Kinder- und Jugendtreff Südstadt mit PV-Anlage, Abbruch- und Neubau
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas offene Vergabeverfahren betrifft die komplette Lieferung, Montage und Inbetriebnahme der Heizungsanlage für den Neubau des Kinder- und Jugendtreffs Südstadt in der Augartenstraße 21, 76137 Karlsruhe.
Das Leistungsverzeichnis umfasst 14 Gruppen und 246 Positionen, darunter eine 35-kW-Fernwärmeübergabestation, Heizungsverteiler, Pumpen, Rohrleitungen, Fußbodenheizung, Heizflächen, Druckhaltung, Entwässerung, MSR-Feldgeräte, Dämmung, Brandschutz, Inbetriebnahme, Dokumentation sowie vier Jahre Wartungsleistungen.
Das Angebot ist elektronisch in deutscher Sprache über die Vergabeplattform einzureichen. Nebenangebote sind nicht zugelassen. Die Angebotsfrist endet am 26.11.2026 um 10:00 Uhr.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenFernwärme- und Wärmeversorgungsanlage
Lieferung, Montage und Inbetriebnahme einer thermisch getrennten Fernwärmeübergabestation als Kompaktstation mit 35 kW Wärmetauscherleistung, Schweißplattenwärmetauscher, Regel- und Messeinrichtungen, Sicherheits- und Absperrarmaturen, Isolierung, Dämmung und CE-Konformität. Ein Ersatz-Plattenwärmetauscher mit identischen Daten und 25 % Flächenreserve ist mitzuliefern und bereitzustellen. Der primärseitige Fernwärmeanschluss und die primärseitige Montage erfolgen durch die Stadtwerke Karlsruhe.
Verteiler, Pumpen und Anlagenbauteile
Lieferung und Montage eines Heizungsverteilers für zwei Heizgruppen, einer Hocheffizienz-Nassläuferpumpe DN 32 für die Fußbodenheizung und vier Hocheffizienz-Nassläuferpumpen DN 25 für Lüftungsgruppen. Hinzu kommen Modbus-Erweiterungsplatinen, Schwerkraftumlaufsperren, Kugelhähne, Thermometer, Manometer, Absperr- und Entleerarmaturen, automatische Entlüfter, Magnetit- und Schlammabscheider, Mikroluftblasenabscheider sowie ein Membrandruckausdehnungsgefäß mit 200 l Nennvolumen.
Rohrleitungen und Heizflächen
Lieferung und Montage von schwarzen Gewinderohren DN 15 bis DN 50 sowie Präzisionsstahl- und Pressfittingleitungen DN 12 bis DN 50 einschließlich Formstücken, Verschraubungen, Befestigungen, Luftgefäßen und Flanschverbindungen. Das Heizungsrohrnetz ist mit dem 1,3-fachen Betriebsdruck zu prüfen. Ein Flachheizkörper für den Technikraum wird geliefert, montiert und angeschlossen; Thermostatventile und Heizkörperverschraubungen sind hydraulisch abzugleichen und die Einstellungen zu protokollieren.
Fußbodenheizung und Heizkreisverteilung
Lieferung und Verlegung eines Fußbodenheizungssystems auf 1.060 m² mit 9.540 m MKV-Verbundrohr, 68 Heizkreisen auf Untergeschoss, Erdgeschoss und Obergeschoss, sechs Heizkreisverteilern, Verteilerschränken, Anschlussarmaturen und 70 Stellantrieben. Die Anlage ist druckzuprobieren, zu spülen und zu entschlammen, mit etwa 3.500 l vollentsalztem Wasser zu befüllen, provisorisch in Betrieb zu nehmen sowie rund 14 Tage aufzuheizen und abzuheizen. Estrichlieferung und Estrichbau sind nicht Leistungsgegenstand.
Druckhaltung, Entwässerung und MSR-Feldgeräte
Lieferung, Montage und Inbetriebnahme einer kompressorgesteuerten Druckhaltestation mit 200-l-Membrandruckausdehnungsgefäß, Nachspeise- und Trennarmaturen sowie Trinkwasserarmaturen. Ein schalloptimiertes PP-Abwasserstecksystem DN 50 mit 20 m Länge ist anzulegen. Zusätzlich sind sieben 3-Wege-Regelkugelhähne mit elektrischen Stellantrieben, 26 Tauchhülsen und zwei Kabeltemperaturfühler zu liefern. Schaltschrank, Regelanlage, deren Programmierung und Inbetriebsetzung sowie elektrische Installationen sind separat ausgeschrieben.
Dämmung und Brandschutz
Heizungs- und Warmwasserleitungen sind nach den ausgeschriebenen Anforderungen zu dämmen. Zusätzlich sind 34 R90-Rohrabschottungen und eine Brandschutz-Abschottung mit 80 l Brandschutzmörtel herzustellen und zu kennzeichnen. Die zugehörigen Übereinstimmungs- und Brandschutzdokumente sind zu erstellen.
Prüfung, Inbetriebnahme und Dokumentation
Sämtliche Heizungsanlagenkomponenten sind in Abstimmung mit den beteiligten Gewerken in Betrieb zu nehmen. Volumenströme sind zu messen und einzustellen, Funktionsnachweise zu protokollieren, Druckproben und Spülungen durchzuführen und der hydraulische Abgleich zu dokumentieren. Revisionsunterlagen sind dreifach in Papier und vollständig digital als PDF, Pläne zusätzlich als DWG/DXF, zu übergeben. Anlagenerfassung, AKS-Liste, AMEV-Arbeitskarten, Funktions-, Wartungs- und Betriebsanleitungen sowie Schalt- und Strangschemata sind zu erstellen. Für die angestrebte DGNB-Silber-Zertifizierung sind Material-, Energieeffizienz- und Bauphasennachweise sowie die erforderliche Auditunterstützung zu liefern.
