Klärschlammverwertung 2027–2029
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDer Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Insel Usedom vergibt für den Zeitraum vom 01.01.2027 bis 31.12.2029 die vollständige Übernahme, den Transport und die Verwertung der auf seinen Kläranlagen anfallenden entwässerten Klärschlämme und Nassschlämme.
Die Leistung umfasst die Bereitstellung von Behältern, die Abfuhr und Verladung, den Transport (ggf. mit Zwischenlagerung), die Behandlung und Verwertung (vorrangig bodenbezogen bzw. landwirtschaftlich, optional mobile Entwässerung), die Bewirtschaftung der Rückstände sowie die erforderliche Analytik, Gebühren, Anzeigen, Registerführung, Dokumentation und Nachweisführung.
Die Vergabe erfolgt im offenen Verfahren als einheitliche Maßnahme (ohne Losaufteilung). Bieter müssen ein vollständiges Angebot inkl. Preisblatt über das Vergabeportal abgeben. Angebote sind bis spätestens 26.11.2026, 14:00 Uhr einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis: Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen. Einziges Zuschlagskriterium ist der niedrigste Preis (Netto-Gesamtpreis).
Das Angebot mit dem niedrigsten Preis erhält die maximale Punktzahl (10 Punkte). Die Bewertung der übrigen Angebote erfolgt im Verhältnis dazu mittels linearer Interpolation.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGegenstand der Leistung
Vollständige, ordnungsgemäße, ausfallsichere und nachweisbare Übernahme und Verwertung des auf den Kläranlagen des Auftraggebers anfallenden entwässerten Klärschlamms und Nassschlamms.
Umfasst sowohl entwässerte Klärschlämme als auch Nassschlämme. Alle Positionen sind Bedarfspositionen und dürfen nur unter den in Abschnitt 2.1 der Vergabeunterlagen festgelegten Voraussetzungen abgerufen werden.
Einzelleistungen
Verwertungs- und Entsorgungskonzept
Vorrangiger Verwertungsweg: bodenbezogene / landwirtschaftliche Verwertung mit vorgesehenen Flächen/Abnehmern, Flächensicherung, Untersuchungen, Düngeplanung, Ausbringungstechnik und jahreszeitlichen Restriktionen.
Alternativ / ergänzend: nicht bodenbezogener Verwertungsweg über Zielanlagen mit Behandlung und Rückstandsbewirtschaftung (ab 2029 ggf. Phosphorrückgewinnung), thermische Entsorgung in Mono- oder Mitverbrennung sowie Verwertung im Landschaftsbau.
Transport- und Logistikkonzept
Art der eingesetzten Transportfahrzeuge, Behälter, Umlaufplanung, Verwiegung, Reaktionszeiten und Ausweichwege. Bereitstellung einer geeichten Waage zur Mengenermittlung.
Für die Zwischenlagerung sind Adresse und Ansprechpartner zu benennen.
Mobile Entwässerung (optional / bedarfsweise)
Technik, Leistung, erreichbarer TS-Gehalt, Energieversorgung, Mengenmessung und Filtrat-/Zentratweg sind im Angebot darzustellen.
Analytik und Nachweisführung
Klärschlammanalysen durch ein zugelassenes, unabhängiges DIN-Prüflabor.
Chargenverfolgung mit Datenfeldern, Schnittstellen und Vorlagefristen. Sämtliche behördliche Anzeigen (z. B. § 53 KrWG für Händler/Makler und Beförderer), Registerführung und Nachweisführung.
Laufzeit und rechtliche Rahmenbedingungen
Vertragslaufzeit: 01.01.2027 bis 31.12.2029 (3 Jahre).
