Neubau Biophotonik-Gebäude - VE 3430 - Fliesen- und Plattenbelagsarbeiten
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenFliesen- und Plattenbelagsarbeiten für den Neubau des Biophotonik-Gebäudes am Leibniz-IPHT in Jena.
Die Leistung umfasst Baustelleneinrichtung, Untergrundvorbereitung, Abdichtung, Wand- und Bodenfliesen, Sockelfliesen, ergänzende Fliesenleistungen, Reservefliesen, Plattenarbeiten an der Stahltreppe der Verbindungsbrücke und Stundenlohnarbeiten. Ausführung nach VOB/C, DIN 18299 und DIN 18352.
Das Angebot ist elektronisch über Tender24 bis zum 23.11.2026 um 14:00 Uhr einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis (Wertungssumme)100%
Angebotspreis auf Grundlage des Leistungsverzeichnisses, ermittelt als Wertungssumme aus den nachgerechneten Angebotssummen
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden aus den nachgerechneten Angebotssummen ermittelt, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Für Werkstätten für Behinderte wird bei der Berechnung der Wertungssumme ein Bonus von 15 Prozent eingeräumt. Ist ein Angebot einer Werkstatt für Behinderte ebenso wirtschaftlich wie ein anderes Angebot, erhält sie den Zuschlag.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Baustellenbetrieb
Baustelleneinrichtung für die gesamte eigene Bauzeit einrichten, vorhalten und räumen. Erforderliche Gerüste, Hebebühnen, Arbeitsbühnen, Transportfahrzeuge, Hilfskonstruktionen und Montagehilfen sowie Mobil- und Arbeitsgerüste und sonstige Hebe- und Arbeitsmittel stellen. An- und Abtransport, Auf- und Abbau, Reinigung und fachgerechte Entsorgung übernehmen.
Werktägliche Baumüllentsorgung und Baustellenreinigung auf eigene Rechnung durchführen, bei Bedarf Winterdienst. Zentrale Baustelleneinrichtung, zentrales Entsorgungssystem, Online-Avisierungssystem für Anlieferungen und das Projektkommunikationssystem PKM nutzen. Höchstens einen Materialcontainer und einen Aufenthaltscontainer bereitstellen. Parkmöglichkeiten sind selbst zu organisieren; auf dem Auftraggebergrundstück stehen keine Stellflächen zur Verfügung.
Planung, Bemusterung und Bauorganisation
Bemusterung der Wand- und Bodenfliesen durchführen; je ausgeschriebenem Fliesentypus drei Alternativen einschließlich Sockelfliesen rechtzeitig vor der Materialbestellung vorlegen. Ausführungs-, Ansetz- und Verlegeplanung digital erstellen und zur Prüfung und Freigabe einreichen. Aufmaß und Verlegeplanung einschließlich Stützenraster, Bewegungsfugen und Installationen berücksichtigen.
Eigenen Baustelleneinrichtungsplan auf Grundlage des Baulogistikkonzepts erstellen, Bauzeiten- beziehungsweise Balkenplan mit Taktung, Ressourcenplanung, Vorleistungen, Freigaben und Fertigungsprozessen aufstellen. Baubestand vor Arbeitsbeginn dokumentieren und gemeinsame Begehungen mit der Objektüberwachung durchführen. Wöchentlich an Baubesprechungen teilnehmen.
Untergrundvorbereitung
Boden- und Wanduntergründe reinigen, Zementestrich schleifen, Risse und Fugen kraftschlüssig schließen, Boden- und Wandflächen grundieren, spachteln und ausgleichen sowie überstehende Randdämmstreifen abschneiden. Feuchtigkeitsprüfungen des Estrichs nach CM-Methode durchführen, protokollieren und die Protokolle übergeben.
Abdichtung in Duschen und Umkleiden
Flächenverbundabdichtung an Wänden und Böden in Duschen und Umkleiden ausführen. Ecken, Kanten sowie Anschluss- und Bewegungsfugen abdichten und Rohrdurchdringungen Anschlüsse herstellen. Glasgittergewebe unter Unterputz-Duscharmaturen anordnen.
