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Orientierende Untersuchung des ehem. metallverarbeitenden Betriebes Ebel und Lohmann

Wasserwirtschaftsamt NürnbergNürnberg, BayernVeröffentlicht:
Angebotsfrist: noch 20 Tage

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Das Wasserwirtschaftsamt Nürnberg schreibt eine orientierende Umwelt-/Altlastenuntersuchung auf dem Gelände des früheren metallverarbeitenden Betriebes Ebel + Lohmann in 91154 Roth-Pfaffenhofen (Industriestraße) aus. Bis 1986 wurden dort Weißblech-Tablets bearbeitet und mit 14 LHKW-Tauchbecken gereinigt – es besteht ein Verdacht auf Boden- und Grundwasserverunreinigungen.

Was zu tun ist:

Feldarbeiten: 10 Rammkernsondierungen, 10 Bodenluft- und 10 Bodeneluatproben, 5 Grundwasserproben über einen 72-Stunden-Pumpversuch sowie der Bau einer 5-Zoll-Grundwassermessstelle.Chemische Analytik (Bodenluft, Bodeneluate, Grundwasser) nach LfU-Merkblatt 3.8/1.Ingenieurleistungen: Untersuchungskonzept, SiGe-Plan, fachliche Begleitung, Auswertung und Sickerwasserprognose, Erstellung eines Gutachtens (digital + gedruckt) mit Abschlusspräsentation.Entsorgung kontaminierter Materialien und behördliche Anzeigen in Eigenverantwortung.

Wichtige Frist: Feldarbeiten müssen bis 01.12.2026 abgeschlossen sein. Angebote sind bis 04.10.2026, 08:00 Uhr einzureichen. Der Auftrag wird in einem Los vergeben; Neben- und Mehrfachangebote sind nicht zugelassen.

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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Noch 20 Tage bis zur Angebotsfrist — 04. September 2026
HEUTE
Termin / FristAUG2026SEPOKTNOVDEZ
Veröffentlichung7. Aug. 2026
Bindefrist4. Sep. 2026
Angebotsfrist4. Okt. 2026
Vorlage verbindlicher Zeitplanca. 19. Okt. 2026
Feldarbeiten abgeschlossen1. Dez. 2026
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Niedrigster Preis1 Kriterium
Preis 100%Qualität 0%
  • Preis100%

    Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen.

KI-Hinweis: Nur das Zuschlagskriterium Preis ist explizit angegeben; das Formblatt L 227 'Gewichtung der Zuschlagskriterien' ist als Anlage nicht beigefügt, jedoch ist eindeutig erkennbar, dass ausschließlich der Preis als Zuschlagskriterium gilt.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Ausgangslage und Ziel

Auf dem Gelände des ehemaligen metallverarbeitenden Betriebes Ebel + Lohmann in 91154 Roth-Pfaffenhofen (Industriestraße) wurde bis 1986 Weißblech bearbeitet; zur Reinigung kamen 14 LHKW-Tauchbecken zum Einsatz. Die orientierende Untersuchung dient der Gefährdungsabschätzung für den Wirkungspfad Boden–Grundwasser nach § 12 Abs. 1 BBodSchV. Damit soll geklärt werden, ob und in welchem Umfang Schadstoffe in Boden und Grundwasser vorliegen und ob weiterer Handlungsbedarf besteht.

Feldarbeiten und Probenahmen

Rammkernsondierungen: 10 Sondierungen bis 4 m unter Geländeoberkante; bei anthropogenen Auffüllungen bis zum Anstehenden durchteufen. Bodenluft: 10 Proben nach VDI 3865. Bodeneluate: 10 Mischproben aus der oberen Bodenschicht (2:1-Schütteleluat). Grundwasser: 5 Proben im Rahmen eines 72-stündigen Immissionspumpversuchs; Vor-Ort-Parameter messen. Grundwassermessstelle: Errichtung einer 5-Zoll-Messstelle möglichst nah am ehemaligen LHKW-Becken, inklusive Ausbau, Abdichtung, Pegelkopf, Kamerabefahrung und Einmessung (ETRS89/UTM 32N, DHHN2016). Rückstellproben: 3 Monate vorzuhalten. Bohrungen außen/innen: 7 × 4 m außen, 3 × 4 m innen (Schlauchkernbohrungen), Verfüllung mit Bentonit/Zement, Schichtenverzeichnisse.

