MHH - Ersatzneubau der Außenstelle des Instituts für Rechtsmedizin - Freianlagen
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Medizinische Hochschule Hannover (MHH) sucht im Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb ein Planungsbüro für die Freianlagen (Außenanlagen) des Ersatzneubaus ihrer rechtsmedizinischen Außenstelle auf dem Medizin-Campus der Universität Oldenburg.
Was ist zu planen?
Leistungsumfang: Fachplanung nach HOAI 2021, Leistungsphasen 1–5 (Vertragsmuster), Auftrag stufenweise. Andere Fachplanungen (Tragwerk, Objektplanung Gebäude) sind nicht Teil dieser Vergabe.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Qualifikation und Erfahrung des mit der Ausführung des Auftrags betrauten Personals30%
Namentliche Benennung der Schlüsselpositionen (Projektleiter, stellvertretender Projektleiter, Fachbauleiter Freianlagen) mit Darstellung ihrer Werdegänge, Tätigkeitsschwerpunkte und vergleichbarer persönlicher Projekterfahrungen anhand der Anlage 12a. Bewertet wird, inwieweit die Qualifikation und Erfahrung eine fachgerechte, termingerechte und qualitativ hochwertige Auftragserfüllung erwarten lässt. 1-5 Punkte.
- Personalorganisation und konzeptionelle Herangehensweise40%
Vorlage eines Organigramms des Projektteams samt Erläuterungsbericht mit Darstellung der Zusammensetzung des Projektteams, interner Zuständigkeiten und Hierarchien, Handlungs- und Arbeitsprozesse, Schnittstellen, Kommunikations- und Besprechungswesen, Konfliktmechanismen, Ersatzkräfte und Reaktionszeiten, örtliche Präsenz sowie methodische Arbeitsweise und Projektabwicklung inkl. Aufgabenverständnis, Vorgehensvorschlag, Methodik, Chancen- und Risikoanalyse, Qualitätssicherung, Kosten- und Terminsteuerung, Nachtragsmanagement. 1-5 Punkte.
- Preis / Honorar30%
Wertungsrelevantes Honorarangebot ergibt sich aus Honorarangebot des Bieters zuzüglich fiktiver Stundenkontingente (20h Auftragnehmer + 20h Projektmitarbeiter + 20h technischer Zeichner). Niedrigstes Angebot erhält 5 Punkte; Angebote mit dem 2-fachen oder darüber 0 Punkte; dazwischen lineare Interpolation.
Preis/Honorar: Erreichte Punktzahl = (2 * günstigstes Angebot - zu bewertendes Angebot) * 5 / günstigstes Angebot. Niedrigstes Angebot erhält 5 Punkte; Angebote mit dem 2-fachen oder darüber erhalten 0 Punkte; dazwischen lineare Interpolation mit 2 Stellen nach dem Komma.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenPlanungsleistung Freianlagen (HOAI)
Fachplanung Freianlagen nach HOAI 2021 (Leistungsbild Freianlagen). Leistungsumfang umfasst freiraumplanerische Konzeption, Genehmigungsplanung, Ausschreibung und Bauleitung/Begleitung der Herstellung. Auftrag wird stufenweise in Leistungsstufen erteilt; der Auftraggeber behält sich vor, nur Teilleistungen einzelner Leistungsphasen oder Bauabschnitte zu beauftragen. Andere Fachplanungen (z. B. Tragwerk, Objektplanung Gebäude, TGA) sind nicht Teil dieser Vergabe und werden separat ausgeschrieben. Vertragsmuster und Honorarermittlung nach § 39 HOAI (Fassung 2013/2020); Leistungsphasen 1–5 mit Anteilen am Gesamthonorar: LP1 30 %, LP2 25 %, LP3 8,9 %, LP4 29,8 %, LP5 2 % (Summe 95,7 %), zzgl. 2 % Besondere Leistungen (Grundlagenermittlung) und 3 % Nebenkosten je Phase. Honorarzone II.
