Königsbrücker Straße (Süd) zwischen Albertplatz und Stauffenbergallee; Los 12 GUW 31, Eschenstraße - Elt. -Ausrüstung GUW
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenPlanung, Lieferung, Montage, betriebsfertiger Anschluss, Prüfung, Inbetriebnahme und Dokumentation der elektrischen Ausrüstung für das Gleichrichterunterwerk GUW 31 an der Eschenstraße in Dresden.
Enthalten sind unter anderem eine 20-kV-Mittelspannungsschaltanlage mit sechs Feldern, Transformatoren, eine Gleichstrom-Schaltanlage, Eigenbedarfs- und Batteriesystem, Steuerungs- und Fernwirktechnik, Kabel-, Erdungs- und Gebäudeinstallation sowie umfangreiche Prüfungen und Dokumentationen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertLeistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBauvorbereitung und Baustelleneinrichtung
Baustelle einrichten und nach Bauabschluss beräumen, Baustromanschluss beim Versorgungsnetzbetreiber beantragen, installieren und später abmelden. Baustellenflächen und Wege nach Gebrauch wiederherstellen; erforderliche Kosten für Baustelleneinrichtung, Versorgung, Lager, Arbeitsplätze, An- und Abtransport sowie Entsorgung einpreisen.
Ständerfußboden
Ständerfußboden im Schaltraum U.01 und teilweise im Treppenraum U.05 aus einem geprüften System mit systemzugehörigen Materialien herstellen. Umfasst Untergrundreinigung über 81 m², staubbindenden Anstrich, 81 m² Ständerboden, 72 m² isolierenden Belag, Grundrahmen für MS- und GS-Schaltanlage, fünf Überbrückungsträger, Öffnungen, Knieholmgeländer, Anschlussband, Sockelleiste, Schutzabdeckung sowie abschließende Reinigung und Versiegelung.
Mittelspannungsanlage
Eine luftisolierte 20-kV-Schaltanlage mit sechs Feldern liefern, aufstellen und betriebsfertig anschließen: ein Transformator-Abzweig, zwei Einspeisungen, ein Übergabefeld, ein Messfeld und ein weiterer Transformator-Abzweig. Ebenfalls zu liefern und zu montieren sind ein Druckentlastungskanal, Schutz- und Feldleitgeräte, Software sowie der Fernwirkschrank des Versorgungsnetzbetreibers mit Transport, Montage und Verkabelung. Die Anlage muss eine Typzulassung besitzen und die technischen Mindestanforderungen sowie Netzrichtlinien des Versorgungsnetzbetreibers einhalten.
Transformatoren und Gleichstromanlage
Einen Gleichrichter-Transformator mit 1.500 kVA sowie einen Eigenbedarfs-Transformator mit 40 kVA liefern, aufstellen, montieren und anschließen. Die Gleichstrom-Schaltanlage mit 750 V DC umfasst eine Gleichrichter-Einheit, eine Rückleiterzelle, vier Strecken-Abzweigzellen und eine Strecken-Ersatzzelle. Die zweiseitige Streckenspeisung zum angrenzenden GUW, die zugehörige Software und die Programmierung sind einzubeziehen.
Eigenbedarfs- und Batteriesystem
Eigenbedarfsverteilung für 230/400 V AC und 110 V DC sowie eine Batteriezelle mit Ladegleichrichter für 400 V AC und 110 V DC liefern, montieren und anschließen. Die Batterie ist für mindestens zwei Stunden Betrieb bei Netzausfall, die Entladung für 1, 3 und 10 Stunden sowie eine Gebrauchsdauer von 8 bis 10 Jahren anzugeben. Automatische Umschaltung auf Not- und Sicherheitsbeleuchtung sowie Tiefentladungsschutz sind umzusetzen.
Steuerung, Betriebsüberwachung und Fernwirktechnik
Geräteschrank, ZSPS-Baugruppen, Industrie-PC, Fernwirkunterstation beziehungsweise Protokollwandler, Stromversorgungen, 19-Zoll-Kommunikationsschrank, SHDSL-Ethernet-Extender und Netzwerkkomponenten liefern, montieren, programmieren und testen. Die vollständige Software einschließlich Lizenzen, kundenspezifischer Parametrierung und Programmtests ist zu liefern. ZSPS und Fernwirkunterstation werden in Betrieb genommen; das Datenmodell für Modbus RTU und IEC 60870-5-104 wird dokumentiert und mit dem Auftraggeber abgestimmt. Die Fernwirkunterstation ist an die Leittechnik Trachenberge mit Server 1 und Server 2 anzubinden und ein vollständiger Bit-Test durchzuführen.
