Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie DAK-Gesundheit beschafft im offenen Verfahren eine bestehende Prüfsoftware zur maschinellen und manuellen Prüfung von Krankenhausrechnungen (stationär, ambulant, Hybrid-DRG).
Was zu liefern ist: Miete einer vollumfänglichen Software mit zertifizierten Groupersystemen (DRG, PEPP, Hybrid-DRG), eigenem Prüfregelwerk, KI-gestützter Fallbewertung, MD-Datenaustausch, Controlling- und Analysetool, Schulungs- und Testsystem, Schnittstellen zum Stammsystem BITMARCK_21c|ng sowie Bereitstellung als Container-Lösung auf OpenShift. Inklusive Installation, Konfiguration, Datenmigration aus dem Altsystem 'Kolumbus', Beratung, Support und Softwarepflege.
Vertragslaufzeit: 24 Monate ab Leistungsbeginn (24.01.2027), mit Option auf zwei Verlängerungen um je 12 Monate.
Angebotsfrist: 05.10.2026, 12:00 Uhr (MESZ) – ausschließlich elektronisch über das Deutsche Vergabeportal (DTVP).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Qualität (Leistungspunktwert)1000%
Bewertung der qualitativen Leistung anhand der Unterkriterien gemäß Bewertungsmatrix (Dokument B6_Bewertungsmatrix). Maximale Höchstpunktzahl: 1000. Die konkreten Unterkriterien und Gewichtungen sind der Bewertungsmatrix zu entnehmen, die im vorliegenden Dokument nicht vollständig abgebildet ist.
Z = L / P (einfache Richtwertmethode nach UfAB). L = Gesamt-Leistungspunktwert gemäß Bewertungsmatrix (max. 1000 Punkte), P = Gesamtpreis gemäß Preisblatt. Höchste Zuschlagszahl gewinnt. Bei Punktgleichheit entscheidet der niedrigste Angebotspreis, danach das Los.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenEckpunkte der Beschaffung
Beschafft wird eine Miete einer vollumfänglichen Prüfsoftware inkl. Installation, Konfiguration, Beratung, Softwarepflege und Support.
Lizenzumfang: 15 Admin-User + 425 Lizenzen mit Schreib-/Leserechten.
Einsatzumfang: ca. 2 Mio. Fälle/Jahr, gesteuert von rund 400 Mitarbeitenden.
Pflichtmodule und Kernfunktionen
Folgende Module/Funktionen müssen ab dem 24.01.2027 vollumfänglich bereitstehen:
Einführung, Migration und Betrieb
Installation und Konfiguration im Test-, Schulungs- und Echtsystem der AG.
Migration aus Altsystem 'Kolumbus' (Innovas): maschinelle Übernahme aller relevanten Datenbestände mit fachlich korrektem Transfer; Nachweis durch Tests; Rollback-/Notfallpläne; Unterstützung auch beim späteren Ausstieg in ein Nachfolgesystem.
Container-Betrieb auf OpenShift – Bereitstellung bis spätestens 24.07.2027:
Sonstige Betriebsumgebung: Citrix/RDS oder Cloud (Azure Virtual Desktop); Windows Server 2022+; Browser Edge und Chrome.
Sicherheit: OAuth 2.0/SSO, MFA/TOTP/Passkeys, TLS 1.2+, Encryption at Rest, Protokollierung sicherheitsrelevanter Ereignisse, BITV 2.0 / WCAG AA.
Ticket-Tool, Testsystem (mit pseudonymisierten Daten aus dem Produktivsystem) und Schulungssystem sind bereitzustellen.
Schulungen
Alle Schulungen finden vor Produktionsaufnahme statt; Schulungsleitende stehen ab Produktivsetzung weitere 3 Monate als Ansprechpartner zur Verfügung.
Dokumentation und Berichtswesen
Optionale Leistungen (abrufbar mit ≥6 Monaten Vorankündigung)
Service-Level (maximale Reaktions-/Verarbeitungszeiten)
In produktionsähnlicher Umgebung:
Offline / Batch:
Regelwerks-Updates:
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZuverlässigkeit
Eigenerklärung, dass keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB vorliegen. Nachweis über Anlage A2, Ziffer 1.1.
Mindestlohn und Tariftreue
Eigenerklärung zur Einhaltung des Mindestlohngesetzes (MiLoG), der Arbeitsbedingungen nach AEntG (Tarifvertrag) sowie zur Gleichbehandlung (gleiches Entgelt bei gleicher/gleichwertiger Arbeit). Verpflichtung der Nachunternehmer zu gleichen Bedingungen sowie Freistellungsverpflichtung der AG bei Verstößen. Nachweis über Anlage A2, Ziffer 1.2.
Russlandsanktionen
Eigenerklärung zur Einhaltung von Art. 5k Abs. 1 VO (EU) 833/2014; Verbot der Beteiligung russischer Unternehmen als Unterauftragnehmer/Lieferanten, soweit mehr als 10 % des Auftragswertes betroffen sind. Gilt für Bieter, jedes Mitglied einer Bietergemeinschaft und jeden Nachunternehmer. Nachweis über Anlage A2, Ziffer 1.3.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Berufs-/Betriebshaftpflichtversicherung in marktüblicher Höhe (Personen-, Sach- und Vermögensschäden), Deckungsumfang muss Schäden aus Bereitstellung, Betrieb, Betreuung, Wartung und Weiterentwicklung der Software umfassen. Versicherung muss während der gesamten Vertragslaufzeit bestehen – alternativ verbindliche Eigenerklärung plus Versicherer-Erklärung über Abschlussbereitschaft. Bei Bietergemeinschaften: entweder die Gemeinschaft oder jedes Mitglied versichert.
Umsätze: Gesamt- und tätigkeitsbezogene Umsatzerlöse der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre. Nachweis über Anlage A2, Ziffer 2.1 und 2.2.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Nachweis über vergleichbare Referenzprojekte (siehe Abschnitt 'Referenzprojekte'): mindestens 3, maximal 6 Referenzen aus den letzten 3 Kalenderjahren, je mindestens 24 Monate produktive Nutzung, zusammen mindestens 5 Mio. abgedeckte Versicherte. Nachweis über Anlage A2, Ziffer 3.1.
Fachliche Mindestanforderungen an das Expertenteam (aus der Leistungsbeschreibung)
Eignungsleihe, Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Eignungsleihe ist zulässig (Ziffer 6.1 der Bewerbungsbedingungen):
Nachunternehmer mit Eignungsleihe: müssen bei Angebotsabgabe benannt werden und Anlage A3 einreichen.
Nachunternehmer ohne Eignungsleihe: Angabe vor Zuschlag auf Aufforderung möglich.
Bietergemeinschaften: zugelassen, gesamtschuldnerisch haftend, ARGE mit bevollmächtigtem Vertreter; jedes Mitglied muss die Eigenerklärungen einzeln abgeben.
Vergleichbare Referenzprojekte: Software zur Krankenhausrechnungsprüfung UND Fallmanagement bei einer gesetzlichen Krankenkasse
Inhaltliche Beschreibung in Anlage A2 Ziffer 3.1; Angabe von Auftraggeber (mit Ansprechpartner soweit datenschutzrechtlich zulässig), Leistungszeitraum und -umfang, Anzahl abgedeckter Versicherter, Art des Auftraggebers (gesetzliche Krankenkasse / öffentlicher Auftraggeber / kein öffentlicher Auftraggeber). Referenzen werden durch Rückfrage beim Referenzgeber überprüft.