Hauseinführungen, Zubehör und Sonderarbeiten
Vier Dichtungseinsätze für Kernbohrungen beziehungsweise Futterrohre sind zu liefern und einzubauen. Installationsschienen, Konsolen, Winkel, Sattelflansche, Tragklammern, Anlagen- und Strömungskennzeichnungen sowie ein Schalt- und Funktionsschema sind zu ergänzen. Die ausgeschriebenen Kernbohrungen in Stahlbeton und Handmaschinenbohrungen sind auszuführen und Bohrkerne sowie Spülwasser fachgerecht zu entsorgen.
Wartung
Die ausgeführten Anlagenleistungen sind im ersten bis vierten Jahr der Gewährleistung nach AMEV-Arbeitskarten zu inspizieren und zu warten. Fremdbezogene Ersatzteile werden nach Nettopreis zuzüglich Zuschlag abgereicht; Standardverschleißteile nach den Einheitspreisen des Hauptauftrags.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFormale Eignung
Mit dem Angebot ist je nach Unternehmensstatus eine Präqualifikation mit PQ-Nummer oder die Eigenerklärung KEV 179 vorzulegen. Zusätzlich sind gültige Eignungsnachweise sowie auf Verlangen Nachweise zu Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit bereitzuhalten. Bei einer engeren Wahl können Bestätigungen der früheren Auftraggeber, Registerauszüge, Unbedenklichkeitsbescheinigungen und weitere Nachweise innerhalb der gesetzten Frist verlangt werden.
Wirtschaftliche und zeitliche Eignung
Die Umsätze der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre für vergleichbare Bau- und andere Leistungen sind anzugeben. Mindestens drei vergleichbare Referenzen aus den letzten drei abgeschlossenen Kalenderjahren sind nachzuweisen; je Referenz ist ein Ansprechpartner des früheren Auftraggebers anzugeben. Ein Mindestumsatz und ein Mindestauftragswert für Referenzen sind nicht genannt.
Personelle und registerrechtliche Eignung
Die für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte müssen verfügbar sein. Die durchschnittlich jahresdurchschnittlich eingesetzten Arbeitskräfte der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre sind nach Lohngruppen und mit gesondertem Leitungspersonal anzugeben. Je nach Unternehmensstatus sind Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerksrolleneintragung beziehungsweise IHK-Eintragung, Unbedenklichkeitsbescheinigungen und Freistellungsbescheinigung vorzulegen.
Fachliche Fernwärme- und Personalqualifikation
Fernwärmearbeiten sind von einem qualifizierten Fachbetrieb auszuführen, der der Industrie- und Handelskammer zugehörig oder in die Handwerksrolle eingetragen ist. Für primärseitige Fernwärmeschweißarbeiten ist eine gültige Schweißerprüfung nach DIN EN 287 Teil 1 nachzuweisen; das Schweißverfahren muss nach EN 288 anerkannt und für den Anwendungsfall geeignet sein. Die Anforderungen der TAB-Fernwärme der Stadtwerke Karlsruhe sind einzuhalten.
Produkt- und Verfahrenskompetenz
Produkte und Systeme müssen den einschlägigen DIN-, EN-, GEG-, TAB-, Hersteller- und bauaufsichtlichen Anforderungen entsprechen. Fernwärmestation und relevante Komponenten benötigen die geforderten CE- und Konformitätsnachweise; für Schrauben und Muttern sind Abnahmeprüfzeugnisse nach DIN EN 10204 3.1 oder 3.2 vorzusehen. Alternativfabrikate müssen in allen wesentlichen technischen Anforderungen gleichwertig sein und die Funktionsfähigkeit der Gesamtanlage gewährleisten; technische Datenblätter und gegebenenfalls eine Bemusterung sind auf Anforderung bereitzustellen.
Nachunternehmer und Bietergemeinschaften
Beim Einsatz anderer Unternehmen sind deren Leistungen und Kapazitäten nach KEV 177 anzugeben. Erforderliche Verpflichtungserklärungen nach KEV 178 sowie Nachweise zur Eignung und Verfügbarkeit sind vorzulegen. Bei einer Bietergemeinschaft ist KEV 175 von allen Mitgliedern einzureichen; jedes Mitglied muss die verlangte Eignung nachweisen. Nachunternehmer müssen fachkundig, leistungsfähig und zuverlässig sein.
Tariftreue und Mindestlohn
Die Verpflichtungen zur Tariftreue und Einhaltung des Mindestlohns nach den ausgeschriebenen Formularen sind zu erfüllen. KEV 179.3 ist auszufüllen; die Einhaltung der Pflichten durch Nachunternehmer und Verleihtunternehmer ist sicherzustellen und auf Verlangen nachzuweisen.
Mindestens drei mit der zu vergebenden Leistung vergleichbare Referenzen aus den letzten drei abgeschlossenen Kalenderjahren.
Angaben zur erbrachten Leistung, Ausführungszeit, Rolle, Leistungsumfang, eigenem Leistungsanteil, eingesetzten Arbeitskräften und Auftragswert; bei Bedarf schriftliche Bestätigung des früheren Auftraggebers und dessen Ansprechpartner.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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