Kabel, Tragsysteme, Erdung und Gebäudeinstallation
Kabel, Armaturen, Endverschlüsse, Haupt- und Potentialausgleichsschienen, Erdungsanlage, Kabeltragsysteme, Kabelrinnen, Leitungskanäle sowie Installations- und Datenkabel liefern und montieren. Im Leistungsverzeichnis sind unter anderem 60 m N2XS2Y 1×120 mm², 248 m N2XH-O 1×240 mm², 210 m Erdungskabel 1×95 mm² und 454 m NYM-J 3×2,5 mm² ausgewiesen. Die Gebäudeinstallation umfasst 28 LED-Anbauleuchten, 13 LED-Notleuchten, Steckdosen, Schalter, Taster, Abzweigdosen, zwei Elektro-Konvektoren mit 1,5 kW sowie Zählerschränke VME 1 und VME 2.
Prüfung, Messung und Inbetriebnahme
Typ-, Stück- und Anlagentests der MS-Schaltanlage beim Hersteller durchführen beziehungsweise deren Durchführung belegen und dem Auftraggeber die Teilnahme ermöglichen. GS-Schaltanlage, Eigenbedarfsanlage, Transformatoren, Erdungsanlage, Steuerung und Betriebsüberwachung prüfen und in Betrieb nehmen. Vorgesehen sind außerdem Hochspannungs- und Teilentladungsmessung, Schutz- und Funktionstests, KESRA-Prüfungen, Prüfung der rückwärtigen Verriegelung, Isolationsprüfung von zwei MS-Kabelsystemen über 60 Minuten bei 0,1 Hz und 36 kV sowie Messung von zwei CAT-7-Datenkabeln. Je Strecken- oder Abzweigzelle sind vier Kurzschlussversuche an einem Ort mit geringem und einem mit maximalem Dauerkurzschlussstrom sowie jeweils mit direkter und indirekter Auslöseeinrichtung durchzuführen. Zusätzlich sind eine EMV-U-Messung und eine Schallimmissionsmessung zu erbringen.
Dokumentation und Unterweisung
Dokumentation in drei Stufen erstellen: vor Schaltanlagenfertigung, zur Anlagenabnahme und nach Anlagenabnahme. Vor Fertigungsfreigabe sind unter anderem das PDF-Schaltungsbuch, Frontansichten und Anordnungspläne der Relaisnischen sowie Schutz- und Schaltungsunterlagen einzureichen. Die Abnahmedokumentation umfasst die Errichterbescheinigung nach DGUV Vorschrift 3, Funktions- und Prüfprotokolle, Montage-, Betriebs- und Wartungsanweisungen, Gesamtübersichtsschaltplan, Erdungsplan, Elektroinstallationsplan und Schaltungsbuch. Die Gesamtdokumentation ist nach Abnahme in deutscher Sprache als A4- und A3-Ordner sowie auf zwei Datenträgern als PDF bereitzustellen; Schaltpläne zusätzlich als DXF, das SPS-Programm und die IPC-Projektdatei auf Datenträger. Der Auftraggeber wird mündlich in Betrieb und Instandhaltung der Schaltanlagen unterwiesen.
Abstimmung mit anderen Leistungsbereichen
Die Arbeiten mit den Losen 1, 11, 13 und 14 abstimmen. Los 12 bereitet insbesondere den Kabelverlegeweg für die Kabelverlegung in Los 11 vor. Der Ständerfußboden wird nach Fertigstellung des Gebäudes durch Los 1 errichtet. Die Zusammenarbeit mit SachsenEnergie für den Mittel- und Niederspannungsanschluss sowie die erforderlichen Freischaltungen und Zugänge mit dem Netzbetreiber sind zu koordinieren.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenGrundanforderungen
Die mit dem Angebot geforderten Eignungsunterlagen müssen vollständig vorgelegt werden. Das Verfahren ist grundsätzlich auch für kleine und mittlere Unternehmen geeignet. Konkrete quantitative Anforderungen wie ein Mindestumsatz, eine Mindestanzahl an Referenzen, Bonitätswerte oder eine bestimmte Unternehmensgröße sind im vorliegenden Auszug nicht festgelegt.
