Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenGesucht ist ein Totalunternehmer für die gesamtheitliche Planung und den schlüsselfertigen, bezugs- und betriebsbereiten Neubau des Feuerwehrhauses im Ortsteil Oberndorf der Gemeinde Jossgrund.
Der Auftrag umfasst unter anderem die Objekt- und Fachplanung, Genehmigungsverfahren, Bau, technische Gebäudeausrüstung, Außenanlagen, Prüfungen, Dokumentation, Inbetriebnahme und Wartung. Zugelassen sind konventionelle sowie industrielle Bauweisen.
Die Bewerbung muss bis 14.09.2026 um 10:00 Uhr ausschließlich über die Vergabeplattform eingereicht werden. Das indikative Angebot ist bis 06.11.2026 um 10:00 Uhr fällig.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Genereller Festpreis einschließlich der geforderten Wartungsleistungen60%
Pauschaler Angebotspreis für Bauleistungen und Wartungskosten für 5 Jahre nach Abnahme. Niedrigster Preis erhält maximale Punktzahl (300 P.), andere Preise werden proportional ins Verhältnis gesetzt.
- Erfahrung und Qualifikation des Projektleiters5%
Bewertet werden Dauer und Auftragsbezogenheit der Berufserfahrung, persönliche Referenzen, Zusatzqualifikationen und fachliche Beherrschung der Aufgaben. Feuerwehrreferenzen können Vergleichbarkeit erhöhen.
- Erfahrung und Qualifikation des Bauleiters5%
Bewertet werden Dauer und Auftragsbezogenheit der Berufserfahrung, persönliche Referenzen, Zusatzqualifikationen und fachliche Beherrschung der Aufgaben.
- Ausführungskonzept25%
Vergleichende qualitative Bewertung des Ausführungskonzepts (max. 10 DIN-A4-Seiten). Gleichgewichtige Teilbereiche A-E.
- Vertragsstrafenangebote5%
Angebotene Höhe der Vertragsstrafe je Werktag bezogen auf den generellen Festpreis (netto) für Bezugsfertigkeit (01.02.2028) und Fertigstellung (31.05.2028), jew. 2,5% (max. 12,5 P. pro Termin).
Preis: Punkte = (Niedrigster Preis / bewerteter Preis) x max. Punktzahl (300 P.). Vertragsstrafenangebot: P = MAX(0; MIN(12,5; 12,5 × (r - 0,0010) / (0,00166667 - 0,0010))) je Termin (Bezugsfertigkeit und Fertigstellung, jew. max. 12,5 P.). Qualitätskriterien (Projektleiter, Bauleiter, Ausführungskonzept): vergleichende Bewertung mit Noten 1-5.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGesamtleistung und Verantwortung
Der Auftragnehmer übernimmt als Totalunternehmer die einheitliche Gesamtverantwortung für das funktionsfähige Gesamtwerk. Er erbringt sämtliche Leistungen für die vollständige, genehmigungsfähige, bezugs- und betriebsbereite Errichtung des Feuerwehrhauses einschließlich Planung, Koordinierung, Genehmigung, Bau, Lieferung, Montage, Prüfung, Dokumentation, Inbetriebnahme und Einweisung.
Planung und Genehmigung
Zu liefern sind alle Objekt- und Fachplanungen, einschließlich Entwurfsfortschreibung, Genehmigungs-, Werk-, Ausführungs-, Werkstatt- und Montageplanung, Tragwerksplanung mit prüffähiger Statik, Brandschutz, Bauphysik, Wärme-, Feuchte-, Schall- und Raumakustik, technischer Gebäudeausrüstung, Entwässerung, Elektro- und Lichtplanung, Freianlagen, Verkehrsflächen, Vermessungskoordination sowie Bestands- und Revisionsplanung.
Der Totalunternehmer erstellt und reicht den vollständigen Bauantrag einschließlich Brandschutzkonzept und aller Bauvorlagen ein, betreibt die Genehmigungsverfahren und erfüllt behördliche Auflagen. Er stellt sämtliche Genehmigungs-, Zustimmungs-, Anzeige-, Melde-, Prüf- und Abnahmeunterlagen bereit.
Gebäude und Räume
Das Gebäude ist für drei Feuerwehrfahrzeuge und ca. 60 Einsatzkräfte vorgesehen. Das Raumprogramm umfasst eine Fahrzeughalle sowie Umkleiden, Sanitär- und Waschräume, Werkstatt, Technik- und Lagerräume, Sportraum, Schulungsraum, Erweiterungsraum, Stabsraum, Funkraum, Büro, Küche und Kleiderkammer.
Die Gesamtfläche des technischen Anhangs weist 868,5 m² Nutzfläche aus: 538,1 m² im Erdgeschoss und 330,4 m² im Obergeschoss. Die Fahrzeughalle ist mit 202,7 m² und 6,00 m Höhe angegeben. Die drei Fahrzeughallentore sind jeweils 4,00 m × 4,50 m groß.
Bauleistungen
Zu erbringen sind Erdarbeiten, Oberbodenabtrag, Aushub, Planum, Geotextil, Auffüllmaterial und Tragschichten sowie Geländeabfangung, Stützwände, Entwässerung, Gründung, Bodenplatte, Erdung und Potentialausgleich.
Weitere Bauleistungen umfassen die wärme-, feuchte- und luftdichte sowie schlagregensichere Gebäudehülle, Außen- und Innenwände, Oberflächen, Akustik, Decken, Dächer mit extensiver Dachbegrünung, Fenster, Lichtkuppeln, Sonnenschutz, Türen, Tore, Fußböden, Treppen und Rampen. In Fahrzeughalle und Werkstatt sind medien-, öl- und chemikalienbeständige Bodenbeläge gefordert.
Technische Gebäudeausrüstung
Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit aktiver Kühlung. Zusätzlich sind Lüftung, Luftqualität, Sanitär-, Trinkwasser- und Abwasseranlagen sowie Elektro-, Licht-, Energie-, Informations-, Kommunikations- und Sicherheitstechnik zu liefern.
Für die Fahrzeughalle und feuerwehrtechnische Anlagen sind unter anderem Abgasabsaugung, Ladeerhaltung sowie Alarm- und Signaleinrichtungen vorgesehen. Sanitär- und Ausstattungslisten enthalten Waschtische, WCs, Urinale, barrierefreie WC-Anlagen, Duschen, Durchlauferhitzer, Küchen- und Waschmaschinenanschlüsse sowie Außenwasserhähne.
Außenanlagen
Herzustellen sind Zufahrten, Alarm- und Ausfahrtswege, Feuerwehr-, Aufstell-, Bewegungs-, Stellplatz-, Geh-, Terrassen-, Aufenthalts-, Grün- und Nebenflächen. Der Außenbereich umfasst Geländeprofilierung, Entwässerung, Beleuchtung, Beschilderung, Markierung, Einfriedung, Tore, Bepflanzung, befestigte Flächen, Hofabläufe, Rinnen, Kabelschutzrohre, Rand- und Leistensteine sowie Kies- und Spritzschutzstreifen.
Mindestens 20 Stellplätze einschließlich barrierefreier Stellplätze sowie Barrierefreiheit, Verkehrssicherung und Winterdienstfähigkeit sind zu berücksichtigen.
Koordination und Baustelle
Der Totalunternehmer übernimmt Bauleitung, technische Bau- und Fachbauleitung, Projektkoordination und -steuerung sowie die Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination. Er koordiniert alle Nachunternehmen und Fachplaner und stellt die Baustelleneinrichtung, den Baustellenbetrieb, die Verkehrssicherung, die Entsorgung und die erforderlichen Anschlüsse sicher.
Prüfung, Dokumentation und Übergabe
Vor und bei der Abnahme sind alle erforderlichen Prüfungen und Nachweise zu erbringen, darunter Blower-Door-Test, mindestens drei Lastplattendruckversuche, Verdichtungsprüfungen sowie Mess-, Einstell- und Funktionsprüfungen. Zusätzlich sind Errichter- und Übereinstimmungserklärungen, Abnahmen und Einweisungen erforderlich.
Die Dokumentation ist in Papierform sowie in offenen, bearbeitbaren und allgemein lesbaren digitalen Formaten zu übergeben. Sie umfasst Genehmigungen, Pläne, Berechnungen, Prüfberichte, Bedienungs- und Wartungsanleitungen sowie Zugangsdaten. Nutzer und Betreiber werden in sämtliche Anlagen eingewiesen; Schlüssel, Systeme, Berechtigungen, Softwarestände und Administrationsrechte sind zu übergeben.
Die Wartung ist für fünf Jahre ab Abnahme Bestandteil des Festpreises und nach Herstellerangaben, gesetzlichen Vorgaben und den Regeln der Technik durchzuführen.
