Sanierung Mehrfamilienhaus - Kopernikusring 1-9, 36-44 16227 Eberswalde, Deutschland, Elektrotechnik
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenElektrotechnische Sanierung und Erneuerung in zwei Mehrfamilienhäusern mit insgesamt ca. 180 Wohnungen und ca. 10.967 m² Wohnfläche. Die Arbeiten erfolgen überwiegend im bewohnten Bestand.
Gefordert sind unter anderem die Erneuerung der Zähler- und Verteilanlagen, Haupt- und Wohnungsleitungen sowie der Wohnungsinstallation, die Umstellung der Allgemeinbeleuchtung auf LED, die Erneuerung der Türkommunikation sowie Erdungs-, Potentialausgleichs- und Blitzschutzanlagen. Hinzu kommen Prüf-, Mess- und Dokumentationsleistungen sowie die Vorbereitung für spätere Photovoltaikanlagen.
Das Angebot ist elektronisch über den Vergabemarktplatz Brandenburg einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Angebotspreis100%
Preis bzw. Wertungssumme des Angebotes; Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen ergeben sich aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Angebote von Werkstätten für Behinderte erhalten einen Zuschlag von 15 Prozent auf die Wertungssumme; bei Gleichstand wird der Zuschlag ihnen erteilt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenObjekt- und Ausführungsrahmen
Die Leistung betrifft zwei Mehrfamilienhäuser am Kopernikusring 1–9 und 36–44 in 16227 Eberswalde mit insgesamt ca. 180 Wohnungen, 18 Aufgängen und ca. 10.967 m² Wohnfläche. Die Gebäude wurden 1973 errichtet und 1994 teilweise saniert. Die Arbeiten erfolgen abschnittsweise überwiegend im bewohnten Bestand.
Wohnungszugänge, Hauseingänge, Treppenhäuser, Rettungswege und Feuerwehrflächen müssen nutzbar bleiben. Weitere Leerwohnungsinstandsetzungen seit 2025 sind bei den Schnittstellenklärungen zu berücksichtigen. Vor Beginn der Arbeiten ist jede einzelne Wohnung aufzunehmen und zu dokumentieren; sämtliche Maße sind am Bau zu überprüfen und Unstimmigkeiten sind dem Planverfasser unverzüglich mitzuteilen.
Baustelleneinrichtung und temporäre Versorgung
Baustromanschluss, Anschluss- und Verteilerschränke sowie Baustromverteiler einrichten. Baustromzähler beschaffen, einbauen und nach Bauende zurückgeben. Die temporäre Außen- und Treppenhausbeleuchtung während der gesamten Bauzeit betreiben, regelmäßig warten und nach Bauende zurückbauen. Die Baustromanlage monatlich prüfen und die Prüfprotokolle im Schrank ablegen.
Bestandsaufnahme, Demontage und Entsorgung
Die vorhandenen Elektro-, Kommunikations- und Lichtinstallationen aufnehmen und die wiederverwendbaren Bestandteile vor Demontage mit der Bauleitung festlegen. Zähleranlagen, Hausanschlusskästen, Verteilungen, Installations- und Schwachstromgeräte, Leuchten, Kanäle, Rohre, Kabel und Leitungen demontieren sowie erforderliche Strom- und Kommunikationskreise neu anschließen. Bauschutt und demontierte Geräte recyclingfähig sortieren und fachgerecht entsorgen; Entsorgungsnachweise fortlaufend übergeben.
Zähler-, Hausanschluss- und Verteilanlagen
Die Zählerplatzanlagen in den Hausanschlussräumen erneuern. Hauseinspeiseleitungen, Hauptleitungsabzweige, Zählerschränke, Haupt- und Allgemeinverteilungen, Einspeisegehäuse, Schalt- und Überspannungsschutzgeräte liefern, montieren, verdrahten, prüfen und in Betrieb nehmen. Zähler beschaffen und einbauen sowie die Freigaben, Abstimmungen und Gebühren mit Verteilnetzbetreiber und Energieversorgungsunternehmen koordinieren. Wohnungsverteiler für Starkstrom und Multimedia sowie Medienverteiler und Wohnungsübergabepunkte neu herstellen. Bestehende Kupfer- und Aluminiumleitungen bis zu den neuen Wohnungsverteilern verlängern.
