Koordinierte Baumaßnahme Max-Schäller-Straße in Chemnitz / Los Straßen- und Kanalbau
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum geht's?
Die Stadt Chemnitz (gemeinsam mit dem Entsorgungsbetrieb der Stadt Chemnitz und eins energie) lässt die Max-Schäller-Straße im Ortsteil Morgenleite grundhaft erneuern. Im selben Zug werden Mischwasser-, Schmutz- und Regenwasserkanäle neu gebaut bzw. saniert sowie Leerrohre für Breitband und Strom mitverlegt. Die Maßnahme ist in ein Los zusammengefasst (Los 01 – Straßen- und Kanalbau) und wird im offenen Verfahren nach VOB/A vergeben.
Was ist zu tun?
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis; ermittelt aus der Wertungssumme des Angebotes unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenKoordination, Baustelleneinrichtung und Provisorien
Baustelleneinrichtung und -vorhaltung über die gesamte Bauzeit inklusive Baubüro (Container für den Auftraggeber) und Bauschild (5,0 m × 3,0 m) mit Hinweis auf das Förderprogramm.
Verkehrssicherung in 5 Bauabschnitten:
Provisorien:
Koordinierungsleistungen:
Beweissicherung: durch einen öffentlich bestellten Sachverständigen der IHK für „Schäden an Gebäuden" – Beweissicherung „vor Baubeginn" ca. 1 Woche nach Baubeginn, „nach Bauende" mit der Schlussrechnung.
Kanalbau (Neu- und Umbau)
Neubau Mischwasserkanal: ca. 509 m DN 200/300 PP (Steinzeug, Bestand 1976/77) in neuer Trasse, überwiegend in Straßenmitte; 18 Haltungen, 20 Schächte (MWS 1–10, MWS 13).
Neubau Schmutzwasserkanal: DN 200 PP, ca. 40 m (Schwimmhalle).
Neubau Regenwasserkanal: DN 300 PP, ca. 330 m; Straßeneinläufe und Anschlussleitungen ca. 20 Stück; 2 Regenwasserschächte (RWS 1–2).
Hausanschlussleitungen: DN 150/160/200 PP, ca. 130 m, mit Umindung der Bestandsanschlüsse (17 HA-MW, 1 HA-SW, 5 HA-RW, 2 HA-RW Schwimmhalle, 13 AL zu Straßeneinläufen).
Rohrvortrieb: gesteuerter Vortrieb HA DN 170 PP-HM, ca. 5 m.
Kanalsanierung (Liner): Schlauchliner DN 200 Stz, ca. 52 m im Bereich Janusz-Korczak-Förderschule (Haltungen N24N460-1, 31,44 m und N24N470-1, 20,82 m); GFK-Schacht-Gerinne, Erneuerung Konus DN 1000 und Schachtabdeckungen.
Schachtbauwerke: Neubau aller Schächte DN 1000; Sanierung von 8 Bestandsschächten DN 1000 Beton; Stutzensanierung mit Packeranlage (DN 150 Stz).
Altkanal-Rückbau: Verdämmung abschnittsweise; Rückbau alter Schachtbauwerke bis 1 m Tiefe, Perforierung und Verfüllung der Restschächte.
Wasserhaltung: offene Wasserhaltung für Grund-, Hang- und Schichtenwasser; provisorische Abwasserumleitung (Misch-, Schmutz-, Regenwasser) über Doppelpumpstation; Abwasserhaltung DN 350–450 während Sanierung; Saugbagger innerhalb einer Stunde Einsatzbereitschaft.
Prüfungen und Dokumentation: Dichtheitsprüfung (Luft, LD 200) und Kamerabefahrung gemäß DIN EN 1610; TV-Inspektion und Kanalreinigung; Anschlussleitungsblätter A4 spätestens 10 Tage vor Abnahme.
Erdarbeiten, Oberbau und Straßenbau
Erdarbeiten: Oberboden abtragen, lagern, wiederauftragen; Grabenaushub für Kanäle bis 6,5 m Tiefe in Bodenklassen 3–6; Suchschachtungen per Handschachtung an Zwangspunkten; Verfüllung mit geeignetem Boden und Flüssigboden.
Verdichtungs- und Tragfähigkeitsnachweise: DPr ≥ 0,98, EV2 ≥ 45 MN/m² auf Planum; Frostschutzschicht EV2 ≥ 120 MN/m²; Kontrollprüfungen gemäß ZTV E-StB ohne Aufforderung.
Straßenoberbau (Fahrbahn, Bk 1,8, 70 cm Gesamtoberbau):
Gehwege und Parkflächen (Bk 0,3, 40 cm Gesamtoberbau):
Bordanlagen: Granit-Hochbordsteine 150×300 mm (DIN EN 1343 / DIN 482 Form A5) und Tiefbordsteine Beton 80×250 mm (DIN EN 1340 / DIN 483 Form TB), jeweils in Beton C25/30 XF1 C1; Radiensteine; Bushaltestellenbord (Einstiegshöhe 18 cm, 12 m Aufstelllänge).
Entwässerungsrinnen: Granitkleinpflaster 9×9×9 cm, 3-zeilig, in Beton C25/30.