Analytik (nach LfU-Merkblatt 3.8/1)

Bodenluft: LHKW, BTEX, Etheroxygenate. Bodeneluate / Oberboden: anorganische Leitparameter (As, Pb, Cd, Cr, CrVI, Cu, Mo, Ni, Hg, Zn, CN, V), MKW C10–C40, PCB, PAK. Grundwasser: Basisparameter, anorganische Leitparameter, Phenole, PFAS (nur die letzten beiden Proben des Pumpversuchs), PAK-16, LHKW, BTEX, Etheroxygenate, MKW C5–C9 und C10–C40, PCB. Bestimmungsgrenzen: maximal ein Drittel der maßgeblichen Prüf-/Stufe-1-/Maßnahmenwerte. Probenvorbereitung und Vorbehandlung sind im Analytikpreis eingeschlossen.

Ingenieurleistungen

Prüfung bestehender Datengrundlagen, Erstellung eines abgestimmten Untersuchungskonzepts (Probenahme-, Analyseprogramm, Zeitplan), Planung/Vergabe/Prüfung der Grundwassermessstelle, Organisation und fachliche Begleitung der Feldarbeiten (OrtsTermine, Rechnungskontrolle), Benennung von Koordinator:innen nach DGUV und BaustellV (RAB 30), Erstellung SiGe-/A+S-Plan, Deklarationsanalytik, Klärung von Einleit- und Entsorgungsbestimmungen, Sickerwasserprognose nach Merkblatt 3.8/1, Beschreibung weiteren Handlungsbedarfs, Gutachten mit Plänen und Fotodokumentation in digitaler und gedruckter Form sowie Abschlusspräsentation beim Auftraggeber.

Entsorgung und Behördenanzeigen

Entsorgung: kontaminiertes Bohrgut und Wasser nach geltenden Bestimmungen in Abstimmung mit dem Auftraggeber; auf Nachweis direkt mit dem AG verrechnen. Aktivkohleadsorber für gereinigtes Grundwasser, Spannring-Deckelfass und Tank für Klarspülwasser, Zwischenlagerung, Entsorgungsnachweise, Deklarationsanalytik Boden. Behördliche Anzeigen in Eigenverantwortung des Auftragnehmers (nach Rücksprache mit dem AG): Anzeige des Grundwassermessstellenbaus nach § 49 Abs. 1 WHG beim Landratsamt Roth; Erlaubnis zur Einleitung gereinigten Grundwassers in die Kanalisation bei Landratsamt Roth und Gemeinde Pfaffenhofen.

Logistik, Schutz und Abrechnung

Baustelleneinrichtung: Einrichten/Räumen der Baustelle, Verkehrssicherung, Spartenerkundung, Aufbruch befestigter Flächen (Kernbohrung), Kampfmittelortung (Halb-/Tagessätze). Arbeitsschutz: Gefährdungsbeurteilung, Überwachung der Schutzmaßnahmen, Bereitstellung PSA, Zwischenlagerung, Reinigung und Entsorgung der Schutzkleidung. Stundenlohnarbeiten: Verrechnungssätze für Bohrgerät und -trupp bei Stillstandszeiten; Honorarstundensätze für Geschäftsführung, Projektleiter, Techniker, Hilfskraft und Fahrtkosten. Probenmanagement: täglicher Probentransport zum Labor. Abrechnung: Preise in Euro zzgl. gesetzlicher MwSt.; Ortstermine, Spesen, Reisekosten und Verbrauchsmaterialien sind in die Preise einzurechnen – keine gesonderte Vergütung.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Fachliche Eignung – Analytik und Labor

