Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenBeschafft wird die Lieferung von rund 2.500 MWh Erdgas für 13 Abnahmestellen der Dahme-Nuthe Wasser-, Abwasserbetriebsgesellschaft mbH. Der Lieferant übernimmt auch die Netznutzung und zugehörige Energiedienstleistungen. Das Festpreismodell umfasst ein Dienstleistungsentgelt und einen vorgegebenen Börsenpreisanteil. Die Lieferung läuft vom 01.01.2027 bis 01.01.2029 und kann bis 01.01.2030 verlängert werden.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Es wird die Summe der benannten Positionen (Dienstleistungsentgelt und Börsenpreisanteil) gewertet.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenLieferumfang und Umfang
Lieferung von Erdgas an die 13 Abnahmestellen der Dahme-Nuthe Wasser-, Abwasserbetriebsgesellschaft mbH. Der erwartete Gesamtbedarf liegt bei rund 2.500 MWh beziehungsweise etwa 850 MWh pro Jahr. Die Abnahmestellen umfassen unter anderem Königs Wusterhausen, Mittenwalde, Eichwalde, Zossen, Storkow, Ludwigsfelde, Dahme und Kasel-Golzig.
Lieferzeitraum
Die Pflichtlieferung beginnt am 01.01.2027 um 06:00 Uhr und endet am 01.01.2029 um 06:00 Uhr. Eine Verlängerung um höchstens zwölf Monate bis 01.01.2030 um 06:00 Uhr ist möglich. Die Tranchen-Fixierung für 2027, 2028 und optional 2029 muss spätestens am 15.12. des Vorjahres erfolgen.
Preismodell
Das Angebot wird als Festpreismodell mit zwei Preispositionen abgegeben. Position 1 ist das wertungsrelevante Dienstleistungsentgelt in €/MWh. Position 2 ist der nicht wertungsrelevante Börsenpreisanteil, der auf dem Mittelwert der EEX-Settlementkurse der EEX Natural Gas Calendar Futures vom 24.07.2026 mit 35,89 €/MWh basiert.
Netznutzung und Netzdienstleistungen
Die Lieferung erfolgt all-inclusive mit Netznutzung. Der Lieferant regelt die notwendigen Netzdienstleistungen über einen Lieferantenrahmenvertrag mit dem jeweiligen Netzbetreiber und führt den Lieferantenwechsel fristgerecht zum Lieferbeginn herbei. Als Netzbetreiber sind EWE Netz GmbH, NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG sowie Stadt- und Überlandwerke GmbH Luckau-Lübbenau genannt.
Messung und Datenbereitstellung
Die Abnahmestellen werden nach Standard-Lastprofil und Lastgangmessung beliefert. Der Lieferant stellt monatlich 60-Minuten-Lastgangdaten im∕en im Format MSCONS oder Excel bereit. Bei der Messung werden Brennwert und Volumen im Normzustand verwendet.
Im Dienstleistungsentgelt enthaltene Leistungen
Das Dienstleistungsentgelt umfasst die Nebenkosten der Energiebeschaffung, den Transport bis zum Virtuellen Handelspunkt, die Strukturierung, das Fahrplan-, Portfolio- und Bilanzkreismanagement, die Marge des Lieferanten, Kundenbetreuung und Abrechnung sowie das VHP-Entgelt, die Biogasumlage, die Marktraumumstellungsumlage und das Konvertierungsentgelt beziehungsweise die Konvertierungsumlage.
Durchlaufende und nicht im Angebotspreis enthaltene Posten
Nicht im Angebotspreis enthalten sind die Netznutzungsentgelte einschließlich Messkosten, die Konzessionsabgabe, die Bilanzierungsumlage, die BEHG-Umlage, die Gasspeicherumlage sowie die Erdgas- und Umsatzsteuer. Diese Positionen werden separat beziehungsweise ohne Aufschlag abgerechnet.