Fliesen- und Plattenarbeiten
Reinweiße Wandfliesen 20 × 40 cm, anthrazitgraue Bodenfliesen 60 × 60 cm und Sockelfliesen 60 × 10 cm liefern und verlegen. An Duschtassen, Sanitäreinbauten, Rohrdurchdringungen sowie Sanitär- und Elektroelementen anpassen. Schutzabdeckungen, Abschluss-, Kantenschutz- und Bewegungsfugenprofile, Silikonfugen und Fugenverschlüsse sowie Duschwannenunterbauten ausführen. Spiegel in drei Größen liefern und einbauen.
Auf der Stahltreppe der Verbindungsbrücke beziehungsweise im Luftraum anthrazitgraue Betonwerkstein-Trittstufen liefern und verlegen, einschließlich Haftbrücke, Entkopplungsschicht, Kleber und Verfugung. Reserve-Bodenfliesen, Reserve-Sockelfliesen und Reserve-Wandfliesen liefern.
Stundenlohnarbeiten und Nachunternehmer
Stundenlohnarbeiten für Spezialfacharbeiter, Baufachwerker und Hilfskraft mit getrennten Verrechnungssätzen für Sonn- und Feiertagsarbeiten anbieten. Sie werden ausschließlich auf besondere schriftliche Anweisung der Objektüberwachung ausgeführt.
Bei Vergabe von Teilleistungen an Nachunternehmer deren Namen, gesetzlichen Vertreter, Kontaktdaten und übernommenen Leistungsumfang angeben. Für Stundenlohnkräfte die geforderte Qualifikation nachweisen, insbesondere durch Meisterbrief, Gesellenbrief oder Sachkundenachweis; bei fehlender Qualifikation ist die nächsthöhere Qualifikation einzusetzen.
Dokumentation und Baustellenkommunikation
Bautagebücher arbeitstäglich digital führen und über PKM übermitteln. Ausführungs- und Werkstattpläne, Bauzeitenpläne, Nachweise, Zertifikate, Protokolle, Produktdatenblätter, technische Merkblätter, Sicherheitsdatenblätter, Prüfprotokolle, Abnahmeniederschriften, Fugen- und Werkpläne sowie Fotodokumentationen digital übergeben. Abweichungen bei der Dokumentenübergabe innerhalb von fünf Arbeitstagen anzeigen.
Ein Dokumentationspaket mindestens zwei Wochen vor der Abnahme bereitstellen. Aufmaß vor Rechnungslegung durchführen; Rechnungen ausschließlich digital über PKM und parallel als PDF per E-Mail einreichen. Unfälle, Erste-Hilfe- und Schadensfälle unverzüglich melden.
Baustellenbedingungen und Arbeitsschutz
Die Arbeiten unter den beengten Baustellenbedingungen und im laufenden Betrieb der benachbarten Institutsgebäude ausführen. Regelbetriebszeiten des Baufelds sind Montag bis Freitag 7:00 bis 20:00 Uhr und Samstag 7:00 bis 13:00 Uhr; Zutritt ist ab 6:30 Uhr möglich. Lärmintensive Nachtarbeiten sind ausgeschlossen. Arbeiten oder Anlieferungen außerhalb der Betriebszeiten sind mit Auftraggeber, Objektüberwachung und SiGeKo zwei bis fünf Tage vorher abzustimmen.
Verkehrsführung, Verkehrssicherung, Genehmigungen, temporäre Straßensperrungen und beengte Baustellenbedingungen in der Kalkulation berücksichtigen. Sicherheits- und Gesundheitsschutz sowie die Vorgaben des SiGeKo und die Baustellenordnung einhalten. Einen erfahrenen, geschulten Firmenbauleiter, ständig weisungsbefugtes Personal mit deutscher Sprachkenntnis, einen Notfallansprechpartner und einen Ersthelfer bereitstellen. Eigene Arbeitsstätten im Baukörper selbst beleuchten. Bauabfälle täglich getrennt nach Abfallgruppen entsorgen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche und technische Eignung
Mit dem Angebot sind Angaben zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, insbesondere der Umsatz der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre für vergleichbare Leistungen, sowie zur technischen Leistungsfähigkeit zu machen. Erforderlich sind Angaben zu vergleichbaren Leistungen der letzten fünf Kalenderjahre beziehungsweise des in der Auftragsbekanntmachung genannten längeren Zeitraums sowie zur Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte.
