Musealer Ausbau Museum Zitadelle Jülich
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Jülich vergibt die Planung, Werk- und Montageplanung sowie den musealen Ausbau der Dauerausstellung im Museum Zitadelle Jülich im Rahmen des Projekts VIAVIA.
Leistungen sind unter anderem für 15 Schwerlastsockel, 29 Vitrinensockel mit Haube und Klimafach, fünf Sondervitrinen, 148 Innensockel, 17 Texttafeln, 11 Verkleidungen von Bestandsvitrinen sowie Grafiken, Muster und Stundenlohnarbeiten ausgeschrieben. Die Arbeiten umfassen außerdem Statik, Schutz, Produktion, Montage, Reinigung, Dokumentation und Abnahme.
Das Angebot ist elektronisch in Textform bis zum 16.11.2026, 12:00 Uhr, einzureichen. Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Für die Wirtschaftlichkeit ist allein der niedrigste Preis entscheidend; Ausschlusskriterien sind möglich.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektumfang und Ausführungsbereiche
Die Arbeiten betreffen den römischen Teil der Dauerausstellung Römer–Renaissance–Romantik im Schlosskeller des Museums Zitadelle Jülich. Die Leistungen sind in zwei finanziell getrennte Abrechnungsbereiche aufgeteilt: Kapitel 1 für die Räume 01–05 und Kapitel 2 für Raum 06. Beide Kapitel werden gleichzeitig geplant und umgesetzt, aber getrennt berechnet und abgerechnet. Bestückung mit Exponaten sowie die finale Einrichtung von Beleuchtung und Grafik sind nicht Bestandteil des Leistungsverzeichnisses.
Planung, Statik und Vorfertigung
Zu erbringen sind Aufmaß, Werk- und Montageplanung, statische Bemessung, Optimierung und Nachweise für sämtliche Bauteile, Befestigungen, Vitrinen, Glashauben und Sonderkonstruktionen. Die statischen Nachweise und Berechnungen sind zusammen mit der Werk- und Montageplanung zweifach als Kopie zu übergeben. Werk- und Montagezeichnungen sowie digital erstellte Fertigungsdatensätze sind als PDF und DWG zu liefern. Ein Montage- und Vorfertigungskonzept ist beizufügen. Die Bauteile sollen soweit möglich in der Werkstatt vorfertigt und vor Ort montiert werden.
Sockel und Vitrinen
Das Leistungsverzeichnis umfasst 15 Schwerlastsockel für schwere und große Steinexponate mit maximal 1.500 kg Tragfähigkeit, neun freistehende Sockel ohne Haube, 29 Vitrinensockel mit Haube und Klimafach, drei Sondervitrinen in Gebäudenischen, eine Brunnenvitrine und eine Sondersockelvitrine mit Bodenbeleuchtung. Die Schwerlastsockel erhalten eine verstärkte Aluminium-Systemunterkonstruktion. Vitrinensockel erhalten fünfseitige, beidseitig entspiegelte VSG-Glashauben mit 8 mm Glasstärke sowie integrierte Klimafächer.
Innensockel, Verkleidungen und Beschriftung
Zu fertigen und zu montieren sind 148 Innensockel in Standard-, Sonder-, Bestands- und Ausstellungsgrößen sowie die Verkleidung von elf Bestandsvitrinen. Die Beschilderung umfasst 15 kleinformatige und zwei großformatige Texttafeln sowie 15 Wandhalterungen. Die Gestaltung ist auf die vorhandenen Bestandsbauteile und die geplanten Raumdetails abzustimmen; für maßgefertigte Innensockel und Verkleidungen sind die jeweiligen Element- und Maßangaben zu berücksichtigen.
Grafiken und Bemusterung
Für die Ausstellungsbereiche sind 134 Grafiken vorgesehen: 101 in den Räumen 01–05 und 33 in Raum 06. Die Unterlagen weisen außerdem 20 Direktdruck- beziehungsweise Liniendruckpositionen und 114 Folien- beziehungsweise Hochleistungsfoliendrucke aus. Alle Druckverfahren und Drucksituationen sind vor der Produktion zu bemustern. Zu liefern sind ein lackiertes MDF-Muster, vier A4-Farbmuster, zwei HPL-Sockeleckpunkte, ein VSG-Glasmuster und ein Transsatcomuster.
