Letzlingen-Feuerwehr-Neubau Los 2 Elektroinstallationen
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung der Hansestadt Gardelegen für Los 2 der Elektroinstallationen am Neubau des Feuerwehrhauses Letzlingen.
Gefordert werden die komplette Lieferung, Montage, Installation, Programmierung, Inbetriebnahme, Prüfung und Dokumentation der Starkstrom- und Schwachstromanlagen einschließlich Photovoltaik, Batteriespeicher, E-Mobilitätsladestation, Beleuchtung, Telekommunikation, Daten- und Mediennetztechnik, Außenbeleuchtung sowie Wartung und Abnahmeleistungen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Wertung anhand der nachgerechneten Wertungssumme des Angebotes; Zuschlagskriterium ist ausdrücklich der niedrigste Preis.
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen ergeben sich aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, dem Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenStarkstrom- und Verteilungsanlagen
Lieferung und Montage der Notstromeinspeisung mit 125 A, Montagesäule und 160-A-Netumschalter sowie der Zähler- und Verteilungsanlagen. Erforderlich sind unter anderem eine Wandlerzähleranlage bis 200 A, ein Standverteiler 400 A mit 576 PLE, ein Feldverteiler 400 A mit 84 PLE und ein Miniverteiler mit Schutz-, Schalt-, Melde- und Automatisierungsgeräten.
Die Installation umfasst Verlegesysteme, Kabelrinnen, Kabeltrassen, Installationsrohre, Brüstungskanäle, rund 5.100 m Kabel und Leitungen sowie rund 330 Installationsgeräte wie Schalter, Steckdosen, Verteilerschränke und Präsenzmelder. Ebenfalls auszuführen sind Potentialausgleich, innerer Überspannungsschutz, Anschluss bauseitiger Geräte sowie Bohr-, Fräs- und Durchbruchleistungen.
Photovoltaik, Batteriespeicher und Eigenstromversorgung
Errichtung einer Photovoltaik-Anlage mit 11,16 kWp auf dem Flachdach der Fahrzeughalle. Vorgesehen sind 24 Module mit jeweils mindestens 465 Wp, eine durchdringungsfreie Unterkonstruktion mit 30 Grundfüßen, ein dreiphasiger Hybrid-Wechselrichter mit 10,0 kVA AC beziehungsweise 15,0 kWp DC, eine dreiphasige Notstrom-Umschaltbox und ein Hochvolt-Batteriespeicher mit 13,8 kWh nutzbarer Energie.
Ebenfalls zu liefern und anzuschließen sind Smart Energy Meter, Solarkabel, Schutz- und Steckersysteme, Potentialausgleich sowie DC- und AC-Schutzeinrichtungen. Die Anlage ist als Überschusseinspeisung zu vermessen, anzumelden, im Marktstammdatenregister einzutragen und nach DIN EN 62446-1 und DIN VDE 0100-600 zu prüfen und zu dokumentieren. Erforderlich sind außerdem Systemstatik, Wirtschaftlichkeitsberechnung und die aufgeführten Hersteller- und Kompatibilitätsnachweise.
E-Mobilitätsinfrastruktur
Lieferung und betriebsfertige Installation einer eichrechtskonformen 22-kW-Ladestation mit RFID-Authentifizierung und OCPP, einem 5-Meter-Ladekabel, 20 RFID-Karten, Standsäule, Bodensockel, Erdungsset und Verteilersäule. Ein Lastmanager für bis zu 20 Ladepunkte ist zu konfigurieren; die Anschlussarbeiten umfassen unter anderem 200 m NYY-J 5×16.
Allgemein- und Sicherheitsbeleuchtung
Lieferung, Montage, Anschluss und Inbetriebnahme der Allgemein- und Sicherheitsbeleuchtung einschließlich LED-Lichtbändern, Einlege- und Anbaureuchten, DALI-Leuchten, Außenleuchten, Rettungszeichen- und Sicherheitsleuchten mit Einzelbatterie sowie hybrider Überwachungs- und Steuereinrichtung. Die Anlagen sind messtechnisch nach den im Leistungsverzeichnis genannten Normen zu prüfen; rechtssichere Prüfprotokolle, Prüfbuch, Einweisungsprotokolle und ein Protokoll der Beleuchtungsstärkemessung sind zu übergeben.
Telekommunikation, Medien- und Satellitentechnik
Komplettlieferung, Montage, Anschluss, Programmierung, Prüfung und Inbetriebnahme der Telekommunikationsanlage mit DECT-Repeatern, Anschlussdosen, Fernmeldekabeln, Konfektionierung und dauerhafter Beschriftung.
