Rahmenvereinbarung über die Durchführung von Einschlagsarbeiten in zwei Lehr- und Versuchsrevieren (LVR) des Regionalforstamtes Arnsberger Wald in der Einschlagssaison 2026/2027
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung für motormanuelle Laubholzernte in zwei Lehr- und Versuchsrevieren des Regionalforstamtes Arnsberger Wald.
Angeboten werden:
Die Arbeiten umfassen Fällung, Entastung, Sortierung, Einteilung, Einschneiden, vollständige Vermessung sowie die digitale Bereitstellung der Holzlisten. Nicht zum Leistungsgegenstand gehört die Rückung des Holzes. Angebote sind ausschließlich elektronisch über den Projektraum im Bietertool des Vergabemarktplatzes NRW einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Günstigster Preis je Los100%
Jedes Los wird einzeln bewertet; zuschlagsrelevant ist der Gesamtangebotspreis netto je Los. Das günstigste Angebot erhält den Zuschlag, sofern die Angebote die Eignungs- und Qualitätsanforderungen erfüllen.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenLeistungsumfang und Abgrenzung
Für beide Lose sind hauptsächlich Laubholz, insbesondere Stamm- und Industrieholz, motormanuell zu ernten. Die Leistung umfasst Hauen, Aufarbeiten, vollständige Vermessung, Aufschrieb und die Übergabe der Holzlisten in Formularen ohne Rubrik. Die Rückung des eingeschlagenen Holzes ist ausdrücklich nicht Leistungsgegenstand.
Arbeitsweise und Aufarbeitung
Die Arbeiten umfassen Fällung, Entastung, Sortierung, Einteilung, Einschneiden in Sortimente und Vermessung. Die Schlagordnung ist einzuhalten und die Fällung so auszuführen, dass das spätere Rücken problemlos möglich ist. Stämme ab ungefähr 30 cm Zopf mit Rinde werden in 6,2 m zuzüglich 10 cm Übermaß eingeteilt; darüber sind baumfallende Längen vorgesehen. Die Aufarbeitung erfolgt bis ungefähr 10 cm Zopf mit Rinde.
Messung und digitale Datenbereitstellung
Das Holz ist vollständig, baumartengetrennt und sortimentsbezogen zu vermessen. Das Aufmaß ist in Festmetern ohne Rinde digital in Excel bereitzustellen und der Rindenabzug auszuweisen. Stammholztaugliche Abschnitte ab Stärkeklasse 2b sind mit einem Farbkreuz zu kennzeichnen; die Maße mit Rinde sind am Stammfuß anzuschreiben und in einer separaten Liste zu führen.
Gefahrenbeseitigung und Schlagpflege
Zur Beseitigung von Gefahren, insbesondere Hängern, und zur Schlagpflege ist dauerhaft ein Schleppper mit Winde oder eine Rückeraupe vorzuhalten und bedarfsweise bereitzustellen. Die Kosten dieser Technik sind in die Einheitspreise einzubeziehen.
Sicherheit und Bestandspflege
Für alle Mitarbeitenden sind Helmfunk und Warnkleidung nach dem 1/3-Prinzip vorzusehen. Die Rettungskette ist zu sichern und die Arbeitswege sind abzusperren. Eingesetzte Fälltechniken umfassen nach Möglichkeit funkferngesteuerte Fällkeile sowie Stützband- oder Haltebandtechnik. Markierte Biotopbäume sind unbedingt zu schonen; Z-Stämme und zu entnehmende Bäume sind entsprechend ihren Markierungen zu berücksichtigen.
Verfügbarkeit
Für planbare Maßnahmen muss die Leistung innerhalb von 14 Tagen nach Anforderung erbracht werden. Für unplanmäßige Maßnahmen, insbesondere zur Gefahrenabwehr, ist die Verfügbarkeit innerhalb von 24 Stunden sicherzustellen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche und wirtschaftliche Eignung
Das Unternehmen muss sach- und fachkundig, leistungsfähig und zuverlässig sein und die angebotenen forstlichen Leistungen insgesamt erfüllen können. Die AGB Forst NRW und die zutreffenden Qualitätsstandards sind einzuhalten. Es dürfen keine Ausschlussgründe nach den für Ausschlussgründe maßgeblichen Vorschriften vorliegen.
Zertifizierung und Personaleinsatz
Mindestens eines der zugelassenen forstlichen Zertifikate muss vorliegen. Am Arbeitsort muss dauerhaft mindestens eine verantwortliche Person eingesetzt werden, die sich in Wort und Schrift auf Deutsch verständlich ausdrücken und sprechen kann. Die eingesetzten Arbeitskräfte müssen die für die jeweiligen Arbeiten erforderliche forstliche Qualifikation besitzen.
Technik und Arbeitsschutz
Das Unternehmen muss die geforderte Technik, insbesondere einen Seilschlepper oder eine Rückeraupe mit Winde, geeignete Anschlagtechnik und geeignete Fälltechniken, besitzen. Die Arbeiten sind unter Beachtung der Arbeitsschutz- und Umweltschutzvorgaben sowie der Anforderungen an Maschinen, Arbeitsmittel und Gefährdungsbeurteilung auszuführen.
Versicherung und öffentlich-rechtliche Angaben
Die Bewerbererklärung verlangt unter anderem Angaben zum Gewerbe, Amtsgericht, Handelsregister, Finanzamt, Berufsgenossenschaft, zur Sozialversicherung und zur Betriebshaftpflichtversicherung. Die Haftpflichtdeckung beträgt mindestens 2 Mio. Euro für Personenschäden, 2 Mio. Euro für Sachschäden, 2 Mio. Euro für Umweltschäden und 0,5 Mio. Euro für Vermögensschäden.
Tariftreue und Beschäftigung
Die Mindestarbeitsbedingungen, der allgemeine Mindestlohn und die einschlägigen tariflichen Entgelte sind einzuhalten. Bei Subunternehmern müssen dieselben Pflichten sichergestellt werden. Erforderliche Qualifikationsnachweise und gegebenenfalls Arbeitsgenehmigungen für ausländische Beschäftigte sind nachweisen.
Eignungsleihe und Unteraufträge
Werden Kapazitäten anderer Unternehmen genutzt, sind diese sowie die Eignungsleiher zu benennen und die erforderlichen Erklärungen vorzulegen. Werden Leistungsteile übertragen, sind die Unterauftragnehmer mit übernommenem Leistungsbereich und Kontaktdaten offenzulegen; für sie gelten dieselben Eignungsanforderungen wie für das Hauptunternehmen.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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