Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenOffenes Verfahren (VOB/A) für die sanitärtechnischen Anlagen (VE 4100) im Neubau des Biophotonik-Gebäudes am Leibniz-IPHT, Campus Beutenberg in Jena (Albert-Einstein-Straße 9).
Das Gebäude (5 Geschosse, ca. 51,59 m × 15,16 m, ca. 16,90 m hoch) beherbergt Labore der biologischen Sicherheitsstufen S2/S3**, Büroflächen für ca. 50 Arbeitsplätze (Desk-Sharing) sowie einen Konferenzbereich für ca. 90 Mitarbeitende.
Der Auftrag umfasst die Lieferung, Montage und Inbetriebnahme der kompletten Sanitärtechnik: Trinkwasser- und Laborwasserversorgung aus nichtrostendem Stahl, Schmutz- und Regenwasserleitungen (PP/Guss/PE/Stahl feuerverzinkt), Kondensatleitungen, Hebeanlagen, Sanitärobjekte (WC, Duschen, Urinale, Notduschen), Durchlauferhitzer, Feuerlöschanlagen (trockene Steigleitungen, Handfeuerlöscher), Dämmung, Brandschutzabschottungen R90 sowie komplette Werkstatt-/Montageplanung, Dokumentation und Inbetriebnahme inkl. Wasseranalysen und Anmeldung beim Gesundheitsamt.
Bauphase: Ausführungsbeginn 18.11.2026, Abnahmereife 15.02.2028 (ca. 15 Monate).
Angebotsfrist: 05.10.2026, 14:00 Uhr (elektronische Einreichung über Vergabeplattform tender24.de).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis: Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt (nachgerechnete Angebotssumme unter Berücksichtigung von Nachlässen, Lohngleitklausel-Erstattungsbeträgen und Instandhaltungsangeboten). Bei Angeboten von Werkstätten für Behinderte wird ein Bonus von 15 % auf die Wertungssumme eingeräumt.
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten. Zudem wird bei Werkstätten für Behinderte ein Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme eingeräumt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGeltungsbereich
Die Ausschreibung VE 4100 umfasst die sanitärtechnischen Anlagen für den Neubau des Biophotonik-Gebäudes am Leibniz-IPHT, Campus Beutenberg, Albert-Einstein-Straße 9, 07745 Jena.
Es liegt genau ein Los (VE 4100) vor; die nachfolgenden Inhalte gelten für das gesamte Gewerk.
Regenwasser- und Dachentwässerung
Druckströmungsentwässerung Hauptdach (Stahl feuerverzinkt, h/d = 1 gem. DIN EN 12056-3), Freispiegelströmung Verbindungsgang (PE-HD d40–d125), Notentwässerung freier Auslauf westliches Gebäude, Schachtentwässerung innenliegende Versorgungsschächte Achse D und M, Druck-/Dichtheitsprüfung mit Wasser DN40–250.
Hydraulischer Nachweis für Druckströmungssystem ist zu erstellen; Inaugenscheinnahme nach Montageabschluss gemeinsam mit Objektüberwachung TGA mit Protokoll.
Schmutz- und Abwasseranlagen
Schmutzwasserrohre aus PP (DN/OD 32–110, schallgedämmt, heißwasserbeständig bis 95 °C) und Guss mit 2K-Epoxid-Beschichtung (DN100).
Doppelhebeanlage fäkalienhaltig (2 Pumpen) und zusätzliche Schmutzwasserhebeanlage, beide über Rückstauebene (192,50 m ü. NHN), inkl. GSM-Alarmmodul.
Separates Laborabwassersystem mit 5 m³ Sammelbehälter im UG. Druck-/Dichtheitsprüfung Schmutzwasser DN50–100 mit Luft, Spülprotokolle gemäß DIN EN 806-4, Bodenabläufe DN70 aus Gusseisen mit Brandschutz.
Kondensatleitungen
Rohrleitungen für Umluftkühlgeräte (ULK) aus nichtrostendem Stahl Werkstoff 1.4521, AD 22–54 mm, Pressverbindung.
Trink- und Laborwasserversorgung
Rohrleitungen aus nichtrostendem Stahl (Werkstoff 1.4521) mit Pressverbindung, DVGW GW 541, PN16, AD 15–54 mm, für Trinkwasser nach DIN 1988-200, Laborwasser kalt und Bewässerungsleitung.
