Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Max-Planck-Gesellschaft sucht ein Ingenieurbüro für die Fachplanung Technische Ausrüstung – Gebäudeautomation (MSR) gemäß § 55 HOAI für die Generalsanierung von zwei denkmalgeschützten ehemaligen Klinikgebäuden in Jena (Lessingstraße 1 und 2) zu einem Institutsgebäude des MPI für Geoanthropologie.
Das Verfahren ist ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb in zwei Phasen: Zunächst werden 3–5 Bewerber anhand von Referenzen und Eignung ausgewählt, danach Angebote abgegeben. Zuschlag erfolgt nach Bewertung von Konzept, Personalqualifikation, BIM-Erfahrung und Kapazitätenplanung – mit deutlichem Schwerpunkt auf Konzept und Personal (75 %) gegenüber dem Preis.
Die Leistung umfasst die Planung der Gebäudeautomation (Regelung, Überwachung und Steuerung aller TGA-Anlagen) inklusive BIM-Fachmodell nach Open-BIM-Verfahren, Lean Construction und Inbetriebnahmemanagement. Beauftragung in 3 Stufen (LPH 2–3, dann optional LPH 5–7 und 8–9). Auftragsdauer insgesamt ca. 58 Monate ab Vertragsbeginn.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Qualifikation und Erfahrung des Personals200%
Bewertung der Qualifikationen und Erfahrungen der vorgesehenen Projektleitung, stellv. Projektleitung und der weiteren Projektteammitglieder.
- Herangehensweise an die Projektabwicklung175%
Bewertung der konzeptionellen Herangehensweise des Bieters an die Aufgabenstellung und Abläufe zur Leistungserbringung unter Berücksichtigung projektspezifischer Herausforderungen.
- Kosten und Termine50%
Bewertung der Methoden und Strategien zur Termin- und Kostenverfolgung sowie der Vorgehensweise zur Sicherung der Einhaltung vorgegebener Termine und Kosten.
- Kapazitätenplanung / Projektorganisation75%
Vorstellung der für die Projektorganisation vorgesehenen Personen mittels Organigramm sowie Kapazitätenplanung/Personaleinsatzplanung als Vollzeitäquivalente über die zu beauftragenden Leistungsphasen.
UfAB 2018: Einfache Richtwertmethode (Z = L/P). Die Leistungspunkte werden anhand der Zuschlagsmatrix mit max. 500 gewichteten Punkten ermittelt; der Preis fließt ausschließlich über die Formel Z=L/P in die Bewertung ein.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenWas zu planen ist – Anlagengruppe 8 (Gebäudeautomation/MSR)
Der Auftragnehmer plant die Gebäudeautomation für die Anlagengruppe 8 nach § 55 HOAI in Verbindung mit Anlage 15 HOAI 2021. Dazu gehört die Regelung, Steuerung und Überwachung aller technischen Anlagen der Gebäudeausrüstung (MSR-Verkabelung als Kostengruppe 480, Gebäudeautomation nach GA- und AMEV-Richtlinien, Zählermesskonzept).
Beauftragte Leistungsphasen:
Zu berücksichtigende technische Gewerke (übergeordnet):
Bauaufgabe und Gebäudestruktur
Standorte:
Geplante Nutzung:
Denkmalschutz: Enge Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege und der unteren Denkmalschutzbehörde erforderlich. Denkmalschutz umfasst auch die Gartenanlage.
Nachbarschaft: Koordination mit dem laufenden Sanierungspark-Projekt, ggf. Baumaßnahmen unter laufendem Betrieb in angrenzenden Gebäuden.
Wirtschaftliche Eckdaten:
BIM-, Lean- und CAFM-Anforderungen
BIM-Methode (Open-BIM-Verfahren):
Lean Construction: Anwendung der Last Planner-Methode, Teilnahme an wöchentlichen Last Planner Meetings (bis 25 Stunden für Workshops im Honorar einkalkuliert).
CAFM / Planmanagement:
Gebäudetyp E: Planung erfolgt nach dem Leitgedanken des Gebäudetyps E – energieeffizient, nachhaltig, mit BNB-Anforderungen (BK 5.1.6, BK 5.1.7, BK 1.1.6).
Inbetriebnahmemanagement ist Bestandteil der Aufgabe.
Besondere Leistungen
Über die Grundleistungen hinaus sind insbesondere folgende besondere Leistungen zu erbringen:
Projektrahmen und zeitliche Einordnung
Geplanter Projektablauf:
Vertraglich vereinbarte Auftragsdauer: 58 Monate ab Vertragsbeginn.
Stufenweise Beauftragung: Nach Abschluss der jeweils letzten Teilleistung einer Stufe hat der Auftraggeber 12 Monate Zeit, die nächste Stufe zu beauftragen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche und rechtliche Eignung
Eintragung Handels-/Berufsregister: Eintragung im jeweiligen nationalen Handels- oder Berufsregister nach den Rechtsvorschriften des Herkunftsstaates.
Qualifikation der eingesetzten Personen: Erforderliche Qualifikation als Architekt/Ingenieur gem. § 75 Abs. 1 und 2 VgV.
