Landschaftsbauarbeiten
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Gerlingen schreibt Landschaftsbauarbeiten rund um den Neubau der Mensa am Schulzentrum Gerlingen öffentlich aus. Es geht um Erdarbeiten, die Umverlegung des Brückentorgrabens, Pflasterflächen, Entwässerung, Vegetationsarbeiten (Rasen, Bäume, Sträucher), Beleuchtung sowie Ausstattungselemente (Bänke, Poller, Fahrradanlehnbügel). Gebaut wird inmitten eines aktiven Schulbetriebs.
Das Angebot wird elektronisch über die Vergabeplattform www.meinauftrag.rib.de eingereicht. Die Angebotsfrist endet am 19.11.2026 um 10:00 Uhr, Bieterfragen sind bis zum 11.11.2026 um 10:00 Uhr möglich. Die Bauzeit läuft vom 26.04.2027 bis 26.11.2027 (ca. 7 Monate). Abgegeben wird in x84-Datei (GAEB DA XML) auf Basis des beigefügten Leistungsverzeichnisses (x83).
Das Verfahren ist ein offenes Verfahren nach VOB/A (EU) in einem Los (LOT-0000). Es werden mindestens 3 Referenzen vergleichbarer Landschaftsbauleistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren verlangt. Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten. Bei Angeboten von Werkstätten für Behinderte wird ein Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme eingeräumt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Vorbereitung
Einrichten, Vorhalten und Räumen der Baustelle inkl. Bauzaun, mobilen Verkehrsschildern und Holzzaun für Baumschutz. Einweisung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst Baden-Württemberg (KMBD) ca. 2 Wochen vor Baustart. Besondere Rücksichtnahme auf den laufenden Schulbetrieb: lärmintensive Arbeiten vormittags minimieren, an Prüfungstagen unterlassen; ca. 2 Kalenderwochen pro Schulhalbjahr mit Einschränkungen zu erwarten.
Abbruch und Rückbau
Rückbau von Bestandsflächen und -bauteilen im Baufeld: Betonpflaster (ca. 170 m²), Bordsteine, Schottertragschicht (ca. 90 m³ und BE-Fläche ca. 150 m³), Natursteinmauer, Fundamente, Mastleuchten, Bank, Fahnenmast, Schotterfläche, Holzsteg, Rotunde, Mülleimer, Granitbordsteine und Kanalanschlüsse.
Erd- und Geländearbeiten
Oberboden abtragen und lagern (ca. 25 m³), bewachsene Flächen mähen und pflanzliche Bodendecke abtragen (ca. 200 m²), Boden lösen und für Wiedereinbau lagern (ca. 320 m³), Bodenaushub und Verfüllung für Leitungsgräben (ca. 140 m³), Boden für Baumgruben (ca. 75 m³), Auffüllung um das Gebäude (ca. 80 m³). Auflockern und Rohplanie auf ca. 1.250 m², Rohboden auftragen ca. 320 m³, Oberboden auftragen ca. 300 m³, Vegetationsschicht fräsen und Feinplanum auf ca. 1.450 m². Hinweis: tragfähiger Baugrund erst in 4,60–6,40 m Tiefe – Bodenaustausch erforderlich. Kampfmittelverdachtsfläche (Luftbildauswertung 12.11.2018): in den gekennzeichneten Teilbereichen vor Untergrundeingriffen technische Sondierung durchführen.
Entwässerung und Leitungsbau
Verlegung von Regenwasser- und Schmutzwasserleitungen: Kanal DN 110 ca. 10 m (innerhalb LV), Regenwasser-Grundleitungen DN100 (ca. 150–200 m), DN150 (ca. 50–80 m), DN200 (ca. 20 m) sowie Bestandsanschluss DN800 (ca. 10–20 m). Zusätzlich aus dem Lageplan Brückentorgraben: Kanal DN200 ca. 232 m, DN300 ca. 31,5 m, DN700 ca. 117,5 m. Kontroll-/Spülschächte DN315 (4–5 Stück), Froschklappen DN200/DN150, Steinumpflasterung, Rückstausicherung, Entwässerungsrinnen aus Polymerbeton, Fassadenrinnen Typ 1–3 in Stahl (ca. 60 m gesamt; LV-Typ 1: 13,2 m, Typ 2: 43,5 m, Typ 3: 2 St), Fettabscheider NS4. Dränageleitung DN100 (ca. 100–150 m) und Mulde mit technischer Versickerung (Qr = 14,12 l/s, Qs = 3,7 l/s). Regenwasser-Einleitungen DN200 (Qr = 15,9 l/s) und DN150 (Qr = 14,12 l/s). Aufmaß und Vermessung der Erdarbeiten sind Sache des Auftragnehmers.
Befestigte Flächen und Wegebau
Untergrund verdichten und Planum herstellen auf ca. 850 m², Geotextil ca. 350 m², Schroppen 0–100 ca. 100 m³, Schottertragschicht herstellen ca. 180 m³ sowie bauseits ca. 240 m³. Betonpflaster TEGULA ca. 480 m² neu und ca. 350 m² wiedereinbauen, Rasenfugenpflaster ca. 30 m², wassergebundene Decke ca. 35 m², Rasengittersteine Twist ca. 30 m² (bzw. 40 m² in der Übersicht), Traufstreifen ca. 180 m²/m³, Fluchtweg ca. 55 m²/m³, Einfassungen ≥ 250 m/St. Granitbordsteine als Einfassung.
Beleuchtung
Kabelschutzrohr DN 110 ca. 150 m mit Sandbett und Kabelwarnband, Fundamente für Mastleuchten, Neuinstallation Leuchten BEGA Lichtbauelement 84064K3 (ca. 8–12 Stück). Leerrohrtrasse Elektro DN160, Abzweigkasten, Kabelzugschächte, Kälteeinhausung.
