Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWas wird gebraucht?
Es geht um die Lieferung und den Einbau einer fest im Gebäude installierten Notstromanlage (60 kVA / 48 kW) für die neue Straßenmeisterei in Gadebusch (Los 72). Dazu gehört auch die Planung der Stromversorgung und eine automatische Umschaltung zwischen Netz- und Notstrombetrieb in der Hauptverteilung. Außerdem: Inbetriebnahme, Einweisung und Wartung über 5 Jahre.
Was müssen Sie tun?
Elektronisches Angebot über das Portal meinauftrag.rib.de bis zum 06.10.2026 um 10:00 Uhr abgeben. Ihr Angebot enthält neben dem Preis auch ein Produktdatenblatt des Aggregats, einen Bauzeitenplan, Eignungserklärungen und einige weitere Unterlagen (siehe Checkliste). Zuschlag erhält das preisgünstigste Angebot.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis: Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssumme wird ermittelt aus der nachgerechneten Angebotssumme, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 v.H.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenKernleistung: Notstromaggregat (60 kVA / 48 kW)
Liefern und einbauen muss man ein Notstromaggregat im Wetterschutzgehäuse mit 60 kVA / 48 kW Dauerleistung. Es enthält einen Dieselantriebsmotor (John Deere 4045TSG20) und einen Drehstrom-Synchron-Generator (Kohler) sowie die Aggregatesteuerung APM303. Das Aggregat muss für Inselbetrieb geeignet sein und bei Netzausfall automatisch innerhalb von max. 15 Sekunden die Stromversorgung übernehmen.
Elektrische Umschaltung und Schaltanlage
Die automatische Umschaltung zwischen Netzbetrieb und Notstrombetrieb erfolgt über eine Umschalteinrichtung (4-polig, max. 125 A) in der Hauptverteilung (HV1). Die Haupt-Schaltanlage ist nach DIN EN 61439-1/-2 mit zwei 250-A-Leistungsschaltern und einer ATyS-C55-Umschaltsteuerung auszulegen.
Peripherie (Abgas, Lüftung, Wanddurchführung)
Komplette Abgasanlage inklusive Schalldämpfer, Rohrleitungen, Dach-/Wanddurchführung und Wärmeisolierung. Eine Lüftungsanlage mit Zuluft-/Abluftjalousie, Blechformstücken und Faltenbalg ist mitzuliefern. Die Kernbohrung durch die Außenwand (ca. 20 cm Porenbeton) ist Teil der Leistung.
Werkplanung, Anlieferung, Einbringung
Werkplanung und Abstimmung mit dem Auftraggeber (Durchbruchspläne, Kabel- und Anschlusspläne). Anlieferung und Einbringung per LKW mit Ladekran (max. 5 m Auslage). Die Sohlplattendurchführung ist druckwasserdicht (7x DN150) auszuführen.
Inbetriebnahme, Dokumentation und Einweisung
Inbetriebnahme und Einweisung des Personals. Begleitung der Sachverständigenabnahme vor Ort. Vollständige Dokumentation: Schaltpläne, Bedienungsanleitung, Prüfzeugnisse, Revisionsunterlagen. Komplette Beschilderung des NEA-Raums und der HV1. Betankung mit 500 l Heizöl Dieselqualität.
Wartung, Inspektion und Instandhaltung
Über eine Vertragsdauer von 5 Jahren sind Wartung, Inspektion und Instandhaltung gemäß AMEV zu erbringen. Ein Lastwiderstand für monatliche Probeläufe (≥ 50 % Nennlast) ist Teil der Lieferung. Servicetechnikerstunden für Anpassungsarbeiten (8 h) und Material zum Einkaufspreis sind einzuplanen.
Ausführungszeitraum und Erfüllungsort
Ausführungszeitraum: 16.11.2026 bis 29.01.2027. Werkplanung muss spätestens bis 01.12.2026 abgeschlossen sein. Erfüllungsort: Gadebusch, 19205, Landkreis Nordwestmecklenburg.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAusschlussgründe und Befähigung
Es dürfen keine Ausschlussgründe gemäß §§ 123, 124 GWB und § 6e EU VOB/A vorliegen. Nachzuweisen sind: ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen (ggf. Unbedenklichkeitsbescheinigungen), kein Insolvenzverfahren bzw. keine Liquidation, Befähigung zur Berufsausübung (Handwerksrolle, IHK-Eintragung), Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft, keine Verstöße gemäß § 21 AEntG, § 98c AufenthG, § 19 MiLoG, § 21 SchwarzArbG, § 22 LkSG. Ggf. Nachweise zur Selbstreinigung gemäß § 125 GWB.
Fachliche und technische Leistungsfähigkeit
Nachzuweisen sind ein Qualitätssicherungssystem nach DIN ISO 9001 und/oder EN 9100 sowie eine Zulassung als Fachbetrieb nach WHG. Vor Montagebeginn ist der Installateurausweis des zuständigen Meisters oder Fachingenieurs vorzulegen. Gefordert werden ausreichende Arbeitskräfte und technische Fachkräfte sowie Referenzen über vergleichbare Leistungen (Notstrom-/Netzersatzanlagen oder vergleichbare elektrotechnische Anlagen) aus den letzten 5 Kalenderjahren mit Bezeichnung der Leistung, Auftragswert, Ausführungszeitraum und Auftraggeber.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Vorlage von Jahresabschlüssen oder testierten Gewinn- und Verlustrechnungen, Betriebshaftpflichtversicherung sowie Mindestjahresumsatz (Wert ist im Formular vom Auftraggeber einzutragen, im vorliegenden Dokument nicht beziffert).
Rechtliche und tariftreue Erklärungen
Erklärung zur Tariftreue und zum Vergaberechtlichen Mindestlohn (13,98 €/Std. brutto gemäß TVgG M-V). Erklärung zu ILO-Kernarbeitsnormen. Erklärung zu EU-Sanktionen gegen Russland (keine Russland-Bezüge). Bei Bietergemeinschaften ist eine gesamtschuldnerisch haftende ARGE mit bevollmächtigtem Vertreter zu benennen.
Sicherheit und Nachreichung
Vergleichbare Referenzen über die Ausführung von Bauleistungen in den letzten 5 Kalenderjahren; anerkannt werden Erstellung/Einbau von Notstromanlagen, Netzersatzanlagen oder vergleichbaren elektrotechnischen Anlagen
Bezeichnung der Leistung, Auftragswert des Bieteranteils, Ausführungszeitraum, Auftraggeber