Mainzer Straße_Ersatzneubau Brücke
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Koblenz schreibt den Ersatzneubau der Brücke Mainzer Straße über die B49 als offenes Verfahren europaweit aus. Die Baumaßnahme umfasst Brückenneubau, Abbruch der Bestandsbrücke, Stützwand- und Gesimserneuerungen, Straßenbau mit Anpassung angrenzender Abschnitte, Erneuerung des Regenwasserkanals (inkl. Stollenvortrieb) und Tieferlegung einer Gasleitung – alles in einer Gesamtmaßnahme über vier Teile (Ingenieurbauwerke, Straßenbau, Kanalbau, Gasleitung).
Angebote müssen bis zum 26.11.2026 um 09:30 Uhr ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform rlp.vergabekommunal.de eingereicht werden. Zuschlag erhält das wirtschaftlichste Angebot nach dem Kriterium Preis (niedrigster Preis). Mit dem Angebot sind u. a. das Angebotsschreiben (Formblatt 213), die Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124), Preisermittlung (221/222), Bauzeitenplan, Bauablaufkonzept, Bieterangabenverzeichnis, LTTG-Erklärung, Urkalkulation, das Grobkonzept zur Kampfmittelsondierung sowie 3 Referenzbescheinigungen einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Angebotspreis100%
Der Preis ist das alleinige Wertungsmerkmal. Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGesamtstruktur der Maßnahme
Die Baumaßnahme umfasst vier Teile, die gemeinsam ausgeschrieben und am selben Termin submissioniert werden, aber von unterschiedlichen Auftraggebern separat vergeben werden:
Die Gesamtkoordination obliegt dem Auftragnehmer. Die Vergabe erfolgt nicht losweise. Geplanter Baubeginn: 02.01.2027; geplantes Bauende: 16.02.2030 (ca. 38 Monate).
Brückenbau – Hauptbauwerk (BW1)
Ersatzneubau des 2-feldrigen Brückenbauwerks als Spannbetonplatte (C50/60) mit Einzelstützweiten 10,15 m / 15,90 m (Gesamtstützweite 26,05 m), Breite zwischen Geländern 25,25 m, Brückenfläche ca. 657,76 m². Bohrpfahlgründung (Ø 120 cm, ca. 11 Pfähle je Widerlager, 5 Pfähle je Pfeiler, Längen 15–20 m). 4 Bauwerkskappen (Geh-/Radwege je 4,10 m), 1,30 m hohe Sondergeländer, Abdichtung, Entwässerung, Korrosionsschutz, lärmtechnisch verbesserter Gussasphalt MA 8 S. Herstellung in zwei Bauabschnitten (BA1 = südlicher Teil, BA2 = nördlicher Teil); Überbau in erhöhter Lage auf Traggerüst und Absenkung in Endlage.
Begleitende Ingenieurbauwerke (BW2–BW5)
BW2 – Stützwand Rhein-Mosel-Halle: Neubau einer Winkelstützwand aus Stahlbeton C30/37 (Gesamtlänge ca. 66,85 m, Wandhöhe 1,11–2,61 m) auf Bodenaustausch, mit Verblendmauerwerk (Muschelkalk), Geländer, Entwässerung und Unterfangung des Trogbauwerks.
BW3 – Trogbauwerk: Erneuerung der Gesimse (Beton, Abdichtung, Asphalt, Geländer).
BW4 – Unterführung: Erneuerung der Gesimse.
BW5 – Stützwand Nord: Erneuerung der Gesimse an der nördlichen Stützwand B 49 und der Unterführung.
Baubehelfe und Verkehrsführung während der Bauzeit
Errichtung von Hilfsbrücken (Fußgänger und Kfz) für die Aufrechterhaltung des Verkehrs während der Bauzeit, inkl. Gründungen. Traggerüste, Schutz-/Arbeitsgerüste, Schutzzelte, Bohrpfahlwände und Verpressanker. Koordination der Phasenwechsel mit dem Verkehrssicherer des Auftraggebers (4 Wochen Vorlaufzeit). Provisorische Beleuchtung nächtlicher Einhub, temporäre Geh-/Radwegbeleuchtung auf der Behelfsbrücke.
