Pretzien Am Mühlberg, Niederschlagswasserbeseitigung
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Abwasserentsorgung Schönebeck GmbH schreibt den Bau von drei Versickerungsrigolen aus Kunststoffelementen im Wohngebiet Am Mühlberg in Pretzien öffentlich aus.
Im Wohngebiet gibt es bislang keine Regenwasserkanalisation – das Niederschlagswasser versickert über alte Drainagerohre und staut sich bei Starkregen im Wendehammer. Die Maßnahme umfasst drei dezentrale Rigolen, drei Sedimentationsschächte, neue Straßenabläufe mit Filter, eine Kastenrinne sowie den Rückbau der vorhandenen Rigole und die Wiederherstellung der Straßenoberfläche.
Bieter müssen Eigenerklärungen zur Eignung abgeben, das Leistungsverzeichnis mit Preisen füllen und verschiedene Formblätter (z. B. Preisermittlung, Nachunternehmer, Bietergemeinschaft) einreichen. Angebote werden ausschließlich elektronisch über evergabe.de abgegeben. Die Ausführung ist von März bis April 2027 vorgesehen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenMaßnahme und Geltungsbereich
Bau von drei Rigolen aus Kunststoffelementen nach DWA-A 138-1 im Wohngebiet Am Mühlberg in Pretzien (39217 Pretzien, Stadt Schönebeck/Elbe). Die Leistung wird nicht in Lose aufgeteilt und umfasst keine Planungsleistungen.
Rigolen und Versickerungsanlagen
Drei dezentrale Versickerungsrigolen aus Kunststoffboxen (z. B. RAUSIKKO Box oder gleichwertig), Geotextilummantelung, Auflager aus Split/Kies 2/8 mm ca. 10 cm, Inspektions- und Reinigungsschächte mind. 1 pro Rigolensystem (Belastungsklasse D400), BeGu-Abdeckungen DN 625.
Entwässerungsanschlüsse und Schächte
Anschluss von drei vorhandenen Straßenabläufen über DN 160 KG-2000-Rohre (insgesamt ca. 28,5 m Kanalrohr DN 160 PP). Drei neue Straßenabläufe 500 × 500 mm mit Trockenablauf und Straßenablauffilter (z. B. INNOLET oder gleichwertig, Rückhalt von Öl, Schwermetallen, PAK, AFS63). Drei Sedimentationsschächte DN 600 mit Sandfang (Absetzraum 50 cm unter Zulaufsohle) sowie Entlüftung.
Kastenrinne
Kastenrinne aus Beton DN 150 (z. B. ACO DRAIN Multiline NX V100G oder gleichwertig, 5 m) mit Einlaufkasten, Maschenrost und Stirnwand, Rohranschlüsse DN 160.
Erdarbeiten und Verbau
Baugruben und Leitungsgräben nach DIN 4124 und DIN EN 1610. Verbau ab 1,25 m Tiefe. Baugrube bis ca. 3,00 m Tiefe und 6,50 m Breite; Leitungsgraben bis ca. 1,25 m Tiefe. Handschachtung in Bereichen paralleler/kreuzender Leitungen, Sicherung dieser Leitungen, Verfüllung und Bodenlieferung.
Rückbau und Entsorgung
Entfernung und fachgerechte Entsorgung der vorhandenen Rigole im Wendehammer. Aufnehmen von Pflaster (85 m²), Schottertragschicht (85 m², Dicke 45 cm) und Bordsteinen (20 m). Abfallentsorgung gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz, getrennte Erfassung und ordnungsgemäße Verwertung/Beseitigung der Bau- und Abbruchabfälle.
Straßenbau/Wiederherstellung
Planum herstellen 82 m² (Ev2 = 45 MPa), Schottertragschicht 82 m² (Dicke 45 cm, Bk 0,3), Pflasterdecke 82 m² (Bk 1,8, Läuferverband), 20 Bordsteine liefern und setzen, 4 Bordsteine trennen.
Baustellenorganisation und Dokumentation
Baustelleneinrichtung einrichten und räumen, Verkehrssicherung (längere Absperrungen, Tagesbauwerk Kastenrinne, Mülltransport für Anlieger), Verdichtungsnachweise nach ZTV E-StB 17 / ZTV A-StB 12, Fotodokumentation aller Bauphasen, Beweissicherung Vorschäden (Übergabe 1× vor Baubeginn, 1× mit Schlussrechnung), Eigenüberwachung, Vermessung (Tiefenlage Rigolen, Bestandsplan).
