Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung der Stadt Hennef (Sieg) für Zimmerer- und Holzbauarbeiten
Beim Neubau einer Fahrradstation am Place Le Pecq in 53773 Hennef (Sieg) werden die Zimmerer- und Holzbauarbeiten vergeben. Das Gebäude besteht aus einem Untergeschoss in Stahlbeton (hier nicht Gegenstand) und einem Erdgeschoss in Holzbauweise mit Pfosten-Riegel-Verglasung. Das Dach ist als Flachdach mit extensiver Begrünung geplant.
Kernleistungen des Auftrags:
Verfahrensrahmen:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut VergabeunterlagenLeistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen und Bauaufgabe
Neubau einer zweigeschossigen Fahrradstation am Place Le Pecq in 53773 Hennef (Sieg). Das Untergeschoss (Fahrradparkhaus mit Doppelstockanlagen und Rampenzugang) ist in Stahlbetonbauweise (WU-Beton) ausgeführt und nicht Bestandteil dieses Auftrags. Das Erdgeschoss (Werkstatt, Service-/Verkaufsräume, Büro, Teeküche, WC, Technikraum, barrierefreies WC) wird in Holzbauweise mit einer Aluminium-Pfosten-Riegel-Verglasung errichtet. Geplant ist ein Flachdach mit extensiver Begrünung und PV-Anlage. Die ausgeschriebenen Leistungen sind Zimmerer- und Holzbauarbeiten (Vergabe-Nr. ZVS-2026-036-65), Bauherr ist die Stadt Hennef.
Allgemeine Leistungen, Baustelle und Vorbereitung
Besondere Leistungen: Vermessungsleistungen, technische Bearbeitung/Werk- und Montageplanung inkl. statischer Nachweise (Sozialgebäude) sowie temporärer Witterungsschutz für Holz-Rohbau und Flachdachkonstruktion – Liefern, Herstellen, Vorhalten, Überwachen, Instandhalten und Rückbau.
Vorbereitende Arbeiten: Bodenfläche reinigen (ca. 150 m²), Voranstrich kaltflüssig/lösemittelfrei (ca. 65 m²), Abdichtung unter Holzbau aus PYE-KTG KSP-2,8, 50 cm Bahnenbreite (ca. 65 m²).
Baustellenbedingungen: Tragfähigkeit des Untergrunds und Grundwasser (67,50 m NHN) sind zu beachten; Hochwasserschutz ist einzuhalten; ggf. ist die Baugrube bei Hochwasser zu fluten. Es steht ein Kran (175 tm, ca. 5 t Spitzenlast) zur Verfügung; Lagerflächen nach BE-Plan. Baustrom, Bauwasser und Sanitäreinrichtungen werden vom Auftraggeber unentgeltlich gestellt. Die Baustellenordnung ist einzuhalten.
Wände aus Holz
Stützen aus Brettschichtholz BSH GL24h (Typen S-1 30/30, S-2 20/20, S-3 20/30). Füllholz horizontal BSH GL24h 10/30 cm. Diagonale Typ DIA-1 BSH GL24h 20/20 cm. Tragende Innenwände W-001 bis W-005 und FW-01 in Holzrahmenbauweise mit KVH/BSH (C24/GL24h), OSB-3 Beplankung und Holzfaserdämmstoff (200 mm). Nichttragende Außenwände in Holzrahmenbau mit OSB-3, Zellulosedämmung 140/160 mm und Holzfaserdämmplatten. Türöffnungen herstellen (1,01/2,135 m und 1,60/2,135 m). Unterdeckplatten aus Holzfaserdämmstoff 100 mm (zzgl. 80 mm Zulage Dreiecksform). Roh-Attika vertikal BSH/NH 7,8 cm (ca. 146 m²). Attikaabdeckung LVL 45 mm (ca. 94,2 m²).
Decken aus Holz
Holzunterzüge BSH GL24h (B-01 30/90 cm, B-02 30/50 cm, B-03 20/30 cm) und Füllholz BSH GL24h 20/30 cm. Holzbalkendecken D-1 bis D-4 in NH C24 12/16 cm mit OSB-3 22 mm Beplankung (Mengen: 340 m² und 100 m²).
Fassaden aus Sichtholz
Fassadenbahn Polyestervlies schwarz, UV-beständig, sd=0,2 m (ca. 179 m²). Grundlattung/Hinterlüftung vertikal 30/50 mm (ca. 179 m²). Traglattung horizontal 30/50 mm (ca. 179 m²). Offene Brettschalung aus Europäischer Douglasie, FSC-zertifiziert (ca. 179 m²). Imprägnierlasur in Vorvergrauung, Farbe Silber (ca. 179 m²).
Stahlteile und Verbindungsmittel
Verschiedene Holzschrauben (u.a. 8,0x240 mm, 6,0x100 mm), SIMPSON Strong-Tie Verbindungsmittel (BTN, BT, ABR70/255 etc.), Stabdübel, Zug-/Schubanker sowie Stahlblechformteile. Stahlbauteile für Fachwerk-Anschlüsse (Obergurt, Untergurt, Diagonalen, Pfosten) und Aussteifungen (DIA-1, DIA-2). Schweißbauteile für Stützenfüße S-1, S-2, S-3, Ausführungsklasse EXC2. Konstruktive Verbindungsmittel, Montagezustände (Aussteifungen, Transport) sowie Schutzvorrichtungen (z.B. Fangnetze) sind durch den Auftragnehmer einzukalkulieren; Nachweise für Abstützungen und Bauzustände sind, soweit nicht in der Genehmigungsstatik enthalten, vom Auftragnehmer zu führen.
