Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Wasserwirtschaftsamt Nürnberg schreibt eine orientierende Umwelt-/Altlastenuntersuchung auf dem Gelände des früheren metallverarbeitenden Betriebes Ebel + Lohmann in 91154 Roth-Pfaffenhofen (Industriestraße) aus. Bis 1986 wurden dort Weißblech-Tablets bearbeitet und mit 14 LHKW-Tauchbecken gereinigt – es besteht ein Verdacht auf Boden- und Grundwasserverunreinigungen.
Was zu tun ist:
Wichtige Frist: Feldarbeiten müssen bis 01.12.2026 abgeschlossen sein. Angebote sind bis 04.10.2026, 08:00 Uhr einzureichen. Der Auftrag wird in einem Los vergeben; Neben- und Mehrfachangebote sind nicht zugelassen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAusgangslage und Ziel
Auf dem Gelände des ehemaligen metallverarbeitenden Betriebes Ebel + Lohmann in 91154 Roth-Pfaffenhofen (Industriestraße) wurde bis 1986 Weißblech bearbeitet; zur Reinigung kamen 14 LHKW-Tauchbecken zum Einsatz. Die orientierende Untersuchung dient der Gefährdungsabschätzung für den Wirkungspfad Boden–Grundwasser nach § 12 Abs. 1 BBodSchV. Damit soll geklärt werden, ob und in welchem Umfang Schadstoffe in Boden und Grundwasser vorliegen und ob weiterer Handlungsbedarf besteht.
Feldarbeiten und Probenahmen
Rammkernsondierungen: 10 Sondierungen bis 4 m unter Geländeoberkante; bei anthropogenen Auffüllungen bis zum Anstehenden durchteufen. Bodenluft: 10 Proben nach VDI 3865. Bodeneluate: 10 Mischproben aus der oberen Bodenschicht (2:1-Schütteleluat). Grundwasser: 5 Proben im Rahmen eines 72-stündigen Immissionspumpversuchs; Vor-Ort-Parameter messen. Grundwassermessstelle: Errichtung einer 5-Zoll-Messstelle möglichst nah am ehemaligen LHKW-Becken, inklusive Ausbau, Abdichtung, Pegelkopf, Kamerabefahrung und Einmessung (ETRS89/UTM 32N, DHHN2016). Rückstellproben: 3 Monate vorzuhalten. Bohrungen außen/innen: 7 × 4 m außen, 3 × 4 m innen (Schlauchkernbohrungen), Verfüllung mit Bentonit/Zement, Schichtenverzeichnisse.
Analytik (nach LfU-Merkblatt 3.8/1)
Bodenluft: LHKW, BTEX, Etheroxygenate. Bodeneluate / Oberboden: anorganische Leitparameter (As, Pb, Cd, Cr, CrVI, Cu, Mo, Ni, Hg, Zn, CN, V), MKW C10–C40, PCB, PAK. Grundwasser: Basisparameter, anorganische Leitparameter, Phenole, PFAS (nur die letzten beiden Proben des Pumpversuchs), PAK-16, LHKW, BTEX, Etheroxygenate, MKW C5–C9 und C10–C40, PCB. Bestimmungsgrenzen: maximal ein Drittel der maßgeblichen Prüf-/Stufe-1-/Maßnahmenwerte. Probenvorbereitung und Vorbehandlung sind im Analytikpreis eingeschlossen.
Ingenieurleistungen
Prüfung bestehender Datengrundlagen, Erstellung eines abgestimmten Untersuchungskonzepts (Probenahme-, Analyseprogramm, Zeitplan), Planung/Vergabe/Prüfung der Grundwassermessstelle, Organisation und fachliche Begleitung der Feldarbeiten (OrtsTermine, Rechnungskontrolle), Benennung von Koordinator:innen nach DGUV und BaustellV (RAB 30), Erstellung SiGe-/A+S-Plan, Deklarationsanalytik, Klärung von Einleit- und Entsorgungsbestimmungen, Sickerwasserprognose nach Merkblatt 3.8/1, Beschreibung weiteren Handlungsbedarfs, Gutachten mit Plänen und Fotodokumentation in digitaler und gedruckter Form sowie Abschlusspräsentation beim Auftraggeber.
