Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Mannheim schreibt einen Rahmenvertrag über 3 Jahre (01.12.2026 bis 30.11.2029) für die Erstellung, den Rückbau und die Wartung von wegweisender Beschilderung (Verkehrswegweisern) sowie Fußgängerüberwegen (FGÜ) im gesamten Stadtgebiet aus.
Bieter übernehmen auf Abruf einzelne Aufträge. Je nach Bedarf liefern, montieren oder demontieren sie Schilder und FGÜ-Anlagen inklusive Fundamente, Erd- und Oberflächenarbeiten. Die Abrechnung erfolgt nach Schildfläche.
Angebotsfrist: 01.10.2026, 10:15 Uhr. Verfahren: Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A, offenes Verfahren. Angebote werden elektronisch über das AI Bietercockpit eingereicht.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis, ermittelt aus der Wertungssumme des Angebotes unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenVerkehrssicherung und Koordination
Für jeden Einzelauftrag ist vom Auftragnehmer ein Verkehrssicherungskonzept nach RSA und ZTV-SA zu erstellen und die verkehrsrechtliche Anordnung bei der Stadt Mannheim einzuholen. Vor Beginn sind Versorgungsträgerauskünfte (MVV Energie AG, Telekom, Stadtentwässerung Mannheim, DB Netz AG, Straßenbauamt Heidelberg u.a.) einzuholen. Alle Arbeiten sind vor Beginn mit dem Fachbereich Sicherheit und Ordnung (FB 31.310) abzustimmen.
Dokumentation und Nachweise
Pro Einzelauftrag sind Bautagesberichte arbeitstäglich zu führen und wöchentlich zu übergeben. Vor Endabnahme sind Konstruktionszeichnungen, statische Berechnungen und eine Fotodokumentation (JPG, mind. 1600×1200 Pixel, 24 Bit) in Papierform und digital auf CD-ROM zu liefern. Materiallieferscheine und Entsorgungsnachweise gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz (inkl. Sicherheitsdatenblatt und Abfallschlüssel) sind auf Verlangen des Auftraggebers je Einzelauftrag vorzulegen. Die Bauwerksdokumentation muss zeitgleich zur Rechnung eingereicht werden, sonst wird die Rechnung zurückgewiesen. Eine Sammelrechnung ist nicht möglich.
Material- und Ausführungsstandards
Stahlteile sind feuerverzinkt (Schichtdicke 60 µm) auszuführen, Schraubenverbindungen der Güte 5.6 nach DIN EN ISO 898. Die Ausführung erfolgt nach RWB 2000, R-FGÜ 2001, DIN 5044, DIN 67523-1/2, DIN 6171, ZTV-ING, RSA, ZTV-SA sowie StVO/VwV-StVO. Im Stadtgebiet Mannheim ist eine Windlast von 1,0 kN/m² zugrunde zu legen. Nachunternehmer sind gemäß VHB 124 (Eignungsprüfung) zu behandeln.
Abrechnung
Die Abrechnung erfolgt pro Einzelauftrag/-maßnahme nach Gesamtschildfläche (ohne Schildersatzfläche). Beim Neubau mit aufgelöster Beschilderung wird die Gesamtschildfläche aus der Addition der Einzelschildflächen gebildet; die Anzahl Auflösungen = Anzahl Einzelschilder minus Eins. Beim Rückbau erfolgt die Abrechnung ebenfalls nach Gesamtschildfläche, jedoch ohne Zulage für Auflösung. Rechnungsstellung pro Einzelauftrag, keine Sammelrechnungen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung (Standard-VOB-Ausschlussgründe)
Mit dem Angebot ist die Eigenerklärung zur Eignung gemäß VHB-Formblatt 124 einzureichen. Alternativ kann ein Nachweis aus einem anerkannten Präqualifikationsverzeichnis (PQ) verwendet werden. Die Eignungsprüfung umfasst Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung, wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit sowie technische und berufliche Leistungsfähigkeit.
Zuverlässigkeit und gesetzliche Abfragen
Es gelten die gesetzlichen Abfragepflichten: ab einem Auftragswert von 30.000 € (ohne USt) wird das Gewerbezentralregister abgefragt, ab 50.000 € (ohne USt) das Korruptionsregister. Verstöße gegen das Mindestlohngesetz (§ 19 Abs. 4 MiLoG), Arbeitnehmer-Entsendegesetz (§ 21 Abs. 4 AEntG) oder das Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz (§ 21 Abs. 1 SchwarzArbG) können zum Ausschluss führen.
ILO-Kernarbeitsnormen
Mit dem Angebot ist eine Erklärung gemäß ILO-Kernarbeitsnormen abzugeben: entweder die Zusicherung, dass die zu liefernden Produkte unter Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen (Vereinigungsfreiheit Nr. 87/98, Abschaffung Zwangsarbeit Nr. 29/105, Abschaffung Kinderarbeit Nr. 138/182, Beseitigung Diskriminierung Nr. 100/111) hergestellt wurden, oder alternativ die Zusicherung aktiver Maßnahmen zur Einhaltung. Auf Verlangen sind Nachweise (vorrangig unabhängige Zertifikate) innerhalb von 7 Kalendertagen vorzulegen; bei unvollständiger oder verspäteter Vorlage droht der Angebotsausschluss. Wissentlich falsche Erklärungen führen zu Ausschluss oder Kündigung.
Nachunternehmer und Bietergemeinschaften
Beim Einsatz von Nachunternehmern sind die Daten gemäß VHB 124 (Eignungsprüfung) weiterzugeben. Bietergemeinschaften müssen eine Erklärung aller Mitglieder in Textform abgeben; auf Verlangen der Vergabestelle ist eine von allen Mitgliedern unterzeichnete bzw. fortgeschritten oder qualifiziert signierte Erklärung (VHB-Formblatt 234) vorzulegen. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 % bei Wirtschaftlichkeitsgleichheit.
Referenzen und weitere Nachweise
In den vorliegenden Vergabeunterlagen sind keine konkreten Referenzprojekte oder Mindestanzahlen definiert. Weitere Eignungsnachweise können auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle gemäß Anlage 2 zu Formular 211 angefordert werden.