Präqualifizierte Unternehmen erbringen ihren Eignungsnachweis über ihre Eintragung im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e. V., gegebenenfalls ergänzt um auftragsspezifische Nachweise. Nicht präqualifizierte Unternehmen legen die ausgefüllte Eigenerklärung zur Eignung oder die Einheitliche Europäische Eigenerklärung vor.
Unternehmensbezogene Nachweise und Erklärungen
Je nach Nachweis sind Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Eintragung in die Handwerksrolle oder Handwerkskarte beziehungsweise ein IHK-Nachweis, Unbedenklichkeitsbescheinigungen von Sozialkasse, Finanzamt und Berufsgenossenschaft, Freistellungsbescheinigung nach dem Einkommensteuergesetz, ein rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan sowie Produktdatenblätter vorzulegen.
Auszufüllen und gegebenenfalls zu unterschreiben sind die Eigenerklärung zur Eignung, die Eigenerklärung zu den Russland-Sanktionen und die Eigenerklärung nach dem Thüringer Vergabegesetz. Die Erklärungen umfassen unter anderem Tariftreue, den Einsatz von Leiharbeitskräften, Entgeltgleichheit, die Zustimmung des Auftraggebers vor Einsatz von Nachunternehmern, die Weitergabe und Kontrolle der Pflichten sowie die Vorhaltung von Unterlagen für Kontrollen.
Personelle Anforderungen
Einen schriftlich benannten, erfahrenen, geschulten und ausgebildeten Firmenbauleiter beziehungsweise bevollmächtigten Vertreter sowie ständig weisungsbefugtes Personal mit deutscher Sprachkenntnis bereitstellen. Einen Notfallansprechpartner mit ständiger Erreichbarkeit und einen Ersthelfer benennen. Personalwechsel schriftlich anzeigen.
Für Stundenlohnarbeiten ist die geforderte Qualifikation, insbesondere Meisterbrief, Gesellenbrief oder Sachkundenachweis, nachzuweisen. Fehlt in einer Berufsgruppe eine Qualifikation, ist die nächsthöhere Qualifikation einzusetzen.
Einsatz anderer Unternehmen und Bietergemeinschaften
Werden Teilleistungen ausgelagert oder Kapazitäten anderer Unternehmen genutzt, sind Art und Umfang der übernommenen Leistungen sowie Name, gesetzlicher Vertreter und Kontaktdaten des Unternehmens anzugeben. Auf gesondertes Verlangen sind Verfügbarkeit und Eignung nachzuweisen. Bei wirtschaftlicher oder finanzieller Eignungsleihe müssen die beteiligten Unternehmen gemeinsam haften.
Bei einer Bietergemeinschaft sind alle Mitglieder, der bevollmächtigte Vertreter und die gemeinsame Haftung zu erklären. Auf Verlangen ist die Erklärung von allen Mitgliedern zu unterzeichnen.
Ausschluss und Zuverlässigkeit
Keine Insolvenz- oder vergleichbaren Verfahren beantragt oder eröffnet und keine Liquidation. Keine schwere Verfehlung, die die Zuverlässigkeit infrage stellt. Keine Freiheitsstrafe über drei Monate, Geldstrafe über 90 Tagessätze oder Geldbuße über 2.500 Euro in den letzten zwei Jahren. Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträge ordnungsgemäß erfüllen und Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft nachweisen.
Im Formblatt zur Eigenerklärung zur Eignung sind drei Referenznachweise vorgesehen, falls das Angebot in die engere Wahl kommt. Die Stammdaten nennen dagegen keine ausdrücklich geforderten Referenzprojekte. Ein konkreter Mindestumfang oder Mindestwert ist nicht festgelegt.
Vergleichbare Fliesen- und Plattenbelagsarbeiten; je Nachweis sind unter anderem Ansprechpartner, Leistungsart, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengen, eingesetzte Arbeitnehmer, besondere technische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung und Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung anzugeben.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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