Entsorgung und Behördenanzeigen
Entsorgung: kontaminiertes Bohrgut und Wasser nach geltenden Bestimmungen in Abstimmung mit dem Auftraggeber; auf Nachweis direkt mit dem AG verrechnen. Aktivkohleadsorber für gereinigtes Grundwasser, Spannring-Deckelfass und Tank für Klarspülwasser, Zwischenlagerung, Entsorgungsnachweise, Deklarationsanalytik Boden. Behördliche Anzeigen in Eigenverantwortung des Auftragnehmers (nach Rücksprache mit dem AG): Anzeige des Grundwassermessstellenbaus nach § 49 Abs. 1 WHG beim Landratsamt Roth; Erlaubnis zur Einleitung gereinigten Grundwassers in die Kanalisation bei Landratsamt Roth und Gemeinde Pfaffenhofen.
Logistik, Schutz und Abrechnung
Baustelleneinrichtung: Einrichten/Räumen der Baustelle, Verkehrssicherung, Spartenerkundung, Aufbruch befestigter Flächen (Kernbohrung), Kampfmittelortung (Halb-/Tagessätze). Arbeitsschutz: Gefährdungsbeurteilung, Überwachung der Schutzmaßnahmen, Bereitstellung PSA, Zwischenlagerung, Reinigung und Entsorgung der Schutzkleidung. Stundenlohnarbeiten: Verrechnungssätze für Bohrgerät und -trupp bei Stillstandszeiten; Honorarstundensätze für Geschäftsführung, Projektleiter, Techniker, Hilfskraft und Fahrtkosten. Probenmanagement: täglicher Probentransport zum Labor. Abrechnung: Preise in Euro zzgl. gesetzlicher MwSt.; Ortstermine, Spesen, Reisekosten und Verbrauchsmaterialien sind in die Preise einzurechnen – keine gesonderte Vergütung.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung – Analytik und Labor
Die analytischen Untersuchungen sind durch ein nach § 18 BBodSchG zugelassenes Labor zu begleiten. Alternativ werden vergleichbare Qualitätssicherungssysteme akzeptiert (z.B. Akkreditierung nach BAM 2005 oder Zertifizierung nach DIN EN ISO/IEC 17025). Unteraufträge an Labore sind nur zulässig, wenn diese ebenfalls über die entsprechende Zulassung bzw. Zertifizierung für die erforderlichen Untersuchungsbereiche verfügen. Subunternehmen sind namentlich zu benennen.
Personelle und sicherheitstechnische Eignung
Allgemeine wirtschaftliche und rechtliche Eignung
Eignungsleihe und Unterauftragnehmer
Beim Einsatz von Unterauftragnehmern sind Verpflichtungserklärungen (Formblatt L 236) und ggf. Eignungsnachweise vorzulegen. Bei wirtschaftlicher bzw. finanzieller Eignungsleihe haftet der Bieter. Eine namentliche Benennung der Subunternehmen ist erforderlich.
Vergleichbare Referenzen
Nachweis von 3 vergleichbaren Referenzen aus den letzten 3 Jahren. Pflichtangaben je Referenz: Ansprechpartner, Art der ausgeführten Leistung, Auftragssumme und Ausführungszeitraum. Vergleichbarkeit bedeutet: Leistungen, die mit der zu vergebenden orientierenden Altlastenuntersuchung vergleichbar sind.
Vergleichbare Leistungen im Bereich orientierender Altlasten-/Bodenschutzuntersuchungen
Mit Ansprechpartner, Art der ausgeführten Leistung, Auftragssumme und Ausführungszeitraum. Leistungen müssen mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sein (Eigenerklärung zur Eignung, Formblatt L 124).