Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Universitätsstadt Siegen schreibt im offenen Verfahren die Lieferung und Montage von LED-Seilleuchten sowie den Austausch der Beleuchtungskabel im Tragnetz im 2. Bauabschnitt der Innenstadt aus.
Was zu tun ist:
Wichtige Fristen: Angebotsfrist 03.09.2026, 10:30 Uhr. Ausführung 01.11.2026 bis 31.12.2027.
Eignung: Mind. 3 Referenzen über LED-Straßenbeleuchtungs-Modernisierung mit je mind. 2.000 Lichtpunkten und 500.000 € netto Auftragswert, Leistungsende nach dem 31.12.2020. Mind. 20 feste Mitarbeiter, davon 3 Elektrofachkräfte. Betriebshaftpflichtversicherung und ISO 9001 erforderlich.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Lebenszykluskosten100%
Das wirtschaftlichste Angebot ist das Angebot mit den niedrigsten Lebenszykluskosten gemäß der Berechnungstabelle 'Wertung Lebenszykluskosten.xlsx'. Die Wertungssumme ergibt sich aus Investitionskosten, Energiekosten über den Betrachtungszeitraum und Kosten für LED-Systemwechsel.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenLieferung und Montage der LED-Seilleuchten
Lieferung und Montage von 288 neuen LED-Seilleuchten inkl. Leuchtenzuleitungen und Kleinmaterial. Befestigung mit Hängeadapter für gekreuzte Tragseile, Ausrichtung entsprechend der Straßengeometrie, betriebsfertige Montage am vorhandenen Seil/Tragnetz, Anschluss und Inbetriebnahme. Bei geänderten Leuchtengewichten ist das Tragnetz nachzuspannen und zu justieren. Alle Leuchten müssen aus derselben Leuchtenfamilie stammen (gleichartige Gestaltung). Der Leuchtenhersteller muss Abblendelemente als Zubehör vorhalten. Jede Leuchte benötigt eine Druckausgleichsmembran und einen QR-Code (mind. Seriennummer codiert) inkl. zwei Aufklebern.
Demontage und Entsorgung der Bestandsanlage
Fachgerechte Demontage der Bestandsleuchten inkl. Container, Transport und Zwischenlagerung. Sortieren, Lagern und ordnungsgemäßes Entsorgen von Leuchtmitteln, Kondensatoren und Lampen. Trennen und Entsorgen ausgebaute Lampen. Demontageorte sind besenrein zu säubern. Das alte Beleuchtungskabel im Tragnetz ist zu demontieren und zu entsorgen.
Kabelverlegung im Tragnetz
Lieferung und Montage von rund 37.200 m Kabel SYM-J 4x2,5 als neues Beleuchtungskabel im Tragnetz der Seilleuchten. Das Kabel ist an beiden Enden anzuschließen. Befestigung wahlweise mit isolierten Edelstahlkabelbindern (Spezialzange) oder dreifachem Umwickeln mit mindestens 2 mm Aludraht. Kunststoff-Kabelbinder sind nicht zulässig. Nutzungszeitraum der Kabelbefestigung und des Kabels: 50 Jahre.
Technische Anforderungen an die Leuchten
LED-Seilleuchten, kreisrunde Form (halbrund möglich), Gehäuse aus Aluminium/Stahl, Maße max. B×L×H = 60×60×40 cm (B zu L max. 10 % Abweichung). Lichtpunkthöhe 7 m. Schutzart IP 65, Schlagfestigkeit IK 06. Lebensdauer L90 = 100.000 h. Lichtstromrückgang < 1 % am Ende der Garantiedauer. Farbtemperatur 2.900–3.100 K. Gehäusefarbe DB 703 (Abweichung nur mit Zustimmung des AG). Überspannungsschutz mind. L-N 6 kV / L/N-PE 10 kV. LED-Modul und EVG müssen einzeln und getrennt voneinander austauschbar sein. Programmierung über kostenlose Android-App per NFC; DALI 2, ENEC, Coded Mains, Line Switch 3Step sowie Dynadimm mind. 5 Step (Min-Dimm-Level 10 % oder kleiner). Wirkungsgrad mind. 83 % bei Volllast. Thermoschutz mit automatischem Abschalten/Wiedereinschalten. Eingangsspannung nominal 202–254 V, Sicherheitsbereich 170–264 V. Zertifizierungen: DIN EN ISO 9001, DIN EN ISO 14001, VDE/ENEC+ (oder in Vorbereitung). Eignung für öffentlichen Verkehrsraum nach DIN EN 13201.
