Nichtoffener Wettbewerb RPW 2013 §3 (3) Musikinstrumentenmuseum Markneukirchen
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Markneukirchen sucht für die Erweiterung ihres denkmalgeschützten Musikinstrumenten-Museums Architekturbüros über einen nichtoffenen Planungswettbewerb.
Worum es geht: Das bestehende Museum „Paulus-Schlössel" (ein spätbarockes Bürgerhaus von 1784) soll denkmalgerecht saniert und durch einen modernen Neubau („Klangzentrum") ergänzt werden. Geplant sind neue Ausstellungsflächen, interaktive Klang- und Experimentierräume, eine Restaurierungswerkstatt, Depotflächen sowie barrierefreie Zugänge.
Was zu tun ist: Architekturbüros reichen zunächst einen Teilnahmeantrag mit Referenzen ein. Zwölf Büros werden ausgewählt und zur Wettbewerbsabgabe eingeladen. Im Anschluss folgt ein Verhandlungsverfahren zur Beauftragung der Planungsleistungen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Qualität - Wettbewerbsergebnis45%
Maßgeblich ist ausschließlich die vom Preisgericht festgelegte Rangfolge der Preisträger des Planungswettbewerbs. Der 1. Preis erhält 45 Wertungspunkte, der 2. Preis 30, der 3. Preis 15. Eine erneute inhaltliche Bewertung findet nicht statt.
- Qualität - Weiterentwicklung des prämierten Wettbewerbsbeitrags5%
Bewertet werden die Schlüssigkeit und Qualität der vorgesehenen Weiterentwicklung des prämierten Wettbewerbsbeitrags, die Berücksichtigung der Empfehlungen des Preisgerichts und der Anforderungen der Auslobung sowie die nachvollziehbare Überführung in weitere Planungsphasen.
- Qualität - Projektorganisation und Projektabwicklung20%
Bewertet werden die Schlüssigkeit des Projektablaufs, die Organisation der Planungs- und Abstimmungsprozesse, das Termin- und Kostenmanagement, die Planungs- und Schnittstellenkoordination, die Qualitätssicherung sowie der Umgang mit Risiken, Änderungen und Entscheidungsprozessen.
- Qualität - Projektteam, Organisation, Qualifikation und Erfahrung20%
Bewertet werden Zusammensetzung und Aufgabenverteilung des Projektteams, fachliche Qualifikation der maßgeblichen Projektbeteiligten, einschlägige Erfahrung mit vergleichbaren Projekten sowie insbesondere Erfahrungen mit anspruchsvollen Bestands- und Neubauaufgaben und mit denkmalgeschützter Bausubstanz. Ebenso berücksichtigt wird die Sicherstellung einer kontinuierlichen personellen Betreuung.
- Qualität - Projektpräsenz und Verfügbarkeit5%
Bewertet werden die persönliche Präsenz und Verfügbarkeit der maßgeblichen Projektbeteiligten, die Erreichbarkeit und Reaktionsfähigkeit, die Verfügbarkeit für Abstimmungen und Termine vor Ort sowie vorgesehene Vertretungsregelungen und die Sicherstellung einer kontinuierlichen Projektbetreuung.
- Honorar5%
Bewertet wird das angebotene Honorar. Berücksichtigt werden insbesondere die Höhe des angebotenen Honorars sowie die transparente und nachvollziehbare Darstellung der Honorarermittlung und der angesetzten Nebenkosten.
Wertungspunkte = erreichte Bewertungspunkte / 3 × Gewichtung. Für Kriterium 01 (Wettbewerbsergebnis): 1. Preis = 3 Bewertungspunkte = 45 Wertungspunkte, 2. Preis = 2 Bewertungspunkte = 30 Wertungspunkte, 3. Preis = 1 Bewertungspunkt = 15 Wertungspunkte. Für übrige Kriterien: Bewertung 0-3 Punkte (3=sehr gut, 2=gut, 1=ausreichend, 0=unzureichend). Maximal 100 Wertungspunkte.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAufgabe im Überblick
Geplant ist die Erweiterung des denkmalgeschützten Musikinstrumenten-Museums Markneukirchen durch einen Neubau („Klangzentrum"), der das spätbarocke Bürgerhaus „Paulus-Schlössel" (Hauptgebäude von 1784) funktional und räumlich ergänzt und mit dem Bestand verbunden wird.
