Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Freie und Hansestadt Hamburg (Sondervermögen Stadt und Hafen, vertreten durch die HafenCity Hamburg GmbH) schreibt die Planung für die Sanierung der Stufenanlage "Treppe Süd" im Lohsepark (HafenCity, 20457 Hamburg) öffentlich aus. Es handelt sich um ein einheitliches Los ohne Teilung. Gefordert werden Objektplanung Ingenieurbauwerke (Leistungsphasen 1–9 gemäß HOAI) und Tragwerksplanung Ingenieurbauwerke (Leistungsphasen 1–6 gemäß HOAI) für ein Klinkerbauwerk in gebundener Bauweise. Zum Leistungsumfang gehören u.a. die örtliche Bauüberwachung und besondere Leistungen (z.B. Bauablaufplanung, Bestandspläne, Bauwerksbuch, Nachtragsprüfung).
Das Angebot wird elektronisch über die Plattform deutsche-evergabe.de eingereicht – Angebotsfrist ist der 28.09.2026 um 13:00 Uhr. Bieter müssen drei geeignete Referenzprojekte nachweisen, einen Berufshaftpflichtversicherungs-Nachweis vorlegen und ein Bearbeitungs- sowie Personalkonzept einreichen. Der Zuschlag erfolgt nach dem wirtschaftlichsten Angebot (Preis 70 % / Leistung 30 %).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Angebotspreis70%
Angebotspreis in EUR netto inkl. Nebenkosten gemäß Honorarformblatt (Summe der Leistungen Objektplanung und Tragwerksplanung). Günstigster Bieter erhält 100%, prozentuale Bewertung.
- Leistungskonzept30%
Zusammengesetztes Kriterium bestehend aus Bearbeitungskonzept (10%) und Personalkonzept (20%). Maximal 12 Punkte (6 pro Unterkriterium), Bewertung mit 0-3 Punkten multipliziert mit Faktor 2.
Gesamtbewertung [%] = 0,7 x Wertung Kriterium (Angebotspreis) + 0,3 x Wertung Kriterium (Leistung). Der Angebotspreis wird prozentual bewertet (günstigster Bieter = 100%). Die Leistungspunktzahl (max. 12 Punkte aus Bearbeitungs- und Personalkonzept) wird durch die Formel Wertung Bieter A [%] = Punktzahl Bieter A / 12 umgerechnet.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGegenstand und Bauwerk
Sanierungsplanung der bestehenden Stufenanlage "Treppe Süd" im Quartier Am Lohsepark (HafenCity Hamburg, 20457 Hamburg). Es handelt sich um die Sanierung eines Klinkerbauwerks in gebundener Bauweise. Ziel ist ein dauerhafter, verkehrssicherer Zustand der Geh- und Sitzstufenanlage gemäß den anerkannten Regeln der Technik mit Übergabefähigkeit an das Bezirksamt Hamburg-Mitte. Grundlage der Kalkulation ist die Machbarkeitsstudie des Büros Binnewies vom 19.01.2025 (Anlage 2). Im Auftragsfall werden Bestandsvermessung und Planunterlagen der Herstellung bereitgestellt.
Objektplanung (Leistungsphasen 1–9)
Erbringung der Grundleistungen der Objektplanung für Ingenieurbauwerke gemäß HOAI § 43 Abs. 1 i.V.m. Anlage 12 über alle Leistungsphasen 1–9:
Vorläufig anrechenbare Kosten Objektplanung: 740.000 €.
Tragwerksplanung (Leistungsphasen 1–6)
Erbringung der Grundleistungen der Tragwerksplanung für Ingenieurbauwerke gemäß HOAI § 51 Abs. 1 i.V.m. Anlage 14 über die Leistungsphasen 1–6 (ohne Mitwirkung bei Vergabe, Objektüberwachung und Objektbetreuung):
Vorläufig anrechenbare Kosten Tragwerksplanung: 100.000 €.
