Neubau Rettungswache Süd am Johannes Wesling Klinikum in Minden - Fachplanung Technische Ausrüstung
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenFachplanung der Technischen Gebäudeausrüstung für den Neubau einer Rettungswache mit dauerhaftem 24-Stunden-Betrieb und zehn Einsatzfahrzeugen.
Verbindlich sind die Leistungsphasen 1–3; die Leistungsphasen 4–9 sowie weitere besondere Leistungen können optional beauftragt werden. Der vorhandene Vorentwurf ist zu prüfen und weiterzuentwickeln. Die Planung umfasst HLS, Elektrotechnik, Informations- und Kommunikationstechnik, Förderanlagen, nutzungsspezifische Anlagen, Gebäudeautomation, ein Energiekonzept sowie die geforderte Dokumentation und CAD-Bearbeitung.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Honorar / Preis40%
Bewertung des angebotenen Honorars bzw. Angebotspreises.
- Schriftliche Ausführungen zur projektspezifischen Bearbeitung im Erstangebot40%
Bewertung der schriftlichen Ausführungen zur projektspezifischen Bearbeitung im Erstangebot.
- Persönliche Referenzen der Projektleitung für vergleichbare Referenzen20%
Bewertung der persönlichen Referenzen der Projektleitung für vergleichbare Referenzen.
Gesamtwertung aus Honorar/Preis (40 v. H.), schriftlichen Ausführungen zur projektspezifischen Bearbeitung im Erstangebot (40 v. H.) und persönlichen Referenzen der Projektleitung für vergleichbare Referenzen (20 v. H.).
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenPlanungsgegenstand und Betriebsanforderungen
Der vorhandene, mit den beteiligten Nutzern abgestimmte Vorentwurf einschließlich funktionaler Grundkonzeption ist zu prüfen, zu bewerten und sachgerecht fortzuentwickeln. Die Planung ist auf einen dauerhaften 24-Stunden-Betrieb und die besonderen Anforderungen eines modernen Rettungsdienstes auszurichten.
Es sind insgesamt zehn Einsatzfahrzeuge zu berücksichtigen: vier Rettungswagen, davon ein Inkubator-Rettungswagen, vier Notarzteinsatzfahrzeuge und zwei Krankentransportwagen. Kurze und eindeutige Alarmierungs- und Wegebeziehungen, sichere und effiziente Betriebsabläufe sowie hygienisch getrennte Funktionsbereiche sind bei der Planung zu berücksichtigen.
Gebäude- und Funktionsbereiche
Die Planung umfasst Fahrzeug- und Einsatzbereiche, Funktionsbereiche, Sozialbereiche, Verwaltungs- und Ausbildungsbereiche, die zugehörige technische Infrastruktur sowie Außenanlagen. Einschließen sind insbesondere Fahrzeughalle, Stellplätze, Lager- und Logistikflächen, Einsatzvorbereitungs-, Technik-, Werkstatt- und Nebenräume, Desinfektionshalle mit Schwarz-Weiß-Schleuse, separate Waschhalle für die Fahrzeugpflege sowie Schwarzkleiderkammern und Schleusenbereiche.
Der Sozialbereich umfasst 15 Ruheräume, Aufenthalts-, Mehrzweck- und Sporträume, Gemeinschaftsküchen, Sozialräume und Umkleidebereiche. Für Verwaltung und Schulung sind Büroräume, Besprechungsräume, Teeküchen sowie Ausbildungs- und Seminarräume zu berücksichtigen. Außerdem sind barrierefreier Aufzug, Außenanlagen, Verkehrs- und Betriebsflächen, Mitarbeiter- sowie Verwaltungs- und Schulungsstellplätze, getrennte Alarmzu- und -ausfahrten, ein Alarmhof sowie Video-, Einbruch- und Brandmeldeanlagen und Zaun-, Schranken- und Toranlagen zu planen.
Fachplanungsleistungen
Verbindlich zu erbringen sind die Leistungsphasen 1–3 der TGA-Fachplanung für die Anlagengruppen Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen, Wärmeversorgungsanlagen, Lufttechnische Anlagen, Starkstromanlagen, Fernmelde- oder informationstechnische Anlagen, Förderanlagen, nutzungsspezifische Anlagen und Gebäudeautomation.
Die Leistungen umfassen die Erstellung von Planunterlagen, Beschreibungen und Berechnungen sowie die erforderlichen Abstimmungs- und Arbeitsgespräche. Die Leistungen des Auftraggebers und der fachlich Beteiligten sind zu berücksichtigen. Objektplanung Gebäude und weitere Fachplanungsleistungen sind nicht Bestandteil dieses Vergabeverfahrens.
