Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWas wird hier gebaut?
Im Hafen Bremerhaven entsteht eine neue Gleisanbindung für den Containerterminal. Konkret wird ein rund 250 Meter langes Zuführungsgleis gebaut, das die bestehende Hafenbahn (Bahnhofsteil Weddewarder Tief) mit der KV-Anlage Rail Gate Bremerhaven (Modul 1) verbindet.
Was muss der Bieter dafür liefern?
Wie läuft das Verfahren?
Wichtig zu wissen:
Nebenangebote sind nicht zugelassen, alle Vergabeunterlagen sind verbindlich und dürfen nicht verändert werden. Es gelten Mindestanforderungen an Umsatz, Haftpflichtversicherung und Referenzen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Gesamtpreis100%
Der Gesamtpreis des Angebotes ist das einzige Zuschlagskriterium (100%). Ein zuschlagsfähiges Angebot mit dem günstigsten Angebotspreis erhält den Zuschlag. Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und allgemeine Leistungen
Einrichten, Vorhalten und Räumen der Baustelle einschließlich Baustelleneinrichtungsplan.
Bereitstellung von Bauzaun (ca. 1.200 m), Sicherungspersonal (SiPo/SAKra), Gleisabschlüssen, Schutzvorrichtungen und Baugleisbetrieb.
Technische Bearbeitung: Vermessung, Bestandsdokumentation und Abnahmevermessung.
Stundenlohnarbeiten für Arbeitskräfte (Ingenieur, Baustellenleiter, Baufacharbeiter, Bauwerker, Bauhelfer) und Geräte (LKW 8–12 t, LKW 30–40 t, Planierraupe, Radlader, Grader, Hydraulikbagger, Kompressor, Rüttelplatte, Minibagger, Pumpe, Mobilkran, Triebfahrzeug, Trennschleifer, Zweiwegebagger).
Gleisoberbau und Weichen
Herstellung des Zuführungsgleises (ca. 250 m, davon ca. 150 m mit Gleistragplatten für Terminalquerung/VC-Übergang) in Schotterbauweise und auf Gleistragplatten.
Verlauf in Bogen mit Radius ≥ 190 m.
Lieferung und Einbau von sechs Weichen mit Weichenheizung:
Gleisoberbau: Planum, Planumsschutzschicht, Kontrollprüfungen (Proctor-Dichte, Verformungsmodul), Grundschotter, Gleis- und Weichenverlegung, Verfüllschotter, Heben/Richten/Stabilisieren, Schweißungen (z.B. Lichtbogen-Verbindungsschweißung MF), Spannungsausgleich, Rangierwegherstellung, Erdung der Ladegleise, RC-Schotter im Weichenkopfbereich.
Belastungsstopfung mit USM und SSP für Bereiche Eurogate (Verfüllschotter 240 t) und Bremische Hafeneisenbahn (Verfüllschotter 40 t).
Tiefbau und Entwässerung
Neubau Gleisentwässerung entlang Zuführungsgleis und Weichenkopf:
Rückbau bestehender Gleisanlagen:
Kabeltiefbau und LST-Vorbereitung
Kabeltiefbau entlang Zuführungsgleis, Weichenkopf und Anschlussbereich:
Vorbereitung Leit- und Sicherungstechnik (LST) und Anpassung des Stellwerks Stf (Stellbereich für Weiche W801); Aufrüstung der KV-Anlage mit EOW-Anlage (Rangierstellwerk).
Bahnübergänge und Überfahrten
Technische Sicherung der Bahnübergänge (innere und äußere Verkehre) sowie Erreichbarkeit LKW-Übergabebereich NTB.
Neubau Überfahrt Ladegleise im Weichenkopf:
Zaun-, Tor- und Sicherungsarbeiten
Rückbau und Neubau der Zaunanlage an der nördlichen Grundstücksgrenze zu bremenports:
Rückbau, Einkürzen und ggf. Wiedereinbau des bestehenden Gleistors im Bereich LKW-Bahnübergang.
Optionen/Bedarfspositionen: zusätzliche Zaunarbeiten im Anschlussbereich (Entscheidung voraussichtlich Ende 2026).
Qualitätssicherung, Dokumentation und Logistik
Eigenüberwachung gemäß ZTV-SoB-StB 04 und RiL 836; Vorlage der Ergebnisse innerhalb 6 Werktagen nach Anforderung.
Kontrollprüfungen: Proctordichte, Verformungsmodul; Eignungsnachweise und Prüfzeugnisse für Schotter (Schlag-/Druckfestigkeit), Körnungslinie, Kf-Wert, Filterstabilitätsnachweis für Filterkies; Sieblinie für Mineralgemisch vor Baubeginn.
Wiegescheine für eingebautes Material, Lieferscheine, Materialgütenachweise.
Bestandsdokumentation als DWG/PDF/ASCII-Punktliste; Abnahmevermessung der Gleislage; MKS-Schriebe und Soll/Ist-Vergleiche direkt nach Gleisbauarbeiten.
CE-Kennzeichnung, Umweltproduktdeklaration (EPD nach ISO 14025/EN 15804) und Nachweis der Geotextilrobustheitsklasse für Geoverbundstoff; statische Berechnungen (z.B. Verbau, Kabelaufbauschächte).
