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Sanierungs-, und Nutzungskonzept des Gustav-Schoeltzke-Hauses in Münster (Hessen) - Altheim

Gemeinde MünsterMünster (Hessen), HessenVeröffentlicht:
Angebotsfrist: noch 29 Tage

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Die Gemeinde Münster (Hessen) sucht ein Architektur-/Planungsbüro für die Erstellung eines Sanierungs- und Nutzungskonzeptes für das denkmalgeschützte Gustav-Schoeltzke-Haus in Altheim.

Das dreigeschossige, unterkellerte Bestandsgebäude (Baujahre 1905–1999) weist erhebliche Mängel auf: Feuchtigkeits- und Schimmelschäden, Brandschutzdefizite, veraltete Elektrotechnik und fehlende Barrierefreiheit. Es soll langfristig als Standort für Gemeindebibliothek, Vereine und Organisationen gesichert und weiterentwickelt werden.

Das Verfahren läuft als Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb (UVgO) in mehreren Phasen:

Phase 1 (Teilnahmeantrag): Einreichung bis 08.10.2026, 12:00 Uhr. Maximal 5 Bewerber werden zur Angebotsabgabe zugelassen.Phase 2 (Angebotsabgabe): Fachliches Konzept + Honorarangebot; Zuschlagskriterien: Projektteam (35%), Projektanalyse (35%), Honorar (30%).Vertragslaufzeit: ca. 6–9 Monate ab Auftragserteilung (ca. Ende Januar 2027).
Ausschreibung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Noch 29 Tage bis zur Angebotsfrist — 08. Oktober 2026
HEUTE
Termin / FristSEP2026OKTNOVDEZJAN2027FEBMÄRAPRMAIJUNJUL
Bieterfragen-Frist4. Sep. – 30. Sep. 2026
Teilnahmefrist4. Sep. – 8. Okt. 2026
Veröffentlichung4. Sep. 2026
Phase 1: Prüfung/Bewertung Teilnahmeantrag4. Sep. – 23. Okt. 2026
Bindefrist8. Okt. 2026 – 30. Jan. 2027
Aufforderung Angebotsabgabe (Phase 2)23. Okt. 2026
Phase 2: Bewertung / Vergabegespräche12. Nov. – 27. Nov. 2026
Phase 3: Angebotsfrist überarbeitetes Angebot3. Dez. 2026
Vergabeentscheidung15. Dez. 2026
Zuschlagca. 25. Jan. – 31. Jan. 2027
Vertragsbeginnca. 29. Jan. 2027
Ausführungsbeginn29. Jan. 2027
Vertragslaufzeit29. Jan. – 30. Juli 2027
Vertragsende30. Juli 2027
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Preis & Qualität7 Kriterien
Preis 30%Qualität 70%
  • Honorar30%

    Honorarangebot inkl. besondere Leistungen, Stundenlohnansätze und Nebenkostenpauschale. Niedrigstes Angebot erhält volle Punktzahl, ab 50% über dem niedrigsten = 0 Punkte, Zwischenwerte interpoliert.

  • Projektteam / Projektorganisation35%

    Bewertung des Projektteams, Personaleinsatzkonzepts, Qualifikation, interner Organisation und Vertretungsregelung. Ebenfalls: Maßnahmen zur qualitäts-, termin- und kostengerechten Leistungserbringung sowie Zusammenarbeit mit Planungsbeteiligten und örtliche Präsenz.

  • Projektanalyse / Herangehensweise35%

    Herangehensweise, Umgang und Einschätzungen besonderer Anforderungen bei Aufgabenstellung, Planung/Bestandsbewertung/Sanierungskonzept und Baubetrieb. Bei Bewertung schlechter als 'ausreichend' (< 4 Punkte) erfolgt Ausschluss des Angebots.

Honnorarkriterium: Das niedrigste Angebot erhält 40 Punkte (bzw. volle 30% Gewichtung), Angebote größer gleich 50% über dem niedrigsten Angebot erhalten 0 Punkte. Zwischenwerte werden interpoliert auf bis zu zwei Stellen hinter dem Komma.

KI-Hinweis: Alle Zuschlagskriterien mit Gewichtungen (Honorar 30%, Projektteam 35%, Projektanalyse 35%) und Bewertungsmethodik (Punkteskala 0-15, Preis-Interpolationsformel) sind vollständig dokumentiert.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Bestandsanalyse und Grundlagenbewertung

Sichtung und Bewertung der Bestandsunterlagen sowie Abgleich vor Ort durch eine Bestandsbegehung. Ermittlung des Untersuchungsbedarfs, Bewertung wesentlicher Risiken (Auswirkungen auf Sanierungsumfang, Kosten und Termine) sowie Abstimmung mit dem Auftraggeber zu ergänzenden Gutachten. Erfassung und Dokumentation des Sanierungsbedarfs.