Die analytischen Untersuchungen sind durch ein nach § 18 BBodSchG zugelassenes Labor zu begleiten. Alternativ werden vergleichbare Qualitätssicherungssysteme akzeptiert (z.B. Akkreditierung nach BAM 2005 oder Zertifizierung nach DIN EN ISO/IEC 17025). Unteraufträge an Labore sind nur zulässig, wenn diese ebenfalls über die entsprechende Zulassung bzw. Zertifizierung für die erforderlichen Untersuchungsbereiche verfügen. Subunternehmen sind namentlich zu benennen.

Personelle und sicherheitstechnische Eignung

Gültige Bescheinigungen zur speziellen arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung für Tätigkeiten in kontaminierten Bereichen für alle beteiligten Mitarbeitenden.Arbeitsbereichs- und tätigkeitsbezogene Betriebsanweisung inkl. Unterweisungsnachweis nach § 14 GefStoffV.Anzeige des ausführenden Unternehmens an die zuständige Berufsgenossenschaft gemäß DGUV-Regel 001-404, Abschnitt 11.2 vor Beginn der Arbeiten.Benennung von Koordinator:innen nach DGUV und BaustellV (RAB 30) sowie Erstellung des SiGe-Plans/A+S-Plans vor Beginn.

Allgemeine wirtschaftliche und rechtliche Eignung

Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt L 124/L 1240) – alternativ Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) oder Eintrag in AVPQ.Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung (Höhenangaben trägt der AG in L 124 ein).Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen.Kein eröffnetes oder beantragtes Insolvenzverfahren.Keine Ausschlussgründe nach § 123 oder § 124 GWB; keine Eintragungen im Wettbewerbsregister (bzw. nachgewiesene Selbstreinigung).Eintragung im Handels-/Berufsregister, soweit pflichtig.Werkstätten für behinderte Menschen, Inklusionsbetriebe und Blindenwerkstätten erhalten 10 % Abschlag.

Eignungsleihe und Unterauftragnehmer

Beim Einsatz von Unterauftragnehmern sind Verpflichtungserklärungen (Formblatt L 236) und ggf. Eignungsnachweise vorzulegen. Bei wirtschaftlicher bzw. finanzieller Eignungsleihe haftet der Bieter. Eine namentliche Benennung der Subunternehmen ist erforderlich.

Vergleichbare Referenzen

Nachweis von 3 vergleichbaren Referenzen aus den letzten 3 Jahren. Pflichtangaben je Referenz: Ansprechpartner, Art der ausgeführten Leistung, Auftragssumme und Ausführungszeitraum. Vergleichbarkeit bedeutet: Leistungen, die mit der zu vergebenden orientierenden Altlastenuntersuchung vergleichbar sind.

Referenzprojekte
3 ReferenzenZeitraum: Letzte 3 Jahre

Vergleichbare Leistungen im Bereich orientierender Altlasten-/Bodenschutzuntersuchungen

Mit Ansprechpartner, Art der ausgeführten Leistung, Auftragssumme und Ausführungszeitraum. Leistungen müssen mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sein (Eigenerklärung zur Eignung, Formblatt L 124).

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
4–10Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 6 Angebote
Mittlere Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 22%4–10 · 44%11+ · 34%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 23 erledigt
Formale Angebotsunterlagen
Erklärungen (soweit einschlägig)
Unterlagen vor Beginn der Arbeiten
Angebotsbezogene Angaben
Eignungsnachweise / Referenzen
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Wasserwirtschaftsamt Nürnberg
Anschrift
90461 Nürnberg
Ort
90461 Nürnberg
Kategorie
Bayern
Veröffentlicht
Angebotsfrist
Auftraggeber-Website
www.wwa-n.bayern.de

Erfüllungsort

Ort der Leistung
90461 Nürnberg
Bayern

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