Kopie von Stadt Löhne, Umbau Bahnhof zum 3. Ort - Innendämmung
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Löhne vergibt die Innendämmung für den Umbau des teilweise denkmalgeschützten Bahnhofsgebäudes Löhne zu einem „Dritten Ort“.
Das Leistungsverzeichnis umfasst die gewerkespezifische Baustelleneinrichtung, den Schutz von Bauteilen, die Prüfung und Vorbereitung der historischen Untergründe, die Innendämmung von Außenwänden und Heizkörpernischen mit Mineraldämmplatten, Putz- und Armierungsarbeiten, Anschlüsse und Dichtungen, Laibungs- und Flankendämmung, Innenarbeitsgerüste, Stundenlohnarbeiten sowie eine Musterfläche. Die Arbeiten erfolgen abschnittsweise bei laufendem Bahnbetrieb.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Preiskriterium für "Niedrigster Preis (ohne Kriterien)"
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Bauteilschutz
Gewerkespezifische Baustelleneinrichtung einschließlich An- und Abtransport, Aufbau, Unterhalt, Umsetzen und vollständiger Räumung sowie Bereitstellung von Maschinen, Werkzeugen, Arbeitsplätzen, Materiallagerung und Schutzmaßnahmen. Fenster, Türen, Zargen, Beschläge, Verglasungen und weitere empfindliche Bauteile sind auf 365 m² mit Folie und ähnlichen Maßnahmen zu schützen.
Untergrundprüfung und Vorbereitung
Der heterogene historische Untergrund ist eigenverantwortlich zu prüfen. Nicht tragfähige Altputze, Tapeten, Altbeschichtungen und ungeeignete Ausbesserungen sind auf 475 m² zu entfernen. Schlitze, Ausbrüche und Fehlstellen sind auf 50 m² zu schließen. Mineralische Untergründe sind auf 475 m² zu grundieren. Der Untergrundausgleich umfasst 250 m² Ausgleichsputz CS II mit 10 mm und 125 m² Kalk- oder Kalkzementputz CS II mit 20 mm; eine Zulage für Mehrstärke ist als Eventualposition vorgesehen.
Innendämmung und Oberflächen
Außenwände werden auf 475 m² mit 60 mm dicken kapillaraktiven Calciumsilikat-Mineraldämmplatten gedämmt. Als Referenz ist Multipor TIPwall M4 oder ein gleichwertiges Produkt genannt. Heizkörpernischen werden alternativ mit 120 mm dicken Platten gedämmt oder mit 115 mm Porenbeton ausgemauert; vorgesehen sind je 12 Stück. Die Platten sind auf 475 m² zu beischleifen, mit 5 mm Armierungsputz zu versehen und mit Kalkglättputz oder Kalkfeinputz zu oberputzen. Leichtputz ist als Eventualposition vorgesehen. Ein aufeinander abgestimmtes System mit technischen Datenblättern ist nachzuweisen.
Anschlüsse, Details und Zusatzleistungen
Außenecken erhalten auf 785 m Kantenschutz mit Gewebeeckwinkel; an Fenster- und Türrahmen sind auf 760 m Anschlussprofile anzubringen. Luftdichte beziehungsweise elastische Anschlüsse sind für 50 Rohr- und Leitungsdurchdringungen bis 30 mm und 25 Durchdringungen von über 30 bis 90 mm herzustellen. Entkopplungsstreifen an nichtmassiven Bauteilen umfassen 25 m. Laibungs- und Sturzdämmung mit 20 mm ist für 435 m bis 25 cm Baubreite, 325 m von über 25 bis 35 cm und 10 m² von über 35 cm vorgesehen; entsprechende Mehrstärkezulagen sind Eventualpositionen. Flankendämmung mit einem 500 mm breiten Dämmkeil umfasst 25 m. Für einen Fliesenbelag sind auf 15 m² Verdübelungen bis 60 mm Plattenstärke vorgesehen. Temporäre Abrutschsicherungen sind als Eventualposition enthalten.
Arbeitsgerüst und Stundenlohn
Für den Innenbereich ist ein Arbeitsgerüst für Wandhöhen über 2,50 bis 4,10 m auf 460 m² zu liefern, standsicher aufzubauen, vorzuhalten, umzubauen, abzubauen und abzutransportieren. Zusätzlich sind Stundenlohnarbeiten mit 40 Stunden Facharbeiter und 40 Stunden Helfer vorgesehen; sie dürfen nur nach vorheriger ausdrücklicher Anordnung der Bauleitung erbracht werden.
Musterfläche und Ausführungsorganisation
Vor Beginn der Serienausführung ist eine Muster- beziehungsweise Referenzfläche bis etwa 2 m² herzustellen und von der Bauleitung freizugeben. Sie ist bis zur Schlussabnahme zu erhalten. Bautagesberichte sind arbeitstäglich zu erstellen und wöchentlich vorzulegen; an den wöchentlichen Baubesprechungen ist ein voll unterrichteter, verantwortlicher und bevollmächtigter Bauleiter zu beteiligen. Abfälle sind zu entsorgen, die Baustelle nach Abschluss zu räumen und die Bautageunterlagen sowie Abrechnungsunterlagen in Papierform mindestens zweifach zu übergeben.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenUnternehmenseignung
Erforderlich sind ein vollständiger und aktueller Eignungsnachweis, zum Beispiel eine Präqualifikation, sowie die Gewährleistung der sachgerechten Ausführung der Innendämm-, Armierungs- und Putzarbeiten. Die Eigenerklärung zur Eignung nach VVB 124 ist einzureichen. Es sind keine besonderen Ausführungsanforderungen oder konkreten Referenzprojekte und kein Mindestumsatz in den Stammdaten ausgewiesen; das Verfahren ist für kleine und mittlere Unternehmen geeignet.
Register, Steuern und Ausschlussgründe
Eintragung in der Handwerksrolle beziehungsweise Industrie- und Handelskammer oder eine vergleichbare Eintragung ist nachzuweisen. Erforderlich sind außerdem der aktuelle Nachweis der ordnungsgemäßen Zahlung von Steuern und Abgaben und die gültige Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG. Die vorgesehenen Erklärungen zu Ausschlussgründen, Mindestlohn und Sanktionspaket 5 sind einzureichen. Bei ausländischen Bietern sind gleichwertige Bescheinigungen mit deutscher Übersetzung vorzulegen.
Personelle und betriebliche Anforderungen
Für die Stundenlohnarbeiten müssen qualifizierte Facharbeiter und Helfer verfügbar sein. Die Führung täglicher Bautagesberichte, die Teilnahme an Baubesprechungen und die Benennung eines verantwortlichen, ausreichend bevollmächtigten Bauleiters sind zu gewährleisten. Die Verständigung der Arbeitnehmer in deutscher Sprache und Schrift muss sichergestellt werden.
System- und Materialeignung
Das angebotene Innendämmsystem muss für den vorhandenen Untergrund und das anschließende System geeignet und vollständig aufeinander abgestimmt sein. Materialien müssen der Emissionsklasse E1 entsprechen und möglichst recyclingfähig sein. Bei technisch gleichwertigen Alternativen zu Referenzprodukten sind technische Datenblätter, Leistungserklärungen, Verwendbarkeits- oder Anwendbarkeitsnachweise und gegebenenfalls bauaufsichtliche Nachweise beziehungsweise ETA vorzulegen. Die Eignung einer Verdübelung für den vorhandenen Ankergrund ist zu prüfen.
Nachunternehmer und Eignungsleihe
Nachunternehmer sind vor ihrer Beauftragung zu benennen und mit ihren Leistungen im Verzeichnis nach VVB 233 aufzuführen. Bei Eignungsleihe ist eine Verpflichtungserklärung nach VVB 236 einzureichen; die beteiligten Unternehmen haften im dort vorgesehenen Umfang gemeinsam. Eignungs- und Leistungsnachweise Dritter sind gesondert beizufügen.
Wettbewerb & Angebotsprognose
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