Bautagesberichte, Terminpläne (Erstvorlage 14 Tage vor Ausführungsbeginn, Fortschreibung mindestens alle 4 Wochen mit Abschlagsrechnung), Baustelleneinrichtungsplan, Personaleinsatzplanung, Bauzeitenplan mit kritischem Weg, Vermessungs- und Winterbaukonzept.
Bauausführung unter Beachtung von ISPS, Zollfreizonen-Regelungen und Immissionsschutz (Regelarbeitszeit 06:00–20:00 Uhr, Rammarbeiten nur 07:00–20:00 Uhr, Wohnbebauung 55 dB(A) tags/40 dB(A) nachts).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Eignung und Ausschlussgründe
Befähigung und Erlaubnis (V05): Eintragung im Handelsregister; ggf. Präqualifikation (PQ-VOB); gewerbe-, handwerks-, berufs- und sonstige öffentlich-rechtliche Erlaubnisse.
Zwingende Ausschlussgründe (V11): Keine Tatbestände gem. § 6e EU Abs. 1–5 VOB/A in Verbindung mit §§ 123, 124 GWB. Erklärung vom Bieter, jedem Mitglied einer Bietergemeinschaft und jedem eignungsrelevanten Unternehmen.
Fakultative Ausschlussgründe (V12): Keine Tatbestände gem. § 6e EU Abs. 6 VOB/A in Verbindung mit § 124 GWB. Erklärung vom Bieter, jedem Mitglied einer Bietergemeinschaft und jedem eignungsrelevanten Unternehmen.
EU-Sanktionen (V16): Keine Russland-Sanktionen nach Art. 5k EU-VO 833/2014; kein Einsatz sanktionierter Unterauftragnehmer mit mehr als 10 % des Auftragswerts.
Sprache: Deutsch in Wort und Schrift für Bauleiter/Montagemeister; ständige Anwesenheit einer verhandlungssicheren Person auf der Baustelle; fremdsprachige Unterlagen nur mit beglaubigter deutscher Übersetzung.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Mindestumsatz (V06): Mindestens 15 Mio. € netto mit vergleichbaren Leistungen (Gleisbau) in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren.
Betriebshaftpflichtversicherung (V07): Mindestdeckungssumme 10.000.000 € je Schadensfall für Personen- und Sachschäden; Nachweis während der gesamten Vertragslaufzeit einschließlich etwaiger Gewährleistungs- und Nachhaftungszeiträume.
Eignungsleihe (V03/V13/V14): Zulässig gem. § 6d EU VOB/A; Eignungsnachweise und Erklärungen zu Ausschlussgründen für jedes eignungsrelevante Unternehmen beifügen.
Präqualifikation (PQ-VOB): Anerkannt; ersetzt teilweise Einzelnachweise, ergänzt um auftragsspezifische Nachweise.
Mitgliedschaft Berufsgenossenschaft: Nachweis (inkl. Mitgliedsnummer und Bereichszuordnung) – auch für Nachunternehmer.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Referenzprojekte (V10): Mindestens 3 vergleichbare Gleisbauarbeiten als vertraglicher Auftragnehmer eines öffentlichen oder privaten Auftraggebers, abgeschlossen innerhalb der letzten 5 Jahre vor Angebotsabgabe.
Je Referenz sind anzugeben: Auftraggeber (Name, Anschrift, Ansprechpartner), Projektbezeichnung, Art und Umfang der Leistung, Bezug zum Fachlos, Auftragswert eigener Leistung (€ netto), Ausführungszeitraum, Abnahme/Fertigstellung, eigene Rolle (Hauptunternehmer/Bietergemeinschaft/Nachunternehmer; bei BG: eigener Leistungsanteil), besondere technische Anforderungen/Nachweis der Vergleichbarkeit.
Eignungsleihe (V04/V13/V14): Nutzung von Kapazitäten anderer Unternehmen zulässig; Nachweise und Verpflichtungserklärungen beifügen.
Fachpersonal und Nachunternehmer: Fachkundiges, leistungsfähiges und zuverlässiges Personal; Nachunternehmer müssen Qualifikationen nachweisen und vom Auftraggeber genehmigt werden; Berufsgenossenschafts-Mitgliedschaft auch für NU nachweisen.
Personelle Anforderungen aus den Vertragsbedingungen: Bauleiter/Montagemeister muss Deutsch in Wort und Schrift beherrschen; Nachweis von Unterweisungen und arbeitsmedizinischer Vorsorge (z.B. G 25) auf Verlangen des AG; Mitgliedsnachweis BG (inkl. Mitgliedsnummer und Bereichszuordnung) auch für NU.
Sicherheit, Organisation und Vertragsbedingungen
Diese Anforderungen sind nicht wertungsrelevant für die Eignung, gehören aber zur Vorbereitung und Auftragsdurchführung:
Vergleichbare Gleisbauarbeiten als vertraglicher Auftragnehmer eines öffentlichen oder privaten Auftraggebers
Pro Projekt: Auftraggeber (Name, Anschrift, Ansprechpartner), Projektbezeichnung, Art und Umfang der Leistung, Bezug zum Fachlos Gleisbau, Ausführungszeitraum, Abnahme/Fertigstellung, eigene Rolle (Hauptunternehmer/Bietergemeinschaft/Nachunternehmer), bei BG eigener Leistungsanteil, besondere technische Anforderungen/Nachweis der Vergleichbarkeit