Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie S-Bahn Hamburg GmbH schreibt den Neubau von Zaunanlagen parallel zu den Gleisen zwischen den Stationen Elbbrücken und Veddel aus. Die Arbeiten erfolgen unter laufendem Bahnbetrieb. Vorgesehen sind unter anderem Doppelstabmattenzäune, Türen und Tore, Sichtschutz, Gründungs- und Kabelarbeiten sowie Vegetations-, Entsorgungs- und Baustelleneinrichtungsleistungen.
Angebote müssen bis 28.09.2026 um 08:30 Uhr elektronisch über das Vergabeportal der Deutschen Bahn eingereicht werden. Für die Ausführung sind Präqualifikations- und Eignungsnachweise sowie eine Baustellenbesichtigung vor Angebotsabgabe erforderlich.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Angebotspreis als alleiniges Zuschlagskriterium (wirtschaftlichstes Angebot)
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenZaunanlage und Zugänge
Errichtung einer durchgehenden Zaunanlage parallel zu den Gleisen mit Doppelstabmattenelementen und einer Systemhöhe von etwa 2,03 m. Der Bodenabstand soll bis zu 10 cm betragen, um die ökologische Durchlässigkeit für Kleintiere zu erhalten.
Im Leistungsumfang sind außerdem drei Zugangstüren mit einer Breite von 1,60 m, eine Doppelflügel- beziehungsweise Zufahrtstor-Anlage mit einer Breite von 4,00 m und 650 m Sichtschutz mit einer Höhe von 40 cm vorgesehen.
Streckenbereich und Bauausführung
Die Anlage wird im Bereich der DB-Strecke 2200 zwischen Veddel und den Norderelbbrücken ausgeführt. Die Arbeiten erfolgen unter laufendem Bahnbetrieb und müssen die beengten Verhältnisse sowie Brücken, Stromschienen, Oberleitungsanlagen und Lichtraumprofile berücksichtigen.
Die Baustelleneinrichtung, Logistik, Räumung, Absperrung, Beleuchtung, Beschilderung, Bewachung und Verkehrssicherung sind durch den Auftragnehmer zu organisieren.
Erd-, Gründungs- und Kabelarbeiten
Zu den Arbeiten gehören Absteckung und Vermessung, Beweissicherung, Suchgräben, das Orten und Sichern von Kabeln und Leitungen, Gründungsarbeiten für Zaun- und Torpfosten, Beton- und Stahlbetonarbeiten, Korrosionsschutz sowie Erdungs- und Blitzschutzanlagen. Oberboden ist abzutragen, seitlich zu lagern und nach Abschluss der Arbeiten wieder einzubauen beziehungsweise die Vegetationsdecke wiederherzustellen.
Vegetation, Rückbau und Entsorgung
Im Vorfeld und entlang des Baufelds sind Gehölze zurückzuschneiden und niedrigwachsende Vegetation zu beseitigen. Der Auftragnehmer hat zurückzubauende und zu entsorgende Materialien wie Boden, Gleisschotter, Beton, Ziegel, Metalle, Kabel und Schrott ordnungsgemäß zu entsorgen.
Für die Entsorgung sind ein vorhabenbezogenes Entsorgungskonzept, Nachweise und Fachkundenachweise der beteiligten Entsorgungsunternehmen sowie die elektronische Abfallnachweisführung erforderlich.
Planung, Dokumentation und Qualitätssicherung
Soweit nicht als Auftraggeberleistung vorgegeben, erstellt der Auftragnehmer die Ausführungsplanung, statische Berechnungen, Werkplanung der Zaunanlage und erforderliche Planunterlagen. Die Ausführung ist mit den genehmigten Plänen abzugleichen.
Vor Beginn und nach Fertigstellung ist eine Beweissicherung durch ein zertifiziertes Büro durchzuführen. Bestandsunterlagen und berichtigte Ausführungszeichnungen sind zwei Wochen vor der VOB-Abnahme vorzulegen. Zusätzlich sind eine Fotodokumentation mit mindestens 99 Fotos und ein Baustelleneinrichtungsplan erforderlich.