Innenausbau aus Holz
Holzrahmenbau-Vorwand innen, NH, 80 mm, OSB-3 (ca. 71,2 m²). Holzfaser-Dämmplatten WLG 040, d=80 mm bzw. 60 mm. Sockelabdeckung LVL 45 mm, 500 mm breit (ca. 63,6 m).
Stundenlohnarbeiten und Materialien
Stundensätze für Meister, Vorarbeiter, Fachwerker und Helfer (jeweils 10–20 h).
Materialien (Auswahl): Brettschichtholz BSH GL24h (Leimtyp I), KVH C24, Furnierschichtholz LVL, OSB-3 (18 mm, 22 mm), Holzfaserdämmstoff und Zellulosedämmung (FSC-/PEFC-zertifiziert), Europäische Lärche/Douglasie FSC-zertifiziert für Fassaden.
Ausführung, Bauzeit und Vertragsbedingungen
Ausführungsbeginn spätestens letzter Werktag der 37. KW 2026, Vollendung (abnahmereife Fertigstellung) spätestens letzter Werktag der 08. KW 2027 (rund 24–25 Wochen Bauzeit). Der Holzbau-Rohbau ist voraussichtlich von Dezember bis Februar zu errichten (witterungsbedingt). Für die Sommerferien 2026 ist eine Sperrung der Frankfurter Straße mit Umleitungen über Stoßdorfer Straße und Bonner Straße angekündigt.
Abfallwirtschaft: Trennung und ordnungsgemäße Erfassung der Bau- und Abbruchabfälle; Nachweise gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und Nachweisverordnung. Der Auftragnehmer ist Abfallerzeuger und übernimmt die Entsorgungspflichten.
Sicherheiten: Bei Auftragssumme ab 250.000 € ist eine Vertragserfüllungsbürgschaft zu stellen; Mängelansprüchebürgschaft 3 % der vorläufigen Abrechnungssumme; ggf. Abschlagszahlungs-/Vorauszahlungsbürgschaft.
Tariftreue: Es gelten die Besonderen Vertragsbedingungen des Landes NRW zur Einhaltung des Tariftreue- und Vergabegesetzes (BVB TVgG NRW, VHB NRW 10/2018, Formular 513) – Mindestlohn nach MiLoG, Tarifverträge, Nachunternehmer sind gleichermaßen verpflichtet.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung
Eintragung in Handelsregister, Handwerksrolle oder IHK (soweit für die ausgeschriebene Leistung erforderlich). Auf Verlangen sind Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerkskarte oder IHK-Nachweis vorzulegen.
Leistungsfähigkeit (Umsatz)
Angabe des Umsatzes der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre für vergleichbare Bauleistungen. Konkrete Mindestumsätze werden in den Stammdaten nicht genannt.
Personalressourcen
Ausreichende Arbeitskräfte verfügbar. Bei engerer Wahl: Nachweis der Zahl der Arbeitskräfte der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen (extra Leitungspersonal).
Referenzen
Mindestens 3 vergleichbare Leistungen in den letzten 5 Kalenderjahren. Bei Teilnahmewettbewerb genügt eine Referenzliste; bei Angebot in engerer Wahl sind 3 Referenznachweise mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eigenem Leistungsumfang (inkl. Mengen), Zahl der durchschnittlich eingesetzten Arbeitnehmer, Beschreibung besonderer technischer/gerätespezifischer Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptunternehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierten Gewerken sowie Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung vorzulegen.
Steuern, Abgaben und Sozialversicherung
Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen. Auf Verlangen: Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Sozialkasse, des Finanzamts und Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG.
Berufsgenossenschaft und Versicherung
Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft mit Unbedenklichkeitsbescheinigung (auf Verlangen mit Lohnsummen). Nachweis über Betriebshaftpflichtversicherung.
Zuverlässigkeit und Ausschlussgründe
Keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A (keine Insolvenz, keine schweren Verfehlungen, kein Eintrag im Gewerbezentralregister > 90 Tagessätze / 3 Monate / 2.500 €). Kein Ausschlussgrund nach § 19 Abs. 1 MiLoG (keine rechtskräftige Bußgeldentscheidung wegen Mindestlohnverstößen ≥ 2.500 €). Auftragsgeber können jederzeit Auskünfte aus dem Wettbewerbsregister und ggf. Gewerbezentralregister anfordern. Ab Auftragssumme ≥ 30.000 € wird der Gewerbezentralregisterauszug vom Auftraggeber eingeholt. Selbstreinigungsmaßnahmen gem. § 6e Abs. 6 VOB/A sind möglich.
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bei Bietergemeinschaften müssen alle Mitglieder die Eignungskriterien erfüllen; ein bevollmächtigter Vertreter ist zu benennen, gesamtschuldnerische Haftung. Nachunternehmer: Art und Umfang der NU-Leistungen sind im Angebot anzugeben, auf Verlangen sind sie zu benennen und Kalkulationsangaben vorzulegen. Präqualifikation (PQ) kann anstelle der Eigenerklärung zur Eignung genutzt werden.
Vergleichbare Leistungen (Zimmerer- und Holzbauarbeiten)
bei engerer Wahl: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eigener Leistungsumfang mit Mengen, Zahl eingesetzter Arbeitnehmer, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptunternehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung