Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenBeim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Main wird eine bestehende Wärmepumpe ausgetauscht und die Kälteanlagen-Technik optimiert. Es handelt sich um eine Bauleistung aus dem Bereich raumlufttechnische Anlagen gemäß DIN 18 379.
Zum Auftrag gehört neben der Lieferung und Montage der neuen, mit Ammoniak (R717) betriebenen Wärmepumpe auch der komplette Heiz- und Kühlkreis sowie eine Gaswarnanlage. Außerdem ist ein 4-jähriger Instandhaltungsvertrag (Wartung Wärmepumpe, Ventilatoren und Gaswarnanlage) Bestandteil der Ausschreibung.
Die Baumaßnahme liegt in einem sicherheitsrelevanten Bereich des DWD. Bieter müssen mindestens zwei Mitarbeiter für die erweiterte Sicherheitsüberprüfung (Ü2 Sabotageschutz) benennen und entsprechende Einverständniserklärungen mit dem Angebot einreichen – sonst droht der Ausschluss.
Verfahrensart: Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A, Zuschlagskriterium ist der Preis. Nebenangebote sind nicht zugelassen, mehrere Hauptangebote sind möglich.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis (Wertungssumme)100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden aus den nachgerechneten Angebotssummen ermittelt, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenDemontage und Vorarbeiten
• Demontage der bestehenden Wärmepumpe Trane RTWB214 (Kältemittel R134a, ca. 120 kg) inkl. fachgerechter Kältemittelentsorgung
• Demontage zugehöriger Rohrleitungen, Dämmungen und Armaturen
• De- und Remontage von Lüftungskanälen, luftdichte Schachtabtrennung, Staubschutzwand
• Kranarbeiten: Verkehrssicherung, Mobilkran bis 100 t, Straßensperrung Löwenstraße
• Einbringung der neuen Wärmepumpe in geteilter Ausführung (max. Einbringmaß 2,4 × 1,2 × 2,2 m) über Einbringschacht Haustechnik 1
Lieferung und Montage der neuen Wärmepumpe
• Wassergekühlte NH3-Kältemaschine (Kältemittel R717) in kompakter, gekapselter und schallgedämmter Bauweise
• Kälteleistung 560 kW, Heizleistung 55 °C/45 °C, COP ≥ 3,5
• Füllmenge max. 60 kg R717
• BACnet-Schnittstelle für die Gebäudeleittechnik
• Erstbefüllung, Druckprobe und Schweißarbeiten vor Ort
Heizkreis
• Rohrleitungen Edelstahl in DN125, DN50 und DN32
• Armaturen in DN125, u.a. Absperrklappen, Sicherheitsventil DN50, Schmutzfänger, Strangventil
• Kreiselpumpe stufenlos regelbar mit BACnet-Anbindung
• Wärmemengenzähler
• Wärmedämmung 100 mm Mineralwolle mit Blechmantel
Kühlkreis
• Rohrleitungen Edelstahl in DN150, DN50 und DN32
• Armaturen DN150, u.a. Absperrklappen, Schmutzfänger DN150, Kompensatoren
• Kreiselpumpe stufenlos regelbar mit BACnet-Anbindung
• Kältedämmung mit Diffusionsschutz
Technikzentrale und Sicherheitstechnik
• Gaswarnanlage: Zentraleinheit IP54, 5 NH3-Gassensoren, 3 kombinierte optisch-akustische Signalgeber (mindestens 90 dB(A))
• Notentlüftungsventilatoren in redundanter Auslegung (2 × 100 %)
• Abluftleitungen DN200 Edelstahl (ca. 92 m), Brandschutzklappen, Kernbohrungen
• Beschilderung gemäß ASR und DIN EN 378
Inbetriebnahme, Dokumentation und Einweisung
• Befestigungskonstruktionen, Erstinbetriebnahme, COP-Messung nach VDMA 24186-3
• Druck- und Dichtheitsprüfung, Probebetrieb, Spülung des Rohrnetzes, Erstbefüllung
• Dokumentation und Revisionsunterlagen nach BTGA-Regel 2.001
• Betriebsanweisung und Gefährdungsbeurteilung für NH3
• Einweisung des Bedienpersonals (10 Teilnehmer)
• Notfall-Schutzausstattung (PSA) und Stundenlohnarbeiten
Wartung und Instandhaltung (4 Jahre)
• Wartung und Inspektion der Wärmepumpe, der Ventilatoren und der Gaswarnanlage
• Kleine Instandsetzungsarbeiten bis 25 € Nettowert je Wartung und Anlage; darüber hinausgehende Ersatzteile werden gesondert vergütet
• Störungsbeseitigung innerhalb der betriebsüblichen Arbeitszeit
• Lieferung von Materialien und Hilfsstoffen gemäß Arbeitskarte