Abbruch Bestandsbauwerk
Rückbau des 4-feldrigen Bestandsbauwerks (Baujahr 1964) einschließlich Überbau (Spannbeton), Pfeiler, Widerlager, Stützwände und Entlastungskonstruktionen. Abbruchkonzept mit Abbruchstatik, Bauzustandsplänen und Schutzmaßnahmen ist spätestens 4 Wochen vor Abbruchbeginn vorzulegen (3-fach).
Straßenbau und Anpassung der angrenzenden Abschnitte
Vollausbau der Straßenzüge B49 (Friedrich-Ebert-Ring / Pfaffendorfer Brücke), Mainzer Straße / Am Mainzer Tor / Neustadt, Schleifenrampe Mainzer Straße Süd – Friedrich-Ebert-Ring West, Einfahrrampe B49 Ost und Eckverbindung Neustadt Nord – Friedrich-Ebert-Ring West. Herstellung von Geh- und Radwegen, zwei Treppenanlagen (Südwest, Südost), Bushaltestelle Friedrich-Ebert-Ring (mit 24 cm Betondecke C30/37). Asphaltoberbau 3-schichtig (Bk 10 / Bk 3,2 / Rad- und Gehwege), Schottertragschicht, Borde und Rinnen (Beton und Naturstein), Pflaster, taktile Elemente (Kasseler Sonderbord, Leitsteine, Trennstreifen). Anpassungsarbeiten an Grundstücken, Beschilderung, Schutzeinrichtungen am Fahrbahnrand.
Kanalbau
Erneuerung des Regenwasserkanals in der Mainzer Straße auf ca. 420 m Länge einschließlich zweier Seitenäste zur B49 sowie ca. 650 m Anschlussleitungen für die Straßenentwässerung (PVC-U SN 12, DN 150/200). Rohrvortrieb/Stollenbau (ca. 15 m bergmännisch) für die Querung/Anbindung an den Bestandskanal EI 1000/1500. Erdarbeiten bis ca. 6,50 m Tiefe, Verbau (Verbauboxen, Gleitschienen-, Kammerdielenverbau), ca. 17 Kontrollschächte DN 1000–DN 1500 mit innenliegenden Unterstürzen, ca. 27 Abzweige für Straßeneinläufe. Dichtheitsprüfungen nach DIN EN 1610 / DWA-A 139, Kanal-TV-Inspektion, Wasserhaltung, Verdämmung alter Kanäle.
Gasleitung (Teil IV)
Außerbetriebnahme und Ausbau der bestehenden Erdgasleitung Stahl DN 400, Herstellung eines neuen Leitungsgrabens in offener Bauweise in derselben Trasse mit durchgehender Mindestdeckung von 0,90 m, Verfüllung gem. ZTV A-StB. Die Rohrverlegung und Montage erfolgt durch das Vertragsunternehmen der Energienetze Mittelrhein; der Tiefbau-Auftragnehmer stellt den Graben bereit und führt die Eigenüberwachung (dynamische Lastplattendruckversuche) durch.
Tiefbau Beleuchtung, Parkleitsystem und LSA
Demontage Bestandslichtmasten, Lieferung und Montage neuer Masten (7 m und 23 m Hochmasten inkl. Statik/Ausführungsplanung und Fundamente), Kabelgräben und Kabelverlegung (NYY-J), Erdung, provisorische Beleuchtung, Beleuchtung temporärer Geh-/Radwege, Elektroinstallationen unter dem Brückenbauwerk, Parkleitsystem sowie Fundamente und Kabeltrassen für Lichtsignalanlagen (LSA) mit Schutzrohren, Kabelschächten und Banderder.
Kampfmittelsondierung
Vorgängig zur Baumaßnahme: Grundlagenermittlung, Konzept, Sondierungen im Bereich Ingenieurbauwerke, Straßenbau, Kanalbau und Gasleitung, Nachuntersuchung von Verdachtspunkten (bis 6 m Tiefe). Fachpersonal: Feuerwerker nach § 20 SprengG, Munitionsräumarbeiter. Freigabemessungen jeweils vor Beginn der Gründungsarbeiten schriftlich.
Entsorgung und Umwelt
Entsorgung von Erdaushub (Bodenklassen BM-O bis BM-F3 gem. EBV), Abbruchmaterial, Schadstoffen (u. a. teerhaltige Straßenbefestigung, AVV 17 05 04 / 17 05 03*, Blei(II,IV)-oxid und Benzo(a)pyren). Verwertungs-/Entsorgungsnachweise, Wiege- und Lieferscheine. Deponie: Abfall-Zweckverband Rhein-Mosel-Eifel (Ochtendung). Winterbaustelle (November–März), ständig eis- und schneefrei.