Armaturen: Wasserzähler (Ultraschall-Kaltwasserzähler mit M-Bus), Rückflussverhinderer, Filter, Kugelhähne, Absperrventile, Probenahmeventile, Verteiler, Sicherheitstrennstation, Netztrennstation Flüssigkeitskategorie 5 für Labore. Dezentrale Warmwasserversorgung über Durchlauferhitzer (6,5 kW, 11–13,5 kW, 24 kW).
Kältedämmung aus flexiblem Elastomerschaum DIN EN 14304, Dämmstärke 13 mm, Baustoffklasse B1 (schwerentflammbar).
Sanitärausstattung
Waschtische, WCs, Urinale (mit Absaugwirkung und Zwangsspülung), bodengleiche Duschen, Ausgussbecken – jeweils auch in barrierefreier Ausführung. Installationsgestelle für Vorwandmontage für alle Sanitärobjekte.
Notduschen (Wandmontage und Über-Tür-Montage).
Brandschutz
R90-Brandschutzabschottungen für alle Rohrleitungen (Guss, PP, Edelstahl) bei Wand- und Deckendurchführungen. Feuerwiderstandsklasse F90 für Rohrhalterungen in Fluchtwegen.
Fotodokumentation aller Durchführungen von beiden Seiten mit Raum-/Achskennzeichnung im Dateinamen. Mitwirkung bei Sachverständigenabnahme Brandschutz (20 h, 3 Vor-Ort-Termine).
Schallschutz & Dämmung
Kombinationsdämmung Abwasser DN50–100, Dämmstärke 20 mm, erhöhter Schallschutz nach VDI 4100/DEGA 103, Rohrschellen mit Schalldämmung mind. 18 dB.
Kältedämmung mit verzinkter Blechummantelung für Trink- und Laborwasser kalt.
Feuerlöschanlagen
Trockene Steigleitungen als Löschwasserleitungen DN80/DN50 in Versorgungsschächten Achse D und M, aus nichtrostendem Stahl, mit Einspeise- und Entnahmearmaturen, Beschilderung nach DIN 4066.
32 Handfeuerlöscher (Wasser-Schaum, CO₂), R90-Brandschutzabschottungen.
Sonstige Bauleistungen (Baustelle, Befestigung, Kernbohrungen)
Gerüste: Stand- und Rollgerüst bis 5 Etagen sowie Hubbühnen (Tragkraft mind. 450 kg) je ca. 4 Wochen Vorhaltung. Baustelleneinrichtung, Schutz des vorhandenen Bodens, Reinigung vor VOB-Abnahme.
Befestigungstechnik: Stahlkonstruktion (verzinkt, F30/F90), 1.000 kg + 200 kg. Kernbohrungen und Durchbrüche in Stahlbeton (Boden, Decke, Wand) mit Durchmessern 50–200 mm, inkl. Entsorgung und Ringspaltverschluss. Schlitze und Durchbrüche in Trockenbauwänden (bis 130 mm).
Inbetriebnahme, Prüfung & Dokumentation
Druck- und Dichtheitsprüfungen abschnittsweise über die Bauzeit (mind. 2 m Abschnitte), Spülprotokolle gemäß DIN EN 806-4, Wasseranalyse Trinkwasser (3 St.) durch akkreditiertes Prüflabor, mikrobiologische Untersuchung (15 St. gemäß VDI 6023: Koloniezahlen, Legionellen, Clostridium perfringens, Enterokokken, Pseudomonas aeruginosa).
Anmeldung der Trinkwasseranlage beim Gesundheitsamt gemäß § 13 TrinkwV 2020 (spätestens 4 Wochen vor Inbetriebnahme). 3D-Modell (rvt/ifc), Werkstatt- und Montagezeichnungen (30 Werktage nach Beauftragung), Korrekturlauf AG (15 Werktage), Einarbeitung (10 Werktage), Bestands- und Revisionspläne 1:50 farbig (DWG + PDF), Strangschemata (4 Stück, eingeschweißt auf verzinkter Blechplatte), Schilderliste, Farbkennzeichnung DIN 2403, Funktionsbeschreibung für Gebäudeautomation, Koordination Elektro (Potentialausgleich, Kabelwege, Elektroverbraucherliste), Mitwirkung Sachverständigenabnahme Brandschutz, Einweisung Bedien- und Wartungspersonal (2 Wochen Vorlauf).
Baulogistik (für alle Gewerke)
Betriebszeiten Mo–Fr 07:00–20:00 Uhr, Sa 07:00–13:00 Uhr (mit Anmeldung), Baufeld-Zutritt ab 06:30. Nachtruhe und Lärmschutz 20:00–07:00 Uhr. Materialanlieferungen 72 Stunden vorher online avisieren.
Verkehrsmanagement, Parkverbote, Lagerflächen, Kranstandort, zentrale Sammelstelle für Abfalltrennung, Bauzaun mit Kameraüberwachung, Containermietmodell, temporärer Baustrom und Bauwasser.
Abfallentsorgung (ergänzende Verdingungsunterlage 241)
Auftragnehmer wird mit Aufnahme der Tätigkeit Erzeuger und Besitzer der Bau- und Abbruchabfälle. Pflicht zur sortenreinen Trennung, ordnungsgemäßen Verwertung und Beseitigung nach KrWG/NachwV.
Nachweise Berechtigung/Annahme/Abfallwirtschaftsbehörde erforderlich, falls andere als vorgegebene Verwertungs-/Beseitigungsanlage angeboten wird. Kosten der Abfallverwertung in Einheitspreisen einkalkulieren.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenVerfahren und Eignungsnachweis
Offenes Verfahren nach VOB/A Abschnitt 2.
Präqualifizierte Unternehmen: Eintrag im PQ-Verzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. + ggf. auftragsspezifische Einzelnachweise.
Nicht präqualifizierte Unternehmen: Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) ODER Einheitliche Europäische Eignung (EEE) + ggf. auftragsspezifische Einzelnachweise.
Es dürfen keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A vorliegen; keine unzulässigen Wettbewerbsbeschränkungen.
Bietergemeinschaften und Eignungsleihe
Bei Bietergemeinschaften: Erklärung aller Mitglieder (Vertretungsbefugnis, Gesamtschuldner-Haftung).
Eignungsleihe (Kapazitäten anderer Unternehmen) zulässig: gemeinsame Haftung und Verpflichtungserklärung (Formblatt 236) erforderlich. Nachunternehmerleistungen sind zu benennen (Formblatt 235/233).
Fachliche Anforderungen
Fachkundiges Personal: Gütesicherung Kanalbau RAL-GZ 961 (Gütegemeinschaft Herstellung und Instandhaltung von Abwasserleitungen und -kanälen e.V.) – Nachweis vor Ausführungsbeginn unaufgefordert vorzulegen.
Maschinen und Geräte müssen Stand der Technik sowie Richtlinien 2000/14/EG und 2005/36/EG entsprechen; Geräteprüfung nach § 39 VBG 1. Gerüste nach DIN 4420 Teil 1–3 sowie DIN EN 12810.
Weisungsbefugtes Personal mit deutscher Sprachkenntnis erforderlich. Schriftliche Bestätigung elektrischer Anlagen/Betriebsmittel gemäß DGUV Vorschrift 4 vor Abnahme.
Sicherheiten und wirtschaftliche Anforderungen
Sanktionen / Russland
Pflicht: Eigenerklärung Russland-Sanktionen (Art. 5k EU-VO 833/2014) – Bieter, Mitglieder von Bietergemeinschaften sowie Unterauftragnehmer/Lieferanten mit >10 % Auftragswert dürfen keine sanktionierten russischen Personen/Unternehmen sein.
Sicherstellung der Verpflichtung über die gesamte Vertragslaufzeit.
Zuschlags- und Wertungsbezug
Bindefrist des Angebots: bis 05.12.2026. Zuschlag möglich gemäß § 134 GWB (10 Tage nach Fax/E-Mail-Bekanntgabe bzw. 15 Tage nach Postversand).
Im vorliegenden Dokumentenauszug sind keine konkreten Referenzprojekt-Anforderungen definiert
Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) bzw. PQ-Verzeichnis-Eintrag; auftragsspezifische Einzelnachweise möglich