Zu untersuchende Bereiche:

Bausubstanz und TragwerkBrandschutz und Rettungswege (Gebäudeklasse 4)Technische Gebäudeausrüstung (insbesondere Elektroanlagen)Feuchtigkeits- und Schimmelschäden (v.a. Untergeschoss, Eingangsbereich)Gebäudehülle und DenkmalschutzBarrierefreiheitFunktionale Anpassung an künftige Nutzungsanforderungen

Nutzungskonzept und funktionale Anforderungen

Entwicklung eines künftigen Raum- und Nutzungskonzeptes unter Prüfung des Erhalts der bestehenden Raumstruktur. Berücksichtigung von Rückbau-, Umbau- und Wiederherstellungsarbeiten. Untersuchung und Vergleich von Nutzungsvarianten einschließlich der Auswirkungen auf Kosten und Termine.

Bestehende Nutzungen: Gemeindebibliothek, Vereine (Vereinsräume im UG), Versammlungsraum im EG, Räume im OG, Mobilfunkmasten auf Dach.

Zukünftige Erweiterungsmöglichkeit: Prüfung der Nutzung des Dachgeschosses (ca. 161 m²) als zusätzliche Fläche (z.B. Büros, Besprechungsraum).

Bauordnungs-, genehmigungs- und denkmalrechtliche Anforderungen

Prüfung der Genehmigungsfähigkeit der vorgesehenen Maßnahmen. Bewertung der Eingriffe in den Denkmalschutz (Gebäude in denkmalrechtlicher Gesamtanlage). Ermittlung der notwendigen Genehmigungen, Zustimmungen und Befreiungen, frühzeitige Information des Auftraggebers sowie fachliche Begleitung der Abstimmungen mit der Denkmalbehörde.

Sanierungs- und Nutzungskonzept (Gesamtkonzept)

Ermittlung und Bewertung der Sanierungs-, Instandsetzungs-, Umbau- und Anpassungsmaßnahmen. Festlegung von Reihenfolge und Priorität. Darstellung von Zusammenhängen und Abhängigkeiten. Untersuchung von Varianten zu Bauabschnitten und zur Weiterführung der Nutzungen während der Sanierung. Zusammenführung zu einem Gesamtkonzept, das als Entscheidungsgrundlage mit klarer Handlungsempfehlung aufbereitet wird.

Kosten, Wirtschaftlichkeit und Terminplanung

Kostenschätzung nach DIN 276 inkl. Darstellung von Kostenannahmen, Unsicherheiten und Risiken sowie Abstimmung der Kostendarstellung mit dem Auftraggeber. Erstellung eines Terminplans für die weiteren Planungs- und Umsetzungsschritte. Prüfung der Förderfähigkeit und relevanter Förderprogramme (z.B. LUKIF).

Fachübergreifende Koordination und Qualitätssicherung

Koordination der beteiligten Fachdisziplinen, Abstimmung der Schnittstellen, Klärung von Widersprüchen und Zielkonflikten sowie fachübergreifende Bewertung. Sicherstellung einer widerspruchsfreien Gesamtdarstellung.

Dokumentation und Präsentation

Strukturierte Dokumentation der Ergebnisse mit planerischer Darstellung (Grundrisse, Schnitte, Ansichten, schematische Darstellungen). Aufbereitung als Entscheidungsgrundlage. Vorstellung und Erläuterung der Ergebnisse in Abstimmungsterminen mit dem Auftraggeber.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Formale Ausschlussgründe und Zuverlässigkeit

Keine Ausschlussgründe gemäß §§ 123, 124 GWB i.V.m. § 31 UVgO sowie keine schweren Verfehlungen gemäß § 17 HVTG. Kein eröffnetes oder beantragtes Insolvenzverfahren, keine Ablehnung mangels Masse, keine Liquidation. Zuverlässigkeit: keine Verurteilung zu Freiheitsstrafe > 3 Monate oder Geldstrafe > 90 Tagessätze in den letzten zwei Jahren, keine Geldbuße > 2.500 € wegen Verstößen, die zu einem Eintrag im Gewerbezentralregister führten. Ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer-, Abgaben- und Sozialversicherungspflichten.