Wohnungsinstallation und Reparaturen
In den Wohnungen Steckdosen, Schalter, Taster, Leitungen, Anschlüsse und Installationsgeräte erneuern beziehungsweise neu installieren. Herdanschlussdosen, Festanschlüsse für Durchlauferhitzer und Kochstellen sowie Leitungsführungskanäle herstellen. Gasherde zurückbauen und Elektroherde anschließen. Nicht fachgerechte Pressverbindungen instand setzen und Brandschottungen herstellen. Geräte, Leuchten, Heizstrahler, Spiegelschränke und Möbel für die Arbeiten demontieren und anschließend wieder montieren. Tischlerarbeiten nur durch ein Fachunternehmen und nach Bestätigung durch die örtliche Bauleitung ausführen.
Leitungen und Verlegesysteme
Starkstrom-, Schwachstrom-, Multimedia-, Netzwerk- und Erdungskabel sowie Installationsleitungen liefern und verlegen. Kabelrinnen, Gitterrinnen, Kabeltrassen, Montageschienen, Sammelhalter, Leitungskanäle und Installationsrohre herstellen und montieren. Leitungen dauerhaft kennzeichnen, befestigen, betriebsfertig anschließen und nach DIN VDE 0100-600首次prüfen, protokollieren und übergeben.
Installationsgeräte, Kommunikation und Sicherheit
Schalter, Taster, Schutzkontakt- und CEE-Steckdosen, Verbindungsdosen und Schrumpfmuffen liefern und montieren. Multimedia-, Antennen-, BK-, SAT-, Telefon- und Internetverteilungen sowie Hausanschluss- und Fernmeldeanlagen herstellen. Klingeltaster erneuern; bestehende Gegensprechanlagen und Türklingelstationen berücksichtigen. Rauchwarn- und RWA-Komponenten, Sicherheits-, Rettungsweg- und Fluchtwegbeleuchtung sowie Potentialausgleichsgeräte einbauen.
Beleuchtung
Bad-, Treppenhaus-, Mieterkeller-, Hausnummern-, Vordach- und Außenleuchten liefern und einschließlich Leuchtmitteln, Befestigungsmaterial, Verdrahtung, Montage und Anschluss installieren. Die Allgemeinbeleuchtung in LED-Technik erneuern. Leuchten vor Bestellung bemustern und durch Auftraggeber oder Bauleitung freigeben lassen. Dämmerungs- und Zeitschalter nach Probe- beziehungsweise Nennbetrieb einstellen.
Erdung, Potentialausgleich und Blitzschutz
Schutz- und Funktionspotentialausgleich für Stark- und Schwachstrom herstellen. PA-Schienen, Rohrschellen, Erdungsleitungen und Anschlüsse an fremde Potentialausgleichspunkte liefern und montieren. Eine Blitzschutzanlage mindestens Schutzklasse III mit Fangleitungen, Ableitungen, Fangstangen, Trennstellen und Tiefenerdern errichten. Die Erdungsanlage zeitlich mit dem Rohbau abstimmen. Erdung und Blitzschutz messen, prüfen und durch einen von der Bauleitung gestellten Sachkundigen abnehmen lassen; ein Sachkundiger des Auftragnehmers ist nicht zugelassen. Der Erdungswiderstand muss unter 10 Ohm liegen.
Photovoltaikvorbereitung und Türkommunikation
Leitungen, Leerrohre, Zugdrähte und Konstruktionshilfen vom Hausanschlussraum bis in den Drempel und bis zum 4. Obergeschoss bereitstellen, um später eine Photovoltaikanlage zu installieren. Türkommunikationsanlagen als Busanlage erneuern: BUS-Versorgungs- und Steuergeräte, Klingeltaster, Schaltaktoren, Türöffneranschlüsse und Steuerleitungen liefern und montieren, vorhandene Türsprech- und Gegensprechstellen einbauen, Anlagen in Betrieb nehmen, vorführen und einweisen.