Für den Schulungsraum ist eine Medientechnik mit Full-HD-Beamer, Deckenbefestigung sowie HDMI- und VGA-Anschlüssen zu installieren, einzurichten und zu programmieren. Die Satelliten-Empfangsanlage umfasst Parabolantenne, LNB, Receiver, Koaxialverkabelung, Erdungsblock, Überspannungsschutz, Einregulierung, Sendersuchlauf, Senderliste und Funktionsprüfung.
Datenübertragungsnetz
Lieferung, Montage, Anschluss, Programmierung und Inbetriebnahme eines 12-HE-Datenwandschranks mit Erdungsset sowie eines Gigabit-Ethernet-PoE-Switches mit SFP-Uplink. Vorgesehen sind Cat.7-Datenkabel, Patchkabel, Anschlussdosen, Konfektionierungen und die Prüfung von 12 Kupferverbindungsstrecken nach DIN/EN 50173 Klasse E mit Messprotokollen.
Netzkomponenten sind durchgängig aus einem zertifizierten System zu liefern. Nach jeder Verlegung und Konfektionierung sind Verdrahtung, Kurzschlüsse, Länge, Laufzeit und die geforderten Übertragungs- und Störparameter zu prüfen.
Außenbeleuchtung und Außenanlagen
Lieferung und Montage der Außenbeleuchtung mit sieben Lichtmasten, zehn LED-Mastleuchten, sechs Wandauslegern, sieben Kabelübergangskästen, Erdhülsen, Kabelschutz, Trassenwarnband und rund 450 m NYY-J 5×6. Ergänzend sind Fundamentgruben und Ortbetonfundamente, 40 m Kabelflexrohr DN 100, Schutzrohrabdichtungen sowie die Einmessung des Geländes an sieben Messstellen auszuführen.
Brandschutz und Bauleistungen
Ausführung und Kennzeichnung der vorgeschriebenen Brandschutzmaßnahmen, insbesondere fünf Kabelabschottungen, einschließlich Werksbescheinigung und erforderlicher Prüfzeugnisse. Größere Kernbohrungen, Durchbrüche, Schlitze und Nischen sind vor Ausführung mit dem Statiker abzustimmen und zu markieren. Baustelleneinrichtung, Baustellenreinigung, Schutzabdeckungen, Abfallentsorgung und die Koordination mit anderen Gewerken sind in die Einheitspreise einzurechnen.
Prüfung, Inbetriebnahme, Dokumentation und Übergabe
Die Anlagen sind betriebsfertig zu montieren, anzuschließen, zu programmieren, in Betrieb zu nehmen, zu prüfen und dem Betreiber zu übergeben. Das Bedienpersonal ist einzuleiten; eine Nachschulung ist 14 Tage nach der Ersteinweisung durchzuführen.
Zu erstellen und zu übergeben sind unter anderem Revisionsunterlagen in Papierform, auf USB-Stick als PDF sowie als Plan unter Glas, Schalt- und Installationspläne, Stromkreislisten, Prüf- und Messprotokolle, Inbetriebnahme- und Einweisungsprotokolle, Konformitätserklärungen sowie eine dreifache schriftliche Wirtschaftlichkeitsberechnung der PV-Anlage.
Wartung, Störungsdienst und Abnahmen
Vorgesehen sind die jährliche Regelwartung und Funktionsprüfung der Sicherheitsbeleuchtung nach AMEV 2018, die Prüfsachverständigenabnahme nach TAnlVO sowie ein optionaler 24/7-Bereitschafts- und Störungsdienst mit gestaffelten Reaktionszeiten. Der Wartungsvertrag hat eine feste Dauer von vier Jahren ab Beginn der Gewährleistung beziehungsweise Vertragsschluss und verlängert sich jeweils um ein Jahr, sofern er nicht fristgerecht gekündigt wird.
Die Allgemein- und Sicherheitsbeleuchtung ist nach AMEV 2018 sowie DGUV Vorschrift 3/BGV A3 und TAnlVO zu warten und wiederholt zu prüfen. Stundenlohnarbeiten werden nur nach Anordnung durch die Bauleitung und mit den vorgeschriebenen Bestätigungen ausgeführt.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPräqualifikation und vorläufiger Eignungsnachweis
Präqualifizierte Unternehmen weisen ihre Eignung durch Eintragung im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. nach. Nicht präqualifizierte Unternehmen legen das ausgefüllte Formblatt 124 VHB Eigenerklärung zur Eignung vor. Bei Nachunternehmern sind die Eigenerklärungen ebenfalls vorzulegen oder bei präqualifizierten Nachunternehmern die Verzeichnisnummern anzugeben.
