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Kampfmittelräumung Deckwerk Roßlau El-km 256,800 - 257,820 rechtes Ufer

Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe06862 Dessau-Roßlau, Sachsen-AnhaltVeröffentlicht:
Angebotsfrist:

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe schreibt die Räumung von Kampfmitteln am rechten Elbufer bei Roßlau öffentlich aus. Im Bereich des dortigen Deckwerks (Uferbefestigung) wurden bei einer Drohnensondierung 333 Verdachtspunkte gefunden – überwiegend im Wasser.

Die Bieter sollen diese Verdachtspunkte wasser- und landseitig bergen, dafür kommen Taucher und ein geschützter Bagger zum Einsatz. Anschließend wird das Gelände noch einmal vollflächig mit einer Mess-Drohne überflogen, um zu prüfen, ob alle Kampfmittel beseitigt sind.

Die Baustelle ist ausschließlich über das Wasser erreichbar. Bieter brauchen daher geeignete Schiffe, eine schwimmende Arbeitsplattform und Erfahrung mit Kampfmittelräumung im Wasser. Angebote können ausschließlich elektronisch über den Vergabemarktplatz der Bundesverkehrsverwaltung eingereicht werden.

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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Angebotsfrist: 13. Oktober 2026
Termin / FristSEP2026OKTNOV
Beantragte Veröffentlichung15. Sep. 2026
Veröffentlichung16. Sep. 2026
Auskunftserteilung über Vergabeunterlagen8. Okt. 2026
Angebotsfrist13. Okt. 2026
Angebotsöffnung13. Okt. 2026
Ausführungszeitraum1. Sep. – 31. Dez. 2026bis 2026
Bindefrist13. Okt. – 13. Nov. 2026
Zuschlagca. 13. Nov. 2026
AusführungsbeginnDatum offenSpätestens 14 Kalendertage nach Zugang des Auftragsschreibens.
RäumstellenvoranzeigeDatum offen14 Tage vor Beginn der Räumarbeiten bei der Stadt Dessau-Roßlau gemäß § 14 SprengG einzureichen.
RäumstellenvorhaltungDatum offen33 produktive Arbeitstage ab Einrichtung der Räumstelle (zzgl. Ein-/Abrüstung).
StörkörperräumungDatum offen33 Arbeitstage für die wasser- und landseitige Bergung der 333 Verdachtspunkte.
SiGeKo-LeistungDatum offen7 Kalenderwochen mit durchgehenden Räumarbeiten, 1 Tag pro Woche vor Ort.
Übergabe ZwischenberichteDatum offenSpätestens 5 Arbeitstage nach Abschluss der jeweiligen Teilleistung an den Auftraggeber.
Übergabe AbschlussdokumentationDatum offenSpätestens 15 Arbeitstage nach Beendigung der Räumarbeiten.
Übermittlung Ergebnisse an KBD Sachsen-AnhaltDatum offenInnerhalb von 3 Wochen nach Abschluss der Arbeiten an den Kampfmittelbeseitigungsdienst.
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Bereich und Umfang

Räumgebiet: Rechte Elbseite (rechtes Ufer), Flusskilometer 256,800 bis 257,820 bei Roßlau / Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt). Die Baustelle ist ausschließlich über den Wasserweg erreichbar – Landflächen stehen für die Baustelleneinrichtung nicht zur Verfügung.

Anzahl Verdachtspunkte: 333 Stück, die im Rahmen einer geomagnetischen Drohnensondierung 2024 identifiziert wurden. Das Gebiet war historisch ein Pionier- und Wasserübungsplatz (1936–2006).

Fläche Qualitätssondierung: ca. 30.000 m² Gesamtfläche (davon ca. 20.000 m² wasserseitig und bis zu 10.000 m² landseitig).

Vorbereitende Arbeiten und Baustelleneinrichtung

Einarbeitung in projektbezogene Unterlagen.Räumstellenvoranzeige gemäß § 14 SprengG, 14 Tage im Voraus an die Stadt Dessau-Roßlau.Eigenverantwortliche Einholung aller Genehmigungen (Wasserstraße, öffentliche Straßen).Räumstelleneinrichtung auf schwimmendem Gerätekomplex (Ponton/Arbeitsboot, geschützter Bagger, Wasserfahrzeuge, Signalanlagen, Aufenthalts-/Sanitär-/Büro-/Geräteräume).Bereitstellungslager für Kampfmittel gemäß DGUV-I 201-027 auf angrenzendem WSV-Flurstück.Vorhaltung der Räumstelleneinrichtung: 33 produktive Arbeitstage (Ein- und Abrüstage zählen nicht).Ggf. zusätzliche Schute für Sedimentzwischenlagerung.Eigenständige Beschaffung von Strom, Wasser, Abwasser möglich.Rückbau und Wiederherstellung des Ursprungszustands nach Abschluss.

Einzelpunktbergung (Teilleistung 1)

Wasserseitig: Tauchtrupp mit Arbeitsboot, Taucher mit Befähigungsschein gem. § 20 SprengG bergen die Verdachtspunkte aus bis zu 2,0 m Wassertiefe und bis ca. 3,0 m Sedimenttiefe.Landseitig / Flachwasser: Räumtrupp arbeitet mit geschütztem Bagger gemäß DGUV-I 201-027 (Greiftiefe 2,0 m Wassertiefe + 5,0 m Sedimenttiefe).Freilegung der Kampfmittel, Sortierung, Erfassung, Verpackung und Bereitstellung für den Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) Sachsen-Anhalt.Sediment auf Ponton zwischenlagern; Wasserbausteine entfernen und später wiedereinbauen.Nicht abgabepflichtigen Schrott entsorgen.Je Tauchtrupp: 2 Taucher (§ 20 SprengG + TauchPrV 2000, mind. 6 Tauchstunden in je 6 Monaten, Mindestalter 21 Jahre), 1 Helfer, 1 Signalmann gemäß DGUV-V 40.An- und Abmeldung arbeitstäglich.Schiffführer benötigen gültiges Unionspatent bzw. Schifferpatent B (bis 17.01.2022).

Qualitätssicherung (Teilleistung 2)

Vollflächige, luftgestützte Oberflächengeomagnetik per Drohne nach abgeschlossener Bergung.Drohnensystem mit Dreiachs-Fluxgate-Magnetometer, Sensitivität < 0,5 nT, Sensorabstand < 0,50 m, Abtastrate 100 Hz, Höhengenauigkeit ≤ ±0,10 m, Lagegenauigkeit ≤ ±0,05 m.Georeferenzierte Auswertung mit Erstellung von Objektliste, Farbkarte und Messdaten.Nachsondierungen/Kontrollmessungen bei Bedarf.Die Sondierung muss bei Mittel- bis Niedrigwasserphasen erfolgen (Pegel Wittenberg ≤ 550 cm; ab HSW = 550 cm ist der Einsatz einzustellen).

Sicherheits- und Gesundheitsschutz (SiGeKo)

Bestellung eines SiGeKo schriftlich nach Auftragserteilung; Vorankündigung gemäß § 2 BaustellV.Erstellung und Fortschreibung des SiGe-Plans.Gefährdungsbeurteilung und Betriebsanweisungen, Unterweisungen, persönliche Schutzausrüstung, Erste-Hilfe-Einrichtungen, Rettungswege.Wöchentliche Sicherheitsbegehung und Dokumentationstagebuch.Einsatzumfang: 7 Kalenderwochen, 1 Tag pro Woche vor Ort.

Geräteanforderungen

Geschützter Bagger gemäß DGUV-I 201-027 für Grabungen in 2,0 m Wassertiefe + 5,0 m Sedimenttiefe, sowohl wasserseitig (vom Ponton) als auch landseitig einsetzbar.Arbeitsboot / schwimmende Plattform für die wasserseitige Bergung.Drohne mit den oben genannten Magnetometer-Spezifikationen.Vermessungsgeräte (GPS, Tachymeter o. ä.) mit Lage- und Höhengenauigkeit ≤ ±0,10 m gemäß TS A-9.1.7.Verwendung biologisch schnell abbaubarer Öl- und Schmierstoffe für Fahrzeuge/Geräte.5 Schrottcontainer à 15 m³ beistellen und entsorgen.