Präqualifikation und Eigenerklärung
Präqualifizierte Unternehmen weisen ihre Eignung grundsätzlich durch Eintragung im Präqualifikationsverzeichnis nach. Nicht präqualifizierte Unternehmen legen die Eigenerklärung zur Eignung oder die Einheitliche Europäische Eigenerklärung vor. Bei kurzfristiger Auswahl können Bestätigungen und Bescheinigungen zu den Erklärungen auf gesondertes Verlangen verlangt werden.
Ausschlussgründe und Verantwortlichkeit
Mit der Eigenerklärung zu den Ausschlussgründen ist zu bestätigen, dass keine relevanten strafrechtlichen, wirtschaftlichen, wettbewerbsrechtlichen, personenbezogenen oder sonstigen im Formular genannten Ausschlussgründe vorliegen. Nachunternehmer sind entsprechend zu verpflichten. Eine Erklärung zur wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit darf nur mit der erforderlichen Verpflichtungserklärung des eingesetzten Unternehmens genutzt werden.
Elektrotechnische Fachfähigkeit
Arbeiten an elektrischen Anlagen dürfen, abgesehen vom Versorgungsnetzbetreiber, nur durch ein im Installateurverzeichnis eingetragenes Installationsunternehmen ausgeführt werden. Schweißverbindungen dürfen nur von befähigten Monteuren ausgeführt werden. Der Bieter muss personell und technisch in der Lage sein, die Arbeiten innerhalb der vereinbarten Fristen auszuführen.
Produkt- und Ausführungsnachweise
Die Mittelspannungsschaltanlage muss eine Typzulassung nach den Vorgaben des Versorgungsnetzbetreibers besitzen. Das Ständerbodensystem muss einem geprüften System entsprechen, wofür ein Prüfzeugnis vorzulegen ist. Zulassungsbescheide sind vollständig mit den zugehörigen Anlagen vorzulegen. Prüf- und Güteprüfungen sind vor dem Einbau durchzuführen. Elektrische Anlagen sind nach den einschlägigen DIN-, VDE-, IEC- und Netzbetreiber-Vorgaben herzustellen, zu prüfen und zu dokumentieren.
Kabelverlegung
Wer Kabel selbst verlegt, muss technisch dazu in der Lage sein und eine ordnungsgemäße Ausführung in der Vergangenheit nachweisen können. Andernfalls ist ein konzessioniertes Elektrounternehmen als Auftrags- oder Nachauftragnehmer zu binden und mit dem Auftraggeber vorab abzustimmen.
Versicherung und Arbeitsschutz
Für die Bauleistung ist eine im Baugewerbe übliche Haftpflichtversicherung mit mindestens 2.000.000 Euro für Personen- und Sachschäden sowie 500.000 Euro für Vermögensschägen abzuschließen. Eine aktuelle Deckungsbestätigung mit Prämienausgleichsnachweis ist vorzulegen. Für Arbeiten im Gleisbereich ist die Unterrichtung über BGV D 30 und BGV D 33 sicherzustellen und die Mitarbeiter aktenkundig zu belehren.
Lieferantenkodex
Der Bieter bestätigt den Erhalt des Lieferantenkodex der Technische Werke Dresden GmbH und aller verbundenen Unternehmen mit Stand Oktober 2022 und die Einhaltung der darin enthaltenen Grundsätze, Werte und Rechtsvorgaben einschließlich der genannten lieferkettensorgfaltspflichtigen Risiken.
Referenzliste mit drei vergleichbaren Referenzleistungen; bei kurzfristiger Auswahl sind drei Referenznachweise vorzulegen. Bei eigener Kabelverlegung ist zusätzlich ein historischer Nachweis einer ordnungsgemäßen Ausführung zu erbringen.
Vergleichbare Bau- und sonstige Leistungen mit Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung. Die Referenzen müssen nicht die gesamte Gleichrichterunterwerksausrüstung umfassen.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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