Kesseltausch Heizzentrale BSt. 3+4
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum geht es? Das Pius-Hospital in Oldenburg tauscht die Heizkessel in seiner Heizzentrale komplett aus – bei laufendem Krankenhausbetrieb.
Was muss der Auftragnehmer liefern?
Was ist besonders zu beachten?
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenÜbergeordnete Rahmenbedingungen
Die Maßnahme wird in 2 Bauabschnitten bei laufendem Krankenhausbetrieb ausgeführt. Das Krankenhaus hat ca. 400 Betten und ca. 1.500 Mitarbeitende. Der Krankenhausbetrieb darf nicht unterbrochen werden; die übergeordnete Gebäudeautomation bleibt unverändert.
Allgemeine Arbeitszeiten (verbindlich):
Immissionsschutz: Tags 60 dB(A), nachts 45 dB(A); staub-, lärm- und erschütterungsarmes Arbeiten.
Schnittstellen: Dauerhaft: Störmeldekontakt und Betriebsmeldung aller Kessel (H1-H3) zur GLT; spätere Erweiterung der Freigabe vorgesehen.
Baustelleneinrichtung und Logistik
Lagercontainer (6.058 × 2.438 × 2.591 mm) inkl. Regale, Elektroversorgung und 150 Tage Vorhaltung. Baustellenordnung, Flucht- und Rettungswegepläne, Heißarbeiten-Schein.
Baustellenzufahrt über die Grüne Straße mit beschränkten Lagerflächen. Erstellung von Baustelleneinrichtungsplänen durch den Auftragnehmer ist erforderlich.
Mobile Wärmeversorgung als Provisorium:
Demontage und Entsorgung Bestand
Freischaltung und Rückbau der vorhandenen Installationen vor der Neuinstallation.
Außerbetriebnahme und Demontage:
Schadstoffsanierung: Rückbau aller schadstoffbelasteten Materialien, insbesondere KMF-haltige Dämmung (Mineralwolle). Es gilt TRGS 521; der Schadstoffsanierer übernimmt diese Aufgabe. Abfallschlüssel für KMF-Abfall: 17 06 03*.
Entsorgung: Fachgerechte Entsorgung als gefährlicher Abfall; Nachweise nach KrWG und NachwV; Nachweis der Anzeige nach § 53 KrWG.
Neue Wärmeerzeugung – Kessel und Brenner
NT-Kessel Hoval Max3 620 (Nennleistung 720 kW) für Gas-Ölbrenner Weishaupt WM-GL20 ZM-T (oder gleichwertig), inkl. Armaturenstrecke DN65, Gasfilter, Druckregelgerät, Schalldämmhaube.
Gas-Brennwertkesselkaskade: 2× Hoval ultragas 2 620 (Nennleistung je 620 kW) als Kaskade mit Kesselsteuerung, Fernüberwachungs-VPN-Router und GLT-Anbindung (Modbus).
Umbau Bestandsbrenner: Weishaupt GL7/1-D von Kessel 2 auf Kessel 1.
Inbetriebnahme und Probebetrieb mindestens 7 Kalendertage je Kesselanlage, Einweisung des Personals.
Gas-, Öl- und Tankanlage
Gasleitungen: Stahlrohre DN100 und DN76,1 nach DIN EN 10216-1, Schweißverbindungen, Formstücke, Armaturen, Gas-Druckprüfung, Farbanstrich gelb. DVGW G 600 (TRGI).
Öltankanlage: Batterietankanlage 5.000 l (5× 1.000 l Tank-in-Tank), Auftriebssicherung (AWV/WHG), Zubehörsatz, Verbindungs-/Erweiterungssatz, Antiheberventile, Kugelhähne, Kupferrohre DN15/DN20, Dichtheitsprüfung und Sachverständigenprüfung.
Neutralisationsbox für Kondensat, HT-Rohr DN50, Edelstahlrohr 1.4520 DN40, Schlauchanschlüsse.
