Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenEs werden Planungsleistungen für Heizung, Lüftung und Sanitär in den Leistungsphasen 3 bis 8 vergeben. Der Auftrag umfasst Entwurfs- und Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung, Vergabevorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe sowie Objektüberwachung und Bauleitung. Das Angebot ist ausschließlich elektronisch über eHAD einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Zuschlag wird auf das günstigste Angebot erteilt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenPlanungsauftrag und Beauftragungsstufen
Die Leistungen umfassen die Fachplanung Technische Ausrüstung (HLS) für Heizung, Lüftung und Sanitär in den Leistungsphasen 3 bis 8. Die Beauftragung erfolgt stufenweise: Stufe 1 mit Entwurfs- und Genehmigungsplanung, Stufe 2 mit Ausführungsplanung und Vorbereitung der Vergabe sowie Stufe 3 mit Mitwirkung bei der Vergabe und Objektüberwachung.
Entwurfs- und Genehmigungsplanung
In Stufe 1 wird das Planungskonzept durchgearbeitet. Alle Systeme und Anlagenteile werden festgelegt, die technischen Anlagen werden berechnet und bemessen. Die Kostenberechnung wird nach DIN 276 erstellt. Die erforderlichen Vorlagen für Genehmigungen werden erstellt und zusammengestellt.
Ausführungsplanung und Vergabevorbereitung
In Stufe 2 wird die ausführungsreife Planung erarbeitet und zeichnerisch dargestellt. Schlitz- und Durchbruchspläne werden angefertigt. Für die Vorbereitung der Vergabe werden Vergabeunterlagen mit Leistungsverzeichnissen erstellt.
Mitwirkung bei der Vergabe und Objektüberwachung
In Stufe 3 werden Angebote eingeholt und geprüft sowie Vergabevorschläge erstellt. Während der Ausführung wird die Objektüberwachung durchgeführt. Zusätzlich gehören die Rechnungsprüfung und die fachtechnische Abnahme zum Leistungsumfang.
Abwasser, Wasser und Gasanlagen
Die Planung umfasst die Kostengruppen 411 bis 413: Abwasseranlagen mit Befahrung, Rückbau der Außentoiletten und barrierefreier Ablauftechnik; Wasseranlagen mit Rückbau der Bestandssanitär, Erneuerung von Armaturen, dezentraler Warmwasserbereitung und Trinkwasserbefundung; Gasanlagen mit oberirdischem Gastank für biogenes Flüssiggas und Gasbrennwerttherme.
Wärmeerzeugung und Wärmeverteilung
Die Planung umfasst die Kostengruppen 421 und 422. Vorgesehen sind eine reversible Luft-Wasser-Wärmepumpen-Kaskade mit zwei Aggregaten von jeweils mindestens 70 % Heizlast, eine Gasbrennwerttherme für die Spitzenlast sowie eine Variantenprüfung für Sole-Wasser-Wärmepumpen mit Geothermie, Solarthermie oder PVT. Zusätzlich sind Pufferspeicher, Verteiler mit geregelten Heizkreisen, ein Zählerkonzept und eine Not-Einspeisestelle zu planen.
Raumheizflächen und Lüftungsanlagen
Die Planung umfasst die Kostengruppen 423, 431 und 432. Bestandsfußbodenheizung und Heizkörper werden überprüft; für Tribüne, Konditionsraum, Sporthalle und Geräteräume sind unterschiedliche Heizflächen beziehungsweise Frostschutzheizungen vorgesehen. WC-Abluftanlagen werden ausgetauscht. Für die Halle, die Sanitärbereiche und den Konditionsraum sind Teilklimaanlagen mit Wärmerückgewinnung, Umluftbetrieb und CO2-Führung vorzusehen.
