Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenStraßen- und Tiefbauarbeiten am Eppendorfer Marktplatz in Hamburg (Kellinghusenstraße, Bereich K192 bis Schrammsweg) im Rahmen einer Kooperation der Hamburger Energiewerke (HEnW) und des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG).
Was zu tun ist:
Wichtige Fristen: Angebote bis **08.09.2026
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertLeistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGemeinsame Leistungen (Baustelle, Verkehr, Dokumentation)
Baustelleneinrichtung: Einrichten, Vorhalten, Umsetzen und Räumen der Baustelleneinrichtung für die gesamte Bauzeit (rd. 21 Monate); Bereitstellung eines Baubüros für den Auftraggeber (ca. 2 × 15 m² + Besprechungsraum, inkl. IT, Ausstattung, Reinigung); Baustrom- und Wasserversorgung; LED-Baustellenbeleuchtung; Informationstafeln.
Bauzeitliche Verkehrsführung: Einrichtung, Vorhaltung und Rückbau einer mehrstufigen Verkehrsführung über 13 Bauphasen (VF 84, VF 1-8.3 bis 9-8.1, VF 81, VF 82) mit provisorischen Lichtsignalanlagen, provisorischen Markierungen, transportablen Schutzeinrichtungen, Bauzaun, Ersatzhaltestellen, Haltverbotszonen, Halteverbotsschildern (4 Tage Vorlauf), Anrampungen, Fußgängerbehelfsbrücken und bauzeitlichen Brücken über den Rohrgraben; Winterdienst für Geh-/Radwege und Fahrbahn.
Technische Bearbeitung / Dokumentation: Erstellung und Fortschreibung Bauzeiten- und Bauablaufplan, SiGe-Plan-Zuarbeit, Aufgrabeschein, Vorankündigung nach Baustellenverordnung, Anliegerinformation, Beweissicherung mit Zeitstempel-Fotos, Ausführungsvermessung, Antrag auf Ausnahme § 7 Abs. 1 32. BImSchV (Nacht-/Sonntagsarbeit), Revisionspläne (CAD/DWG + PDF, georeferenziert, DXF), Dokumentation Tiefbau/Rohrbau/Straßenbau, Fotodokumentation (bis ca. 2.500 Fotos), Abrechnungszeichnungen 1:250, Bautagebuch wöchentlich.
Kampfmittel und Qualitätsprüfung: Kampfmitteluntersuchung/-sondierung gemäß § 7 SprengG, baubegleitende Untersuchung, Dokumentation und Nachweis der Kampfmittelfreiheit vor Baubeginn; Plattendruckversuche (Ev1/Ev2), statische Lastplattendruckversuche.
Baumschutz: Stammschutz in verschiedenen Größen, Bewässerung der Bäume (250 l/Baum), Bewässerungssäcke, Wurzel- und Wurzelschutzbehandlung durch Fachfirma.
Koordination: Abstimmung mit HEnW und weiteren Versorgungsträgern (Telekommunikation, Wasser, Gas), Erstellung Bauzeitenplan, Koordination Mülltransporte über HEG.
Tiefbau (HEnW – Leitungsbau)
Suchschürfe, Aushubarbeiten für Leitungsgräben und Baugruben (Homogenbereiche 2–4) in unterschiedlichen Tiefen und Breiten; Hindernisbeseitigung (Bauschutt, Schlacke, Mauerwerk, Beton, Stahlbeton); Rohrgräben für LSA-Leerrohre und Wilhelm.tel.
Baugrubensicherung: Verbau für Leitungsgräben und Baugruben, erschütterungsfreier Verbau (Denkmalschutz St. Johanniskirche), Rohrschleusen; Abbrucharbeiten an Haubenkanälen, Abdeckplatten und Kabelschächten; Leitungssicherung (PE-Platten, PUR-Hartschaum, Halbschalen, Freileitungssicherung).
Wasserhaltung: offene und geschlossene Wasserhaltung (ca. 310 bzw. 120 Tage), Filtervlies, Pumpensümpfe, Vakuumentwässerung, Notstrom.
Verfüllarbeiten: Kies-/Bodenverfüllung, Geotextil, Sandlieferung und -einbau; Verwendung von ZFSV (zeitweise fließfähige, selbstverdichtende Verfüllbaustoffe) für KMR-Leitungen und Hohlraumverfüllung.
Beton- und Mauerwerksarbeiten: Setzungssicherung für KMR, Wanddurchführungen (DN 50–800), Kernbohrungen, Übergangsbauwerke, Bewehrungsstahl, Mauerwerk, Bauwerksabdichtung.
Begleitkabel: Verlegung von Kabelschutzrohren DN 50 und DN 110 inkl. Trassenwarnband.
Rohrbau (HEnW – Fernwärme)
Demontage bestehender Fernwärmeleitungen DN 32–400 inkl. Dämmung und KMR-Leitungen DN 100–250.