Verkehrssicherung, Öffentlichkeitsarbeit und Baustellenlogistik
Bauzaun, Baustellenschild, Anwohner-Informationskonzept, Koordination mit dem Verkehrssicherer des AG (4 Wochen Vorlauf). Vollsperrung einzelner Richtungsfahrbahnen während der Kanalbauarbeiten, Bohrbeginnsanzeige mind. 4 Wochen vor Ausführungsbeginn (WHG § 49). Baubüro für den AG 25 Monate vorhalten. Monatlich 100 Lichtbilder (≥ 5 MP) über Cloud. SiGe-Plan-Zuarbeit (Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen, Qualifikationsnachweise).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenVerfahrensart und Zuschlagskriterium
Offenes Verfahren gem. VOB/A Abschnitt 2 (EU-weit). Zuschlag nach dem Kriterium Preis (niedrigster Preis). Nebenangebote sind zulässig, jedoch nur in Verbindung mit einem Hauptangebot. Mehrfachangebote sind nicht zulässig. Die Angebotsabgabe erfolgt ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform. Die Vergabe erfolgt nicht losweise.
Eignung – wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Angabe des Unternehmensumsatzes der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (Bauleistungen und vergleichbare Leistungen). Optionale KMU-Erklärung (< 250 Beschäftigte, ≤ 50 Mio € Umsatz bzw. ≤ 43 Mio € Bilanzsumme). Auf Verlangen: Unbedenklichkeitsbescheinigungen (Finanzamt, Sozialkasse, Berufsgenossenschaft), Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG.
Eignung – technische und berufliche Leistungsfähigkeit
3 vergleichbare Referenzbescheinigungen aus den letzten 5 Kalenderjahren (Details siehe Referenzprojekte). Nachweis der durchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen (bei engerer Wahl). Gewerberechtliche Nachweise: Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Eintragung Handwerksrolle oder IHK.
Präqualifikation und Eignungsleihe
Präqualifizierte Unternehmen führen den Eignungsnachweis durch Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis; nicht präqualifizierte Unternehmen legen das Formblatt 124 (Eigenerklärung zur Eignung) oder eine Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) bei. Bei Einsatz anderer Unternehmen: Benennung und Verpflichtungserklärung (Formblatt 236); bei gemeinsamer Haftung Haftungserklärung.
Ausschlussgründe und Selbstreinigung
Keine schweren Verfehlungen, insbesondere: kein laufendes/eröffnetes Insolvenzverfahren, keine Verurteilung zu > 3 Monaten Freiheitsstrafe oder > 90 Tagessätzen/Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 Jahren, keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A, ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer- und Sozialversicherungspflichten. Selbstreinigungsmaßnahmen sind möglich.
Tariftreue, Sanktionen und zusätzliche Erklärungen
LTTG Rheinland-Pfalz: Tariftreue- bzw. Mindestentgelterklärung (gilt ab Netto-Auftragswert 20.000 €). Russland-Sanktionen: Erklärung nach Art. 5k EU-VO 833/2014, dass keine russischen Beteiligungen > 10 % des Auftragswerts bestehen. Erklärung zur Verwendung von Holzprodukten (falls zutreffend), Erklärung gegen ausbeuterische Kinderarbeit. Fremdsprachige Bescheinigungen: deutsche Übersetzung beifügen. Angebotssprache: Deutsch.
Bevorzugungsregelungen (wertungsrelevant)
Anerkannte Werkstätten für behinderte Menschen erhalten einen Abschlag von 15 v. H. auf den Angebotspreis bei wirtschaftlicher Gleichwertigkeit; anerkannte Inklusionsbetriebe 10 v. H. Ausbildungsbetriebe und Betriebe mit Frauenfördermaßnahmen werden bei wirtschaftlich gleichwertigen Angeboten bevorzugt (Nachweis per Eigenerklärung auf Verlangen). Diese Bevorzugungen sind ausgeschlossen bei Beteiligung ausländischer Bieter.
3 vergleichbare Referenzbescheinigungen aus den letzten 5 Kalenderjahren (Brücken-/Ingenieurbau, Straßen- und/oder Kanalbau)
Ansprechpartner beim Auftraggeber, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eigener Leistungsumfang mit Mengenangaben, durchschnittliche Anzahl eingesetzter Arbeitnehmer, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
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