Projektleitung: Dipl.-Ing. TH/FH bzw. Bachelor/Master an Universität/Fachhochschule oder vergleichbare Berufserfahrung.
Objektüberwachung: Abgeschlossene Fachausbildung und mindestens 5 Jahre Baustellenpraxis/Berufserfahrung in der Bauüberwachung.
Russlandfreie Lieferkette: Erklärung gem. Art. 5ki Abs. 3 VO (EU) 2022/576 – kein Bezug zu sanktionierten russischen Personen/Organisationen, keine Beteiligung solcher Unternehmen als Unterauftragnehmer, Eignungsleihe oder Lieferant (> 10 % Auftragswert).
Wettbewerbsregister / Gewerbezentralregister: Keine relevanten Verstöße in den letzten 2 Jahren (wird bei Zuschlag geprüft).
Finanzielle und wirtschaftliche Eignung
Berufshaftpflichtversicherung (vor Auftragserteilung nachzuweisen):
Mindestjahresumsatz im Leistungsbild ALG 8 – Gebäudeautomation: Mittelwert ≥ 90.000 € netto über die letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre; bei Bewerbergemeinschaften in Summe.
Personalbestand: Jahresschnitt der Beschäftigten der letzten 3 Geschäftsjahre – mindestens 3 fest angestellte Mitarbeiter in Vollzeitäquivalenten (inkl. Inhaber/Geschäftsführer; ohne freie MA, Praktikanten, Aushilfen).
Fachliche und technische Eignung
Technische Ausstattung: Eigenerklärung über die für die fachgerechte Leistungserbringung erforderliche technische Ausstattung.
Berufliche Eignung / Referenzen: Nachweis über die in den Referenzprojekten geforderten Mindestanforderungen (siehe Referenzprojekte):
Bewertung der Eignung: Die Bewerber werden anhand der Eignungsmatrix (Anlage 03) bewertet; je nach Punktzahl werden die 3–5 bestgeeigneten Bewerber zur Angebotsabgabe zugelassen.
Ausschlussgründe (zwingend und fakultativ)
Zwingende Ausschlussgründe (§ 123 GWB): Bestechlichkeit, Betrug, Subventionsbetrug, kriminelle/terroristische Vereinigungen, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Bildung krimineller Vereinigungen.
Fakultative Ausschlussgründe (§ 124 GWB):
Eignungsleihe: Möglich über qualifizierte Dritte; der Eignungsleihegeber darf selbst keine Ausschlussgründe aufweisen.
Verfahrensregeln und Bewertung
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb gemäß VgV (zweiphasig).
Shortlist: 3 bis 5 Bewerber werden zur Angebotsabgabe aufgefordert. Plätze 4 und 5 nur, wenn sie mindestens 80 % der Punktzahl des Drittplatzierten erreichen und ein ausreichend differenziertes Wettbewerbsfeld besteht. Bei Punktgleichheit entscheidet die höhere Punktzahl im Unterkriterium 4.1.1, dann 4.1.2 usw., ggf. Losentscheid.
Zuschlagskriterien (für die zweite Phase, gemäß Anlage 05):
Bewerbergemeinschaften: Zulässig als GbR, oHG oder haftungsrechtlich vergleichbare Form einer anderen EU-Rechtsordnung. Anforderungen: Aufzeigen aller Beteiligten im Teilnahmeantrag, Benennung eines verantwortlichen Ansprechpartners, Erklärung der gesamtschuldnerischen Haftung durch jedes Mitglied.
Kommunikation: Sämtliche Kommunikation und Unterlageneinreichung ausschließlich digital über die Vergabeplattform; Fragen nur über das Nachrichten-System, spätestens 9 Kalendertage vor Fristende; Beantwortung bis 6 Kalendertage vor Fristende. Mit Abgabe des Teilnahmeantrages stimmen Bieter einer Angebotsfrist von auch unter 10 Kalendertagen zu.
Umbau/Sanierung eines Institutsgebäudes oder vergleichbares Objekt mit besonderen technischen/organisatorischen Anforderungen; Anlagengruppe 8 (Gebäudeautomation) gem. Anlage 15.2 HOAI 2021, mind. Honorarzone III; mind. 3 Leistungsphasen (inkl. LPH 3, 5 und 8) im Bereich LPH 2, 3 und 5–9; Baukosten KG 480 ≥ 300.000 € netto
dient als Mindestanforderung (78 von 78 Punkten) und bildet die Basis für die Rangfolgebewertung
freiwillige zweite Referenz ALG 8 – Gebäudeautomation mit gleichen Anforderungen wie Referenz 01
muss ein anderes Projekt als Referenz 01 sein; geht mit 50 % Gewichtung in das Ranking ein; max. 39 Punkte
Referenz, in der Bauleistungen unter Berücksichtigung des für den Bund maßgeblichen öffentlichen Vergaberechts (ober- und unterhalb Schwellenwert) in den Leistungsphasen 6 und 7 ausgeschrieben und beauftragt wurden
nur Mindestanforderung, wird nicht bepunktet; kann auch kumuliert über Referenz 01 oder 02 nachgewiesen werden