Sanierung von Aufzugsanlagen an den LVR-Liegenschaften, Los 1-4
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDer Landschaftsverband Rheinland (LVR) schreibt die Sanierung von insgesamt rund 25 Aufzugsanlagen an verschiedenen Schulen, Museen und Verwaltungsgebäuden in vier Regionalen Losen öffentlich aus.
Was zu tun ist:
Angebotsfrist: 05.11.2026, 09:00 Uhr. Bieter können für ein oder mehrere Lose abgeben, Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Wertungssumme des Angebots, ermittelt aus nachgerechneten Angebotssummen unter Berücksichtigung von Nachlässen, Bedarfspositionen, Wahlpositionen und Wartungsangeboten.
Der Preis wird aus der Wertungssumme ermittelt; für bevorzugte Bieter wird ein Bonus von 15 v. H. auf die Wertungssumme gewährt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenÜbergeordnete Leistungsziele
Vollständige Demontage und fachgerechte Entsorgung aller Bestandsanlagen inklusive Schadstoff- und Altölentsorgung sowie Stemmarbeiten, Durchbrüchen und Kernbohrungen.
Lieferung, Montage, Justierung, Inbetriebnahme und Funktionsprüfung neuer, betriebsfertiger, funktionsfähiger und vorschriftenkonformer Aufzugsanlagen nach DIN EN 81-20, EN 81-50, EN 81-70 sowie einschlägigen Normen (z. B. VDI 4707, EN 12015/12016, DIN EN 12944).
Erbringung sämtlicher Planungs-, Konstruktions-, Werkstatt- und Montageplanungsleistungen durch den Auftragnehmer; Herstellerunabhängigkeit und gesicherte Ersatzteilverfügbarkeit für mindestens 20 Jahre ab Abnahme.
Sicherheitstechnische Ausstattung jeder Anlage: Notrufeinrichtung nach EN 81-28 mit LTE und Zwei-Sinne-Funktion, USV für Netzausfall-Evakuierung, erweiterte statische Brandfallsteuerung, F90-Schachttüren, kabellos vernetzte Rauchmelder mit Koppler, digitale Schachtkopierung mit Haltegenauigkeit ±2 mm, behindertengerechte Kabine (Edelstahl, Braille-Beschriftung, LED-Quittierungsring).
Energieeffiziente, getriebelose Treibscheibenantriebe (permanenterregter Synchronmotor mit Frequenzumrichter) bzw. energiesparende Hydraulikaggregate; LED-Kabinen- und Schachtbeleuchtung; kein Einsatz von PVC oder chlorchemischen Produkten.
Korrosion/Dauerhaftigkeit: feuerbeständige Wand- und Deckendurchbruchsabdichtungen; Korrosionsschutz nach DIN EN 12944, Klasse C2, High (>15 Jahre); Schlüsseldepot/-tresor; vollständige Schilder nach ASR A1.3, BGV A8, DIN 4844.
Arbeitszeiten Montag–Freitag 08:00–19:00 Uhr; Baustellenkommunikation in deutscher Sprache; Baustromkosten 0,4 % der Brutto-Schlussabrechnungssumme oder per Zähler; eingeschränkte Lagerflächen mit AG abstimmen.
SiGeKo wird vom AG nicht bestellt – Eigenverantwortung des Auftragnehmers für Sicherheits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen auf der Baustelle.
Ausführung häufig während des laufenden Schul- und Museumsbetriebs; bei Evakuierungsaufzügen ggf. nur in Schulferien zulässig.
Konformitätsprüfung und Prüfung vor Inbetriebnahme (PVI) durch TÜV Rheinland; Erstprüfung durch zugelassene Überwachungsstelle (ZÜS); Koordination durch den Auftragnehmer.
Pflichten bei Demontage und Entsorgung (alle Lose)
Fachgerechte Demontage der Bestandsanlagen einschließlich aller Bauteile aus Schacht und ggf. Maschinenraum.
TRGS 519 Zertifikat des demontierenden Betriebs bzw. der demontierenden Personen bei möglicher Schadstoffbelastung (z. B. asbesthaltige Dichtungen).
Entsorgungsnachweise durch Fachbetrieb für Altöl, schmiermittelbelastete Komponenten und sonstige schadstoffbelastete Materialien.
Getrennte Erfassung und ordnungsgemäße Verwertung bzw. Beseitigung der Bau- und Abbruchabfälle nach Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und Nachweisverordnung (NachwV). Auf Verlangen Benennung von Verwertungs-/Beseitigungsträger und -anlage sowie Nachweis der Berechtigung und Abnahmebereitschaft; Einverständniserklärung zur Auskunft durch die Abfallwirtschaftsbehörde.
Technische Anforderungen – Kompletttausch
Neue Seil-Personenaufzüge, triebwerksraumlos (Antrieb im Schachtkopf), mit getriebelosen Treibscheibenantrieben und Frequenzumrichter.
Mikroprozessor-Sammelsteuerung (2-Knopf), diagnosefähig, ohne herstellerspezifische Diagnosegeräte bedienbar; Energiemanagement nach VDI 4707.
Kabine behindertengerecht nach DIN EN 81-70, Edelstahl-Oberflächen, rutschfester Kabinenboden (Vinyl/Kautschuk), Handlauf, Spiegel, Kabinentableau mit TFT-Display ≥ 5 Zoll, Braille-Beschriftung, LED-Quittierungsring.
Schachttüren mindestens Feuerwiderstandsklasse F90, fernüberwachungskonform; Haltegenauigkeit ±2 mm über digitale Schachtkopierung (Absolutwertgeber); LED-Schachtbeleuchtung.
Technische Anforderungen – Modernisierung
Ersatz bzw. Erneuerung von Hydraulikaggregat (Unterölaggregat, geräuscharm, mit Frequenzumrichter), Hydraulikleitungen inkl. Rohrbruchventil und Dichtung des Hubstempels.
Erneuerung von Glaseinsätzen in Drehflügeltüren, Sicherheitslichtgittern in voller Zugangshöhe, Riegelmagnet und Kontaktüberwachung Schachtgrube.
LED-Kabinenbeleuchtung, Erhöhung Kabinendachgeländer, Gleitführungen mit Schmierölapparaten; bestehende Steuerung/Brandfallsteuerung kann in Einzelfällen erhalten bleiben (z. B. Aufzug 16979 in Mönchengladbach).
Dokumentation und Einweisung
Vollständige Dokumentation in Stehordner je Aufzug und zusätzlich digital als PDF, DWG/DXF sowie auf USB-Stick/Datenlink: Prüfbuch mit Vor- und Bauprüfung, Konformitätserklärung, Ausführungs- und Detailpläne, Anlagenbeschreibung, Notfallplan, Gefährdungsbeurteilung nach DIN EN 81-80 und BetrSichV, Bedienungsanleitung, Ersatzteilliste und Bilddokumentation der fertigen Anlage.
Herstellererklärung zum fachgerechten Einbau der Schachttüren (Brandschutz).
Einweisung von 5 durch den AG benannten Personen in Befreiungsmaßnahmen und Mängelbeurteilung inkl. Teilnahmebestätigung.
Dokumentation 3 Wochen vor Abnahme vorlegen.
Optionale Wartung und Stundenlohnarbeiten (alle Lose)
Optionale Wartung gemäß AMEV-Vertragsmuster für alle im jeweiligen Los enthaltenen Aufzüge; Beauftragung durch den AG vorbehalten. Laufzeit maximal 4 Jahre ab Abnahme (Positionen Jahr 1 bis Jahr 4). Wartungsangebot ist als Bedarfsposition mit Preis anzubieten.
Stundenlohnarbeiten (Bedarfspositionen) für Facharbeiter Aufzugmechaniker und Facharbeiter Aufzugelektriker (je ca. 60–80 Stunden je LV); Berichte spätestens in der Folgewoche nach Durchführung zur Anerkennung vorlegen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Eignung und Präqualifikation
Präqualifizierte Bieter: Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e. V. (PQ-Nummer im Angebotsschreiben, im Formblatt Eigenerklärung oder in der EEE angeben).
Nicht präqualifizierte Bieter: ausgefüllte Eigenerklärung zur Eignung (VHB 124) bzw. Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE).
Auf Verlangen der Vergabestelle sind Bescheinigungen zuständiger Stellen (z. B. Sozialversicherung, Steuer, Gewerbe, Handwerksrolle, Handelsregister, IHK) in deutscher Sprache vorzulegen. Fremdsprachige Bescheinigungen sind mit deutscher Übersetzung einzureichen.
Zuverlässigkeit und rechtliche Eignung
Eigenerklärung zur Zuverlässigkeit (Pflicht).
Eigenerklärung Sanktionen Russland (Pflicht).
Erklärung zur Staatsangehörigkeit des wirtschaftlichen Eigentümers und Transparenzregister-Eintragung.
Angabe, ob es sich um ein KMU handelt (< 250 Beschäftigte und ≤ 50 Mio. € Jahresumsatz).
Rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan, sofern ein Insolvenzverfahren anhängig war.
Erklärung zu Bietergemeinschaften (VHB 234) – alle Mitglieder in Textform, mit Bevollmächtigtem, gesamtschuldnerische Haftung; nachträgliche Bildung nach Aufforderung zur Angebotsabgabe gesetzlich nicht zulässig.
Erklärung zu Nachunternehmern (VHB 233) – Art und Umfang der NU-Leistungen im Angebot angeben; auf Verlangen NU benennen und Eignungsnachweise auch für NU vorlegen.
Fachliche Eignung und Nachweise
Fachkundiges und qualifiziertes Aufzugsunternehmen mit Erfahrung in Demontage, Montage, Inbetriebnahme und Funktionsprüfung von Aufzugsanlagen.
TRGS 519 Zertifikat des Demontagebetriebs bei möglicher Schadstoffbelastung (Pflicht für Demontage).
Schweißerqualifikationsnachweise für Schweißarbeiten an tragenden oder sicherheitsrelevanten Konstruktionen.
Schulungsnachweis zur fachgerechten Dübelverarbeitung und Personal für Dübel-Auszugsproben.
Nachweis über Einhaltung der Grenzübertemperaturen für Steuerschränke (sofern einschlägig).
Referenzbestätigung gemäß Formblatt Eigenerklärung zur Eignung – auf Verlangen vorzulegen. Spezifische Anforderungen zu Anzahl, Zeitraum und Vergleichbarkeit sind in den vorliegenden Unterlagen nicht weiter konkretisiert.
Haftpflichtversicherung
Haftpflichtversicherungsnachweis (auf Verlangen vorzulegen) mit folgenden Mindestdeckungssummen:
Steuerliche und sozialrechtliche Unbedenklichkeit (auf Verlangen)
Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse (sofern beitragspflichtig).
Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts bzw. Bescheinigung in Steuersachen.
Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG.
Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Angabe der Lohnsummen.
Referenzbestätigung gemäß Formblatt Eigenerklärung zur Eignung – konkrete Anzahl, Zeitraum und Volumen sind aus den vorliegenden Unterlagen nicht ersichtlich.
Referenzbestätigung entsprechend Formblatt Eigenerklärung zur Eignung; auf Verlangen der Vergabestelle vorzulegen.
Wettbewerb & Angebotsprognose
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Erfüllungsort
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