Standort und Rahmenbedingungen
Standort: Medizin-Campus Pophankeweg, 26129 Oldenburg (Flurstück 111-65), auf einer Restfläche des Medizin-Campus der Universität Oldenburg. Bebaut wird ein eigenständiger Baukörper mit ca. 600 m² bebaubarer Fläche. Die Baustelleneinrichtungsfläche ist eingeschränkt; Abstimmung mit dem Staatlichen Baumanagement Region Nord-West (Bauherr 1. Bauabschnitt) ist erforderlich. Geothermie-Erdwärmesonden der Campus-Gesamtmaßnahme (105 Sonden à ca. 190 m Tiefe, Sondenabstand 10 m) liegen im Untergrund und sind bei der Planung zu berücksichtigen (u. a. Ertüchtigung Freianlagen oberhalb der Sonden). Auf dem Campus gilt der Bebauungsplan W-796 (Sondergebiet Dienstleistung/Forschungszentrum, GRZ 0,6, GFZ 2,0). Das Institut ist akkreditiertes Prüflabor; Diskretion und Zutrittsbeschränkung sind zu beachten.
Inhaltliche Planungsanforderungen
Zu planen sind: Zuwegungen, Erschließungsflächen, Vorplätze und Stellplätze (6–8 Besucherstellplätze direkt am Gebäude inkl. 1 Ladesäule mit 2 Ladepunkten, Leitungsinfrastruktur-Vorrüstung aller 6 Stellplätze gemäß GEIG; weitere 8 Mitarbeiterstellplätze im Campus-Parkhaus); befestigte Fahr- und Rangierflächen für Einsatz- und Transportfahrzeuge; klar getrennte Funktionsbereiche für Anlieferung/Logistik und öffentlichen Zugang (Anlieferung über die Straße „Der Technologiepark"); Begrünung, Vegetationsflächen und ggf. Fassadenbegrünung im Rahmen eines Klimakonzeptes; Entwässerungsanlagen für befestigte und unbefestigte Flächen, Regenwassernutzung über Zisternen ist zu prüfen; Ausstattungselemente wie Fahrradabstellanlagen, Sitzgelegenheiten, Beleuchtung, Wegweiser und Abfallbehälter; Sicherheits- und Einfriedungselemente; Nachweis der Barrierefreiheit; Erstellung eines Freianlagen-Lageplans in Abstimmung mit Bebauungsplan W-796 und Lageplan 1. BA Medizin-Campus; landschaftspflegerischer Begleitplan; bauordnungsrechtliche Aspekte. Materialien: dauerhaft, pflegearm, vandalismus-sicher, ressourcenschonend, recyclingfähig. Klimaziel: Land Niedersachsen klimaneutral 2035; CO₂-Reduktion, Biodiversität, Regenwassermanagement. BNB/DGNB/QNG-Zertifizierung als Option vorgesehen. PV-Pflicht (mind. 50 % Dachfläche PV) ist Randbedingung der Gesamtplanung. Nachweis Stellplätze: 14 Stellplätze gemäß 40 m² Nutzfläche/Stellplatz bei NUF 1–7 = 526 m². Verpflichtende Stundenlohnarbeiten-Positionen (Wertung): je 20 Stunden für Auftragnehmer/Büroleiter/Ingenieur, Projektmitarbeiter und technische Zeichner (gesamt 60 Wertungsstunden).
Abstimmungen und Übergabe
Abstimmung der Standards (Materialien, Regenwassermanagement, Fertigstellungs- und Entwicklungspflege) mit der Universität Oldenburg, die künftig Instandhaltung, Pflege und Wartung übernimmt, unter Einbeziehung der MHH. Enge Abstimmung mit Objektplanung, TGA-Planung und weiteren Beteiligten. Einhaltung aller einschlägigen technischen Regelwerke, Normen sowie Vergabe- und Bauvorschriften. Nachhaltige Beschaffung gemäß VV-NB (RdErl. d. MW v. 08.11.2023): u. a. keine teilhalogenierten FCKW/FKW, keine Multisplit/VRF-Klimageräte > 10 kW, keine Kühl-/Gefriergeräte mit halogenierten Kältemitteln, keine SF₆-haltigen Mittelspannungsschaltanlagen, keine chlorabspaltenden Reiniger, keine Einwegkunststoffprodukte, mobile Maschinen nur mit EU-Emissionsstufe V. Tariftreue und Mindestentlohnung nach NTVergG; Kontrollrechte des Auftraggebers; Aufbewahrung von Kontrollunterlagen 10 Jahre; Vertragsstrafen 1 % je Verstoß, max. 10 % des Auftragswerts.