Lieferung und Montage neuer KMR-Rohre (Kunststoffmantelrohrsystem nach DIN EN 253/448/488/489) in den Nennweiten DN 32–700; Bögen, Bogenrohre, P/T-Abzweige, Mantelrohrverbindungen (Muffen), Ringraumdichtungen, Abdichtmanschetten, Rohrsättel, Führungs- und Gleitlager, Gleitkufen, Endmuffen, Endkappen, Kugelhähne (mit E-Antrieb/Bedienhebel), Entleerungen/Entlüftungen, Netzüberwachungssystem (Hagenuk T60/1), Dehnpolster, provisorische Freileitungen.
Stahlrohr schwarz DN 32–700 inkl. Formstücken, Bögen, Reduzierstücke, Kappen, Blindflanschen, Flanschverbindungen; Brennschnitte; Rundschweißungen, T-Stück-Schweißungen (gemäß AGFW FW 446); Durchstrahlungs- und Dichtheitsprüfungen; Rohrhalterungen; Wärmedämmung (Mineralwollfaserschalen mit Alu-/Stahlblechummantelung); Klarspülen, Füllen, Entlüften, Inbetriebnahme.
Technische Daten der Leitung: Vorlauf 136 °C, Rücklauf 70 °C, Nenndruck PN 25, Betriebsdruck 20,0 bar ü; Muffenmontage zertifiziert nach AGFW FW 603/605.
Stundenlohnarbeiten: Richtmeister, Obermonteure, Monteure, E-/A-Schweißer; Geräte (Autokran 60 t, Bagger, Radlader, Kompressor).
Straßenbau (LSBG – Abschnitt 2)
Vollständiger Rück- und Neubau des Straßenquerschnitts der Kellinghusenstraße (K192) bis Schrammsweg mit Vollausbau der Fahrbahn (BK 32): Erdbau (Flächenberäumung, Oberboden, Bodenaushub, Zwischenlager, Bodenverwertung/-entsorgung), Frostschutz- und Tragschichten, Asphalttragschichten (AC 22 T) und Asphaltdeckschichten (SMA 8) unter Beachtung des Rundschreibens Straßenwesen RS 4/25 (TA-Asphalt, Bindemittelgruppen).
Entwässerung: Straßenentwässerung mit Rohrleitungen, Schächten, Straßenabläufen, Schlauchlining, Trummen, Pendelrinne, Dücker (DN 250–800).
Pflaster und Borde: Naturstein- und Betonpflaster, Granitborde, Klebeborde, taktile Elemente für barrierefreie Querungen, Kleinpflasterstreifen, Muldensteine, Hoch-/Tiefbord, Bussonderbord.
Geh- und Radwege: Barrierefreie Gehwege, neue Radfahrstreifen (2,00–2,25 m), Rückbau bestehender Radwege.
Ausstattung: Markierungen, Beschilderung, Stadtmobiliar, Fahrradbügel, Bodenindikatoren für Sehbehinderte, Lichtsignalanlage (Erneuerung K192), Straßenbeleuchtung; Anpassung der Mittelinsel unter Verkehr.
Betonbauweise und Sielbau nach ZTV-Siele Hmb.
Bauabschnitte und Zeitrahmen
Gesamtbauzeit 01.02.2027 – 10.11.2028 (ca. 21 Monate). Einteilung in 4 Bauabschnitte:
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAusschlussgründe und Präqualifikation
Präqualifikation: Eintragung in der Liste des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (Nr. gemäß VV-Bau Anlage 6-030 Ziff. 1.1); fehlende Informationen zu Ziff. 1.2–1.5 und 5.1.9 sind als Einzelnachweis vorzulegen.
Registrierung/Anmeldung: Gültige Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Eintragung in Berufsregister / Handwerksrolle bzw. IHK; bei ausländischen Bietern vergleichbare Nachweise.
Ausschlussgründe (§ 6a VOB/A, § 7 HmbVgG): Keine rechtskräftigen Urteile oder Geldbußen wegen Straftaten nach §§ 129 ff. StGB, § 89c StGB, § 89a StGB, § 261 StGB, §§ 263, 264, 299, 299a, 299b StGB, §§ 108e, 108f StGB, §§ 333, 334, 335a StGB, §§ 232 ff. StGB, § 22 LkSG; keine schweren Verfehlungen (Gewerbeuntersagung), keine Schwarzarbeit, keine Insolvenz/Liquidation; keine Steuer-/Sozialversicherungsrückstände.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Allgemeiner Jahresumsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (vergleichbare Bauleistungen, inkl. Anteil bei gemeinsam mit anderen Unternehmen ausgeführten Leistungen).
Finanzkennzahlen/Unterlagen: Freistellungsbescheinigung § 48b EStG, Bescheinigung Berufsgenossenschaft (nicht älter als 12 Monate), Unbedenklichkeitsbescheinigung SOKA Bau (nicht älter als 12 Monate), ggf. Bescheinigung in Steuersachen des Finanzamts.
Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Zertifizierungen (jeweils aktuell/gültig, oder gleichwertig):
Referenzen zu den drei Bereichen Leitungstiefbau, erdverlegte Rohrleitungsanlage und innerstädtischer Straßenbau – siehe Referenzprojekte.
Personelle Ausstattung: Jahresdurchschnitt der letzten 3 abgeschlossenen Kalenderjahre, gegliedert nach Lohngruppen und technischem Leitungspersonal; mindestens Projektleitung, Bauleitung, Qualitätsmanagement und Terminüberwachung; ganztägige Präsenz je eines Bauleiters für Rohrleitungsbau und Tief-/Straßenbau vor Ort; fließend Deutsch in Rede und Schrift.
Weitere Qualifikationsnachweise: Sielbau (z. B. RAL-Gütezeichen Kanalbau AK 2 nach ZTV-Siele), Verbau nach DIN EN 1090-2 EXC 2, Schweißarbeiten nach AGFW FW 446, Verkehrssicherung nach MVAS, Muffenmontage-Zertifizierung AGFW FW 603 (Personal) / FW 605 (Unternehmen), Fachfirma Kampfmittel mit § 7 SprengG-Erlaubnis und § 20 SprengG-Befähigungsschein, Benennung Prüflabor mit Akkreditierung nach EBV/DepV/AltholzV, Benennung Fachfirma für Wurzelbehandlung, unabhängiges Baustofflabor für Plattendruckversuche.
Sprachliche und organisatorische Anforderungen
Fähigkeit zur deutschsprachigen Auftragsabwicklung (Dokumentation, Schriftverkehr, Baustellensprache Deutsch).
Einhaltung von Tariftreue und Mindestlohn (§ 3 HmbVgG), ILO-Kernarbeitsnormen; Holzzertifizierung (FSC/PEFC) soweit Holz eingesetzt wird; EU-Sanktionspaket (RUS-Sanktionen) gemäß Art. 5k VO (EU) 833/2014 (Anlage 6-031); Nachunternehmerregelungen nach § 5 HmbVgG – vorherige schriftliche Zustimmung des AG erforderlich.
Eignungsleihe im Oberschwellenbereich gemäß § 6d EU VOB/A zulässig, soweit ein Mindestmaß an Fachkunde und Leistungsfähigkeit beim Bieter selbst vorhanden ist und er einen Teil selbst ausführt; kritische Aufgaben (z. B. Rohrleitungsbau) dürfen nicht durch Eignungsleihe abgedeckt werden.
Für SMEs nicht geeignet (eforms_sme_suitable: false).
Vergleichbare Leitungstiefbauleistungen – Bau einer Infrastrukturleitung mit vergleichbarer Länge, Durchmesser ≥ DN 300 und vergleichbarer Einbautiefe (z. B. Fern-/Nahwärme)
Projektbeschreibung mit Ortsangabe, Größe, Volumen, Auftragswert, Hauptleistungsinhalten, Verwendungszweck, technische Merkmale (Länge, Durchmesser, Einbautiefe, Verlegeart), Bauverfahren (Geologie, Bodenklassen, Verbau, Wasserhaltung, innerstädtische Bauausführung, Verkehrsbelange, Baumschutz), Norm/Regelwerk, Leistungszeit, Referenzauftraggeber mit Kontaktdaten, Verantwortliche auf Bieter- und Auftraggeberseite, Leistungsumfang, Mitarbeiteranzahl, Nachunternehmeranteil
Erdverlegte Rohrleitungsanlage – Bau/Legung einer Rohrleitungsanlage vergleichbarer Nennweite und Auslegungsparameter
Projektbeschreibung mit Ortsangabe, Projektgröße, -volumen, Auftragswert, Hauptleistungsinhalten, Verwendungszweck, technische Merkmale (Nennweite, Durchmesser, Auslegungsdruck, -temperatur, Rohrhersteller), Bau-/Legungsverfahren, Norm/Regelwerk, Leistungszeit, Referenzauftraggeber mit Kontaktdaten, Verantwortliche, Leistungsumfang, Mitarbeiteranzahl, Nachunternehmeranteil
Vergleichbares innerstädtisches Straßenbauprojekt an Hauptverkehrsstraßen – komplette Neuerstellung eines Straßenzugs
Stadt mit mind. 100.000 EW (oder entsprechendem Einwohnergleichwert), mind. 2.000 m² Asphaltfläche in einem Stück, Liste der erbrachten wesentlichen Leistungen, Auftragswert, Auftragszeitraum, Name und Qualifikation der Projektleitung, Bauleitung und Poliere, Auftraggeber