Mengenabweichungen und Abrechnung
Es gilt ein Mengenkorridor von 80 % bis 120 % der erwarteten Energiemenge. Bei Abweichungen außerhalb dieses Korridors ist eine Ersatzenergiepreisformel anzuwenden. Die jährliche Schlussrechnung wird zum 31.12. erstellt und spätestens 15 Werktage danach übermittelt.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZuverlässigkeit und Ausschlussgründe
Der Bieter darf keine rechtskräftige Verurteilung wegen der in den Vergabeunterlagen genannten Straftaten, keine schweren Verfehlungen, keine Verstöße gegen umwelt-, sozial- oder arbeitsrechtliche Pflichten und keine relevanten Ausschlussgründe aufweisen. Es darf kein Insolvenzverfahren oder Vergleichbares eröffnet oder beantragt sein, keine Liquidation, keine faktische Zahlungsunfähigkeit und kein Eintrag im Wettbewerbsregister mit den genannten Mindestfolgen vorliegen. Bei Auftragssummen ab 30.000 € wird ein Auszug aus dem Wettbewerbsregister angefordert.
Steuern, Abgaben und Sozialversicherung
Der Bieter muss seine Verpflichtungen zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Beiträgen zur gesetzlichen Sozialversicherung erfüllen. Auf Verlangen ist eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts oder eine Bescheinigung in Steuersachen vorzulegen.
Register, Berufsgenossenschaft und Versicherung
Je nach Erfordernis ist die Eintragung im Berufsregister nachzuweisen oder die Nicht-Eintragungspflicht zu erklären. Der Bieter muss Mitglied der Berufsgenossenschaft sein oder den zuständigen Versicherungsträger angeben und eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vorlegen. Außerdem sind das Versicherungsunternehmen und die Deckungssumme der Haftpflichtversicherung anzugeben.
Fachkunde und personelle Leistungsfähigkeit
Der Bieter muss bestätigen, dass die für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Auf Verlangen sind die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten der letzten drei Jahre und die für die Leitung vorgesehenen Personen zu benennen.
Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Der Bieter muss Angaben zum Umsatz der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre machen, soweit er Leistungen betrifft, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind. Bei Joint Ventures sind die jeweiligen Anteile zu berücksichtigen.
Referenzen
Es sind drei vergleichbare Referenzprojekte aus den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren vorzulegen. Die Referenzen müssen Leistungen betreffen, die mit der Erdgaslieferung einschließlich Netznutzung vergleichbar sind. Je Referenz sind Auftraggeber, Leistungsbeschreibung und -umfang, Ansprechpartner und Telefonnummer anzugeben.
Mindestlohn und Vergabebedingungen
Der Bieter muss die Erklärung zum Mindestlohngesetz unterschreiben und bestätigen, dass kein Ausschlussgrund nach § 19 MiLoG vorliegt und kein Verfahren nach § 21 MiLoG anhängig ist. Zusätzlich ist die Vereinbarung zu den Mindestanforderungen nach dem Brandenburgischen Vergabegesetz rechtsverbindlich zu unterzeichnen. In den Unterlagen ist ein Mindestentgelt von 13,00 € brutto pro Stunde genannt.
Russland-Embargo
Nachunternehmer
Beabsichtigte Nachunternehmer sind mit einer Übersicht und gegebenenfalls mit ihren Namen anzugeben. Die Nachunternehmer sind sorgfältig auszuwählen und zur Einhaltung der Mindestanforderungen zu verpflichten; für sie gelten die geforderten Erklärungspflichten entsprechend.
Rechtsform und KMU-Status
Eine bestimmte Rechtsform ist nicht vorgeschrieben. Im Angebotsbegleitschreiben ist der KMU-Status des Bieters mit Ja oder Nein anzugeben.
Drei vergleichbare Leistungen aus den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren
Leistungen müssen mit der Lieferung von Erdgas einschließlich Netznutzung vergleichbar sein. Je Referenz sind Auftraggeber, Leistungsbeschreibung und -umfang, Ansprechpartner und Telefonnummer anzugeben.