Koordination, Kosten und Termine
Die CAD-Planung wird mit allen Planungsbeteiligten abgestimmt. Ein Planungsterminplan wird erstellt und alle drei Kalenderwochen aktualisiert. Die Planung wird mit dem Auftraggeber abgestimmt. Weitere Aufgaben sind die laufende Kostenkontrolle und Kostendokumentation, die Koordination der anderen Projektbeteiligten, die Führung einer Planlaufliste sowie die Einrichtung und Unterhaltung eines Projektinformationssystems mit virtuellem Projektraum. Die Planung ist an der Kostenobergrenze von 3.503.000 EUR netto für die Kostengruppen 300, 400 und 500 sowie an den Vorgaben für Baubeginn, Fertigstellung, Inbetriebnahme und Übergabe auszurichten.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage und Ausschlussgründe
Es ist ein Handels- oder Berufsregisternachweis beziehungsweise ein vergleichbarer Nachweis einzureichen. Zusätzlich ist die Eigenerklärung zu Art. 5k der Verordnung (EU) 2022/576 vorzulegen. Es dürfen keine zwingenden oder fakultativen Ausschlussgründe vorliegen; andernfalls können Maßnahmen zur Selbstreinigung nachzuweisen sein. Vor Zuschlag erfolgt eine Abfrage des Wettbewerbsregisters für den vorgesehenen Bieter.
Finanzielle Leistungsfähigkeit und Versicherung
Der Bieter muss eine Berufshaftpflichtversicherung mit einer Mindestdeckung von 3.000.000 EUR für Personenschäden und 1.500.000 EUR für Sach- und Vermögensschäden nachweisen, jeweils zweifach maximiert. Der Nachweis kann durch eine Erklärung eines EU-zugelassenen Versicherers über den Abschluss im Auftragsfall oder durch eine Bescheinigung über eine bestehende Deckung erfolgen.
Leitungsteam und berufliche Qualifikation
Projektleitung und stellvertretende Projektleitung müssen Ingenieurinnen oder Ingenieure im Sinne des § 1 HingG sein. Die Projektleitung muss mindestens 4 Jahre Berufserfahrung mit den Leistungsphasen 3 bis 8 im HLS-Leistungsbild nachweisen, die stellvertretende Projektleitung mindestens 2 Jahre. Für beide Personen sind Zeugniskopien, Vita und Berufserfahrungsnachweise einzureichen.
Technische Leistungsfähigkeit und Referenzen
Für Projektleitung und stellvertretende Projektleitung ist jeweils mindestens ein persönliches Referenzprojekt einzureichen. Zusätzlich werden zwei unternehmensbezogene Referenzen gefordert. Die Projekte müssen Neu-, Um- oder Erweiterungsbauten vergleichbarer öffentlicher Gebäude für soziale oder sportliche Zwecke sein, die Leistungsphasen 3 bis 8 abgeschlossen haben und zum Zeitpunkt des Schlusstermins höchstens 5 Jahre alt sein. Die Kosten der KG 400 müssen mindestens 1.500.000 EUR netto betragen. Eine Unternehmensreferenz muss öffentlich gefördert sein und eine weitere muss unter leitender Beteiligung der benannten Projektleitung oder stellvertretenden Projektleitung erbracht worden sein.
Nachunternehmer und Eignungsleihe
Bei Nachunternehmereinsatz sind Art und Umfang der Unterauftragsvergabe sowie die Nachunternehmerkette bis zum leistungserbringenden Unternehmen offenzulegen. Auf Verlangen sind Eignung und Ressourcenverfügbarkeit der Nachunternehmer nachzuweisen. Eine Eignungsleihe ist zulässig, wenn der Dritte seine Unterstützungsleistung und deren Verfügbarkeit im Auftragsfall nachweist.
Persönliche Referenzprojekte der Projektleitung und der stellvertretenden Projektleitung für vergleichbare Planungsleistungen der Technischen Ausrüstung (HLS)
Neu-, Um- oder Erweiterungsbau eines vergleichbaren öffentlichen Gebäudes für soziale oder sportliche Zwecke, abgeschlossene Leistungsphasen 3 bis 8. Mindestens eine Unternehmensreferenz muss öffentlich gefördert sein; mindestens eine muss von der benannten Projektleitung oder stellvertretenden Projektleitung in leitender Funktion erbracht worden sein. Persönliche Referenzen können zugleich als unternehmensbezogene Referenzen angegeben werden.