Zugelassene Konzepte und Varianten
Konventionelle und industrialisierte Bauweisen sind gleichermaßen zugelassen, darunter serielle, modulare, elementierte, vorgefertigte und hybride Konzepte. Das Angebot muss zwei technisch nachvollziehbare und vollständig kalkulierte Hitzeschutzvarianten enthalten.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenTeilnahmeberechtigung und Formalia
Einzelbewerber und Bewerbergemeinschaften sind zugelassen. Bei Bewerbergemeinschaften sind alle Mitglieder, der bevollmächtigte Vertreter, die ARGE-Bildung und die gesamtschuldnerische Haftung zu erklären.
Bewerber müssen die geforderten Erklärungen zu Ausschlussgründen, zur Selbstreinigung, zur Tariftreue und zum Mindestentgelt sowie gegebenenfalls zur Verordnung (EU) Nr. 833/2014 vorlegen. Präqualifikation ist nicht zwingend, kann aber als Nachweis verwendet werden.
Register- und Versicherungsnachweise
Bei juristischen Personen ist ein aktueller Handelsregisterauszug oder eine gleichwertige Erklärung vorzulegen. Der Registerauszug darf bei Abgabe nicht älter als drei Monate sein.
Nachzuweisen ist eine Schadenshaftpflichtversicherung mit mindestens 2.000.000 Euro Deckung für Personenschäden und mindestens 2.000.000 Euro für sonstige Schäden einschließlich Umwelthaftung und Umweltschadengesetz. Die Deckung ist zweifach im Versicherungsjahr zu maximieren; bei Bewerbergemeinschaften muss der Schutz alle Mitglieder einschließlich der ARGE-Haftung umfassen.
Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Der durchschnittliche projektbezogene Jahresumsatz der letzten drei Jahre 2023 bis 2025 muss mindestens 6.600.000 Euro netto betragen. Bei Bewerbergemeinschaften wird der kumulierte Umsatz der Mitglieder zugrunde gelegt.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Im Jahresdurchschnitt müssen mindestens fünf Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Davon müssen mindestens drei fachlich qualifizierte Mitarbeiter sein; Büroinhaber können mitgezählt werden, kaufmännische Mitarbeiter und Sekretariat nicht. Doppeleintragungen sind unzulässig.
Für Planung, Bauantrag und Ausführung sind qualifizierte und bauvorlageberechtigte Personen einzusetzen.
Referenzen
Es müssen mindestens zwei vergleichbare Referenzen aus den letzten fünf Jahren vorgelegt werden; es werden maximal fünf Referenzen gewertet. Vergleichbar sind Totalunternehmer-, Totalübernehmer- oder Generalunternehmerleistungen und/oder Planungsleistungen für öffentlich genutzte Gebäude. Feuerwehrhäuser oder Gebäude der öffentlichen Sicherheit sind keine zwingende Mindestanforderung.
Maßgeblich sind Leistungsumfang, Planungsanteil, Größenordnung, öffentlicher Nutzungszweck und Fertigstellungsstand. Mindestens zwei Referenzen müssen nachgewiesene Abnahmereife oder einen erfolgten Abnahmetermin haben. Je Referenz sind Auftraggeberart, Projektbezeichnung, Laufzeit, Leistungen, anrechenbare Kosten oder Flächen, Nutzungsart, Vertragsverhältnis und Abnahmedatum anzugeben.
Eignungsleihe und Nachunternehmer
Eignungsleihe ist zulässig. Dafür sind das Formblatt Eignungsleihe, eine Erklärung des eignungsleihenden Unternehmens und eine Datenschutzerklärung erforderlich. Die Eignungsleihe kann auch für Mitarbeiternachweise und andere Eignungsnachweise herangezogen werden.
Nachunternehmer sind zulässig. Das Nachunternehmen-Formblatt verlangt Angaben zum Unternehmen, zu den übertragenen Fachbereichen, zur Bereitstellung der erforderlichen Mittel und zu Ausschlussgründen; außerdem sind die Eigenerklärung nach Art. 5k Abs. 1 der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 und die HVTG-Verpflichtungserklärung beizufügen.
Vergleichbare Referenzen zu Totalunternehmer-, Totalübernehmer- oder Generalunternehmerleistungen und/oder Planungsleistungen für öffentlich genutzte Gebäude
Vergleichbarkeit nach Leistungsumfang, Planungsanteil, Größenordnung, öffentlichem Nutzungszweck und Fertigstellungsstand; mindestens 2 Referenzen mit nachgewiesener Abnahmereife oder erfolgtem Abnahmetermin; je Referenz maximal 3 DIN-A4-Seiten mit Bildern und Beschreibungen.