Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenErstellung eines Konzepts zur Kampfmittelsondierung für den Campusneubau der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem in Cottbus.
Auf dem Gelände besteht ein Kampfmittelverdacht (Blindgänger/Explosivkampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg). Die Universität plant dort den Neubau mehrerer Gebäude (u.a. Lehr- und Forschungsgebäude, Medizincampus, Servicecenter, Technikzentrale, Logistikzentrum). Bevor gebaut werden kann, muss das Gelände systematisch auf Kampfmittel untersucht und freigegeben werden.
Gesucht wird ein fachlich geeignetes Ingenieurbüro, das:
Die Ausschreibung ist nicht in Lose aufgeteilt.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Honorar50%
Preis/Honorar des Angebots. Niedrigster Preis erhält 100 Punkte, je 1% Abweichung vom Bestbieter wird 1 Punkt abgezogen.
- Konzept/Präsentation50%
Konzeptskizze des Bieters (max. 5 Seiten) zur fachlichen Herangehensweise, Hindernissen/Problemlagen und Bearbeitungsstruktur, optional mit Angebotspräsentation vor Bewertungskommission. Bewertung mit 1-5 Wertungspunkten multipliziert mit Wertungsfaktoren der einzelnen konzeptionellen Aussagen.
Gesamtpunktzahl P = H * 0,5 + K * 0,5, wobei H = erreichte Punktzahl Honorar (Preis), K = erreichte Punktzahl Konzept/Präsentation. Honorar: niedrigster Preis = 100 Punkte, je 1% Preisabweichung vom Bestbieter wird 1 Punkt abgezogen, bei 100% Überschreitung = 0 Punkte. Konzept/Präsentation: Wertungspunkte (1-5) multipliziert mit Wertungsfaktor der jeweiligen konzeptionellen Aussage, max. 100 Punkte.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenKonzeptphase: Daten, Modell und Sondierkonzept
Schritt 1 – Luftbildauswertung (CARLS-Datenbank)
Auswertung der vom Auftraggeber bereitgestellten Ergebnisse der historischen Luftbilddatenbank (CARLS) sowie Darstellung der qualifizierten Verdachtsfälle im digitalen Geländemodell.
Schritt 2 – Digitales Geländemodell
Erarbeitung eines digitalen Geländemodells (DGM) inkl. der Geländeoberkante von 1945 (GOK 1945) und des aktuellen DGM. Beschaffung öffentlich verfügbarer DGM-Daten, Einarbeitung von Gebühren und Nebenkosten.
Schritt 3 – Verdachtsflächenplan
Bestimmung der Mächtigkeit späterer Auffüllungen, Einarbeitung des aktuellen und künftigen Gebäudebestands sowie Ableitung der Tiefenlagen potenziell kampfmittelbelasteter Bereiche. Erstellung eines CAD-Plans der Verdachtsflächen. Kampfmitteltechnische Gefährdungsbewertung und Abgrenzung der Verdachtsflächen unter Einbeziehung bereits kampfmittelfrei beschiedener Flächen (z.B. Hybrid-OPs, Küchengebäude, BHKW, Kita). Abstimmung mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) Brandenburg.
Schritt 4 – Untersuchungskonzept
Erarbeitung eines stufenweisen und verdachtsbezogenen wirtschaftlichen Gesamtkonzepts mit Festlegung der Sondierungsverfahren für Oberflächen- und Tiefensondierung inkl. Sondierungsrastern und -tiefen. Inhalt: Methodenbeschreibung, Erläuterungsbericht zum Modell, Unsicherheits- und Risikoanalyse, Termin- und Kostenplanung.
Vorbereitung der Vergabe der eigentlichen Kampfmittelsuche
Erstellung der Vergabeunterlagen für die spätere Ausführung der Kampfmittelsondierung und -räumung: Leistungsbeschreibung(en), Leistungsverzeichnis(se) sowie die zugehörigen Terminpläne (Microsoft Project).
Mitwirkung bei der Auswertung der Angebote aus diesem Vergabeverfahren (ca. 5 wertbare Angebote).
Optionale fachtechnische Begleitung der Ausführung
Fachliche Begleitung der Sondierung/Räumung (Option, ca. 500 Stunden gesamt)
Beratung und Abstimmung mit Auftraggeber, Auftragnehmer und KMBD; Aufmaß- und Rechnungsprüfung; Kommunikation zwischen den Beteiligten.
Ortstermine (Option, 20 Stück, ganztags >6 h)
Inklusive Reisekosten, die mit dem Angebot abgegolten sind.
Zu liefernde Ergebnisse und Daten
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage / Rechtliche Eignung
Fachliche Eignung – Qualifikation des Projektpersonals
Benennung der vorgesehenen Beschäftigten inkl. Qualifikationsnachweis:
a) Projektleitung / fachliche Bearbeitung
Ingenieur, Geowissenschaftler, Vermessungsingenieur oder vergleichbar mit mindestens 5 Jahren Berufserfahrung (Business-CV/Ausbildungsnachweis).
b) Fachplaner Kampfmittelerkundung
Erlaubnis nach § 7 und/oder § 20 Sprengstoffgesetz, Mitgliedschaft in der Güteschutzgemeinschaft Kampfmittelräumung Deutschland e.V. oder vergleichbare Qualifikation aus dem EU-Ausland.
Fachliche Eignung – Referenzen
Wirtschaftliche und finanzielle Eignung
Formale Vorgaben zur Angebotsabgabe
Beratungs-/Planungsleistungen zur Kampfmittelerkundung und Kampfmittelbeseitigung: Erstellung von Erkundungskonzepten für die Kampfmittelsuche mittels Oberflächen- und Bohrlochsondierungen, inkl. Erfahrungen in Luftbildauswertung sowie im Arbeiten mit GIS und Digitalen Geländemodellen (DGM).
Bevorzugt Referenzen von Kliniken oder anderen Standorten mit sensibler Nutzung / KRITIS-Regularien. Pro Referenz anzugeben: Ansprechpartner/Kunde, ausgeführte Leistung mit eigenem Personal, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, stichwortartige Beschreibung der angewandten technischen und Gerätespezifikationen. Detailbeschreibungen zwingend erforderlich.