Bauzeit und Honorarrahmen
Voraussichtliche Baukosten (KG 200–600, ohne 611 und 612) der Gesamtbaumaßnahme Ersatzneubau: ca. 5.795.000 € brutto (HU-Bau) bzw. ca. 7.026.000 € brutto nach Vorindizierung (Preisstand nach 28 Monaten). Davon Freianlagen (KG 500, anrechenbare Kosten, brutto): 314.000 €. Honorar (netto, gem. Vorlage VM6-3): Grundleistungen 37.842,65 €, Nebenkosten 1.135,28 €, Gesamthonorar 38.977,93 € (brutto 46.383,74 €). Vertragslaufzeit: 36 Monate ab Vertragsbeginn (stufenweise Beauftragung). Rahmenterminplan: Vergabe Planungsaufträge 12/2026, HU-Bau 12/2026–05/2027, Bauantrag und Genehmigung 05/2027–11/2027, Erteilung Bauauftrag 07/2027, Ausführungsplanung 06/2027–02/2028, Leistungsverzeichnisse/Aufträge 03/2028–09/2028, Ausführung Freianlagen 07/2028–01/2030 (ca. 19 Monate), Inbetriebnahme 02/2030.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZuverlässigkeit
Keine Ausschlussgründe nach §§ 123–125 GWB. Angaben zu Insolvenz, Liquidation, Insolvenzplan. Angaben zum Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG). Eigenerklärung Wettbewerbsregister. Eigenerklärung Sanktionsvereinbarung EU. Keine einschlägigen Bußgelder nach AEntG, AufenthG, SchwarzArbG, MiLoG. Erklärung, dass Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträge ordnungsgemäß entrichtet sind und gewerberechtliche Voraussetzungen erfüllt werden. Kartellerklärung gemäß §§ 2, 3 GWB (entweder Zugehörigkeit mit Nennung beteiligter Firmen oder Nichtzugehörigkeit).
Berufliche Zulassung
Eintragung im Handels- bzw. Berufsregister, nicht älter als 12 Monate (sofern verpflichtend). Berechtigung zur Berufsbezeichnung „Landschaftsarchitekt, Landesplaner" oder gleichwertig. Für juristische Personen: Benennung eines verantwortlichen Landschaftsarchitekten. EU/EWR-Berufsanerkennung nach RL 2005/36/EG möglich. Ausländische Unternehmen: Angabe des Herkunftsstaates und des zuständigen Versicherungsträgers.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Mindestumsatz: spezifischer Jahresumsatz Fachplanung Freianlagen ≥ 70.000 € netto p. a. im Durchschnitt der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (2023–2025). Wertungsstaffel: ≥ 150.000 € = 3 Punkte, ≥ 120.000 € = 2 Punkte, ≥ 90.000 € = 1 Punkt, < 70.000 € = Ausschluss. Haftpflichtversicherung: mind. 2,0 Mio. € Personenschäden und 2,0 Mio. € sonstige Schäden, jeweils 2-fach maximiert je Versicherungsjahr; rechtsverbindliche Zusage/Eigenerklärung vorab ausreichend, Nachweis innerhalb 1 Woche nach Zuschlag.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Personal: durchschnittlich mind. 3 festangestellte Fachkräfte in Vollzeit (bzw. FTE) pro Jahr im Mittel der letzten 3 Geschäftsjahre; zugelassene Qualifikationen Landschaftsarchitekt, Landesplaner oder gleichwertige akademische Qualifikation. Nachweis eines internen Qualitätssicherungssystems (Zertifikat oder Darstellung, max. 2 DIN-A4-Seiten, Arial 11 pt). Mindestens 3 Referenzen gemäß Anlage 10 (siehe Referenzprojekte). Personal darf nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung der Auftraggeberin ausgetauscht werden.