Prüfungen, Abnahmen und Dokumentation
In den Wohnungen E-Checks mit Messprotokoll und Einweisung in Bedienung und Wartung der FI-Schutzschalter durchführen. Ausführungs- und Schaltpläne sowie Stromkreislisten, Übersichtsschaltpläne und Verteilerpläne revidieren; Ausführungs- und Schaltpläne vor Werkstattarbeiten in dreifacher Ausfertigung zur Genehmigung vorlegen. Erdungs- und Blitzschutzdokumentation mit Anlagenbeschreibung, Bestandszeichnung, Messprotokollen, Prüfbericht, Zeichnungen und Fotos erstellen und als DWG sowie PDF übergeben. Die vollständige Dokumentation spätestens eine Woche vor Abnahme in Papier und digital mit Inhaltsverzeichnis übergeben. Kernbohrungen vor Ausführung anzeigen und freigeben lassen; Brandschotts beidseitig fotografieren, dauerhaft kennzeichnen und die amtlichen Verwendbarkeitsnachweise vorlegen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenUnternehmenseignung und Präqualifikation
Die Eignung wird grundsätzlich durch Eintragung im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. nachgewiesen. Alternativ sind gleichwertige Einzelzweise einschließlich Bescheinigung des Finanzamts, Bescheinigung der Krankenkasse, Nachweis der Berufsgenossenschaft, Eintragung in der Handwerksrolle beziehungsweise bei der IHK und Nachweis einer gültigen Betriebshaftpflichtversicherung vorzulegen. Die Nachweise dürfen am Tag der Angebotsöffnung nicht älter als ein Jahr sein.
Umsatz und Personal
Für die abgeschlossenen Geschäftsjahre 2023, 2024 und 2025 sind der Gesamtumsatz und die jahresdurchschnittlich beschäftigte Personalstärke anzugeben. Gefordert sind mindestens 5 Arbeitskräfte im Jahresdurchschnitt und ein mittlerer Jahresgesamtumsatz von 1.200.000 EUR brutto.
Vergleichbare Referenzen
Mindestens eine vergleichbare Elektrotechnik-Strangsanierung im bewohnten Zustand ist nachzuweisen. Die Referenz muss zwischen dem 01.01.2021 und der Angebotsöffnung abgeschlossen und abgenommen worden sein. Ihre Bruttoauftragssumme muss mindestens 600.000 EUR betragen. Bei Einladung in die engere Wahl sind drei Referenznachweise mit den im Eigenerklärungsformblatt geforderten Angaben vorzulegen.
Fachliche Qualifikation und Ausführungsorganisation
Die Elektroarbeiten müssen durch entsprechend qualifizierte Fachkräfte ausgeführt werden. Ein geeigneter Bauleiter und ein Stellvertreter sind zu benennen; Bauleiter und Vorarbeiter müssen ausreichend gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift verfügen. Erdungs- und Blitzschutzanlagen dürfen nur durch eine Fachkraft Elektro oder Blitzschutz ausgeführt oder unter ständiger Aufsicht einer solchen Fachkraft ausgeführt werden. Für Montage, Veränderung und Demontage von Gerüsten sind fachlich geeignete Personen einzusetzen. Vor Ausführungsbeginn sind Sachkundenachweise, Gefährdungsanalyse, Sicherungskonzeption und Montage- beziehungsweise Abbruchanweisungen vorzulegen.
Produkte, Systeme und Entsorgung
Installationsgeräte und Türkommunikationskomponenten sind grundsätzlich als Produkte eines Herstellers beziehungsweise eines Herstellersystems anzubieten. Für Brandschutzmaßnahmen sind amtliche Prüfzeugnisse, Prüfbescheide oder allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen vorzulegen. Erforderliche behördliche und Medienträgergenehmigungen sind zu beschaffen. Entsorgungsnachweise sind fortlaufend zu übergeben; kontaminierte Stoffe sind fristgemäß bei den zuständigen Behörden und Ämtern anzumelden.
Ausschlüsse und Verpflichtungserklärungen
Erforderlich sind die Erklärungen nach Anlage 6, darunter zu Ausschlussgründen, Tariftreue und Mindestentlohnung, Bietergemeinschaft, Jahresnettoumsätzen, Referenzen, Personal, Frauenförderung, Nachunternehmern, Unternehmensbestand, Datenschutz, Betriebshaftpflichtversicherung und ILO-Kernarbeitsnormen. Die Verpflichtung zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen sowie die Zuverlässigkeit sind zu erklären.
Mindestens eine vergleichbare Elektrotechnik-Leistung aus einer Strangsanierung im bewohnten Zustand. Bei Einladung in die engere Wahl sind drei Referenznachweise mit Angaben zur Art der Leistung, zum Leistungsumfang, zur Ausführung im bewohnten Zustand, zur Bruttoauftragssumme, zum Ausführungszeitraum, zum eingesetzten Personal und zur vertraglichen Rolle vorzulegen.
Elektrotechnik-Strangsanierung im bewohnten Zustand; Nachweis über die im Eigenerklärungsformblatt geforderten Angaben, bei öffentlichen Auftraggebern alternativ Bescheinigung des Auftraggebers.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
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