Materialien und technische Ausführung
Die Materialien müssen mindestens Brandschutzklasse B1 entsprechen und für die starke Beanspruchung durch Besucher, das Raumklima und den konservatorischen Einsatz geeignet sein. Kleber, Lacke, Dichtstoffe, Holzwerkstoffe, Folien und Beschichtungen müssen konservatorisch schadstoffarm beziehungsweise schadstofffrei sein; entsprechende Produktnachweise sind bereitzustellen. Sichtbare Holzbauteile sind in Güteklasse A auszuführen. Metall- und Stahlbauteile sind zu grundieren und zu beschichten. Glasstärken sowie statisch relevante Bauteile sind nachzuweisen. Lösemittelhaltige Produkte dürfen ohne vorherige Zustimmung des Auftraggebers nicht eingesetzt werden; Schweiß-, Trenn- und Lackierarbeiten mit lösemittelhaltigen Lacken sind in den Ausstellungsräumen ausgeschlossen.
Schutz, Baustelle und Museumsbetrieb
Vor Schutzmaßnahmen sind grundsätzlich Proben zur rückstandsfreien Entfernung durchzuführen. Bestehende Bauteile, Oberflächen, Transportwege und Durchgänge sind zu schützen. Die Baustelle ist täglich sauber zu halten, Abfälle sind täglich zu sammeln, abzufahren und fachgerecht zu entsorgen; die Baufläche ist besenrein zu übergeben. Eingriffe in Bestand oder technische Anlagen sind mindestens zwei Wochen vorher schriftlich anzuzeigen und zu genehmigen. Lärm, Staub und Erschütterungen sind zu vermeiden beziehungsweise zu reduzieren, Staubarbeiten grundsätzlich mit Absaugung auszuführen. Haus- und Brandschutzordnung sowie das absolute Rauchverbot sind einzuhalten. Für wertvolle Exponate ist eine Trocknungszeit von mindestens sechs Wochen vor dauerhafter Bestückung zu berücksichtigen. Im Leistungsverzeichnis ist eine Arbeitszeit von 07:00 bis 21:30 Uhr sowie lärmintensive Arbeite nach Möglichkeit montags oder bis 14:00 Uhr vorgesehen.
Termine, Abnahme und Dokumentation
Nach Auftragserteilung ist ein Terminplan spätestens zehn Werktage nach Auftragserteilung vorzulegen. Der Ablauf sieht Auftaktgespräch und Aufmaß am 08.12.2026, Bemusterung am 08.12.2026, Werk- und Montageplanung bis 29.01.2027, Freigabe der Planung am 12.02.2027, Produktion vom 15.02.2027 bis 26.03.2027, Montage vom 29.03.2027 bis 16.04.2027 sowie Abnahme am 16.04.2027 vor. Die Abnahme umfasst eine formelle Abnahme und eine Gebrauchsabnahme mit Bestands- und Funktionsprüfung. Vorzulegen sind Zertifikate, Prüfzeugnisse, Produktinformationen, Pflege- und Wartungsanleitungen sowie Stück- und Ersatzteillisten mit Bestellnummern, jeweils zweifach in Papierform und digital.
Ausschlüsse und nachgeordnete Vertragsanforderungen
Die Ausführung erfolgt nach VOB/B und VOB/C sowie den maßgeblichen technischen Vorschriften, Richtlinien und Normen. Ausschlusskriterien können zum Ausschluss führen. Vertrags- und Zahlungsmodalitäten, Bindefrist, Gewährleistung und allgemeine Vertragsmodalitäten sind nicht Gegenstand der Leistungsbeschreibung, soweit sie nicht unmittelbar die auszuführende Leistung betreffen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche und personelle Leistungsfähigkeit
Der Bieter muss einen durchschnittlichen Jahresumsatz von mindestens 500.000,00 EUR netto in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren aus vergleichbaren Leistungen nachweisen. Er muss über ein Team von mindestens vier Angestellten verfügen. Die durchschnittlich eingesetzten technischen und gewerblichen Arbeitskräfte sind für die letzten drei abgeschlossenen Kalenderjahre anzugeben. Die wesentliche Ausstattung, die Geräte und die technische Ausrüstung des Unternehmens sind darzustellen.
