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Kampfmittelsondierungsarbeiten auf der Liegenschaft Marine Reiherdamm

Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Bundesbauabteilung HamburgHamburg, HamburgVeröffentlicht:
Angebotsfrist: noch 14 Tage

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Worum geht es?

Der Bund (Bundesministerium der Verteidigung) lässt auf dem Gelände der Marinestützpunktkompanie Reiherdamm in Hamburg-Steinwerder eine Kampfmittelsondierung und -räumung durchführen. Das Gelände (ca. 30.000 m²) ist großflächig bombenblindgängerverdächtig und muss vor dem Neubau einer Wärmeerzeugungsanlage mit Eisspeicher, neuer Versorgungsleitungen und eines Wirtschaftsgebäudes auf Kampfmittel untersucht und ggf. geräumt werden.

Was ist zu tun?

In drei Bauabschnitten (Antreteplatz/WEA, Leitungsgräben, Wirtschaftsgebäude) werden u. a. Sondierbohrungen (insgesamt rund 28.800 m), Volumenberäumungen, Anomaliebergungen und begleitende Kampfmittelsondierungen ausgeführt. Auftraggeber ist die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen – Bundesbauabteilung Hamburg. Die Vergabe erfolgt als öffentliche Ausschreibung nach VOB/A (offenes Verfahren). Zuschlag nach dem niedrigsten Preis.

Wichtige Fristen

Angebotsfrist: 28.08.2026, 09:00 UhrBindefrist: bis 27.10.2026Ausführung: KW 38/2026 bis KW 48/2027
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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Noch 14 Tage bis zur Angebotsfrist — 28. August 2026
HEUTE
Termin / FristJAN2025 APR JUL OKT JAN2026 APR JUL OKT JAN2027 APR JUL OKT
Veröffentlichung25. Juli 2026
Angebotsfrist28. Aug. 2026
Abgabe Gefährdungsbeurteilungca. 1. Jan. 2025
Personalanmeldungca. 1. Jan. 2025
Abschlussbericht KMca. 1. Jan. 2025
Anmeldung Wochenendarbeit/Feiertageca. 1. Jan. 2025
Anmeldung abweichende Arbeitszeitenca. 1. Jan. 2025
Bindefrist28. Aug. – 27. Okt. 2026
Ausführungsbeginn (Bauabschnitt 1)ca. 14. Sep. 2026
Bauabschnitt 1 – Antreteplatz/WEAca. 14. Sep. – 20. Nov. 2026
Ausführungsbeginn (Gesamtmaßnahme)ca. 25. Sep. 2026
Bauabschnitt 2 – Leitungsgräbenca. 5. Juli – 13. Aug. 2027
Bauabschnitt 3 – Wirtschaftsgebäudeca. 11. Okt. – 26. Nov. 2027
Fertigstellung (Gesamtmaßnahme)ca. 26. Nov. 2027
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Niedrigster Preis1 Kriterium
Preis 100%Qualität 0%
  • Preis100%

    Angebotspreis/Wertungssumme: 10 Punkte für niedrigste Wertungssumme, 0 Punkte ab dem zweifachen der niedrigsten Wertungssumme, dazwischen lineare Interpolation.

Lineare Interpolation: 10 Punkte für Angebot mit niedrigster Wertungssumme, 0 Punkte für Angebot mit zweifacher Wertungssumme (und darüber), lineare Interpolation mit drei Stellen nach dem Komma für dazwischen liegende Preise.

KI-Hinweis: Alle Zuschlagskriterien inkl. Gewichtung und Bewertungsformel sind vollständig dokumentiert: einziges Kriterium Preis mit 100% Gewichtung.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Ausgangslage und Aufgabe

Die Kampfmittelsondierung und -räumung erfolgt auf der Liegenschaft Marinestützpunktkompanie Reiherdamm, Reiherdamm 10, 20457 Hamburg (ca. 30.000 m² zwischen Reiherdamm und Steinwerder Kanal). Das Gelände liegt in einem Poldergebiet mit Hochwasserschutz. Laut GEKV-Stellungnahme BIS/F046-23/08692_1 vom 30.01.2024 besteht großflächiger Bombenblindgängerverdacht sowie Verdacht auf vergrabene Kampfmittel.

Die Sondierung dient der Baufeldfreimachung für den Neubau einer Wärmeerzeugungsanlage (WEA) mit Eisspeicher, die Neuverlegung von Versorgungsleitungen sowie den Neubau eines Wirtschaftsgebäudes (Rahmenprojekt 4135 P 2601). Die Kampfmittelräumung umfasst drei Bauabschnitte.

Kampfmittelhorizonte und Tiefen

Oberkante Bombenhorizont ab GOK heute: ca. +5,4 bis +6,0 m NHN.

Fläche Eisspeicher: Bombenhorizont ca. 5,0 m unter GOKFläche WEA: Bombenhorizont ca. 11,0 m unter GOKFläche Wirtschaftsgebäude: Bombenhorizont ca. 6,0 m unter GOKVergrabene Kampfmittel (Fläche Eisspeicher + Wirtschaftsgebäude): bis ca. 2,0 m unter GOK

Allgemeine Leistungen je Bauabschnitt

In den jeweiligen Bauabschnitten sind u. a. folgende allgemeine Leistungen zu erbringen:

Baustelleneinrichtung KMS (Personal, Geräte, Maschinen, Werkzeuge, Beleuchtung, Container, Bauzaun inkl. Testfeld-Sicherung)Netzunabhängige Ver- und Entsorgung (bei Bedarf)Ständige Präsenz eines verantwortlichen Räumstellenleiters vor Ort während der ArbeitszeitenFliegendes Pumpensystem für Tagwasser (Vorhaltung)Wiederherstellung benutzter Flächen/Wege nach BauendeGefährdungsbeurteilung nach DGUV I 201-027 (Abgabe 3 Wochen nach Beauftragung)Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung (Geräteauswahl, -panzerung, Arbeitsablauf, Personal)Arbeits- und Sicherheitsanweisung Kampfmittel inkl. Betriebsanweisungen + Unterweisungsnachweise (vor Beginn)Anmeldung und Abstimmung Sondierarbeiten mit AG und KRD (inkl. Baubesprechungen, Sachkundiger als Teilnehmer)Vermessungsarbeiten Kampfmittel (georeferenziert, CAD, Lagestatus 310/320, Mengenermittlung)Bericht/Dokumentation Kampfmittel (Abschlussbericht 5 Arbeitstage nach Abschluss, 3-fach + digital, CAD-Zeichnungen DXF/DWG/PDF, Rohdaten ASCII, Bautagesberichte arbeitstäglich)Kampfmittelfreigabe des Aushubmaterials durch Befähigungsscheininhaber nach § 20 SprengG

Arbeitszeiten und Anmeldung

Arbeitszeiten: Mo–Fr, 07:00–18:00 Uhr (werktags).

Abweichende Arbeitszeiten: Anmeldung 2 Tage vor AusführungWochenendarbeit/Feiertage: nur nach Absprache mit 7 Tagen VorlaufBaustellenunterbrechung > 10 Werktage: An-/Abmeldung der Baustelle bei AG und KRD

Mengenübersicht Sondierbohrungen

Bohrlochsondierungen (Summe über alle Bauabschnitte): ca. 28.810 m, davon:

Antreteplatz: 2.265 m (bis ca. +5,0 m NHN)WEA: 9.845 m (bis ca. +11,0 m NHN)Wirtschaftsgebäude: 16.700 m (bis ca. +6,0 m NHN)

Bohrlochabdichtungen in gleicher Länge (Antreteplatz/WEA/Wirtschaftsgebäude).

Sensorisch auffälliges Bohrgut: 6 m³ (Antreteplatz und WEA) + 8 m³ (Eisspeicher/WEA/Wirtschaftsgebäude).

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Registereintragung und SprengG-Zulassungen

Das ausführende Unternehmen muss gemäß § 10 Abs. 2 KampfmittelVO im Register der geeigneten Unternehmen gelistet sein.