Die Leistung ist während der gesamten Laufzeit rechtssicher und ausfallsicher nach den jeweils geltenden abfall-, klärschlamm-, düngemittel-, bodenschutz-, immissionsschutz- und transportrechtlichen Vorschriften zu erbringen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPflicht zur Eignungsprüfung (ESPD)
Bieter müssen einen ESPD (Europäisches Standardformular für die Vergabe) als vorläufigen Eignungsnachweis vorlegen. Darin sind die wirtschaftliche, finanzielle und technische Leistungsfähigkeit zu belegen. Auf Verlangen sind die Eigenerklärungen durch Bescheinigungen zuständiger Stellen zu bestätigen; fremdsprachige Bescheinigungen sind mit deutscher Übersetzung vorzulegen.
Ausschlussgründe (Eigenerklärung 124 LD)
Der Bieter muss erklären, dass:
Registerauskünfte
Ab einer Auftragssumme von 30.000 € wird für den Bieter, auf dessen Angebot der Zuschlag erteilt werden soll, ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister gemäß § 150a GewO angefordert. Ab einem geschätzten Auftragswert von 50.000 € (netto) erfolgt eine elektronische Abfrage beim Wettbewerbsregister des Bundeskartellamtes.
Russland-Sanktionen (EU 2022/576)
Kein Bezug des Bieters zu Russland: keine russische Staatsangehörigkeit/Niederlassung, keine Gesellschafter mit >50 % Russlandbezug, kein Handeln im Namen/Auftrag russlandbezogener Personen.
Bei Inanspruchnahme Dritter (Eignungsleihe, Nachunternehmer, Lieferanten) dürfen max. 10 % des Auftragswerts an sanktionierte Unternehmen gehen.
Tariftreue und Mindestarbeitsbedingungen (TVgG M-V)
Verpflichtung zur Einhaltung von Mindestarbeitsbedingungen nach §§ 5, 6 TVgG M-V (repräsentative Tarifverträge / Branchentarifverträge) und zum vergaberechtlichen Mindestlohn nach § 8 TVgG M-V (14,68 € brutto/Stunde), sofern keine Tarifpflicht besteht. Pflichten sind auch Nachunternehmen aufzuerlegen und zu überwachen (§ 9 TVgG M-V). Bei Verstößen drohen Vertragsstrafen (5 % pro Verstoß, max. 10 % der Vergütung) und Kündigungsrechte.
Sicherheiten
Vertragserfüllungsbürgschaft in Höhe von 5 % der jährlichen Nettoauftragssumme als unbefristete, selbstschuldnerische Bürgschaft (Formblatt EFB-Sich 1).
Bietergemeinschaften und Kapazitäten anderer Unternehmen
Bietergemeinschaften müssen eine Erklärung in Textform abgeben (Bildung der ARGE, Mitglieder, bevollmächtigter Vertreter, gesamtschuldnerische Haftung); auf Verlangen ist eine unterzeichnete/signierte Erklärung aller Mitglieder vorzulegen.
Bei Inanspruchnahme von Kapazitäten anderer Unternehmen sind diese im Angebot zu benennen (OZ/Leistungsbereich, Teilleistung, Name des Unternehmens, eigene Eignung). Auf Verlangen sind Eignungsnachweise/EEE auch für diese Unternehmen vorzulegen. Bei finanzieller Eignungsleihe haften Bieter und Drittes Unternehmen gemeinsam für die Auftragsausführung.
Referenzen
Bei engerer Wahl sind drei Referenzen aus den letzten drei Jahren über vergleichbare Klärschlammverwertungsleistungen vorzulegen (Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum). Zudem: Anzahl der Beschäftigten (Jahresdurchschnitt der letzten 3 Jahre), Benennung der für die Leitung vorgesehenen Personen.
Drei Referenzen über vergleichbare Leistungen zur Klärschlammverwertung (Abfuhr, Transport, Verwertung, ggf. mobile Entwässerung, Analytik, Nachweisführung) aus den letzten drei Jahren
Mit Ansprechpartner, Art der ausgeführten Leistung, Auftragssumme und Ausführungszeitraum; nur auf Verlangen der Vergabestelle vorzulegen
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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