Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Gemeinde Wusterhausen/Dosse schreibt im Wege einer öffentlichen Ausschreibung nach VOB/A die Errichtung eines unterirdischen Löschwasserbehälters (Löschwasserzisterne) mit 100 m³ Nutzvolumen im Ortsteil Emilienhof aus.
Was zu tun ist:
Der vollständig einzugrabende Behälter aus PE oder PP nach DIN 14230 (Baulänge max. 22 m) ist zu liefern, in eine Baugrube (ca. 859 m³ Aushub) einzubauen, an die Löschwasserversorgung anzuschließen und inklusive Dichtigkeitsprüfung in Betrieb zu nehmen. Hinzu kommen Baustelleneinrichtung, Erdarbeiten mit Aushub-Beprobung nach ErsatzbaustoffV, Pflasterarbeiten (ca. 72 m²), Wasserhaltung mit Grundwasserbeprobung, Lieferung und Pflanzung von 7 gebietseigenen Hochstämmen (3 Gemeine Eschen, 4 Flatterulmen) sowie deren Pflege über 5 Jahre.
Wichtige Fristen: Angebotsabgabe bis 22.09.2026 um 14:30 Uhr; Ausführungszeitraum vom 02.11.2026 bis 26.02.2027. Zuschlag erhält das wirtschaftlichste Angebot nach dem Kriterium Preis (niedrigster Preis).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Vorbereitung
Einrichten und Räumen der Baustelle inkl. Zufahrt, Verkehrssicherung nach RSA/UVV, Bauzaun (täglich umsetzen), Baumstammschutz, Stillstand für archäologische Untersuchungen, Astabsägen, Baustrom/Trink-/Brauchwasser/Entsorgung/Telekommunikation auf eigene Kosten. Tagesberichte und Aufmaße sind ständig zur Überprüfung durch den Auftraggeber bereitzuhalten.
Kampfmittelfreiheit wurde vom Zentraldienst der Polizei im Vorfeld abgefragt.
Erdarbeiten und Baugrube
Suchschachtungen, Baugelände beräumen, Baumstümpfe roden (13 St), Oberboden abtragen und wiederandecken (ca. 288 m³), Baugrube ausheben (ca. 859 m³), Untergrund verdichten, Sauberkeitsschicht und Füllboden einbauen (ca. 744 m³), Vegetationsfläche vorbereiten (ca. 481 m²) und Rasenansaat.
Aushub ist auf Verwertungsmöglichkeit zu untersuchen (Bodenbeprobung gemäß ErsatzbaustoffV durch akkreditiertes Labor; Prüfbericht innerhalb 5 Arbeitstagen). Ausgebautes Material ist als Abfall zu deklarieren.
Löschwasserbehälter und Rohrleitungsarbeiten
Lieferung und Einbau eines Löschwasserbehälters 100 m³ aus PE oder PP nach DIN 14230 (Baulänge max. 22 m), inkl. Einstiegsdom, Sicherheitssteigleiter nach DIN 3620 und UVV-VGB 74, Zulaufstutzen, Saugrohr, Entnahmestelle, Be-/Entlüftung, Hinweisschild nach DIN 4066-B2, Überlauf mit Sickerschacht, Geotextil als Auftriebssicherung (500 m²), Rohrpfosten (R.Alu 60,0/2,5 mm mit Erdanker). Erstbefüllung und Dichtigkeitsprüfung mit mind. 5 Tagen Wasserstandsbeobachtung.
Der Behälter wird vollständig eingegraben (0,8 m Überdeckung unter Geländeoberkante); ein statischer Nachweis für Erdeinbau und Auftriebssicherung ist zu erbringen.
Wasserhaltung
Bemessung der Wasserhaltungsanlage mit Beschreibung des Betriebsablaufs vor Beginn der Arbeiten einreichen; wasserrechtliche Genehmigung eigenverantwortlich einholen. Grundwasserbeprobung im zugelassenen Labor auf alle für die Genehmigung notwendigen Parameter.
Pflasterarbeiten
Sauberkeitsschicht, Asphaltbefestigung trennen (15 m), Fugen herstellen, Tragschicht ohne Bindemittel (25 cm), Pflasterdecke (72 m²), Randeinfassung (52 m), Anfahrschutz (2 St).
Baumpflanzungen und mehrjährige Pflege
Einschlagplatz herstellen, Lieferung und Pflanzung von 7 gebietseigenen Hochstämmen (3× Gemeine Esche, 4× Flatterulme; Vorkommensgebiet 2.1 – Ostdeutsches Tiefland; Stammumfang 14–16 cm) gemäß Erlass Brandenburg vom 15.07.2024. Inklusive Pflanzloch, Mulchen, Verankerung, Wässerung (bis zu 280 Gänge/Jahr, mind. 3 Tage vorher beim Bauherrn anzeigen), Verbiss-/Fegeschutz, Stammschutz, Düngung.
Pflege über 5 Jahre: Fertigstellungspflege 1. Jahr (3 Gänge bis 31.05., 31.07., 30.09.) und Entwicklungspflege 2.–5. Jahr (je 3 Gänge bis 31.05., 31.07., 15.10.).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Eignung und Präqualifikation
Eigenerklärung zur Eignung (FB 124) oder Nachweis der Präqualifikation im Präqualifikationsverzeichnis (Verein für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V.) – bei PQ-Eintrag ggf. ergänzt durch auftragsspezifische Einzelnachweise. Auf gesondertes Verlangen: Bescheinigungen zuständiger Stellen mit ggf. deutscher Übersetzung.
Fachliche Eignung (Referenzen)
Sofern keine Präqualifikation vorliegt, sind mindestens zwei vergleichbare Referenzen aus den Leistungsbereichen LB 211-01, 212-01, 213-01, 213-02 oder 411-01 vorzulegen.
Zuverlässigkeit und finanzielle Leistungsfähigkeit
Unbedenklichkeitsbescheinigung des zuständigen Finanzamts (nicht älter als 3 Monate). Nachweis einer Haftpflichtversicherung für Personen-, Sach- und Vermögensschäden mit ausreichenden Deckungssummen.
Compliance und Embargo
Sonderformular Russland-Embargo (Art. 5k EU-VO 833/2014 i.d.F. VO 2022/576): keine direkten/mittelbaren Russland-Bezüge des Bieters und aller Unterauftragnehmer/Lieferanten/Kapazitätsgeber mit mehr als 10 % Auftragswertanteil.
Brandenburgisches Vergabegesetz (BbgVergG)
Verbindliche Vereinbarung Mindestanforderungen BbgVergG (Formular 5.3): Zahlung von mind. 13,00 € brutto/h, Vorlage anonymisierter/pseudonymer Lohnnachweise, Duldung von Stichprobenkontrollen, Einhaltung der Nachunternehmer- und Verleiher-Pflichten (Formular 5.4). Vertragsstrafen bis 5 % der Auftragssumme (max. 250.000 €), Auftragssperre bis 3 Jahre bei Verstößen.
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Präqualifikation (PQ) ODER zwei vergleichbare Referenzen aus den Leistungsbereichen LB 211-01 (Erdarbeiten), 212-01 (Rohrleitungsarbeiten), 213-01 (Wasserhaltung), 213-02 oder 411-01
Vergleichbare Tiefbau-/Rohrleitungsarbeiten; Eigenerklärung zur Eignung (FB 124) oder PQ-Eintrag