Besondere Leistungen und örtliche Bauüberwachung
Zusätzlich zu den Grundleistungen sind u.a. folgende besondere Leistungen zu erbringen:
In LP 6–9 zählt ausdrücklich die Durchführung der Ausschreibung für Bauleistungen über eine elektronische Vergabeplattform, die Einreichung zur 1. Lesung beim Auftraggeber sowie die Angebotsauswertung mit Vergabevorschlag zum Umfang. Sonstige Bauüberwachungsleistungen umfassen zusätzliche Koordinierung bei nicht vorhersehbaren Ereignissen, die Überwachung der Verkehrsführung sowie die preisliche Prüfung von Nachtragsforderungen samt Vergabevermerken zu Nachtragsvereinbarungen.
Meilensteine und Fristen
Wichtige Eckpunkte der Auftragsabwicklung:
Die Meilensteintermine sind einzuhalten. Nach Auftragserteilung findet eine 1. Lesung der Ausschreibungsunterlagen beim Auftraggeber statt.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBerufshaftpflichtversicherung (Ausschlusskriterium)
Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung mit folgenden Mindestdeckungen – fehlt der Nachweis, führt das zum Ausschluss:
Bei Bietergemeinschaften ist der Nachweis durch jedes Mitglied zu führen. Liegt die Deckung unter den Mindestbeträgen, ist die bestehende Police nachzuweisen und die Erhöhung im Auftragsfall zu bestätigen.
Referenzen (Ausschlusskriterium)
Vorlage von drei geeigneten Referenzprojekten. Fehlende oder nicht konforme Referenzen führen zum Ausschluss. Jedes Projekt muss alle Mindestanforderungen erfüllen:
1. Es handelt sich um ein Sanierungsprojekt eines Klinkerbauwerks in gebundener Bauweise.
2. Bestandteil waren die Leistungsphasen 1–9 der Objektplanung für Ingenieurbauwerke.
3. Bestandteil waren die Leistungsphasen 1–6 der Tragwerksplanung für Ingenieurbauwerke.
4. Der Bearbeitungsbeginn liegt nach dem 01.01.2021.
Für jedes Referenzprojekt ist ein separates Dokument einzureichen mit: Projektbezeichnung, Name des Auftraggebers (ggf. Art, z.B. kommunal oder Landesbehörde), Bearbeitungszeitraum (Monat/Jahr – Monat/Jahr) sowie einer Kurzbeschreibung der erbrachten Leistung (Art, Baujahr, Größe, Ausführung etc.) unter Angabe der jeweiligen Mindestanforderung. Bei Bewerbergemeinschaften muss jedes Mitglied eigene Referenzen nachweisen. Die Referenzen fließen nicht in die Wertung der Zuschlagskriterien ein.
Eigenerklärungen und Formblätter
Pflichtbestandteile des Angebots sind u.a.:
Verpflichtungserklärung und Vertragsmuster
Mit Einreichung des Angebots erklärt sich der Bieter mit dem Vertragsmuster (Anlage 4) einverstanden. Im Vertrag ist zudem eine Verpflichtungserklärung gemäß § 1 Verpflichtungsgesetz für den Auftragnehmer und alle eingesetzten Mitarbeiter abzugeben, soweit Leistungen der Ausschreibung, Vergabe und Objekt-(Bau-)überwachung betroffen sind. Der Bieter erklärt, dass keine Ausschlussgründe nach §§ 123 und 124 GWB vorliegen.
Sanierung eines Klinkerbauwerks in gebundener Bauweise, mit Leistungsphasen 1–9 der Objektplanung und Leistungsphasen 1–6 der Tragwerksplanung für Ingenieurbauwerke
Je Referenzprojekt ein gesondertes Dokument mit Projektbezeichnung, Auftraggeber (ggf. Art), Bearbeitungszeitraum (Monat/Jahr – Monat/Jahr) und Kurzbeschreibung der erbrachten Leistung (Art, Baujahr, Größe, Ausführung) unter Angabe der jeweiligen Mindestanforderung. Bei Bewerbergemeinschaften muss jedes Mitglied eigene Referenzen nachweisen.