Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDer Landkreis Ludwigslust-Parchim schreibt den Ausbau der Ortslage Lüttenmark auf der Kreisstraße 04 als öffentliche Ausschreibung nach VOB/A aus. Auf einer Länge von rund 946 m werden die Fahrbahn (Asphalt), ein neuer Gehweg (Pflaster), Zufahrten sowie eine Regenwasserkanalisation mit Sedimentations- und Drosselanlagen neu hergestellt.
Bieter müssen ihr Angebot elektronisch über den Vergabemarktplatz (DTVP) bis zum 11.09.2026 um 10:30 Uhr einreichen. Die Bindefrist endet am 09.10.2026. Der Baubeginn ist für den 12.10.2026, die Fertigstellung für den 15.10.2027 vorgesehen.
Die Ausschreibung ist NICHT in Lose aufgeteilt. Es gelten die Eignungsanforderungen des VHB Bund (Ausgabe 2017, Stand 2019) sowie die Erklärungen nach dem Tariftreue- und Vergabegesetz Mecklenburg-Vorpommern (TVgG M-V).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAllgemeine Baustelleneinrichtung und Vorarbeiten
Einrichtung und Räumung der Baustelle inkl. Baubüro für den Auftraggeber (ca. 15 m² + 30 m² Besprechungsraum, 12 Monate vorzuhalten), Suchgräben, Baustraße (Herstellung, Unterhaltung, Rückbau), Behelfsbrücken, Absperrungen und Bauzaun.
Vorankündigung gemäß Baustellenverordnung (spätestens 2 Wochen vor Baustelleneinrichtung), SiGe-Plan nach RAB 31 und Bereitstellung eines SiGe-Koordinators während der gesamten Bauausführung nach RAB 30.
Bestands- und Abrechnungsplan durch anerkanntes Vermessungsbüro (DXF + PDF, 3-fach Papier), Absteckung der Achs-, Schacht- und Grenzpunkte, Höhenfestpunkte und Bauablaufplan inkl. Soll-Ist-Vergleich (digital und 3-fach Papier).
Beweissicherung des Ist-Zustands vor und nach der Maßnahme (Foto/Video, 3-fach) sowie Dokumentation der Umleitungsstrecken.
Verkehrssicherung und Umleitung
Verkehrssicherung mit Vollsperrung gemäß RSA 21 in mindestens drei Bauabschnitten, inkl. Umleitungsplänen (3-fach Farbplot), verkehrsbehördlicher Anordnung nach § 45 StVO und Umleitungsbeschilderung. Die Umleitungsstrecke (U20.1) ist ca. 12 km lang und verläuft über die K 1, K 79, K 28 mit Anbindung an die B 195.
Vorhaltung der Verkehrssicherung für 380 Tage, transportable Lichtsignalanlage für 340 Stunden, 2× tägliche Kontrolle. Anliegerinformationen (bis 100 Handzettel).
Vom Auftragnehmer zu erbringende Prüfungen und Dokumentationen
Kontrollprüfungen (Lastplattendruckversuch, Verdichtungskontrolle, Rammsondierung, Korngrößenverteilung, LAGA-Untersuchung) jeweils mit Protokoll in 2-facher Ausfertigung. Dichtheits- und Kameraprüfungen der Rohrleitungen und Schächte (z. B. 55 Dichtheitsprüfungen, 825 m Kameradurchfahrung). Eignungsprüfungszeugnisse, Statiken und Standsicherheitsnachweise (z. B. Verbau, Bauwerk – mind. 1 Woche vor Ausführungsbeginn). Ausführungszeichnungen für Drosselschächte und Sedimentationsanlagen. Bautagesberichte, Liefer- und Wiegescheinnachweise, Nachweis einer ggf. erforderlichen Grundwasserabsenkung.
Erdarbeiten, Verbau und Wasserhaltung
Oberbodenabtrag, Lösen und Laden von Boden und Fels, Herstellen des Planums, Baugruben und Leitungsgräben, Verbau, Zwischenlagerung. Wasserhaltung mit offener Wasserhaltung im Leitungsgraben (480 m) und ggf. Grundwasserabsenkung inkl. Genehmigungsnachweis.
Einbau eines Kombigitters aufgrund von Baugrundschwäche.
Landschaftsbau und Baumschutz
Hecken schneiden, Rodungs- und Baumfällarbeiten, Wurzelbehandlung, Amphibienschutzzaun, Bankettarbeiten (Kiestragschicht, Oberboden andecken, Grasansaat), Wurzelschutzfolie und Vegetationsschutz im Kronentraufbereich (Dränbetonpflaster).
Verkehrszeichen- und Markierungsarbeiten
Lieferung, Auf- und Abbau von Verkehrszeichen und Leitpfosten, Fahrbahnmarkierungen sowie Randabdichtung und Abstumpfung.
Kabelschutz- und Kabelumlegearbeiten
Kreuzungssicherung, Umlegen von Kabeln und Verlegen von Schutzrohren in Abstimmung mit Wemag AG, Telekom und anderen Versorgungsträgern.
Stundenlohnarbeiten
Stundenlohnarbeiten werden nur auf Anordnung des Auftraggebers ausgeführt und gesondert vergütet.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage
Eintragung in der Handwerksrolle (HWK) oder bei der IHK – soweit verpflichtend. Gewerbeanmeldung/-ummeldung (aktuelle Kopie). Handelsregisterauszug (nicht älter als 1 Jahr, soweit eintragungspflichtig). Partnerschaftsregisterauszug (nicht älter als 1 Jahr, soweit eintragungspflichtig).
Keine schweren Verfehlungen (entsprechend § 6e VOB/A), keine relevanten Verurteilungen. Ab Auftragswert ≥ 50.000 € ohne USt wird das Wettbewerbsregister beim Bundeskartellamt abgefragt; zusätzlich Abfrage im Ausschlussregister nach § 19 VgMinArbV M-V.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Gültige Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG.
Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft (nicht älter als 6 Monate), der Sozialversicherung (nicht älter als 6 Monate) und des Finanzamtes / Bescheinigung in Steuersachen (nicht älter als 6 Monate).
Kein laufendes Insolvenzverfahren oder rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan. Ordentliche Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Erklärung zur jahresdurchschnittlichen Beschäftigtenzahl der letzten 3 abgeschlossenen Kalenderjahre, gegliedert nach Lohngruppen mit gesondertem Ausweis des technischen Leitungspersonals. Nachweis, dass erforderliche Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.
Drei Referenznachweise vergleichbarer Bauleistungen (Straßenbau/Ausbau) aus den letzten 5 Kalenderjahren – Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eingesetzte Arbeitnehmer, technische Anforderungen und Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.
Tariftreue und Mindestarbeitsbedingungen (TVgG M-V)
Erklärung zur Beachtung der ILO-Kernarbeitsnormen (§ 13 TVgG M-V). Erklärung zu Mindestarbeitsbedingungen nach repräsentativen Tarifverträgen (§ 5 TVgG M-V) bzw. nach Branchentarifverträgen (§ 6 TVgG M-V) – u. a. Baugewerbe, Gebäudereinigerhandwerk, Metall-/Elektroindustrie, Wach-/Sicherheitsgewerbe, IT, Umweltschutz/Industrieservice. Verpflichtung zur Zahlung des vergaberechtlichen Mindestlohns von 14,68 € brutto/h (§ 8 TVgG M-V) und zur Weitergabe der Pflichten an Nachunternehmen (§ 9 TVgG M-V). Verpflichtungen zu Kontrollen und Sanktionen (§§ 15, 16 TVgG M-V).
Nachunternehmer
Bei Einsatz von Nachunternehmern: Präqualifikation oder Eigenerklärung zur Eignung auch für diese. Verzeichnis der Nachunternehmerleistungen (VVB 233) sowie ggf. Verzeichnis der Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmen (VHB 235). Weitergabe der TVgG-Pflichten an Nachunternehmer.
Drei Referenznachweise für Bauleistungen, die mit dem ausgeschriebenen Vorhaben vergleichbar sind (Straßenbau/Ortslagenausbau, Pflasterarbeiten, Regenwasserkanalisation). Angabe zu: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang inkl. Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, technische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Haupt-/ARGE/Nachunternehmer), koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.
Eigenerklärung (FB 124); bei Auftragswert ≥ 50.000 € ohne USt zusätzlich Abfrage im Wettbewerbsregister