Optionale Leistungen
Die Leistungsphasen 4–9 sind optional und jeweils nur nach schriftlicher Beauftragung zu erbringen. Optional vorgesehen sind außerdem ein Energiekonzept für den Standort, die Überwachung der Mängelbeseitigung innerhalb der Verjährungsfrist und die Erstellung von Bestandsplänen.
Das Energiekonzept ist zu erstellen und im zuständigen politischen Fachausschuss in einer Präsentation vorzustellen. Optionale Leistungen dürfen ausschließlich nach schriftlicher Beauftragung erbracht werden.
Technische Anforderungen und Ausfallsicherheit
Die Planung muss die dauerhafte Betriebsfähigkeit auch bei längeren Stromausfällen berücksichtigen. Redundante Versorgungssysteme, Netzersatzanlagen, unterbrechungsfreie Stromversorgung, redundante Daten- und Kommunikationsanbindungen sowie eine offene, herstellerneutrale und erweiterbare Gebäudeautomation sind vorzusehen.
Die hygienische Schwarz-Weiß-Trennung sowie differenzierte Anforderungen an Lüftung, Sanitär und Versorgungstechnik sind zu beachten. Die Wärmeversorgung ist energieeffizient, erneuerbar und wirtschaftlich sowie unter Berücksichtigung der Energieleitlinie der Stadt Minden zu planen. Frühzeitig ist eine Abstimmung mit Tragwerk, Fassade, Objektplanung und weiteren Fachplanern erforderlich.
Beratung, Besprechungen und Dokumentation
Die Leistungen umfassen die Teilnahme an monatlichen Projektbesprechungen sowie wöchentlichen Baubesprechungen und sonstigen Abstimmungsbesprechungen einschließlich erforderlicher Vor- und Nachbesprechungen. Bei Bedarf sollen Besprechungen geleitet und dokumentiert werden.
Besprechungsprotokolle sind spätestens drei Tage nach der jeweiligen Besprechung zur Freigabe zu übergeben. Vor Besprechungen ist sicherzustellen, dass Mitarbeiter mit erforderlicher Fach- und Entscheidungskompetenz teilnehmen. Der Auftraggeber ist vorab über sämtliche Besprechungstermine zu informieren.
Planunterlagen und digitale Übergabe
Planunterlagen sind nach vorheriger Absprache bis zu viermal in Papierform, analog vierfach und digital als Download bereitzustellen. Die Unterlagen sind farbig, mit Planzeichen und Legende sowie DIN-gerecht gefaltet aufzubereiten. Beschreibungen und Berechnungen sind digital als Word- beziehungsweise Excel-Datei zu übergeben. Das Schriftfeld des Auftraggebers ist zu übernehmen und die Unterlagen mit dem Hinweis Verfasser zu unterzeichnen.
Die digitalen Planunterlagen sind als DWG- und PDF-Datei zu liefern. Die Zeichnungen sind nach dem Vorgaben Zeichnungsstandard des Auftraggebers und den Beschriftungsvorgaben zu erstellen.
CAD- und Zeichnungsstandard
Für alle beauftragten Leistungsphasen ist eine zu AutoCAD Architecture 2020 kompatible Software zu verwenden. Je Grundrissebene ist eine separate Datei vorzusehen; bei Aufteilung der Grundrisse in einzelne Bauteile ist zusätzlich je Grundrissebene ein Gesamtplan zu erstellen. Je Schnittführung ist eine separate Datei und je Himmelsrichtung eine Ansicht vorzusehen.
Detailzeichnungen sind je nach Erfordernis zu erstellen, mindestens für Fußbodenaufbauten, Deckenspiegel, Fliesenspiegel, Geländerkonstruktionen, Dachaufbauten sowie konstruktive Details für Fassadenaufbauten, Wandkonstruktionen und Fenster- und Türanschläge. DWG-Dateien müssen die geforderten 3D-Angaben enthalten. Die Zeichnungen sind gemäß DIN 1356-1 Bauzeichnungen zu erstellen.
Die konstruktive Hauptzeichnung ist im AutoCAD-Modelbereich im Maßstab 1:1 mit einer Einheit gleich einem Meter zu erstellen. Schriftfelder, Legenden und Zeichnungsrahmen sind im Layoutbereich mit Millimeter als Einheit zu erstellen. Der Ursprung der Gesamtzeichnung liegt am absoluten Nullpunkt des AutoCAD-Weltkoordinatensystems. Das maximale Zeichnungsformat beträgt 914 mm Höhe und 2.000 mm Länge.