Anforderungen an Schlüsselpositionen (Projektteam)
3 Schlüsselpositionen: Projektleiter, stellv. Projektleiter, Fachbauleiter Freianlagen – jeweils festangestellt (keine freien Mitarbeiter/Subunternehmer). Projektleiter und stellv. Projektleiter: Studienabschluss Landschaftsarchitektur/Landespflege oder gleichwertig (Diplom/Master); mind. 3 Jahre Berufserfahrung bei vergleichbaren Bauvorhaben seit Hochschulabschluss. Fachbauleiter: mind. 3 Jahre Berufserfahrung bei vergleichbaren Bauvorhaben. Pro Schlüsselposition: 2 persönliche Referenzprojekte aus den letzten 10 Jahren mit Auftraggeber, Zeitraum, Baukosten KG 500, erbrachten Leistungsphasen, eigener Funktion, Besonderheiten/Herausforderungen, Präsenz vor Ort, Termin- und Kosteneinhaltung.
Eignungsleihe, Bietergemeinschaften, weitere Erklärungen
Eignungsleihe zulässig: Verpflichtungserklärung (Anlage 07) und Angaben des Drittunternehmens (Anlagen 1, 3–5, 8–9) erforderlich; Berufsqualifikationsnachweise dürfen nur bei Leistungserbringung durch das Drittunternehmen geliehen werden. Bietergemeinschaft: gemeinsamer Antrag, Bevollmächtigter benennen, gesamtschuldnerische Haftung; Wechsel nach Ende des Teilnahmewettbewerbs unzulässig. Tariftreue/Mindestentlohnung nach NTVergG (Anlagen 03 und 03a). Chancengleichheit und Gleichstellung (Anlage 05). Vertraulichkeitserklärung (Anlage 09). Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO (Anlage 04). Erklärung zur Verkürzung der Angebotsfrist (Anlage 13).
Hinweise zur Wertung (1. Stufe Teilnahmewettbewerb)
Auswahl von 3–5 Bewerbern für die Angebotsphase. Gewichtete Bewertung: Leistungsfähigkeit 30 %, Referenzen 70 %. Referenz-Wertungskriterien: Gebäudenutzung/Umfeld (Komplexität) 15 %, Auftraggeber (öffentlich/privat) 15 %, Planungsanforderung (Neubau/Erweiterung/Umbau) 10 %, gestalterische Qualität 10 %, Biodiversität/ökologische Aufwertung 10 %, ausgeführte Leistungsphasen 10 %. Kein Preis als Zuschlagskriterium im Teilnahmewettbewerb; Angebotswertung folgt in Stufe 2.
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen aus der EU, ausgeführt oder laufend in den letzten 10 Jahren vor Bekanntmachung (16.10.2016–16.10.2026). Mindestens 1 Referenz muss alle Leistungsphasen LPH 2–8 nach HOAI 2021 abdecken (LPH 8 muss im Referenzzeitraum abgeschlossen sein). Mindestens 1 Referenz muss eine Freianlage im Zusammenhang mit Hochschulgebäuden, Klinik-/Gesundheitsbauten, Forschungsgebäuden, Labor- oder Sonderbauten oder vergleichbar komplexen öffentlichen Gebäuden sein. Referenzformblatt (Anlage 10) plus formlose Kurzdarstellung (max. 2 DIN A4, Arial 11 pt).
Angabe Auftraggeber inkl. Kontaktdaten, Rolle und Leistungsanteil, Leistungsphasen, Honorarzone, Freianlagen-/Verkehrs-/Entwässerungsflächen in m², Baukosten KG 500 netto, Leistungszeitraum, persönliche Funktion, Besonderheiten/Sicherheitsanforderungen, gestalterische Qualität, Biodiversität. Zusätzlich für Projektteam (Anlage 12a): je Schlüsselposition 2 persönliche Referenzen mit Baukosten KG 500, LPH, Zeitraum.
Wettbewerb & Angebotsprognose
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