• Entsorgung von ausgetauschten Teilen, Hilfs- und Betriebsstoffen, Abfällen und Verpackungen
• Dokumentation in Arbeitsberichten, Meldung von Mängeln und Vorschläge zur Optimierung der Wartungsintervalle
• Für lufttechnische Anlagen (Kostengruppe 430) gilt die Arbeitskarte AK 430: Inspektions- und Wartungsarbeiten mit Intervallen 1-, 3-, 6-, 12- und 24-monatlich, Einhaltung der VDI 6022 Bl. 1 (Hygiene), Filter- und Filtermedienwechsel inkl. Entsorgung, mikrobiologische Prüfungen und Staub-/Mikroorganismen-Messungen in der Zuluft, Ergebnisdokumentation an den Auftraggeber
• Vertragslaufzeit 4 Jahre ab dem Tag nach Abnahme der Bauleistung, automatische Verlängerung um jeweils 1 Jahr, Kündigung 3 Monate vor Ablauf
• Stundenverrechnungssätze, Zuschläge für Überstunden/Nacht-/Sonn- und Feiertagsarbeit, Fahrtkosten und Preisgleitklausel sind im Wartungsvertrag einzutragen
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung
• Nachweis der Eignung durch Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen ODER durch Formblatt 124 Eigenerklärung zur Eignung ODER durch Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE)
• Vergleichbare Leistungen in den letzten 5 Kalenderjahren (Referenznachweise)
• Fachlich geeignetes Personal
Zuverlässigkeit und rechtliche Voraussetzungen
• Kein Insolvenzverfahren, kein Antrag mangels Masse, keine Liquidation (ggf. rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan)
• Keine schweren Verfehlungen gem. § 6e EU VOB/A in den letzten 2 Jahren
• Ab Auftragssumme ≥ 30.000 € wird ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister gem. § 150a GewO angefordert
Finanzielle und steuerliche Eignung
• Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse (soweit beitragspflichtig)
• Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts / Bescheinigung in Steuersachen
• Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG
• Qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Angabe der Lohnsummen
Sicherheitsüberprüfung Personal (zwingend)
• Erweiterte Sicherheitsüberprüfung (Ü2 Sabotageschutz) gem. § 9 Abs. 1 Nr. 3 SÜG in Verbindung mit § 1 Abs. 4 SÜG für sämtliches eingesetztes Personal
• Mindestens zwei sicherheitsüberprüfte Personen mit günstigem Votum
• Einverständniserklärungen für mindestens zwei Mitarbeiter (Mitarbeiter 1 und 2) sind zwingend mit dem Angebot einzureichen – sonst Ausschluss vom Verfahren
• Nachunternehmer müssen die gleichen Anforderungen erfüllen, sofern sie nicht ständig von einer sicherheitsüberprüften Person begleitet werden
• Während der gesamten Vertragslaufzeit muss dauerhaft ausreichend sicherheitsüberprüftes Personal zur Verfügung stehen
Leistungserbringung und Organisation
• Eigenleistung: Der Bieter muss einen wesentlichen Teil der Gesamtleistung, mindestens ein Drittel (≥ 33,3 %), im eigenen Betrieb erbringen
• Der Einsatz von Nachunternehmern, die vom Wettbewerb ausgeschlossen sind, ist unzulässig
• Personalkontinuität: Änderungen am angemeldeten Personal sind bis zur vollständigen Leistungserbringung zu vermeiden
• Gefahrgeneigte Arbeiten (z.B. an Brandmeldern) sind mindestens 48 Stunden vorher mit dem Auftraggeber bzw. der örtlichen Bauleitung abzustimmen
• Wöchentliche Baustellenbesprechungen sind einzuplanen
Haftpflichtversicherung (für den Wartungsteil)
• Nachweis einer Haftpflichtversicherung mit folgenden Mindestdeckungen:
– Sachschäden: 500.000 € je Schadensfall (insgesamt max. 1.000.000 €)
– Vermögensschäden: 500.000 € je Schadensfall
– Personenschäden: 2.000.000 € je Schadensfall
Vergleichbare Referenzen aus dem Bereich raumlufttechnische Anlagen, Kälteanlagen und/oder Wärmepumpen
Bei engerer Wahl vorzulegen mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, Anzahl eingesetzter Arbeitnehmer, technische/gerätespezifische Anforderungen, Baumaßnahmenart (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung und Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung