Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum es geht: Die Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Südbayern, sucht Planungsbüros für Hochbauplanungen rund um den Tunnel Allach–Feldmoching an der A99 in München.
Was geplant wird: Sechs baugleiche Schalthäuser (Leichtbau auf der Tunneldecke) sowie ein neues freistehendes Betriebsgebäude (Massivbau, 1 UG + EG + 1 OG). Hinzu kommen Planungen für die Tunnelinstandsetzung und eine Temporäre Seitenstreifenfreigabe (TSF).
Welche Leistungen: Objektplanung Gebäude und Tragwerksplanung nach HOAI, Leistungsphasen 3, 5 und 6 (Architektur zusätzlich LPH 7 als Mitwirkung Vergabe), beide in Honorarzone III. Dazu kommen besondere Leistungen wie Logistikkonzepte, Schutzkonzepte, Schnittstellenkoordination, BBQ-Qualitätssicherung und Kranschienen-Planung. Die Honorarbasis ist eine vorläufige Kostenschätzung von 28 Mio € netto.
Wirtschaftlich wichtig: Zuschlag allein nach dem niedrigsten Preis. Laufzeit ca. 1 Jahr (voraussichtlich 26.10.2026 bis 31.10.2027).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Honorar/Preis100%
Der Preis (in €, netto) wird ermittelt aus der Wertungssumme des Angebotes (nachgerechnete Angebotssumme). Bewertung über eine Punkteskala von 0 bis 5 Punkten mittels linearer Interpolation: 5 Punkte für den niedrigsten Preis, 0 Punkte für das 2,0-fache des niedrigsten Preises oder darüber. Kriterien 2-5 wurden im Formular nicht aktiviert (Wichtung leer).
Lineare Interpolation: 5 Punkte = niedrigster Preis; 0 Punkte = 2,0-faches des niedrigsten Preises (oder darüber); dazwischen lineare Interpolation auf 3 Stellen nach dem Komma. Punkte × 100% Wichtung = Gesamtpunktwert.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGebäude und baulicher Rahmen
Bauvorhaben: Sechs baugleiche Schalthäuser (Leichtbauweise, je ca. 22 × 11 m, auf Ringbalken/Streifenfundamenten auf der Tunneldecke; Wände F90, PV-Dach in Statik berücksichtigt) und ein freistehender Massivbau als Betriebsgebäude (ca. 19 × 19 m, 1 UG + EG + 1 OG, konventionelle Gründung mit überschnittener Bohrpfahlwand).
Standort: München, PLZ 80999, im Umfeld der überdeckelten Bestandstunneldecke des Tunnels Allach (A 99).
Projektrahmen: Zusätzlich sind Tunnelinstandsetzung (korrosionsgeschädigte Wände, Lüftungstrennwand, Brandbekämpfungsanlage, Entwässerung) und eine Temporäre Seitenstreifenfreigabe (TSF) an der Anschlussstelle M.-Ludwigsfeld zu berücksichtigen. Die Leistungen erfolgen mit BIM-Methodik.
Honorarrahmen: Vorläufige Kostenschätzung 28.000.000 € netto; Honorarzone III.
Mit den Planungen beauftragte Leistungsphasen
Beauftragt sind die Leistungsphasen 3, 5 und 6 gemäß HOAI:
Zusätzlich für die Objektplanung: Leistungsphase 7 – Mitwirkung bei der Vergabe (fachtechnische Prüfung der Angebote).
Einzelfristen (Vertragsbedingungen): LP 3 bis 31.03.2027, LP 5 bis 31.08.2027, LP 6 bis 31.10.2027.
Übergeordnete Pflichten und Vorgaben
Arbeitsweise: BIM-Methodik (modellbasiertes Arbeiten mit 3D-Datenmodellen), mindestens zwei Planungsbesprechungen pro Monat mit Besprechungsvermterken, Stundennachweise für etwaige Zusatzleistungen.
Rechtlich: Aufgrund § 4 FStrG kein kommunales Baugenehmigungsverfahren; stattdessen ist ein interner Bauwerksentwurf vorzulegen.
Schnittstellen: Enge Abstimmung mit der Landeshauptstadt München, dem Ingenieurbau (BIG), der Verkehrstechnik (VT), der Betriebstechnik (BT), der Geotechnik (GEO) sowie der Main-Ausbaumaßnahme (MAI). Technik geht vor Hochbau: Raumlayouts, Kubaturen und Standorte werden durch die Fachplanung Betriebstechnik vorgegeben.
Logistik auf der Tunneldecke: Kein Begegnungsverkehr, Bemessung SLW 30, hohes Grundwasser, Mini-Pumpensumpf (6–7 cm), Ausgleichsschicht (Estrich). Planung muss zudem Nagerschutz- sowie Abdichtungs- und Wasserhaltungsmaßnahmen berücksichtigen.
Laufzeit und Vertrag
Vertragslaufzeit: voraussichtlich 26.10.2026 (Beginn) bis 31.10.2027 (Ende).
