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Seismologisches Basisgutachten

Ruhr-Universität BochumBochum, Nordrhein-WestfalenVeröffentlicht:
Angebotsfrist:

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Worum es geht:

Die Ruhr-Universität Bochum sucht einen sachkundigen Auftragnehmer, der ein seismologisches Basisgutachten für ein geothermisches Vorhaben in der Region Speyer/Schifferstadt erstellt.

Was zu tun ist:

Ein seismologisches Basisgutachten (a priori) bis 31.10.2026 liefern.Eine überarbeitete Fassung (a posteriori) bis 31.12.2027 liefern.Die Beurteilung erfolgt nach der BVG-Richtlinie 1101 (Gelbdruck 2023) und behandelt unter anderem die seismische Gefährdung, das geologische Umfeld, geplante Bohroperationen und Betriebsszenarien über 10 Jahre (mit Perspektive auf 30 Jahre).

Was gefordert wird:

Mindestens zwei vergleichbare Referenzanalysen in Deutschland nach FKPE- oder BVG-Richtlinie.Erklärung, dass beide Liefertermine eingehalten werden können.Arbeitsansatz, benötigte Daten und Mitigationsstrategie.Zugriff auf passende Software.

Wie man mitmacht:

Angebot elektronisch über das Vergabeportal evergabe.nrw.de, in deutscher Sprache, bis spätestens 30.10.2026, 12:00 Uhr einreichen.
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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Angebotsfrist: 30. Oktober 2026
Termin / FristOKT2026 DEZ FEB APR JUN AUG OKT DEZ
Bieterfragen-Frist23. Okt. 2026
Beantwortung Bieterfragen24. Okt. 2026
Angebotsfrist30. Okt. 2026
Angebotsrückzug möglich bis30. Okt. 2026
Bindefrist30. Okt. – 6. Dez. 2026
Lieferung Basisgutachten (a priori)31. Okt. 2026
Zuschlag6. Nov. 2026
Rückgabe nicht verbrauchter Entwürfe/Muster6. Dez. 2026 – 6. Jan. 2027
Überarbeitung Basisgutachten (a posteriori)31. Dez. 2027
Betriebsdauer SzenarienDatum offen10 Jahre Betriebsdauer (perspektivisch 30 Jahre) als Szenario, ohne festen Startzeitpunkt.
Rüge eines VergabeverstoßesDatum offenMuss rechtzeitig vor einem Nachprüfungsantrag erfolgen; ein konkreter Termin ist nicht genannt.
NachprüfungsantragDatum offen15 Kalendertage ab Eingang der Mitteilung, dass der Rüge nicht abgeholfen wird.
Mitteilung NichtberücksichtigungDatum offenMindestens 10 Tage vor Zuschlag; nach § 134 GWB nur bei EU-weiten Verfahren.
ZuschlagsbestätigungDatum offen14 Kalendertage ab Absendung des Zuschlags bzw. Auftrags.
SicherheitsleistungDatum offen18 Werktage nach Vertragsschluss, falls vereinbart.
Anzeige einer BehinderungDatum offenUnverzüglich und schriftlich nach Eintritt der Behinderung.
Kündigung bei andauernder BehinderungDatum offenNach 3 Monaten Behinderung ist die Erklärung binnen 30 Tagen abzugeben.
Erste Rechnung bei StundenverrechnungDatum offen12 Werktage nach Beginn der Arbeiten, danach wöchentlich.
Einreichung der SchlussrechnungDatum offen18 Werktage nach Beendigung der Leistungen, sofern nichts anderes vereinbart ist.
MängelrügeDatum offenUnverzüglich und schriftlich nach Feststellung des Mangels.
Mängelansprüche bei ArbeitsschutzverstoßDatum offenMaximal 5 Jahre, längstens während der betriebsüblichen Nutzung.
Zahlung bei SkontoDatum offen14 Tage ab Eingang der prüfbaren Rechnung.
Zahlung ohne AbzugDatum offen30 Tage ab Eingang der prüfbaren Rechnung.
Zahlung ohne VereinbarungDatum offen1 Monat ab Eingang der prüfbaren Rechnung, falls nichts vereinbart ist.
Vorbehalt gegen SchlusszahlungDatum offen2 Wochen ab Eingang der Schlusszahlung.
Nachweis vorbehaltener ForderungDatum offen1 Monat nach Ablauf des Vorbehalts.
Erstattung einer ÜberzahlungDatum offen14 Kalendertage ab Zugang des Rückforderungsschreibens.
Gütliche Einigung bei MeinungsverschiedenheitenDatum offenMöglichst innerhalb von 2 Monaten ab Beginn der Meinungsverschiedenheit.
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabe

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Preis & Qualität4 Kriterien
Preis 20%Qualität 80%
  • Nachweis der Eignung (NE)50%

    Bewertung des Nachweises der Eignung. Laut Leistungsverzeichnis werden relevante Erfahrungen (Analysen nach FKPE-Richtlinie bzw. BVG-Richtlinie 1101) mit Faktoren bewertet: rein probabilistisch 1, hybrid 2, deterministisch 3, Oberrheingraben-Multiplikator 5, Fortschreibung-Multiplikator 2. Die Summe aller Projekte dient als Auswahlkriterium. Die Bewertungsmethode der Eignungsnachweise ist im Formel-Kontext nicht vollständig beschrieben.

  • Zusicherung der Software (ZS)

    Zusicherung, dass Zugriff auf die aktuellen Versionen aller verwendeten Softwares besteht (Leistungsverzeichnis Punkt 6.3). Bewertung mit 0 oder 1, wirkt in der Formel als Multiplikator. Keine eigene prozentuale Gewichtung angegeben.

  • Beurteilung des Arbeitsansatzes (BA)30%

    Bewertung des geplanten Arbeitsansatzes inklusive Begründung, benötigter Daten und Unterlagen, weiterführender Analysen der Verbundpartner und gegebenenfalls Mitigationsansatz (Punkt 6.4). Klassifikation 1 bis 5, 5 = Höchstpunktzahl. Bewertung durch ein Gremium auf wissenschaftliche Validität und Durchführbarkeit.

  • Angebotspreis (AP)20%

    Angebotspreis gemäß Einzelpreisaufstellung (Gesamtangebotspreis netto bzw. brutto laut Angebotsvordruck, Dokument 02).

Bewertung = 0,5 NE x ZS x 0,3 BA x 0,2 AP (NE = Nachweis der Eignung, ZS = Zusicherung der Software mit 0 oder 1, BA = Beurteilung des Arbeitsansatzes mit Klassifikation 1 bis 5, AP = Angebotspreis)

KI-Hinweis: Gewichtungen 50/30/20 % und die Formel stehen fest, aber die Bewertungsmethode für NE fehlt, ZS hat keine eigene Gewichtung und NE ist nach den Unterlagen ein Eignungsnachweis, den die Formel dennoch einbezieht.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Gegenstand und methodischer Rahmen

Erstellung eines seismologischen Basisgutachtens (a priori und a posteriori) für ein geothermisches Vorhaben in der Region Speyer/Schifferstadt.Maßstab: BVG-Richtlinie 1101 (Seismizität bei Geothermieprojekten), Teil 3: Seismologisches Basisgutachten (Gelbdruck 2023).Hauptreservoir: Trennfächensystem der Unteren Trias (Buntsandstein), ca. 2.900 m Tiefe, ca. 400 m mächtig.Methodischer Schwerpunkt: deterministisch, ergänzt um Slip-tendency-Betrachtungen und probabilistische Elemente; Umgang mit Datenunsicherheiten ist darzustellen.Bericht in deutscher Sprache, offene Datei (z. B. MS Word) plus PDF; Verwendung als Anhang zum (Sonder-)Betriebsplan für das Bergamt.

Inhaltliche Schwerpunkte des Gutachtens

Allgemeine Grundlagen: projekt- und lokalbedingte Risiken (seismische Gefährdung), Mechanismen für Spannungsveränderungen und spürbare Seismizität.Geologie, Geomechanik, Seismotektonik: natürliche Seismizität im Umfeld, regionale Tektonik und Strukturgeologie, Spannungen, rheologische Eigenschaften, Störungszonen.Operative Maßnahmen: Beschreibung geplanter Maßnahmen (Injektionstests, Produktionstests, XLOT, SR-Tests u. ä.) und Bewertung hinsichtlich seismischer Gefährdung in Test- und Betriebsphase sowie nach Betriebsende.Minderung der seismischen Gefährdung: gefährdungsmindernde Maßnahmen passend zu den Gegebenheiten, eingebettet in das Reaktionsschema RLP.Prognosen zu Magnituden und Bodenschwinggeschwindigkeiten.

Szenarien und Betriebsbetrachtung

Testphase: bis zu 5 Bohrungen mit bis zu 2 Lateralen je Bohrung (insgesamt bis zu 10 Laterale).Betriebsphase: drei Szenarien – (a) eine Dublette, (b) zwei Dubletten, (c) eine Dublette und eine Triplette.Betriebsdauer: 10 Jahre (hydraulische und thermische Effekte), mit Implikationen für perspektivisch 30 Jahre.Nicht zu betrachten: Errichtungsphase und Betriebsphase der Monitoringbohrung sowie Errichtung der Hauptbohrungen und deren Laterale.