Anforderungen an Betriebsgeräte und Steuerung
Alle Betriebsgeräte müssen aus einer Gerätefamilie stammen und mit derselben App konfigurierbar sein. Für die Stadt Siegen müssen die Betriebsgeräte über mindestens zwei Quellen/Anbieter frei am Markt verfügbar sein. Die Elektronik ist kompatibel zur bestehenden Rundsteueranlage auszulegen. Leistungsreduzierung 42 % bei Schaltphase. T-Verteiler QPD T3PE2,5 3X6-10 BK mit mindestens 5 cm Leitungslänge an jedem Anschluss. Alternativ IP68-Klemmkasten (z.B. Spellsberg ABOX) oder Leuchte mit Durchverdrahtung (mit schriftlicher Herstellererklärung zur Garantie bei Montagefehlern).
Anforderungen an Halteelement und Tragseil
Zwei Klemmstellen mit Abstand 15–40 cm. Freiraum mindestens 3×3 cm unterhalb des zwischen den Klemmstellen laufenden Seils für kreuzende Tragseile. Die Leuchte muss um mindestens 180° horizontal drehbar und mindestens 15° vertikal neigbar befestigbar sein.
Geometrische und lichttechnische Vorgaben je Leuchtenposition
Die Ausschreibung umfasst 31 verschiedene Leuchtenpositionen mit unterschiedlichen Beleuchtungsklassen (P4, M4, M5, M6, FGÜ), Leuchtenabständen (15–200 m), Fahrbahnbreiten (5–17 m), Gehwegbreiten und Anfangs-Systemleistungen (38–75 W). Die genauen Werte je Position sind dem Formblatt Leuchten zu entnehmen. Für FGÜ-Positionen (01.01.19 und 01.01.25) ist der Leuchtenabstand frei wählbar, eine Reduzierung ist optional (wird nicht angeschlossen). Bodenbelag CIE R3 q0 = 0,070. Gehwege mit Breite > 0 sind in P4 oder besser zu beleuchten.
Prüfung, Dokumentation und Datenpflege
Funktionsprüfung nach DIN VDE 0100-600 nach Montage und Inbetriebnahme. Dokumentation gemäß AG-Vorgabe (Übergabe 14 Tage nach Auftragsabschluss). Datenpflege im städtischen Lampenkataster (luxData.easy) mittels App; der AG stellt 5 Lizenzen kostenfrei. Übergabe der Bestandsdaten der modernisierten Leuchten als Excel-Tabelle bei Auftragsabschluss. Technische Datenblätter und Leuchtstellenregister sind zu pflegen. Bei Auftragsabschluss sind Ablauf- und Projektplan (aufgegliedert nach Losen) vorzulegen.
Logistik, Verkehrssicherung und Arbeitsmittel
Vorhalten von Werkzeugen und Geräten inkl. An- und Abtransport, Hubsteiger jeder Höhe, Gerüste. Auf- und Abladen sowie Transport von einzubauendem und abgerüstetem Material. Entsorgung von Verpackungsmaterialien. Absperr- und Verkehrssicherungsarbeiten gemäß verkehrsbehördlicher Anordnung. Halteverbotsschilder (VZ 286 mit Zusatzzeichen -10, -20, -30, vollreflektierend, Größe 1) sind 76 Stunden vor Montagebeginn aufzustellen. Arbeitsmittel und elektrotechnisches sowie lichttechnisches Ersatzmaterial werden durch den Auftragnehmer gestellt. Aufmaß gemeinsam mit dem AG.
Regelwerke und Ausführungsvorschriften
Ausführung nach neuesten VDE-Vorschriften (Reihe VDE 0100, VDE 0105), DIN-Vorschriften, technischen Anschlussbestimmungen des Netzbetreibers, Landesbauordnung, Arbeitsstättenrichtlinien, DGUV Vorschrift 3, ZTV-SA, RSA (Verkehrssicherung) und Vorgaben des Netzbetreibers zu Arbeiten unter Spannung. Schalthandlungen sind 1 Woche vor dem gewünschten Schalttermin kostenpflichtig beim Netzbetreiber (Westnetz GmbH) zu beantragen.
Energieeffizienz und Lebenszyklus
Die CO₂-Emissionen sind um mindestens 50 % gegenüber dem Ist-Zustand zu reduzieren. Die Wertung erfolgt anhand der niedrigsten Lebenszykluskosten über 25 Jahre Nutzungsdauer (Investitionskosten + Energiekosten + LED-Systemwechselkosten). Garantie mind. 8 Jahre, max. 20 Jahre (in Wertung). Energieparameter: 3.974 h/a Betriebsstunden gesamt, davon 2.780 h/a im reduzierten Betrieb (42 % der mittleren Systemleistung), Strompreis 25,0 ct/kWh netto.
Ersatzteilverfügbarkeit und Garantie
Personaleinsatz: nur Elektrofachkräfte oder elektrotechnisch unterwiesene Personen für Arbeiten an elektrischen Anlagen. Während der gesamten Bauzeit ist ein Fachbauleiter (dieselbe Person) einzusetzen. Bis zu 2 Musterleuchten inkl. LDT-Datei sind auf Anforderung innerhalb von 14 Tagen kostenlos zu übersenden. Änderungen am Betriebsgerät oder der Konfiguration sind bis 4 Wochen vor Montagebeginn kostenfrei möglich.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche und rechtliche Eignung (Ausschlussgründe)
Es darf kein Ausschlussgrund vorliegen. Insbesondere: keine Verurteilungen wegen Straftaten gemäß §§ 123, 124 GWB (u.a. Terrorismusfinanzierung, Geldwäsche, Betrug, Bestechung, Menschenhandel, kriminelle/terroristische Vereinigungen), keine Steuern-, Abgaben- oder Sozialversicherungsrückstände (außer Ratenzahlungsvereinbarung), keine Insolvenz/Masseunzulänglichkeit/Liquidation, keine Verstöße gegen umwelt-, sozial- oder arbeitsrechtliche Verpflichtungen, keine schwere Verfehlung im Rahmen der beruflichen Tätigkeit. Bei Vorliegen eines Ausschlussgrundes sind Nachweise über Selbstreinigungsmaßnahmen (Schadenersatz, Kooperation mit Behörden, technische/organisatorische Maßnahmen) beizufügen.
Fachliche Eignung – Personal
Mindestens 20 feste Mitarbeiter (Vollzeitstellen) insgesamt und mindestens 3 feste Mitarbeiter mit Qualifikation 'Elektrofachkraft' (Vollzeitstellen). Angaben für die letzten drei Geschäftsjahre und aktuell mit Teilnahmeantrag. Jahresdurchschnittliche Arbeitskräfte, gegliedert nach Lohngruppen (Leitungspersonal gesondert), für die letzten drei Kalenderjahre.
Fachliche Eignung – Referenzen
Mindestens 3 Referenzen über vergleichbare Leistungen (Modernisierung der Straßenbeleuchtung, Umrüstung auf LED-Leuchten). Jede Referenz muss kumulativ erfüllen: mind. 2.000 Lichtpunkte, Auftragswert mind. 500.000 € netto, Leistungsende nicht vor dem 31.12.2020 und nicht älter als 6 Jahre. Pflichtangaben je Referenz: Vorhabensbezeichnung, Leistungsgegenstand, Anzahl Leuchtenerneuerungen, Auftragswert (netto), Auftraggeber (Name, Straße, PLZ, Ort, Land), Ansprechpartner (Telefon, E-Mail), Leistungsbeginn und -ende, durchschnittliche Zahl eingesetzter Arbeitnehmer, Beschreibung besonderer technischer/gerätespezifischer Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE-Partner/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke mit eigenem Leitungspersonal, Auftraggeber-Bestätigung über vertragsgemäße Ausführung.
Wirtschaftliche Eignung
Umsatz der letzten drei Geschäftsjahre für vergleichbare Bauleistungen (Straßenbeleuchtung). Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft. Registereintragung (Handelsregister/Handwerksrolle/IHK) mit Registernummer. Aktuelle Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse (z.B. SoKa Bau), des Finanzamtes und der Berufsgenossenschaft. Angaben zum Präqualifikationsstatus (PQ-Nummer).
Versicherungen und Zertifizierungen
Betriebshaftpflichtversicherung mit folgenden Mindestdeckungssummen: Personenschäden 5 Mio. € pro Schadensfall (min. 2 Schäden/Jahr), Sachschäden 1 Mio. € pro Schadensfall (min. 2 Schäden/Jahr), Vermögensschäden 500.000 € pro Schadensfall (min. 2 Schäden/Jahr). Alternativ Eigenerklärung zur Erhöhung bei Vertragsschluss. ISO 9001-Zertifikat (Qualitätssicherung) oder gleichwertige Zertifizierung als Nachweis.
Sonstige Anforderungen
Präqualifizierung möglich (Eintrag im PQ-Verzeichnis genügt anstelle der Einzel-Eigenerklärungen). Bietergemeinschaften: gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter (Formblatt 234). Nachunternehmereinsatz zulässig; Namen bereits bei Angebotsabgabe erforderlich. Eigenerklärung zum Verzicht auf unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen (15 % pauschaler Schadensersatz bei Verstoß). Nachweis Werkstatt für Behinderte (falls zutreffend; 15 % Bonus). Sprache: Deutsch; fremdsprachige Bescheinigungen mit deutscher Übersetzung.
Modernisierung der Straßenbeleuchtung (Umrüstung auf LED-Leuchten)
Mit Angebotsabgabe: Bezeichnung des Vorhabens, Leistungsgegenstand, Anzahl Leuchtenerneuerungen, Auftragswert (netto), Auftraggeber (Name, Adresse, Land), Ansprechpartner (Telefon, E-Mail), Leistungsbeginn und -ende, durchschnittliche Zahl eingesetzter Arbeitnehmer, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung, Auftraggeber-Bestätigung über vertragsgemäße Ausführung.