Produktion, Personalisierung und versandfertige Bereitstellung von elektronischen Gesundheitskarten sowie von PIN-/PUK-Briefen
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie IKK eGK-Beschaffung 2026 GbR beschafft im offenen Verfahren die Produktion, Personalisierung und versandfertige Bereitstellung elektronischer Gesundheitskarten der Generation 2.1 (eGK G2.1) – wahlweise in Standardausführung oder als recyclingfähige rPVC-Variante – sowie zugehörige PIN-/PUK-Briefe.
Die Karten werden für mehrere gesetzliche Krankenkassen (BIG direkt gesund, IKK Brandenburg und Berlin, IKK classic, IKK gesund plus, IKK – Die Innovationskasse, IKK Südwest, KNAPPSCHAFT, SVLFG) hergestellt. Optional können ein Hauptflyer (zu Beginn der Organspendeflyer) und ein kassenindividueller Zusatzflyer beigefügt werden. Auch eine sichere Zustellung der PIN-/PUK-Briefe mittels Zustellident (POSTIDENT-SFTP) ist optional möglich.
Bieter müssen gematik-Produktzulassungen, ein Sicherheits- und Risikokonzept, Referenzen über mindestens 2,5 Mio. Mikroprozessorkarten in 12 Monaten sowie zahlreiche Konzepte und Arbeitsproben vorlegen. Angebote werden ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform eingereicht; Arbeitsproben gehen zusätzlich per Post an die ARGE TelematiKK.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Qualität der Prozessbeschreibung und des Prozessablaufs37.5%
Qualität der Darstellung der Prozesse und Prozessabläufe für die Abwicklung des gesamten Projektes. Bewertet werden das Konzept zur Projektabwicklung, Projektsteuerung, Datenkommunikation, Qualitätssicherung und Risikomanagement (Kriterium 1) sowie das Betriebskontinuitäts- und Notfallkonzept (Kriterium 2).
- Optische und physikalische Qualität der eGK G2.15%
Bewertung auf Basis von 10 Arbeitsproben (5 Kartenrohkörper, 5 vollständige eGK G2.1). Beurteilt werden Weißheitsgrad, Bildqualität (Helligkeit, Kontrast, Farbechtheit, Bildschärfe), Farbsättigung und Schriftschärfe der Personalisierungsdaten sowie Verarbeitungsqualität (Haptik, Randbeschaffenheit, Overlay-Verarbeitung). Mittelwert der Proben, jeweils 0–3 Punkte; Mindestpunktzahl 2,00.
- Qualität des PIN-/PUK-Briefs und des Sicherheits-Abziehlabels2.5%
Bewertung anhand vollständiges Musterexemplar des PIN-/PUK-Briefs mit unversehrtem Sicherheits-Abziehlabel sowie Labelmuster im geöffneten Zustand und nach Manipulations-/Wiederaufbringungsversuch. Aspekte: Druck- und Verarbeitungsqualität, Labelapplikation/Abdeckung, Blickdichtigkeit/Sicherheitswirkung, Praktikabilität der Öffnung, Manipulations-/Wiederaufbringungsanzeige, optischer Gesamteindruck. Einheitliche Gesamtbewertung 0–3 Punkte; Mindestpunktzahl 2,00 (nach bestandener Vorprüfung der Mindestanforderungen).
- NFC-Praxistauglichkeit der angebotenen eGK G2.15%
Produktbezogene NFC-Praxistauglichkeitsdarstellung der kontaktlosen Schnittstelle in Serienkonfiguration bei Nutzung mit marktüblichen NFC-fähigen Smartphones (Android/iOS). Soll-Inhalte: Kartenkonfiguration, technische Maßnahmen, Testdokumentation mit Erfolgs-/Abbruchraten, Prüfberichte/Nachweise, Qualitätssicherung/Änderungsmanagement. Bewertung 0–3 Punkte; keine Mindestpunktzahl (gem. Bieterinformation E14429491, V-1_1).
- Preis50%
Wertungsrelevante Angebotssumme aus 10 Preispositionen (Standard-eGK G2.1, rPVC-eGK G2.1, Umstellungs-/Implementierungspreis je Krankenkasse, PIN-/PUK-Brief, Zustellident-Aufschlag, technische DV-/UPOC-Freimachung, Aktivierungs- und Einrichtungspreise sowie Stückpreise für Haupt- und Zusatzflyer). Formel: 3,00 × (niedrigste wertungsrelevante Angebotssumme / eigene wertungsrelevante Angebotssumme), kaufmännisch auf 2 Nachkommastellen gerundet, multipliziert mit 50 %.
Preis: 3,00 × (niedrigste wertungsrelevante Angebotssumme / wertungsrelevante Angebotssumme des Angebots), kaufmännisch auf 2 Nachkommastellen gerundet, multipliziert mit 50 %. Qualitätskriterien: jeweils 0–3 Punkte, gewichtet mit dem jeweiligen Prozentsatz. Gesamtwert = Summe der gewichteten Einzelbewertungen, kaufmännisch auf 2 Nachkommastellen gerundet.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenKartenproduktion eGK G2.1
Herstellung des Kartenkörpers inkl. Chipmodul und NFC-Antenneneinbettung. Optische Personalisierung (u.a. Farbfoto, Braille, Layout) und elektrische Personalisierung gemäß gematik-Spezifikationen für eGK-Objektsystem G2.1. EHIC-Rückseite (auch in Varianten) ist zu integrieren.
Optionale Variante rPVC-eGK G2.1 (Recycling-PVC) – keine Mindestabnahme, separater Preis erforderlich; keine Addition mit dem Standardpreis.
PIN-/PUK-Briefe und sichere Zustellung
Produktion der PIN-/PUK-Briefe inklusive Sicherheits-Abziehlabel aus Kunststofffolie. Begleitschreiben drucken, konfektionieren.
Zustellident (optional): POSTIDENT-SFTP-Verfahren der Deutschen Post AG einrichten und betreiben – verschlüsselte ZIP-/XML-Requests und -Responses, DMC-Generierung, CaseId-Zuordnung, Monitoring, Reporting. Bei späterem Wechsel des Zustelldienstleisters ist zu unterstützen.
Datenkommunikation und Schnittstellen
Bidirektionaler Datenaustausch nach ErgDÜS-G2-Spezifikation (XML-Format) über DFÜ oder Datenträger (z. B. DVD). Tägliche, uhrzeitunabhängige Datenannahme.
Rückmeldung von Protokoll-/Statusdaten (Zeitstempel, Fehlerdaten, Status) an den Auftraggeber.
Konfektionierung und Versandbereitstellung
Zuordnung der eGK zu Begleitschreiben und Kartentransportbögen, Befestigung, Falten, Kuvertieren, Sortieren und Zählen. Bereitstellung zur Abholung durch den Postdienstleister des Auftraggebers. Porto, Postbeförderung, Identifizierung und Zustellstatus sind nicht Vertragsgegenstand. Optional: Zusammenführung mehrerer eGK eines Familienverbunds in einer Versandhülle.
Optionale Flyer-Beifügung
Hauptflyer (initial Organspendeflyer) – maschinell beigefügt, gesteuert durch technisches Merkmal. Einmalige Aktivierung/Einrichtung je Krankenkasse. Auftraggeber beschafft den Flyer selbst; Auftragnehmer übernimmt Lagerung (mindestens 12 Monate Bedarf), Bestandsführung und Beifügung.
Kassenindividueller Zusatzflyer – nur gemeinsam mit dem Hauptflyer beigefügbar; gleiche Prozesse.
Qualitätssicherung, Sicherheit und Compliance
Reporting, Notfallmanagement und Nachfolgegenerationen
Reporting: täglich operativ, monatlich SLA-/Kapazitäts-/Abrechnungsreporting, Auswertungen je Auftraggeber. Zustellident-Auswertungen.
Notfallmanagement: Information bei Fristgefährdung innerhalb von 24 Stunden. Wiederherstellung zugesicherter Leistungen nach Ausfall spätestens nach 2 Werktagen. Wiederaufnahme der Produktion nach Ausfall eines Standorts maximal 6 Werktage (Ausschlusskriterium).
Nachfolgegenerationen: Auftragnehmer prüft quartalsweise, ob neue physische Kartengenerationen verfügbar sind, und informiert über Freigabe, Umsetzungsstand, Zulassungsstand, Zeitplan und Preisvorschlag.
Mengengerüst (erste 48 Monate ab 01.08.2027)
Die Mengen sind Kalkulations-/Wertungsgrößen ohne Mindestabnahmepflicht.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZwingende und fakultative Ausschlussgründe
Eigenerklärung gemäß §§ 123, 124 GWB (Formblatt Teil D-2) oder vollständige Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE).
Zwingende Ausschlussgründe (§ 123 GWB): u.a. Mitgliedschaft in kriminellen/terroristischen Vereinigungen, Terrorismusfinanzierung, Geldwäsche, Betrug/Subventionsbetrug zulasten des EU-Haushalts, Bestechung/Bestechlichkeit, Menschenhandel/Zwangsarbeit, Nichtzahlung von Steuern, Abgaben oder Sozialversicherungsbeiträgen.
Fakultative Ausschlussgründe (§ 124 GWB): Verstöße gegen Umwelt-, Sozial- oder Arbeitsrecht, Insolvenz, schwere Verfehlungen, Wettbewerbsabsprachen, Interessenkonflikte, Vorab-Einbindung in das Verfahren, mangelhafte Auftragserfüllung, Täuschung.
Spezialgesetzliche Ausschlussgründe: Arbeitnehmer-Entsendegesetz, Aufenthaltsgesetz, Mindestlohngesetz, SchwarzArbG, Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, Bundestariftreuegesetz.
Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung
Aktueller Nachweis der Eintragung im Berufs- oder Handelsregister, nicht älter als 3 Monate.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Mindestanforderungen (Ausschlusskriterien)
Mindestens 2.500.000 Mikroprozessorkarten in einem Zeitraum von 12 Monaten (vergleichbare Referenzprojekte)
Erfolgreich abgeschlossene Aufträge; Angabe von Leistungsart, -umfang, Leistungszeit, Auftragswert, Auftraggeber. Auftraggeber kann Bestätigung beim genannten Auftraggeber einholen. Bei Bietergemeinschaften kann ein Mitglied die Referenz erfüllen.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenVerlauf dieser Vergabe
2 Bekanntmachungen- 21.10.2026Ausschreibungauf dieser Seite
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