Wände, Stützen, Fenster und Türen einschließlich Brüstungs- und Sturzhöhen sind in Grundrissen als 3D-Objekte zu zeichnen. Unterzüge, Treppen und Festeinbauten sind als 2D-Objekte darzustellen. Heizkörper und Sanitärobjekte sind vollständig abzubilden. Schnitte und Ansichten sind aus den entsprechenden Grundrissen abzuleiten. Fertige Fußbodenhöhen sind bezogen auf OK FF auf üNN zu ermitteln.
Es ist eine assoziative Bemaßung vorzusehen; Maßtextüberschreibungen zur Manipulation der Maße sind unzulässig. Arial ist als Schriftart zu verwenden. Schraffuren sind als Block oder Objekt auf separaten Layern auszubilden. Strichstärken sind über Farben zu definieren, wobei je AutoCAD-Farbnummer grundsätzlich nur die vorgegebene Strichstärke zulässig ist. Die vorgegebene Layerstruktur ist einzuhalten. Die verwendeten Plotstiltabellen sind zu übermitteln.
Jede Raumfläche ist als geschlossener Polygonzug auf einem separaten Layer darzustellen. Raumstempel enthalten Raumnummer, Raumbezeichnung beziehungsweise Nutzung, Bruttofläche, Nettofläche, Raumumfang, Bodenbelagsart und weitere abgestimmte Angaben. In Revisionsplänen ist je Raum ein geschlossener Polygonzug und ein Informationsblock für die Datenübernahme in das Facility-Management-Programm enthalten.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFormale Unterlagen und Ausschlussgründe
Der Teilnahmeantrag muss fristgerecht, in deutscher Sprache und unter Verwendung der vorgegebenen Formulare eingereicht werden. Der Bewerberbogen D1 sowie die erforderlichen Nachweise und Erklärungen müssen vollständig sein. Erforderlich sind insbesondere die Erklärung, dass keine Ausschlussgründe nach §§ 123 und 124 GWB vorliegen, sowie gegebenenfalls die Angabe von Selbstreinigungsmaßnahmen nach § 125 GWB.
Für Bewerbergemeinschaften sind alle Mitglieder, die Reihenfolge der Mitglieder und die bevollmächtigte Vertretung anzugeben. Bei Unterauftragnehmern oder Eignungsleihe sind die jeweils erforderlichen Verpflichtungserklärungen beizufügen.
Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Der Bewerber oder die Bewerbergemeinschaft muss mindestens 0,4 Mio. EUR brutto Umsatz im Mittel der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre nachweisen. Im Bewerberbogen sind die Umsätze für 2023, 2024 und 2025 anzugeben. Bei einer Bewerbergemeinschaft werden die Umsätze der Mitglieder addiert; jedes Mitglied ist einzeln nachzuweisen.
Umsätze von Unterauftragnehmern werden nur berücksichtigt, wenn eine wirtschaftliche Eignungsleihe vereinbart wurde.
Berufshaftpflichtversicherung
Es ist eine Berufshaftpflichtversicherung mit mindestens 3,0 Mio. EUR Deckung für Personenschäden und mindestens 3,0 Mio. EUR für Sach- und Vermögensschäden nachzuweisen oder im Auftragsfall abzuschließen. Die Maximierung der Ersatzleistungen muss mindestens das Zweifache der jährlichen Versicherungssumme betragen. Bei einer Bewerbergemeinschaft ist die Erklärung für jedes Mitglied getrennt abzugeben.
Personal und fachliche Qualifikation
Die Namen und beruflichen Qualifikationen der für die Ausführung vorgesehenen Mitarbeiter sind anzugeben. Die Bewerber, Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft und gegebenenfalls Unterauftragnehmer müssen zur Durchführung der Leistungen berechtigt sein und die berufsrechtlichen Voraussetzungen erfüllen. Unterauftragnehmer müssen ihre Eignung und berufliche Qualifikation nachweisen; in der Regel wird dafür ein Dipl.-Ing. TH/FH, ein Bachelor oder Master oder vergleichbare Berufserfahrung auf dem jeweiligen Fachgebiet verlangt.
Unternehmensreferenzen
Für die Eignung sind mindestens zwei getrennte Unternehmensreferenzen erforderlich: eine für HLS mit den Anlagengruppen 1 bis 3 und eine für ELT mit den Anlagengruppen 4 und 5. Beide Referenzen müssen Fachplanungsleistungen der Technischen Ausrüstung bei einem Neubau oder Erweiterungsneubau in mindestens den Leistungsphasen 2–3, 5–6 und 8 abbilden. Die geforderten Projektmerkmale müssen jeweils innerhalb eines einzelnen Referenzprojekts erfüllt sein.