Pflaster- und Oberflächenarbeiten: Betonpflaster 200/100 mm, Ökopflaster 200/200 mm, Natursteinbord aus Granit, Pflasterstreifen als Trenn-/Entwässerungsrinne.
Provisorien im Straßenbau: 1.115 to Frostschutzschicht, 655 to Asphalttragdeckschicht AC 16 TD, 750 to bituminöse Befestigung fräsen, 930 to Boden lösen/fördern/entsorgen (T bis ca. 0,30 m), 505 m² Verbau T bis 4,0 m.
Baumschutz, Begrünung und Ausstattung
Baumschutz: Stammschutz durch Ummantelung/Polsterung (55 Stück U 1,5–2 m, H mind. 3 m), Wurzelvorhang herstellen und 50 Kalendertage vorhalten, Wurzelrückschnitt in Abstimmung mit Grünflächenamt; Handschachtung und Saugbagger in Baumnähe.
Wurzelschutz allgemein: Schutz für Beleuchtungsmaste, Sicherung bestehender Leitungen.
Rodungen und Fällungen: Baumfällung, Buschwerk roden, Demontage von Verkehrseinrichtungen.
Oberirdische Eingriffe in Baum- und Pflanzbestand müssen bis 28.02.2027 abgeschlossen sein (gemäß GFA-Bescheid vom 16.04.2026).
Begrünung: Heckenpflanzung Liguster, Oberbodenauftrag, Rasenansaat RSM 2.4, Erosionsschutzmatten, Nassansaat, Fertigstellungs- und Entwicklungspflege (Bewässerung, Mahd, Nachbesserung).
Beschilderung und Ausstattung: Wiedereinbau von Verkehrszeichen (VZ 314, VZ 224 u. a.), Werbeträger und Rohrpfosten, Bushaltestelle, behindertengerechte Parkplätze (3 Stück) und 30 Pkw-Stellplätze, Poller, Fahrradständer, Findling.
Stromversorgung, Beleuchtung und Breitband
Stromversorgung (Bauteil 5): Tiefbau für Leerrohrtrasse (Kabelschutzrohr DA 125, ca. 100 m), Suchschachtungen, Verfüllung; Sicherung bestehender Fernmelde- und Nieder-/Mitterspannungskabel.
Beleuchtung (Bauteil 6): Tiefbau für Straßenbeleuchtung, Kabelschutzrohr PVC 110 mm, ca. 80 m, 6 Hülsenfundamente für Leuchten, Standsicherheitsnachweis, Umsetzen vorhandener Beleuchtungsmaste, 1× Beleuchtungskabel neu.
Breitband (Bauteil 7):
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Eignung und Nachweise
Formale Eignung:
Bietergemeinschaft:
Nachunternehmer:
Sprache und Form:
Fachliche Eignung – Tief- und Straßenbau
Erfahrung und Sachkunde für Erd-, Straßen- und Tiefbauleistungen (mit Angebotsabgabe nachzuweisen, ersatzweise durch geeigneten Nachunternehmer).
Referenzen Tief- und Straßenbau: mind. 2 vergleichbare Referenzen aus den letzten bis zu 5 abgeschlossenen Kalenderjahren; bei ARGE gemeinsam nachzuweisen.
Nachunternehmer: Falls für Teilleistungen keine eigene Erfahrung nachgewiesen werden kann, ist eine entsprechende Fachfirma als Nachunternehmen zu beauftragen.
Fachliche Eignung – Kanalbau
Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit für Bau, Sanierung, Inspektion und Reinigung von Entwässerungskanälen und -leitungen inkl. Gütesicherung (Fremd- und Eigenüberwachung).
Referenzen Kanalbau gemäß AK 2: mind. 3 Referenzen aus den letzten bis zu 3 abgeschlossenen Kalenderjahren; bei ARGE gemeinsam.
Gütezeichen Kanalbau RAL-GZ 961 – erforderlich:
Referenzen Schlauch-Lining S27: mind. 2 Referenzen aus den letzten bis zu 3 abgeschlossenen Kalenderjahren; bei ARGE gemeinsam.
Sonstige Nachweise und Erklärungen
ILO-Erklärung der Stadt Chemnitz (Natursteine):
Erklärung zur Verwendung von Holzprodukten (VHB 248) – falls zutreffend.
KMU-Erklärung (falls zutreffend).
Produktangaben in den LV-Positionen 3.3.3.10, 4.1.11.250 und 4.1.11.430.
Schadensersatzklausel: Pauschaler Schadensersatz i. H. v. 15 % der Bruttoabrechnungssumme bei unzulässiger Wettbewerbsbeschränkung; Mitteilungspflicht bei Änderungen der Freistellungsbescheinigung.
Referenzen über vergleichbare Leistungen im Tief- und Straßenbau
Bei ARGE gemeinsam nachzuweisen.
Referenzen Kanalbau gemäß Gütezeichen Kanalbau AK 2
Bei ARGE gemeinsam nachzuweisen.
Referenzen Schlauch-Lining-Verfahren gemäß S27
Bei ARGE gemeinsam nachzuweisen.
Ersatzweise: mindestens 3 Referenzen AK 3 bei Fremdüberwachung durch akkreditierte Zertifizierungsstelle
Alternativ zu eigenem Gütezeichen RAL-GZ 961 AK 3.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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