Aufbau auf Vorarbeiten und Mitwirkung der Verbundpartner

Aufsetzen auf vorhandenen Unterlagen aus dem Verbundvorhaben agEnS: Studie zu lokalen Gebirgsspannungen; thermische, hydraulische und mechanische Kennwerte von Analoggesteinsproben; felsmechanische Kartierungen; numerisches Untergrundmodell in COMSOL Multiphysics; analytische Berechnung von Reaktivierungs- und Dilatanzpotential; geologisches Modell, Vorprofil, geplante Bohrtrajektorien und vorläufige Betriebsparameter.Der Auftragnehmer definiert den noch zu leistenden Untersuchungs- und Analyseumfang einschließlich Simulationen; diese werden durch die Verbundpartner beigebracht.Bei nicht beizubringenden Unterlagen ist ein Mitigationsansatz darzulegen.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Mindestanforderungen (Ausschlusskriterien)

A: Nachweis von mindestens 2 Analysen in Anlehnung an die FKPE-Richtlinie oder die BVG-Richtlinie 1101 in Deutschland, mit Angabe von Auftraggeber, Projekt und Bearbeitungsjahr.B: Zusicherung, dass das a-priori-Basisgutachten bis Ende Oktober 2026 geliefert werden kann.C: Zusicherung, dass das a-posteriori-Basisgutachten bis Ende Dezember 2027 geliefert werden kann.

Relevante Erfahrung (Referenzen)

Mindestens 2 Referenzprojekte nach oben genannten Richtlinien.Bewertung jedes Projekts: rein probabilistisch = 1 Punkt, hybrid = 2 Punkte, deterministisch = 3 Punkte.Multiplikatoren: Projekte im Oberrheingraben × 5; Projekte mit einfacher oder mehrfacher Fortschreibung × 2.Die Summe der Bewertungen fließt als Auswahlkriterium in die Wertung ein.

Soft- und Hardware

Zusicherung des Zugriffs auf aktuelle Softwareversionen.Nachweis des Vorhandenseins dieser Versionen nebst laufender Wartungsverträge auf Verlangen.Lizenzen müssen wirtschaftliches Arbeiten zulassen.

Arbeitsansatz

Vorstellung des geplanten Arbeitsansatzes mit kurzer Erläuterung der Gründe.Auflistung der benötigten Daten, Unterlagen und Informationen vom Auftraggeber.Perspektivische Skizzierung weiterführender Analysen durch die Verbundpartner unter Anleitung des Auftragnehmers.Mitigationsansatz, falls angeforderte Unterlagen nicht beizubringen sind.Wissenschaftliche Validität und Durchführbarkeit werden durch ein Gremium bewertet.

Persönliche und rechtliche Anforderungen

Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des Bieters.Nachweise und Erklärungen beziehen sich auf die eigene juristische Person, nicht auf den Konzern oder verbundene Unternehmen.Berücksichtigung von Ausschlussgründen nach § 42 UVgO.Bei Bietergemeinschaften: bevollmächtigter Vertreter, unterschriebene Vollmacht aller Mitglieder, Angabe der Gründe für die Bildung; bei Doppelbeteiligung Nachweis zum Geheimwettbewerb.
Referenzprojekte
mindestens 2 ReferenzenZeitraum: nicht spezifiziertVolumen: nicht spezifiziert

Analysen in Anlehnung an die FKPE-Richtlinie 'Empfehlungen zur Erstellung von Stellungnahmen zur seismischen Gefährdung bei tiefengeothermischen Projekten' bzw. die BVG-Richtlinie 1101 in Deutschland

Bewertung je Projekt nach Methode: rein probabilistisch = 1 Punkt, hybrid = 2 Punkte, deterministisch = 3 Punkte. Projekte im Oberrheingraben erhalten Multiplikator 5, Projekte mit einfacher oder mehrfacher Fortschreibung Multiplikator 2. Angabe von Auftraggeber, Projekt, Bearbeitungsjahr; Summe der Bewertungen geht als Auswahlkriterium ein.

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
1–3Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 2 Angebote
Geringe Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 78%4–10 · 20%11+ · 3%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 16 erledigt
Formale Angebotsunterlagen
Eignung & Referenzen
Technisches Konzept & Zusicherungen
Konditionen & Formelles
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Ruhr-Universität Bochum
Anschrift
44801 Bochum
Ort
44801 Bochum
Kategorie
Nordrhein-Westfalen
Veröffentlicht
Angebotsfrist

Erfüllungsort

Ort der Leistung
44801 Bochum
Nordrhein-Westfalen

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