Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenOffene nationale Ausschreibung (VOB/A) der Charité – Universitätsmedizin Berlin im Auftrag der Gene and Cell Therapies Incubator Berlin GmbH für die Lieferung, Montage und Inbetriebnahme der Gebäudeautomation (MSR-Technik) im Neubau des Berlin Center for Gene and Cell Therapies am Standort Sellerstraße 13353 Berlin (Etagen OG 3–5). Umfasst ca. 120 dezentrale und 6 zentrale Schaltschränke, ca. 1.550 Datenpunkte, ca. 21.000 m Kabel, ca. 800 m Kabeltrasse, ca. 3.500 Kabelanschlüsse, Probebetrieb, Schulungen, Dokumentation und Interaktionstests.
Bieter müssen u. a. 3 Referenzen aus den letzten 6 Jahren (jeweils mind. 900.000 EUR brutto) zur Installation von MSR-Technik in S2-Laboren sowie die Eigenerklärung zur Eignung (V 124.H F) oder Präqualifikation vorlegen.
Angebote sind elektronisch über die Vergabeplattform der Charité bis spätestens 08.09.2026, 10:00 Uhr einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Günstigste Preis100%
Zuschlag erfolgt auf das Angebot mit dem günstigsten Preis (einziges Zuschlagskriterium gemäß Pkt. 14 der Aufforderung zur Abgabe eines Angebots).
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAnlage und Standort
Gegenstand ist die Errichtung der Gebäudeautomation (MSR-Technik) für den Inkubator-Bereich (OG 3–5) des Neubaus Berlin Center for Gene and Cell Therapies, Sellerstraße 13353 Berlin. Auftraggeber ist die Charité – Universitätsmedizin Berlin, handelnd im Auftrag der Gene and Cell Therapies Incubator Berlin GmbH. Die Vergabe erfolgt ohne Losaufteilung.
Schaltschränke und Automationsstationen
Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von ca. 120 dezentralen Schaltschränken (Wand- oder Deckenmontage, H/B/T 600/600/210 mm) und ca. 6 zentralen Schrankfeldern (H/B/T 1800/800/400 mm). Pro Etage 2 zentrale Automationsschwerpunkte (ASP 03.01/02, 04.01/02, 05.01/02) mit zugehörigen DSE für M-Bus, KNX und Modbus.
Sensoren, Aktoren und Raumautomation
Einbau und Aufschaltung u. a. von Strömungs-Kontaktgebern, Feuchte- und Taupunktwächtern, Differenzdruck-Messwertgebern, Raumtemperatur-Messwertgebern sowie Raumbediengeräten. Aktorik umfasst Durchgangsregelarmaturen für Deckensegel, 3-Wege-Umschaltventile, optisch-akustische Alarmierungseinrichtungen und Lasttrennschalter. Für die Raumautomation sind 60 dezentrale Raumregler im Laborbereich und 60 im Bürobereich vorzusehen, mit Temperaturregelung (zentrales Change-Over-System), CO2-Messung und Differenzdruckregelung für Laborräume.
Datenpunkte, Netzwerk und Verkabelung
Einbindung, Parametrierung und Aufschaltung von ca. 1.550 physikalischen und kommunikativen Datenpunkten. Aufbau des GA-Netzes (Kat. 7), 12 Datenanschlussdosen Kat. 6A und 6 IP-Router. Lieferung und Verlegung von ca. 21.000 m Installations-, Bus- und Datenkabeln (J-Y(St)Y, JE-LiYCY, NYM-J, Kat. 6A), ca. 800 m Kabeltrasse und Installationsrohr sowie ca. 3.500 Kabelanschlüsse inklusive Kennzeichnung und Verbindungsdosen.
Management- und Bedieneinrichtungen
Lieferung und Inbetriebnahme der Bedien- und Managementsoftware mit umfangreichen Managementfunktionen, einer zentralen Bedienstation und 5 Bediengeräten, einschließlich Datenbank und Archivierung. Aufschaltung auf das GA-System des Gesamtgebäudes über BACnet IP.
Planung, Koordination und Schnittstellen
Werk- und Montageplanung nach VDI 6026 (kollisionsfrei, koordiniert), Erstellung und Pflege des Anlagenkennzeichnungsschlüssels (AKS) nach Charité-Vorlage, Abstimmung mit dem Elektrogewerk, Mitwirkung an der LEED-Zertifizierung sowie Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination (Gefährdungsbeurteilung vor Baubeginn, wöchentliches Bautagebuch).