Rahmenbedingungen und Ausführung
Ausführungszeitraum 01.03.2027 bis 30.04.2027 (witterungsabhängig, ggf. späterer Baubeginn möglich). Baugrunduntersuchung November 2025 erfolgt, Grundwassermessung Stand 11.04.2025, Hochwasserrisikokarte HQ100 Stand 28.02.2025. Lage im Biosphärenreservat Mittelelbe und FFH-Gebiet 'Elbaue zwischen Saalemündung und Magdeburg'. Sperrmaßnahmen vor Baubeginn mit dem Auftraggeber abstimmen. Keine Trinkwasser-/Gas-/Strom-/Internet-/Schmutzwasserleitungen im Leistungsumfang (nur als Bestand dokumentiert).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenVerfahrensart und Eignungsnachweis
Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A Abschnitt 1. Präqualifizierte Unternehmen können die PQ-Nummer angeben; nicht präqualifizierte Unternehmen reichen die Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) ein. Bei Einsatz von Nachunternehmen sind die entsprechenden Nachweise/Eigenerklärungen ebenfalls vorzulegen. Es gilt das TVergG LSA.
Fachliche und wirtschaftliche Eignung
Umsatznachweis: in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren vergleichbare Leistungen erbracht.
Referenzen: in den letzten 5 Kalenderjahren vergleichbare Leistungen ausgeführt; bei engerer Wahl drei Referenznachweise mit Ansprechpartner, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, Zahl eingesetzter Arbeitnehmer, besonderen technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertraglicher Bindung und Bestätigung des Auftraggebers.
Arbeitskräfte: Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte; Erklärung zur durchschnittlichen Zahl der Beschäftigten der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen mit gesondert ausgewiesenem Leitungspersonal (auf Verlangen).
Zuverlässigkeit und rechtliche Voraussetzungen
Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Eintragung in Handwerksrolle bzw. IHK (oder keine Pflichteintragung). Kein Insolvenzverfahren, keine Masseunzulänglichkeit, keine Liquidation; ggf. Insolvenzplan. Keine schweren Verfehlungen gemäß § 6e EU VOB/A. Keine Verurteilungen wegen Verstößen mit Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 Jahren. Ordnungsgemäße Erfüllung der steuerlichen Pflichten und Sozialversicherungsbeiträge, Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft, Freistellungsbescheinigung § 48b EStG.
Nachunternehmer und Bietergemeinschaften
Nachunternehmereinsatz ist gestattet, muss jedoch bei Zuschlag nachgewiesen werden (Eigenerklärung gem. § 14 Abs. 2 u. 4 TVergG LSA). Bieter-/Arbeitsgemeinschaften sind zulässig; Erklärung aller Mitglieder in Textform (Formblatt 234), auf Verlangen unterschrieben oder fortgeschritten/qualifiziert signiert. Verpflichtungserklärung anderer Unternehmen (Formblatt 236) und Sicherheitsauskunft/Verpflichtungserklärung Nachunternehmer (Formblatt 126) auf Verlangen der Vergabestelle.
Sicherheitsleistung und Angebotsmodalitäten
Vertragserfüllungsbürgschaft: 5 % der Auftragssumme (inkl. USt., ohne Nachträge), ab Auftragssumme ≥ 250.000 € ohne USt. Mängelanspruchsbürgschaft: 3 % der Abschlagszahlungssumme zum Zeitpunkt der Abnahme. Mehrfachangebote nicht zulässig, Nebenangebote nicht zugelassen. Nachforderung fehlender Unterlagen: ja. Kommunikation in deutscher Sprache, elektronisch über die Vergabeplattform (Textform); kein Schriftprozess vorgesehen.
Vergleichbare Leistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren (Bauleistungen Tiefbau/Kanalisation/Rigolenbau)
Mit Ansprechpartner, Art der ausgeführten Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengen, Zahl eingesetzter Arbeitnehmer, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE-Partner/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke und Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.
Wettbewerb & Angebotsprognose
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Erfüllungsort
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