Organisation und Bauablauf
Nach Auftragserteilung sind ein vertrags- und projektbezogenes Organigramm mit verantwortlichem Personal und ein detaillierter Bauzeitenplan vorzulegen. Der Bauzeitenplan muss unter anderem Vorgänge, Vertragsbeginn und -ende, Zwischentermine, Einzelleistungsdauern, Abhängigkeiten, Arbeitszeiten, Kapazitäten, Logistik, Abnahmezeiten sowie Baustelleneinrichtung und Räumung enthalten.
Der Bauzeitenplan ist während der gesamten Bauzeit alle zwei Wochen fortzuschreiben. Zusätzliche Sperrpausen, der Betra-Antrag und weitere bahnbetriebliche Anmeldungen müssen mit den in der Baubeschreibung genannten Vorläufen angemeldet werden.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenUnternehmensbezogene Eignung
Der Bieter muss eine Präqualifikation bei der Deutschen Bahn AG oder im PQ-VOB nachweisen oder zunächst eine vorläufige Eigenerklärung abgeben. Auf Verlangen sind die Nachweise innerhalb von sechs Kalendertagen vorzulegen.
Zudem sind Erklärungen zur Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft, zur Eintragung in die Handwerksrolle, das Berufsregister oder das IHK-Register sowie zu Ausschlussgründen abzugeben. Dies betrifft insbesondere schwere Verfehlungen, Verurteilungen, Eintragungen im Gewerbezentralregister, laufende Insolvenzverfahren, wettbewerbsbeschränkende Abrede, Korruptionsprävention, Sanktionen, Embargos und unzulässige Einflussversuche.
Compliance und Vertragsverhalten
Der Bieter muss sich zu kartellrechtlicher Compliance, Korruptionsprävention und zur Einhaltung eines Verhaltenskodex erklären. Zur Auswahl stehen der DB-Verhaltenskodex, die BME- beziehungsweise VDB-Verhaltensrichtlinie oder ein vergleichbarer eigener Kodex.
Außerdem sind Angaben zu wesentlichen Mängeln bei früheren DB-Aufträgen, zu steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Pflichten sowie zu Verbindungen mit dem Ingenieurbüro Getter + Kollath Projektplan erforderlich. Bei Bietergemeinschaften haften die Mitglieder gesamtschuldnerisch.
Fachliche Eignung und Referenzen
Es werden vergleichbare Arbeiten verlangt, insbesondere Arbeiten im Zaunanlagenbau oder vergleichbare Bauleistungen. Auf Verlangen sind Angaben zu in den letzten fünf abgeschlossenen Kalenderjahren ausgeführten, vergleichbaren Leistungen vorzulegen.
Die allgemeinen Bewerbungsbedingungen sehen außerdem auf Verlangen Angaben zum Umsatz der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre, zur durchschnittlichen Beschäftigtenzahl, zur technischen Ausrüstung und zum vorgesehenen technischen Personal vor.
Technisches Personal und Ausführungsorganisation
Für die Bauleitung ist ein Ingenieur mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung als Projektleiter bei vergleichbaren Bauvorhaben vorgesehen. Der Bauleiter oder sein Stellvertreter muss ständig auf der Baustelle anwesend sein.
Für Entsorgungsleistungen ist ein qualifizierter Abfallverantwortlicher mit Sachkundenachweis für die Probenahme fester Abfälle zu benennen. Bei Bedarf sind ein Abfallentsorgungsfachbetrieb, ein Beförderer mit den erforderlichen Erlaubnissen und ein nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiertes Labor einzusetzen.
Präqualifikation und Nachunternehmer
Für die ausgeschriebene Leistung ist eine gültige Präqualifikation der Deutschen Bahn AG oder eine gleichwertige PQ-VOB-Eignung beziehungsweise Eigenerklärung erforderlich. Vorgesehene Nachunternehmer sind zu benennen und müssen die erforderlichen Eignungsnachweise beziehungsweise PQ-Erklärungen vorlegen.
Bei Eignungsleihe ist für jeden Nachunternehmer eine unterzeichnete Verpflichtungserklärung einzureichen. Nachunternehmer müssen die gleiche Eignung wie der Bieter nachweisen.
Nachweis vergleichbarer Arbeiten, insbesondere Zaunanlagenbau oder vergleichbare Bauleistungen
Vergleichbare ausgeführte Leistungen; die konkrete Anzahl, Art und der Umfang der Referenzprojekte werden im Ausschreibungsausschnitt nicht vollständig angegeben.