Einbauten und Ausstattung
Poller feststehend ca. 9 Stück und herausnehmbar ca. 8 Stück (insgesamt ca. 20 Stück), Fahrradanlehnbügel 16 Stück + 8 Anlehnbügel (insgesamt ca. 24 Stück), Betonsitzbänke ca. 12 m, Mülleimer/Abfallbehälter, Beschilderung, Holzsteg-Wiedereinbau, Findlinge, Baumschutzzaun (mehrere 10er lfm).
Vegetation, Pflanzung und Rasen
Vegetationstechnik nach ZTV Freianlagen: Rasenansaat Gebrauchsrasen, ca. 1.200 m² (bzw. 1.450 m² Vegetationsschicht/Feinplanum), Fertigstellungspflege mit Wässern, Düngen, Mähen, Nachsanden. Neupflanzung Hochstämme 4× verpflanzt mit Drahtballen (insgesamt ca. 6–10 Stück, u.a. Acer campestre, Aesculus carnea 'Briotii', Alnus incana), ca. 25 Kletterpflanzen an der Südfassade, Strauchpflanzung mehrere Dutzend Stück auf ca. 100 m², Sichtschutzhecke, Mähkanten/Traufstreifen. Lieferung der Pflanzen sofort nach Auftragserteilung; Herkunftsnachweis gebietsheimisch, Pflanzenqualität nach DIN 18916 und BDB. Pflanztermin Herbst 2027, Abnahme nach Austrieb im Frühsommer 2028; Fertigstellungspflege bis Ende der Vegetationsperiode. Pflanzarbeiten ausschließlich durch Fachfirma Garten- und Landschaftsbau.
Gewässerbau Brückentorgraben
Umverlegung/Neumodellierung des Brückentorgrabens mäandrierend mit variablem Querschnitt und Sohlgefälle, Anschluss an Bestand (Sohlhöhe 340,32 m ü. NHN). Wasserhaltung und HQ1000-Design. Boden lösen/laden ca. 20.000 m³ und wieder einbauen ca. 450 m³, Oberboden liefern ca. 150 m³ und einbauen ca. 600 m², Findlinge, Granit-Kleinpflaster, Wurzelstock entfernen, Auflockerung, Rohplanie, Ansaat Blumenwiese ca. 600 m² und Pflege, Pflanzlieferung und -pflanzung Solitärgehölze 35 Stück und Kleingehölze 75 Stück.
Entsorgung und Regieleistungen
Verwertung und Entsorgung von Boden und Bauschutt mit Angabe der Verwertungsanlage je Position (Pos. 15.1–15.4): u.a. Boden/Stein Z0 ca. 175 t, Bodenverwertung je 50–150 t. Entsorgungsnachweise mit Wiegescheinen (Baustelle, Datum, amtliches Kennzeichen, Materialart) zur Unterschrift durch die Bauleitung. Regiearbeiten: Stundenlohn Personal, Geräte, LKW; Lieferung von Beton, Sand, Splitt, Dränkies, Schotter (Pos. 16.1–16.20, ca. 273 Regiestunden insgesamt).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZulassung und Registrierung
Eintragung im Berufs-/Handelsregister oder Handwerksrolle; für Pflanzarbeiten: nur Fachfirma des Garten- und Landschaftsbaus. Bevorzugt: Präqualifikation über das PQ-Verzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (PQ-Nummer angeben). Alternativ Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) oder Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE).
Ausschlussgründe und Zuverlässigkeit
Kein Insolvenzverfahren, keine Liquidation, kein abgelehnter Insolvenzantrag. Keine schweren Verfehlungen gem. § 6e EU VOB/A. Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen. Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft nachweisen. Keine Bezüge zu Russland gem. EU-VO 2022/576 (Anlage 2 – Eigenerklärung Bezug Russland, Pflicht). Ab Auftragssumme ≥ 30.000 € netto wird die Vergabestelle einen Auszug aus dem Wettbewerbsregister (Bundeskartellamt) anfordern.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Erklärung über den Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre in vergleichbaren Bauleistungen (inkl. Anteil bei Generalunternehmer). Auf Verlangen: Bestätigung Wirtschaftsprüfer/Steuerberater oder testierte Jahresabschlüsse, Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerksrolleneintrag, Unbedenklichkeitsbescheinigungen Sozialkasse, Finanzamt, Freistellungsbescheinigung § 48b EStG, qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft.
Technische Leistungsfähigkeit und Referenzen
Mindestens 3 Referenzen über vergleichbare Leistungen in den letzten bis zu 5 abgeschlossenen Kalenderjahren (Art und Umfang wie ausgeschrieben, z.B. Landschaftsbau, Gelände-/Vegetations-/Pflasterarbeiten). Für wichtigste Bauleistungen Bescheinigungen über ordnungsgemäße Ausführung und Ergebnis. Nachweis verfügbarer Arbeitskräfte und Angaben zur jahresdurchschnittlichen Beschäftigtenzahl der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen, mit gesonderter Angabe des technischen Leitungspersonals.
Weitere vertragliche Anforderungen
Vergleichbare Landschaftsbauleistungen (Erd-/Geländearbeiten, Pflaster, Vegetation, Entwässerung, ggf. Gewässerbau) in Art und Umfang wie ausgeschrieben
Bei engerer Wahl: Referenznachweise mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, Zahl eingesetzter Arbeitnehmer, technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Haupt-AN/ARGE/Nachunternehmer) sowie Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung; auf Verlangen innerhalb 6 Kalendertagen vorzulegen
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
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