Darüber hinaus sind folgende Nachweise nach dem Sprengstoffgesetz zwingend erforderlich:

Zulassung nach § 7 SprengG für alle erdeingreifenden Arbeiten (mechanisch und/oder dynamisch) in kampfmittelverdächtigem UntergrundBefähigungsschein nach § 20 SprengG – mindestens ein Mitarbeiter mit Befähigungsschein für Kampfmittelsondierung und -bergung muss eingesetzt werdenVerantwortliche Person nach § 19 SprengG zur Überwachung sämtlicher Eingriffe in den kampfmittelverdächtigen Untergrund; bei mehreren Befähigungsscheininhabern gleichzeitig muss eine Person als VP § 19 benannt werden

Personal und Sicherheit

Sicherheitsfachkraft: vor Beginn der Sondierarbeiten zu benennenVerantwortliche Person / Befähigungsscheininhaber muss ständig vor Ort seinSach- und fachkundige Person für Baubesprechungen (z. B. Befähigungsscheininhaber)Personalregistrierung: Liste der eingesetzten Mitarbeiter (Name, Vorname, Adresse, Nationalität, Personalausweis-Nr.) 2 Wochen vor Baubeginn an AG

Geräte und Ausrüstung

Geräte gemäß DGUV I 201-027 und BFR KMR ausgestattet (ggf. inkl. Panzerung)Zugelassene Handsondensysteme gemäß TA KRD Hamburg Punkt 5.1 (Eisen-/Metalldetektor)3-Achs-Magnetometersonde (Wartung/Prüfung nicht älter als 1 Jahr)Fluxgate-Handsondensystem (Wartung/Kalibrierung nicht älter als 1 Jahr)Typenstatik des Verbausystems vor Anomaliebergung vorzulegen (Nachweis der standsicheren Eignung)

Wirtschaftliche/finanzielle Eignung und Ausschlussgründe

Eignungsnachweis über PQ-Nummer (Präqualifikationsverzeichnis) ODER Eigenerklärung zur Eignung (Form 124) ODER Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE). Auf Verlangen ergänzt durch auftragsspezifische Einzelnachweise.

Keine Ausschlussgründe (z. B. keine verbotenen Wettbewerbsbeschränkungen).

Eigenerklärung gemäß EU-Verordnung 2022/576 (Russland-Sanktionen) – kein Bezug zu sanktionierten Personen/Unternehmen.

Eigenerklärung/Bestätigung zur Staatenliste gemäß § 13 Abs. 1 Nr. 17 SÜG (Sicherheitsüberprüfung).

Bietergemeinschaft und Kapazitäten anderer Unternehmen

Bietergemeinschaften: Erklärung aller Mitglieder in Textform (bevollmächtigter Vertreter, Gesamtschuldner-Haftung); Form 234Einsatz von Nachunternehmern: Form 233 (Verzeichnis Nachunternehmerleistungen); auf Verlangen Verpflichtungserklärung Form 236Eignungsleihe: Verpflichtungserklärung des anderen Unternehmens mit gemeinsamer Haftung; Form 235 (Verzeichnis Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmen)
Referenzprojekte

Keine konkreten Referenzprojekte gefordert. Fachliche Eignung wird über die Listung im Register geeigneter Unternehmen nach § 10 Abs. 2 KampfmittelVO und über Befähigungsnachweise nach SprengG nachgewiesen.

Registereintragung, Zulassung § 7 SprengG, Befähigungsschein § 20 SprengG, Verantwortliche Person § 19 SprengG

Auf Verlangen der Vergabestelle: Referenznachweise (allgemein, keine konkreten Anforderungen benannt)

Form 216, Punkt 2.4

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
4–10Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 6 Angebote
Mittlere Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 22%4–10 · 44%11+ · 34%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 35 erledigt
Angebotskern (Formblätter 213/221/222)
Eignung & rechtliche Erklärungen
Bietergemeinschaft & Nachunternehmer
Sicherheit/Arbeitsschutz & technische Vorbereitung (nach Auftrag)
Dokumentation & Abrechnung
Auf Verlangen der Vergabestelle
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Bundesbauabteilung Hamburg
Anschrift
20097 Hamburg
Ort
20457 Hamburg
Kategorie
Hamburg
Veröffentlicht
Angebotsfrist

Erfüllungsort

Ort der Leistung
20457 Hamburg
Hamburg

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