Abstimmungs- und Prüfläufe: fachtechnische Erstprüfung LP 3 (4 Wochen/20 Werktage), Wiedervorlage max. 2 Wochen, abschließende Freigabe LP 3 (Grünbaugenehmigung) max. 2 Wochen; finale BT-Vorgaben an Planer max. 2 Wochen nach Freigabe LP 3.
Zuschlagskriterium: ausschließlich Preis (niedrigster Preis).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZwingende formale Anforderungen
Berufshaftpflichtversicherung: Mindestdeckung Personenschäden 3.000.000 €, Sach-/Vermögensschäden 5.000.000 EUR, Umweltschäden nach Umweltschadensgesetz; Ersatzleistung mindestens 2-fach maximiert über die gesamte Vertragslaufzeit. Der Nachweis (oder eine Bereitschaftserklärung) ist mit dem Angebot vorzulegen.
Eintragung: Nachweis über Eintragung im Handels- bzw. Berufsregister (bzw. Erklärung, dass keine Eintragungspflicht besteht, z. B. Architekten-/Ingenieurkammer).
Zuverlässigkeit: Keine laufenden/beantragten Insolvenz- oder Vergleichsverfahren, kein bestätigter Insolvenzplan, keine Liquidation. Eigenerklärung zu Ausschlussgründen nach §§ 123, 124 GWB (keine schweren Verfehlungen, keine Verurteilungen u. a. nach Schwarzarbeitsbekämpfungs-, Arbeitnehmerentsendungs- und Mindestlohngesetz). Erklärung zur ordnungsgemäßen Entrichtung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen.
Russland-Sanktionen: EU-Eigenerklärung gemäß Art. 5k VO (EU) Nr. 833/2014 – kein Russland-Bezug; gilt für Bewerber, ARGE sowie ggf. Unterauftragnehmer und Eignungsleihgeber, soweit deren Anteil 10 % des Auftragswerts übersteigt, und auch während der Vertragslaufzeit.
Wirtschaftliche und personelle Eignung
Mindestjahresumsatz: Durchschnitt der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre jeweils ≥ 1.000.000 € netto, sowohl Gesamtumsatz als auch Umsatz im relevanten Fachbereich (Gebäude- und/oder Tragwerksplanung).
Beschäftigtenzahl: Durchschnittliche jährliche Beschäftigtenzahl der letzten 3 Geschäftsjahre, gegliedert nach Berufs- und Lohngruppen, Führungskräfte separat ausgewiesen.
Fachliche Qualifikation des eingesetzten Personals
Projektleitung: Erfolgreich abgeschlossenes Studium der Architektur oder des Bauingenieurwesens und ≥ 5 Jahre Berufserfahrung in HOAI-Leistungsphasen 3 und 5–7.
Tragwerksplanung (verantwortliche Person): Erfolgreich abgeschlossenes Studium des Bauingenieurwesens und ≥ 3 Jahre Berufserfahrung in statischer Berechnung/Tragwerksplanung.
Nachweis: Für Projektleitung und Stellvertretung sind Lebensläufe, Zeugnisse und Qualifikationsnachweise einzureichen. Wechsel des eingesetzten Personals nur mit vorheriger Zustimmung des Auftraggebers.
Referenzen
Mindestens 3 vergleichbare, in den letzten 10 Jahren abgeschlossene Referenzprojekte. Die drei Referenzen müssen in der Summe folgende Kriterien abdecken:
1. Objekt- oder Tragwerksplanung eines funktionalen Zweck-/Betriebsgebäudes oder einer technischen Anlage.
2. Planung für bauliche Anlagen auf, an oder über einer bestehenden Ingenieur- bzw. Bestandsdeckenkonstruktion unter restriktiven statischen Lastvorgaben.
3. Planung einer Baumaßnahme unter Aufrechterhaltung des fließenden Verkehrs oder unter fortlaufenden sensiblen betrieblichen Rahmenbedingungen im unmittelbaren Projektumfeld.
Je Referenz sind Bezeichnung der Leistung, Auftragswert, Auftraggeber (mit Kontaktdaten), Leistungszeitraum und Kurzbeschreibung des Leistungsumfangs anzugeben. Auf Verlangen sind ergänzende Bestätigungen vorzulegen.
Bietergemeinschaften und Eignungsleihe
Mindestens 3 vergleichbare Referenzprojekte aus den letzten 10 Jahren, die in Summe drei Kriterien abdecken: (1) Objekt- oder Tragwerksplanung eines funktionalen Zweck-/Betriebsgebäudes oder einer technischen Anlage, (2) Planung baulicher Anlagen auf/an/über einer bestehenden Ingenieurkonstruktion/Decke unter restriktiven statischen Lastvorgaben, (3) Planung einer Baumaßnahme unter Aufrechterhaltung des fließenden Verkehrs oder sensibler betrieblicher Rahmenbedingungen.
Je Referenz: Bezeichnung der Leistung, Auftragswert (€), Auftraggeber (Name, Anschrift, Ansprechpartner, Telefon), Leistungszeitraum, Kurzbeschreibung des Leistungsumfangs. Auf Verlangen ergänzende Bestätigung des Auftraggebers.