Dokumentation und Berichtswesen

Bautagesberichte täglich (Arbeitszeit, Witterung, Personal, Geräte, Nachunternehmer, Material, Baufortschritt, Behinderungen, Unfälle).Erfassungsblätter für Kampfmittelfunde mit Tiefenangaben und Fotodokumentation.Schriftliche Kampfmittelfreigaben und Munitionsübergabebelege.Zwischenberichte je Teilleistung, spätestens 5 Arbeitstage nach Abschluss der jeweiligen Arbeiten.Abschlussbericht spätestens 15 Arbeitstage nach Beendigung der Räumarbeiten.Übermittlung der Ergebnisse an KBD Sachsen-Anhalt innerhalb von 3 Wochen nach Abschluss.Rohdaten Geophysik sowie Geodaten im Format SHP, GPKG oder DXF; Koordinatenbezug ETRS 89 UTM Zone 33 (EPSG 25833).

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Unternehmensqualifikation

Erlaubnis gemäß § 7 SprengG (Sprengstoffgesetz), gültig.Präqualifikation im Verzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e. V. möglich; andernfalls Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt).Bei Einsatz von Leiharbeitnehmern: Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung gemäß § 1 AÜG und Vertrag gemäß §§ 1, 11 AÜG; das entleihende Unternehmen muss eine § 7 SprengG-Erlaubnis besitzen.

Personal – Verantwortliche Personen

Verantwortliche Person gemäß § 19 Abs. 1 SprengG (Räumstellenleitung) mit Befähigungsschein gemäß § 20 SprengG.Nachweisbare Erfahrung der Räumstellenleitung in vergleichbarer Kampfmittelräumung und speziell wasserseitiger KMR.SiGeKo: Arbeitsschutzfachliche Kenntnisse (RAB 30 Anlage B) und spezielle Koordinatorkenntnisse (RAB 30 Anlage C); Befähigungsschein gemäß § 20 SprengG oder Fachplaner/-in Kampfmittelräumung der Universität der Bundeswehr München; Kenntnisse in KMR-Planung, Munitionskunde, Geophysik, wasserseitige Räumverfahren, Baugeräte und Gefährdungsbeurteilung.

Personal – Tauchpersonal und Schiffführer

Taucher: Befähigungsschein gemäß § 20 SprengG und TauchPrV 2000; mindestens 6 Tauchstunden in je 6 Monaten; Mindestalter 21 Jahre.Taucherhelfer und Signalmann gemäß DGUV-V 40.Schiffführer: gültiges Unionspatent bzw. Schifferpatent B (ausgestellt bis 17.01.2022) sowie Streckennachweise.Räum- und Helferpersonal: erfolgreiche Teilnahme am 16-h-Lehrgang für Räumarbeiter und Räumhelfer.

Referenzen und Erfahrung

Mindestens 3 Referenzen aus den vergangenen 3 Jahren zu vergleichbaren Projekten: wasserseitige Einzelpunkträumung mit Tauchereinsatz in einer Bundeswasserstraße.
Referenzprojekte
mindestens 3 ReferenzenZeitraum: letzte 3 Jahre

Wasserseitige Einzelpunkträumung mit Tauchereinsatz in einer Bundeswasserstraße (vergleichbar)

Referenzen vergleichbarer Projekte; Nachweis der Erfahrung der Räumstellenleitung in vergleichbarer und speziell wasserseitiger Kampfmittelräumung

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
1–3Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 2 Angebote
Geringe Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 57%4–10 · 40%11+ · 3%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 24 erledigt
Angebotsabgabe
Eignung – Unternehmen und Personal
Referenzen
Formale Nachweise
Vorbereitung Ausführung
Dokumentation und Bürgschaften
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe
Ort
06862 Dessau-Roßlau, Sachsen-Anhalt
Kategorie
Sachsen-Anhalt
Veröffentlicht
Angebotsfrist

Erfüllungsort

Ort der Leistung
06862 Dessau-Roßlau
Sachsen-Anhalt

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