Berufliche Befähigung

Nachweis der BauvorlageberechtigungEintragung im Berufs-/Handelsregister oder Mitgliedschaft in einer Berufsgenossenschaft (bei ausländischen Bewerbern: gleichwertiger Nachweis des Herkunftslandes)Verfügbarkeit der für die Ausführung erforderlichen Beschäftigten

Versicherung

Berufs-/Betriebshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckung:

Personenschäden: 3 Mio. €Sonstige Schäden: 1 Mio. €

Die Deckung muss über die gesamte Vertragslaufzeit uneingeschränkt erhalten bleiben.

Tariftreue und Mindestentgelt

Verpflichtungserklärung Tariftreue und Mindestentgelt gemäß Hessischem Vergabe- und Tariftreuegesetz (HVTG).

Fachliche Eignung – Referenzen (105 von 145 Punkten)

3 vergleichbare Referenzprojekte (Sanierungs-/Nutzungskonzepte für Bestandsgebäude o.ä.) aus den letzten 8 Jahren, davon mindestens 1 abgeschlossenes Projekt nicht älter als 3 Jahre (max. 45 Punkte).

2 vergleichbare Referenzprojekte der öffentlichen Hand (Projektleitung + Bauleitung), davon mindestens 1 abgeschlossenes Projekt nicht älter als 3 Jahre (max. 30 Punkte).

0 Referenzen = Ausschluss. Nachreichen oder inhaltliche Korrektur nach Bewerbungsfrist nicht möglich; Nachforderung ausgeschlossen.

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit (40 von 145 Punkten)

Anzahl fachlich qualifizierter Mitarbeiter:innen im Jahresdurchschnitt 2023–2025 (max. 25 Punkte).

Durchschnittlicher Jahresumsatz der letzten 3 Geschäftsjahre für vergleichbare Architektenleistungen (Umbau, Modernisierung, Sanierung) (max. 15 Punkte).

Auswahlverfahren

Maximal 5 geeignete Bewerber werden zur Angebotsabgabe (Phase 2) aufgefordert. Auswahl anhand der Bewertungsmatrix Eignungskriterien. Bei Punktgleichheit entscheidet das Los.

Zuschlagskriterien Phase 2: Projektteam/Projektorganisation (45 Pkt.), Projektanalyse/Herangehensweise (45 Pkt., Ausschluss bei < 4 Pkt.), Honorar (40 Pkt.).

Referenzprojekte
3 vergleichbare Referenzprojekte + 2 weitere Referenzprojekte der öffentlichen Hand (Projektleitung + Bauleitung) ReferenzenZeitraum: Letzte 8 Jahre vor Bekanntmachung; mind. 1 Referenz abgeschlossen innerhalb der letzten 3 JahreVolumen: Nicht spezifiziert

Vergleichbare Sanierungs- oder Nutzungskonzepte bzw. vergleichbare Untersuchungen für öffentliche Auftraggeber; Planung von Umbau-/Modernisierungs-/Sanierungsmaßnahmen vergleichbarer Gebäude mit Mehrfachnutzungen; Bearbeitung von Bestandsgebäuden hinsichtlich Bausubstanz, Brandschutz, Denkmalschutz, Barrierefreiheit, technischer Gebäudeausrüstung, Tragwerk

Referenzbogen mit: Projektbezeichnung, Auftraggeber (öffentlich ja/nein), Anschrift, Ansprechpartner, vertragliche Bindung, Honorarsumme, Ort, Ausführungszeitraum, bearbeitete HOAI-Leistungsphasen 1–9, Angaben zu Planungsmodulen, bis zu 3 federführende Mitarbeiter, Projektbeschreibung. Einwilligung Referenzgeber erforderlich. Nachreichen/Nachforderung ausgeschlossen.

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
4–10Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 6 Angebote
Mittlere Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 22%4–10 · 44%11+ · 34%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 26 erledigt
Teilnahmeantrag – Formulare und Erklärungen
Befähigung und Versicherung
Referenzen (Eignung)
Wirtschaftliche und finanzielle Eignung
Phase 2 – Fachliches Angebot und Honorar
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Gemeinde Münster
Anschrift
64839 Münster (Hessen)
Ort
64839 Münster (Hessen)
Kategorie
Hessen
Veröffentlicht
Angebotsfrist

Erfüllungsort

Ort der Leistung
64839 Münster (Hessen)
Hessen

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