbeschränkungen sind Teilstrecken (Wiese/Rasen, altes Pflaster) nicht für schwere Fahrzeuge geeignet; ggf. sind kleinere Fahrzeuge, Schlauchverlängerung, Zwischenumschlag oder Handtransport einzuplanen. Der Betrieb der Gewächshäuser und der Besucherverkehr sind aufrechtzuerhalten; Einschränkungen sind mit dem Auftraggeber abzustimmen. Denkmalschutz: keine Freiluftschränke/im Außenbereich; Gebäude, Bausubstanz und Pflanzenbestand dürfen nicht beeinträchtigt werden. Ein entsprechendes Konzept ist im Angebot darzustellen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage / Ausschlussgründe
Der Bieter hat mit dem Formular 4.1 zu erklären, dass keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB vorliegen. Dies betrifft u. a.: keine Verurteilungen wegen Korruption, Betrug, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung oder Menschenhandel; Erfüllung steuerlicher und sozialversicherungsrechtlicher Verpflichtungen; keine Verstöße gegen umwelt-, sozial- oder arbeitsrechtliche Verpflichtungen; keine Insolvenz, Liquidation oder Zahlungsunfähigkeit; keine schwere Verfehlung im Rahmen der beruflichen Tätigkeit. Eigenerklärung gemäß § 33 i.V.m. § 35 UVgO über korrekte Eignungserklärungen. Eine Selbstreinigung ist bei Vorliegen von Ausschlussgründen möglich (Nachweis von Maßnahmen, Schadensausgleich, Kooperation mit Behörden).
Fachliche Eignung
Es ist ein Nachweis über die Eintragung im Berufsregister nach Maßgabe der Rechtsvorschriften des Landes, in dem der Bieter seinen Sitz hat, zu erbringen (auf Verlangen). Auf Anforderung ist eine Bescheinigung der Berufsgenossenschaft vorzulegen. Präqualifikationszertifikate (ULV, PQVOL) werden anerkannt, soweit sie inhaltlich identisch sind.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Im Rahmen der vorliegenden Vergabeunterlagen werden keine gesonderten Anforderungen an die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit gestellt.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit / Referenzen
Im Dokument werden keine referenzprojektspezifischen Anforderungen beschrieben.
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bei Bietergemeinschaften ist ein Bevollmächtigter zu benennen; die Mitglieder haften gesamtschuldnerisch (Verzeichnis der Mitglieder und entsprechende Erklärung erforderlich). Nachunternehmer sind bei Angebotsabgabe zu benennen. Für Nachunternehmer gelten die Mindestanforderungen nach BbgVergG (Formular 5.4) sowie ggf. eine Verpflichtungserklärung (Formular 4.4).
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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