Auf gesondertes Verlangen sind Eigenerklärungen durch Bescheinigungen zuständiger Stellen zu bestätigen. Nicht deutschsprachige Bescheinigungen sind mit einer Übersetzung ins Deutsche vorzulegen.
Persönliche und wirtschaftliche Eignung
Erforderlich sind Angaben zu Registereintragungen, Insolvenz- oder Liquidationsverfahren, schweren Verfehlungen und gegebenenfalls Selbstreinigung sowie die Erklärung, dass Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträge ordnungsgemäß gezahlt werden. Der Umsatz der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre ist anzugeben; ein Mindestumsatz ist nicht festgelegt.
Auf gesondertes Verlangen können Handelsregisterauszug, Gewerbeanmeldung, Handwerksrollen- oder IHK-Eintragung, Bescheinigungen in Steuersachen, Freistellungsbescheinigung sowie Unbedenklichkeitsbescheinigungen von Sozialkasse und Berufsgenossenschaft verlangt werden.
Technische und personelle Leistungsfähigkeit
Das Unternehmen muss erklären, dass die erforderlichen Arbeitskräfte verfügbar sind, die jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre nach Lohngruppen und Leitungspersonal angeben und die vorgesehenen Projektverantwortlichen benennen. Vergleichbare Elektroinstallationen müssen in den letzten fünf Kalenderjahren ausgeführt worden sein; hierzu sind drei Referenzen nachzuweisen.
Für die Montage ist eine Montagetruppe mit mindestens drei Arbeitskräften sowie eine personelle und zeitliche Kapazität für paralleles Arbeiten entsprechend dem Bauablauf vorzuhalten. Die Anlagen müssen normgerecht geprüft, in Betrieb genommen, dokumentiert und dem Betreiber übergeben werden können.
Fachliche Produkt- und Ausführungsnachweise
Für Brandschutzmaßnahmen ist die Zulassung des Ausführenden nachzuweisen. Brandschutzrelevante Materialien und Kabel müssen die geforderten Prüfzeugnisse besitzen; bei der Endabnahme ist eine beglaubigte Kopie des Prüfzeugnisses brandschutzrelevanter Kabel und Verdrahtung vorzulegen.
Für PV-Module, Unterkonstruktion, Wechselrichter, Batteriespeicher, Notstrom-Umschaltbox, Energiezähler und Datenkabel sind Datenblätter, Zertifikate, Konformitätsnachweise, Kompatibilitätsnachweise und Herstellergarantien vorzulegen. Die objektbezogene Systemstatik der PV-Anlage sowie Standsicherheitsnachweise für erforderliche Gerüste sind nachzuweisen.
Normen, Prüfungen und Abnahmen
Die elektrischen Anlagen sind nach den im Leistungsverzeichnis und in den Vergabeunterlagen genannten DIN-, VDE-, DGUV-, AMEV-, VDMA-, TAB- und Herstellerangaben auszuführen. Die Zähleranlage muss insbesondere den Vorgaben der TAB NS Nord, der Avacon Netz GmbH, VDE-AR-N 4100, VDE-AR-N 4105 und DIN EN 61439-1/-2 entsprechen.
Ein anerkannter Prüfsachverständiger ist zu beauftragen; die erforderlichen Messgeräte, Werkzeuge und Hilfsmittel sind bereitzustellen und die Zwischentermine sowie die Endabnahme sind zu begleiten. Für Zählersetzung und Abnahme ist ein Fachkundiger bereitzustellen.
Tariftreue und Entgeltgleichheit
Für die Leistung im Elektrohandwerk ist die Tariftreueerklärung abzugeben. Das im Tarifportal veröffentlichte und als Anlage beigefügte Tarifdatenblatt Elektrohandwerk ist zu berücksichtigen. Mindeststundenentgelt und Entgeltgleichheit für Leiharbeitnehmer müssen sichergestellt und gegenüber Nachunternehmern und Verleihern durchgesetzt werden. Entgeltabrechnungen und prüffähige Beschäftigtenunterlagen sind auf Anforderung vorzulegen.
Drei vergleichbare Elektroinstallationsprojekte; Eigenerklärung mit Art der ausgeführten Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum und Ansprechpartner. Die Formblatt 124 verlangt zusätzlich eine Beschreibung des maßgeblichen eigenen Leistungsumfangs, eingesetzter Arbeitnehmer und besonderer technischer Anforderungen.
Mit der ausgeführten Leistung vergleichbar; auf gesondertes Verlangen formlose Referenzbescheinigung oder Eigenerklärung, die nicht älter als fünf Jahre ist. Auch für jeden eingesetzten Nachunternehmer sind auf Verlangen drei vergleichbare Referenzen vorzulegen.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
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