Leitmotiv der Auslobung: „Räume zum Klingen bringen" – Klang soll räumlich erfahrbar werden, die Architektur selbst wird Teil der Ausstellung. Der vogtländische Musikinstrumentenbau ist seit 2014 UNESCO-Immaterielles Kulturerbe.
Hinweis: Die Sanierung des „Gerber-Hans-Haus" und des „Sägewerk/Stadtgeschichte" ist ausdrücklich NICHT Gegenstand des Wettbewerbs.
Bestandsbau „Paulus-Schlössel"
Das denkmalgeschützte Hauptgebäude ist denkmalgerecht zu sanieren, technisch zu modernisieren und barrierefrei zu erschließen (mindestens 1. Obergeschoss barrierefrei, denkmalverträgliche Lösung).
Innere Erschließung verbessern und an den Neubau anbinden. Der Übergang zwischen Bestand und Neubau im Bereich des Zwickels zwischen Hauptgebäude und Ostflügel ist eine mögliche Lösung. Ein turmartiges Erschließungsbauwerk ist denkmalfachlich ausgeschlossen; eine Vierflügelanlage-Wiederherstellung als Hofsituation wird bevorzugt, ist aber nicht zwingend.
Neubau „Klangzentrum"
Erweiterungsbau unmittelbar an das Paulus-Schlössel mit folgenden Bereichen:
Der Neubau ist vollständig barrierefrei zu planen.
Freianlagen und Erschließung
Technische und konservatorische Anforderungen
Beauftragungsumfang nach Wettbewerb
Im Anschluss an den Wettbewerb ist eine Beauftragung der Objektplanungsleistungen gemäß § 34 HOAI mindestens bis einschließlich Leistungsphase 5 vorgesehen. Die Leistungsphasen 6 bis 9 sind optional und können stufenweise beauftragt werden. Honorarzone IV gemäß Anlage 10.2 zu § 35 HOAI.
Geschätzter Auftragswert: ca. 747.000 EUR netto.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenTeilnahmeberechtigung
Teilnehmen können natürliche und juristische Personen sowie Bewerbergemeinschaften aus den Mitgliedstaaten des EWR und den Vertragsstaaten des WTO-Übereinkommens über das öffentliche Beschaffungswesen (GPA). Voraussetzungen des § 75 VgV müssen erfüllt sein.
Natürliche Personen: Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung „Architektin"/„Architekt" nach den Rechtsvorschriften des Heimatstaates. Bei nicht gesetzlich geregelter Berufsbezeichnung: Diplom, Prüfungszeugnis oder Befähigungsnachweis gemäß Richtlinie 2005/36/EG.
Juristische Personen: Satzungsgemäßer Geschäftszweck auf Planungsleistungen, die der Wettbewerbsaufgabe entsprechen. Bevollmächtigter Vertreter und verantwortlicher Verfasser der Wettbewerbsarbeit müssen die Architektenqualifikation erfüllen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Berufshaftpflichtversicherung mit folgenden Mindestdeckungen:
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Nachweis durch zwei Referenzprojekte (R1 und R2); eine Referenz kann beide Anforderungen erfüllen. Insgesamt werden maximal zwei Referenzen berücksichtigt. Die Referenzen müssen durch den Bewerber selbst erbracht worden sein – maßgebliche Planungsleistungen im eigenen Unternehmen, verantwortlich beauftragt. Einfache Funktions- oder Nebenbauten ohne vergleichbare planerische Anforderungen werden nicht anerkannt.
Details zu R1 und R2 siehe Abschnitt „Referenzprojekte".
Ausschlussgründe
Öffentliches oder öffentlich zugängliches Gebäude mit regelmäßigem oder wechselndem Publikumsverkehr, besonderen Anforderungen an Nutzer-/Besucherführung und komplexer funktionaler/räumlicher Organisation
Objektplanung Gebäude gemäß § 34 HOAI, vollständige Bearbeitung der Leistungsphasen 2–5, maßgebliche Planungsleistung durch den Bewerber selbst erbracht
Umbau, Erweiterung, Umnutzung oder Sanierung eines bestehenden Gebäudes mit wesentlicher planerischer Integration des Bestands – alternativ: Planung im denkmalgeschützten Bestand mit besonderen denkmalpflegerischen Anforderungen
Objektplanung Gebäude gemäß § 34 HOAI, vollständige Bearbeitung der Leistungsphasen 2–5. Eine Referenz kann R1 und R2 gleichzeitig abdecken. Einfache Funktions-/Nebenbauten werden nicht anerkannt.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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