Technische Erfahrung und Referenzen
Es sind drei geeignete Referenzprojekte aus den letzten zehn Jahren einzureichen. Die Projekte müssen hinsichtlich Leistungsgegenstand, Art und Umfang mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbar sein und dem musealen Ausstellungsbau, vorzugsweise Dauerausstellungen, entsprechen. Jede Referenz muss mindestens 300 m² Bruttogrundfläche und mindestens 250.000,00 EUR netto Bausumme beziehungsweise Auftragssumme aufweisen. Mindestens ein Referenzprojekt muss in einem denkmalgeschützten Gebäude realisiert worden sein. Je Referenz ist ein aussagekräftiger Auszug aus der Werkstatt- und Montageplanung digital einzureichen.
Fachliche und organisatorische Fähigkeiten
Der Bieter muss die Erstellung von Werk- und Montageplanungen sowie prüffähigen Werkstattplanungen, die statische Bemessung und den Nachweis von Bauteilen, Befestigungen, Vitrinen, Glashauben und Sonderkonstruktionen, den musealen Ausstellungsbau, den Vitrinenbau, den Exponatenschutz und den Einsatz konservatorisch geeigneter Materialien beherrschen. Er muss außerdem Schutz- und Reinigungsmaßnahmen im Museumsumfeld, die Einhaltung von Haus- und Brandschutzordnung sowie die Dokumentation und Übergabe der Abnahmedokumente sicherstellen können.
Register, Zuverlässigkeit und Ausschlüsse
Je nach Unternehmen ist eine passende Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle oder bei der Industrie- und Handelskammer nachzuweisen. Es sind Erklärungen zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen sowie zu Insolvenzverfahren, Liquidation und Zuverlässigkeit abzugeben. Erforderlich sind außerdem Angaben zu Steuern, Abgaben, Sozialversicherungsbeiträgen und Berufsgenossenschaft sowie gegebenenfalls eine Erklärung zur Kartellmitgliedschaft. Die konkreten Mindestkriterien der Eignungserklärung sind in den vorliegenden Auszügen nicht vollständig ausformuliert.
Versicherung
Eine Betriebshaftpflichtversicherung muss mindestens 3 Mio. EUR für Personen- und Sachschäden, mindestens 1,5 Mio. EUR für daraus resultierende Vermögensschäden und mindestens das Doppelte dieser genannten Deckungssummen als jährliche Ersatzleistung abdecken. Der Nachweis beziehungsweise die Erklärung darf nicht älter als sechs Monate sein. Bei Bietergemeinschaften ist der Nachweis oder eine Erklärung für die Gemeinschaft oder jedes Mitglied vorzulegen.
Nachunternehmer
Wenn ein Nachunternehmer Leistungen mit einem Wert von mehr als 20 Prozent des Gesamtbudgets übernimmt, sind die Eignungskriterien für Nachunternehmer zu erfüllen. Dafür sind grundsätzlich ein Eignungsnachweis, ein Referenzprojekt im musealen Ausstellungsbau aus den letzten zehn Jahren und eine schriftliche Eigenerklärung zur Fähigkeit, die Arbeiten im Sinne des Leistungsverzeichnisses auszuführen, vorzusehen. Die Einzelheiten der Mindestkriterien sind im Auszug nicht vollständig angegeben.
Formale Mindestkriterien
Die Eignungsprüfung für Bieter beziehungsweise Bietergemeinschaften und für Nachunternehmer erfolgt anhand der Mindestkriterien gemäß Eignungserklärung. Die Kriterien sind als Ausschlusskriterien angelegt und werden im Fragebogen mit Erfüllt oder Nicht erfüllt bewertet. Eine Gewichtung ist nicht angegeben. Die konkreten Mindestkriterien werden in den vorliegenden Auszügen nicht vollständig erläutert.
Drei vergleichbare Referenzprojekte aus den letzten zehn Jahren für musealen Ausstellungsbau, vorzugsweise Dauerausstellungen. Mindestens ein Projekt muss in einem denkmalgeschützten Gebäude realisiert worden sein. Je Projekt sind unter anderem Auftraggeber, Ansprechpartner, Leistungsart, tatsächlich erbrachte Leistungen, Ausführungszeitraum, Werkstatt- und Montageplanung, Bruttogrundfläche und Bausumme beziehungsweise Auftragssumme anzugeben.
Mit der ausgeschriebenen Leistung hinsichtlich Leistungsgegenstand, Art und Umfang vergleichbar; aussagekräftiger Auszug aus der Werkstatt- und Montageplanung digital beifügen. Die Projekte sind in Ausstellungsbau, vorzugsweise Dauerausstellungen, einzuordnen.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
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