Anerkannt werden ausschließlich Unternehmensreferenzen des Bewerbers oder der Bewerbergemeinschaft. Referenzen, die ein vorgesehenes Teammitglied für ein anderes Büro erbracht hat, werden nicht anerkannt. Die nachzuweisenden Leistungsphasen müssen zwischen dem 01.01.2020 und dem Teilnahmeantragschluss abgeschlossen sein.
Unterauftragnehmer und Eignungsleihe
Alle Leistungen sind im eigenen Betrieb zu erbringen, sofern im Bewerberbogen Unterauftragnehmer aufgeführt sind. Für jeden Unterauftragnehmer sind Art und Umfang der Teilleistungen sowie Name und Sitz zu angeben und das Formblatt D02 einzureichen. Bei einer Eignungsleihe sind genutzte Kapazitäten, Unternehmen und Sitz des Eignungsverleihers anzugeben und das Formblatt D03 beizufügen. Bei wirtschaftlicher oder finanzieller Eignungsleihe ist zusätzlich eine Haftungserklärung erforderlich.
Ausschlüsse und weitere Erklärungen
Erforderlich sind Ausschluss- und Verpflichtungserklärungen nach den für das Verfahren geltenden Vorgaben. Zusätzlich ist die Verordnung (EU) 2022/576/Sanktionen zu beachten. Bei vorhandenen Ausschlussgründen sind diese sowie ergriffene Selbstreinigungsmaßnahmen offenzulegen. Das Angebot muss die geforderten Nachweise und Erklärungen vollständig enthalten; Abweichungen zwischen Angebotsinhalt und Vergabeunterlagen sollen vermieden werden.
Vertragliche und technische Anforderungen
Der Auftragnehmer muss mit geeignetem und fachlich qualifiziertem Personal sowie nach den anerkannten Regeln der Technik leisten. Arbeitsschritte, Zwischenergebnisse, Programme und Datentransfer sind vorab mit dem Auftraggeber abzustimmen. Die erforderlichen Zeichnungs-, Dokumentations- und Übergabeanforderungen sind einzuhalten. Bei Bedarf ist eine Arbeitsgemeinschaft oder der Einsatz von Unterauftragnehmern nach den gesetzlichen und vertraglichen Vorgaben zu organisieren.
Unternehmensreferenz über Fachplanungsleistungen der Technischen Ausrüstung für die Anlagengruppen 1 bis 3 bei einem Neubau oder Erweiterungsneubau, mindestens in den Leistungsphasen 2–3, 5–6 und 8. Das Referenzgebäude muss mindestens zwei der folgenden Merkmale aufweisen: Fahrzeughalle mit technischer Be- und/oder Entlüftung, Abgasabsauganlage für Fahrzeuge, Wasch-, Reinigungs- oder Desinfektionsbereich mit besonderen lüftungs- oder sanitärtechnischen Anforderungen oder hygienisch getrennte Funktionsbereiche mit unterschiedlichen lüftungs- oder sanitärtechnischen Anforderungen.
Unternehmensreferenz des Bewerbers oder der Bewerbergemeinschaft; ein Projekt muss die Mindestmerkmale und mindestens zwei der genannten Gebäudemerkmale erfüllen. Referenzen von vorgesehenen Teammitgliedern für ein anderes Büro werden nicht anerkannt.
Unternehmensreferenz über Fachplanungsleistungen der Technischen Ausrüstung für die Anlagengruppen 4 und 5 bei einem Neubau oder Erweiterungsneubau, mindestens in den Leistungsphasen 2–3, 5–6 und 8. Das Referenzgebäude muss mindestens zwei der folgenden Merkmale aufweisen: Netzersatzanlage, unterbrechungsfreie Stromversorgung, redundante elektrische Energieversorgung, Brandmeldeanlage in Verbindung mit weiteren sicherheits- oder kommunikationstechnischen Anlagen oder Gebäudeautomation mit zentraler Überwachung, Steuerung und Störmeldeweiterleitung.
Unternehmensreferenz des Bewerbers oder der Bewerbergemeinschaft; ein Projekt muss die Mindestmerkmale und mindestens zwei der genannten Gebäudemerkmale erfüllen. Referenzen von vorgesehenen Teammitgliedern für ein anderes Büro werden nicht anerkannt.
Wettbewerb & Angebotsprognose
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