Abgasanlage
Edelstahl-Systemabgasanlage für 2× Brennwertkessel (DN300) und NT-Kessel (DN350), inkl. Schalldämpfer (Absorptionsschalldämpfer), Kondensatwanne, Kesselanschlussstücke, Reinigungsöffnungen, Druckmanschetten, Wandbefestigungen, Berührungsschutz, CE-Konformität. Schornstein druckdicht 3-zügig (1× 200 mm, 2× 300 mm).
Rohrleitungsbau und Armaturen
Armaturen und Pumpen: 3-Wege-Ventile DN80 und DN125, elektrische Antriebe, Nassläufer-Hocheffizienz-Pumpen DN80/DN65 (Wilo Stratos Maxo, EEI ≤ 0,17), Absperrklappen DN100/DN125/DN150, Rückschlagklappen, Druckmessgeräte 0–6 bar, Maschinen-Glasthermometer 0–100 °C, Entleerungsarmaturen, Einbaustrecken für Wärmemengenzähler DN65 und DN80.
Rohrleitungen: Stahlrohre DN15 bis DN150 geschweißt, Kupfer- und Edelstahlrohre für Öl- und Heizwasser.
Wärmedämmung: Mineralwoll-Rohrschalen 80–100 mm kaschiert, Dämmhauben für Armaturen/Pumpen, nach DIN 4140, VDI 2055 und GEG.
Hilfsleistungen: Anlage entleeren/füllen, Rohrleitungsbezeichnung, Konstruktion, Spülen.
MSR- und Elektrotechnik
Steuerung/Regelung: Kessel-/Kaskadenregelung, neue Automationsstation (produktneutral), Schnittstellen Modbus-RTU, MBUS, BACnet TCP/IP, BACnet MS/TP, CAN-BUS für Kesselansteuerung.
Integration in bestehendes Desigo CC (Siemens) auf Managementbedienebene (MBE). Außentemperaturfühler, Rücklauftemperaturfühler PT1000. Datenpunkte: Druck-Istwert, Durchfluss, Energieverbrauch, Drehzahl, Temperaturen, Wärmemengenzählung.
Konstanttemperaturregelung je Wärmeerzeuger; übergeordnete GA bleibt unverändert.
Änderungsarbeiten am vorhandenen Schaltschrank der Gebäudeautomation; Spannungsversorgungsänderungen am vorhandenen Schaltschrank in der Heizzentrale.
Elektroinstallation: Kunststoff-Installationsrohre M16/M20/M25, Schutzschlauch, NHMH-J Installationsleitungen, J-H(St)H symmetrische Installationskabel, Abzweigdosen, Kabelkanal, Anschlussarbeiten für Kessel, Brenner, Pumpen und Beleuchtung.
Prüfung, Inbetriebnahme, Dokumentation
Prüfungen: Druck- und Dichtheitsprüfungen (Gas, Öl, Wasser), Verbrennungs- und Emissionsmessungen, Sachverständigenprüfung der Heizöllageranlage und Tankanlage, Dichtheitsprüfung.
Probebetrieb: mind. 7 Kalendertage je Kessel (Öl- und Gaskessel).
Dokumentation:
Sicherheitsnachweis: Fachunternehmerbescheinigung je Gewerk bis zur Abnahme; Heißarbeiten-Schein für Schweiß- und Schleifarbeiten.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche und persönliche Eignung
Gewerk Heizungsinstallationen (DIN 18380): Anwendung der anerkannten Regeln der Technik, einschlägiger DIN-Normen, VDI-Richtlinien und VOB Teil C.
Personalqualifikation für hygienisch relevante Arbeiten (Trinkwasserinstallation):
Schadstoffsanierung: Fachkundelehrgang nach TRGS 521 – gültiges Zertifikat ist mit dem Angebot vorzulegen.
Zuverlässigkeit und Rechtstreue
Registereintragung: Handelsregister, Handwerksrolle, IHK-Eintragung oder keine Eintragungspflicht.
Kein Insolvenzverfahren / Liquidation (bzw. rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan).
Ordnungsgemäße Erfüllung der Pflichten zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen.
Berufsgenossenschafts-Mitgliedschaft.
Ausschlussgründe: Keine schweren Verfehlungen gemäß § 6e EU VOB/A, keine Verurteilung mit Freiheitsstrafe > 3 Monate oder Geldstrafe > 90 Tagessätze in den letzten 2 Jahren.
LkSG-Ausschlussgründe gemäß § 22 LkSG.
Gewerbezentralregister: Ab Auftragssumme ≥ 30.000 € wird ein Auszug angefordert.
Tariftreue: Erklärung zu § 4 Abs. 1 NTVergG – Verpflichtung zur Zahlung des gesetzlichen Mindestlohns (ab 01.01.2026 = 13,90 €) sowie branchenspezifischer Mindestentgelte; bei Einsatz von Nachunternehmern/Verleihunternehmen ist die Erklärung auch von diesen gesondert vorzulegen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Umsatz: Erklärung über Umsatz der letzten 3 Geschäftsjahre (netto, vergleichbare Leistungen).
Mindestdeckungssummen Haftpflichtversicherung (gemäß AVB Pius-Hospital):
Versicherungsnachweis innerhalb 7 Kalendertagen nach Vertragsschluss.
Referenzen: Vergleichbare Leistungen der letzten 5 Kalenderjahre (Eigenerklärung); bei engerer Wahl 3 Referenznachweise mit Ansprechpartner, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eigenem Personal, technischer Ausstattung, Art der Baumaßnahme und Bestätigung des Auftraggebers.
Technische Leistungsfähigkeit
Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte – bei engerer Wahl: durchschnittliche Beschäftigtenzahl der letzten 3 Kalenderjahre, nach Lohngruppen, Leitungspersonal extra.
Erfahrung im Krankenhausbetrieb und mit staub-/lärm-/erschütterungsarmen Arbeitsweisen.
Notdienstfähigkeit für die mobile Heizzentrale: 24 Std./Tag, 7 Tage/Woche; Ferndiagnose innerhalb 60 Min., Vor-Ort-Einsatz innerhalb 4 Std.
Störungsfreie Bauphasen mit temporärer mobiler Wärmeversorgung ohne Mehrkostenforderungen.
Unterauftragnehmer und Eignungsleihe
Zustimmungserfordernis des Auftraggebers für Nachunternehmer.
Eignungsleihe: Art und Umfang der durch andere Unternehmen zu erbringenden Leistungen sind im Angebot anzugeben (FB 235); auf Anforderung Verpflichtungserklärung anderer Unternehmen (FB 236).
Entsorgungsfachbetriebsnachweis für KMF-haltige Abfälle (ASN 17 06 03*), Nachweis der Beförderungserlaubnis nach § 54 KrWG.
Sonstige Anforderungen
Sprachanforderung: Deutschsprachiger Beauftragter (schriftliche Benennung spätestens bei Vertragsabschluss); alle Angebotsunterlagen in deutscher Sprache; fremdsprachige Bescheinigungen mit Übersetzung.
Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA) ist zu unterzeichnen – Schutz vertraulicher Informationen, Pflicht zur Rückgabe/Löschung innerhalb 14 Tagen auf Verlangen, 5 Jahre nach Vertragsende.
KMU-Eignung: Geeignet für KMU (< 250 Beschäftigte und ≤ 50 Mio. € Jahresumsatz bzw. ≤ 43 Mio. € Jahresbilanzsumme). Bietergemeinschaften gelten nur als KMU, wenn überwiegender Auftragsanteil von KMU-Partnern erbracht wird.
Abgabe von Nebenangeboten ist zugelassen.
Vergleichbare Leistungen der letzten 5 Kalenderjahre (Eigenerklärung FB 124); bei engerer Wahl zusätzlich 3 Referenznachweise mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblichem Leistungsumfang, eigenem Personal, technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertraglicher Bindung und Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung
Heizungs-/HKLS-Maßnahmen, vorzugsweise Großgebäude/Krankenhaus/öffentliche Einrichtung; Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
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