Probebetrieb, Tests und Schulung
Mindestens 4 Wochen ungestörter vollautomatischer Probebetrieb im Zusammenspiel mit Heizung, Kälte, Lüftung, Sanitär und Sicherheitstechnik inkl. täglich aktualisierter Protokollierung. Vollprobetest der Brandfallsteuermatrix nach VDI 6010 Blatt 3 (Wirkprinzip-Prüfung, Schwarzschaltung). Teilnahme an Interaktionstests des CGT-Gesamtgebäudes (2× 4 h + 1× 8 h). Schulungen und Einweisungen für ca. 10 Personen (ca. 8 h) sowie Wiederholungseinweisungen nach Erfordernis (ca. 4 h).
Dokumentation und Wartung
Erstellung der Dokumentationsunterlagen A/B/C nach Charité-Hausstandard (CFM_001), der Anlagen- und Komponentenliste (Excel-Vorlage Charité) und der Kabelliste, jeweils in 2-facher Papier- und CD/DVD-Ausfertigung; Übergabe spätestens 2 Wochen vor Abnahme. Wartung während der 4-jährigen Mängelanspruchsfrist auf Basis VDMA 24186; Vorlage des Wartungsvertrags spätestens 2 Monate vor Abnahme.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenUnternehmerische Eignung
Eigenerklärung zur Eignung (V 124.H F) oder Nachweis einer Präqualifikation (ULV-/PQ-Nummer). Auf Verlangen sind ergänzende Nachweise vorzulegen, u. a. Handelsregisterauszug, Eintragung in Handwerksrolle oder IHK, Gewerbeanmeldung, Unbedenklichkeitsbescheinigungen von Finanzamt, Sozialkasse und Berufsgenossenschaft.
Finanzielle Leistungsfähigkeit
Nachweis des durchschnittlichen Jahresumsatzes der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre für vergleichbare Leistungen.
Technische Leistungsfähigkeit – Referenzen
3 Unternehmensreferenzen aus den letzten 6 Jahren (2020 bis 2025 oder aktueller) über die Installation von MSR-Technik in S2-Laboren mit einem Mindestauftragswert von jeweils 900.000,00 EUR brutto. Mindestangaben je Referenz: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eigener Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Mitarbeiterzahl, technische/gerätespezifische Anforderungen, vertragliche Rolle (Haupt-, ARGE- oder Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers.
Personelle Ausstattung
Nachweis der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen, mit gesondert ausgewiesenem Leitungspersonal.
Rechtliche Eignung / Ausschlussgründe
Erklärung, dass keine Insolvenz oder Liquidation vorliegt und keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A bzw. §§ 123, 124 GWB bestehen; ggf. Nachweis von Selbstreinigungsmaßnahmen.
Wettbewerbsregister und Sanktionslisten
Bei Auftragswerten ab 30.000 EUR erfolgt eine Abfrage beim Wettbewerbsregister (Bundeskartellamt). Abfrage in Finanz-Sanktionslisten gemäß EU-Verordnungen.
Tariftreue, Mindestentgelt und ILO-Kernarbeitsnormen
Einhaltung des für Berlin geltenden Tarifvertrags (Elektrohandwerk ab 01.01.2026), Zahlung eines Mindeststundenentgelts von 13,69 EUR brutto (Auszubildende ausgenommen) und Nachweis der Konformität mit den ILO-Kernarbeitsnormen. Arbeitsverträge, Entgelt-, Arbeitszeit- und Tarifnachweise sind zur Kontrolle bereitzuhalten.
Frauenförderung und Umweltanforderungen
Bei Auftragswerten ab 200.000 EUR sind Maßnahmen gemäß Frauenförderverordnung (FFV) nachzuweisen. Nachweise zu Umweltschutzanforderungen sind während der Vertragslaufzeit zur Kontrolle bereitzuhalten.
Frauenförderverordnung (Auftragswert)
Bei geschätztem Auftragswert ab 500.000 EUR ist die Erklärung V 246 F abzugeben.
Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG)
Bei Auftragswerten ab 100.000 EUR und gegebenem Länder-/Branchenrisiko kann der Auftraggeber eine Eigenerklärung nach § 22 LkSG anfordern. Bestimmte Bußgelder nach § 24 LkSG führen zum Ausschluss vom Vergabeverfahren.
Bauabfallentsorgung
Installation von MSR-Technik in Laborbereichen (S2-Laboren)
Vergleichbare MSR-Installationen in S2-Laboren; Eigenerklärung auf Formblatt der Auftraggeberin; je Referenz Ansprechpartner, Auftragswert, Leistungszeitraum, eigene Leistungsanteile, Mitarbeiterzahl, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung